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    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    #blautanne

    Steigen Löhne und Preise über einen Zeitraum von 5 Jahren um jeweils 20 Prozent an, hat sich die Kaufkraft vor Steuern nicht verändert. Das um nominal ein Fünftel gestiegene Einkommen steht einem im selben Umfang gestiegenen Preisniveau gegenüber.

    Nach Steuern ergibt sich ein ganz anderes Bild: Muss die nominale Lohnerhöhung zur Grenzabgabenlast von 45 Prozent versteuert werden, verbleibt nach Steuern ein Lohnzuwachs von lediglich 11 Prozent, das einem Preisanstieg um 20 Prozent gegenübersteht.

    Der Steuerzahler verliert also allein durch den Steuereffekt 9 % reale Kaufkraft - der Staat gewinnt 9 % mehr reale Steuern - WARUM? Der Staat erzielt ja durch die Lohnerhöhungen auch bei gleichen Steuersätzen mehr Einnahmen. WARUM benötigt der Staat also real jährlich mehr und mehr und immer mehr Anteile der arbeitenden Bevölkerung?

    In den Niederlanden findet zBsp. eine gesetzlich verankerte jährliche Anpassung der kalten Progression statt.

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    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    Werden wir mal konkret, aber dennoch grob und ohne Abzüge gerechnet:

    Bei einem Lohn von 40000 € beträgt die Steuer 9200 €, der Durchschnittssteuersatz (auf das gesamte Gehalt ) beträgt 23 %.
    Nach einer Lohnerhöhung um 20% beträgt der Lohn 48000, die Steuer 12000 €, der Durchschnittssteuersatz beträgt jetzt 25% .

    Das Mehr an Steuern sind 2800 € , gerechnet auf Lohnerhöhung von 8000 € ist das ein Grenzsteuersatz von 35 %.

    Frage an Boriba:

    Bei welchem Gehalt muß eine Lohnerhöhung mit Grenzsteuersatz von 45% versteuert werden?

  3. gesperrt

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    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    #utopia

    Den Grenzsteuersatz (Reichensteuer beachten) kennst du sicherlich.

    Bei deinem Beispiel ist der Bruttolohn um 20 % - die Steuer aber um mehr als 30 % gestiegen!

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    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    Zitat Zitat von boriba Beitrag anzeigen
    #utopia

    Den Grenzsteuersatz (Reichensteuer beachten) kennst du sicherlich.

    Bei deinem Beispiel ist der Bruttolohn um 20 % - die Steuer aber um mehr als 30 % gestiegen!
    Das ist bei progressiven Steuersätzen so.

    Beantworte doch bitte trotzdem mal meine Frage.

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    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    Die ganze Diskussion fing doch damit an, dass boriba kritisiert wurde, weil er/sie meinte, dass bei Einkommenserhöhung auch eine Steuererhöhung folgt.
    Natürlich ist das so (da hat boriba doch Recht), aber nur unter der Annahme, dass wir eine Progression haben. Und die haben wir ja auch.
    Die Progression ergibt sich a) durch den Freibetrag und b) durch die ansteigende Steuerkurve. Daher muss, um eine laufende reale Steuererhöhung zu vermeiden, in regelmäßigen Abständen eine Korrektur des Einkommensteuertarifs erfolgen. Es muss sowohl der Steuerfreibetrag heraufgesetzt werden, als auch die einzelnen Steuerstufen.
    Hier hat boriba natürlich Recht. Solche "Bereinigeungen" finden doch regelmäßig statt.
    Dies kann aber nicht die Steuersenkung sein, die uns die FDP versprochen hat. Das müsste weit mehr sein. Und wie ich eben gelesen habe, meint Schäuble, dass überhaupt kein Spielraum für weitergehende Steuersenkungen gegeben sei. Da muss ich wiederum Herrn Schäuble auch Recht geben.
    Ich bin, also denke ich

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    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    Mir geht es zunächst mal um klare Begrifflichkeiten.

    Und da hätte ich immer noch die folgende Frage an Boriba:

    Bei welchem Gehalt muß eine Erhöhung mit dem Grenzsteuersatz von 45% versteuert werden?

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    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Und wie ich eben gelesen habe, meint Schäuble, dass überhaupt kein Spielraum für weitergehende Steuersenkungen gegeben sei. Da muss ich wiederum Herrn Schäuble auch Recht geben.
    Dafür braucht man gar nicht den Schäuble. Wenn man nur mal bedenkt was noch an Kosten aufgrund der Euro-Krise auf Deutschland zukommt, dann kann man über Steuersenkungen nur fassungslos sein.

  8. gesperrt

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    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    #utopia

    Warum soll ich dir eine Frage beantworten, deren Antwort wir beide kennen - und die Dritte jederzeit bei Wiki nachschlagen können? Wenn du mit meiner Antwort eine Aussage verknüpfen willst - dann rede gleich Klartext!

    Die Gesamtsteuereinnahmen in Deutschland (Bund, Länder, Kommunen) betrugen 2010: 530 Milliarden Euro. Bis zum Jahr 2015 werden diese Einnahmen auf 652 Milliarden steigen. Nun beträgt die geschätzte Gesamtneuverschuldung im Jahr 2011 ca. 50 Milliarden Euro.

    Das heisst: WENN der Staat es schaffen würde, die derzeitigen Ausgaben nur um die Höhe der Inflation (2 %/a) zu steigern, würden sich Gesamtausgaben für 2015 von ca. 630 Milliarden Euro errechnen - bei Gesamtsteuereinnahmen von 652 Milliarden Euro! Dazu kommen rechnerisch sinkende Ausgaben (bei besserer Beschäftigung) für die Arge, die Rentenkasse, die KV, H4 etc.

    ALSO ein Einnahmeüberschuss von 22 Milliarden Euro! Warum sollen dieser Überschuss nicht an die Bürger verteilt werden?

    Ausserdem sind die Steuersatzerleichterungen für den Staat ja kein absoluter Verlust - die Steuerzahler werden mit dem zusätzlichen Geld ja auch wieder konsumieren und investieren - und damit unweigerlich wieder Steuern zahlen!

    Zum Beispiel Griechenland: Sicherlich wären Abschreibungen für die Bundesbank ein Buchverlust - ABER wer rechnet da schon die Buchgewinne der Bundesbank dagegen? Der Wert der Goldreserven der Bundesbank ist zBsp. in den letzten 5 Jahren von ca. 60 auf mehr als 120 Milliarden gestiegen - ebenso wie die Währungsreserven und steigende Zinsspannen.

    ALSO der Staat soll die nächsten Jahre vernünftig wirtschaften, dann sind sowohl Steuererleichterungen UND ein ausgeglichener Haushalt möglich!

  9. Inaktiver User

    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    Zitat Zitat von boriba Beitrag anzeigen
    #blautanne

    Steigen Löhne und Preise über einen Zeitraum von 5 Jahren um jeweils 20 Prozent an, hat sich die Kaufkraft vor Steuern nicht verändert.
    (...)Der Steuerzahler verliert also allein durch den Steuereffekt 9 % reale Kaufkraft - der Staat gewinnt 9 % mehr reale Steuern - WARUM?
    Gute Frage. Deine Zahlen kann ich nämlich in keiner Weise nachvollziehen.

    Auf meine Argumente bist du auch nicht eingegangen.
    .
    Geändert von Inaktiver User (25.06.2011 um 18:53 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    Zitat Zitat von boriba Beitrag anzeigen
    #utopia

    Den Grenzsteuersatz (Reichensteuer beachten) kennst du sicherlich.

    Bei deinem Beispiel ist der Bruttolohn um 20 % - die Steuer aber um mehr als 30 % gestiegen!
    Auch hier wieder: abenteuerliche Rechnung.

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