Eben das macht es ja aus !Der einzige Unterschied zu den staatlichen Schulen ist die bessere Nachmittagsbetreuung in Punkto Hausaufgaben und gezielter Nachhilfe.
Aber Deutschland ist groß genug und bietet genug Arbeitsplätze um auch den Abgängern von staatlichen Schulen die Möglichkeit zu eröffnen, ganz nach oben zu kommen. [/QUOTE]
Das war einmal....
Den Beitrag hast du offensichtlich mißverstanden - oder es mißverstehen wollen?sozialistische Gleichmacherei
Es geht weder um Gleichmacherei noch um die zweifelhafte "Bildung" in der DDR, oder um Sozialismus allgemein. Es geht darum daß durch unser heutiges Bildungssystem ZU VIELE Kinder - im Vergleich zu früher = VOR dem Jahr 2000, den Anschluß verpassen, weil sie weniger Chancen haben.
@Bae
Aufmerksamkeit setzt auf jedenfall voraus daß Zeit da ist. Wenn beide Eltern arbeiten müssen - siehe Niedriglohn - ist diese Aufmerksamkeit schon rein zeitlich sehr begrenzt.Aber man kann sich ja auch mit den Leuten von der staatlichen Schule vernetzen, Beziehungen pflegen und sich so ein soziales Netz aufbauen. Das kostet kein Geld, sondern nur Zeit und Aufmerksamkeit.
Auf jedenfall, aber das hat mit Förderung nur begrenzt zu tun.Kinder brauchen vor allem viel Liebe.
So war es früher in den Familien, heute leider zu wenig - auch hier spielt der berufliche Zeitrahmen der Eltern eine Rolle.Marketing und andere Erwachsenenthemen kriegen Kinder hoffentlich durch das Gespräch am Tisch mit den Eltern mit - wenn über die Nachrichten diskutiert wird, oder über die Weltlage, oder über die wirtschaftliche Lage.
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Thema: Von Anfang an Elite
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11.06.2011, 11:43Inaktiver User
AW: Von Anfang an Elite
Geändert von Inaktiver User (11.06.2011 um 11:50 Uhr)
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11.06.2011, 11:44Inaktiver User
AW: Von Anfang an Elite
Ich war die letzten Jahre meiner schulischen Laufbahn auch auf einer Privatschule.
Aber nicht etwa, weil meine Eltern eine elitäre Haltung hatten, sondern schlicht und ergreifend deshalb, weil ich stinkfaul war, ständig die Schule geschwänzt habe und sie mit der Privatschule einen Riegel vorschieben wollten.
Es stimmt natürlich - sie waren in der komfortablen Situation, sich das leisten zu können, jemand anders mit so einer Lottertochter wie ich es war, hat diese Möglichkeit u. U. nicht.
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11.06.2011, 11:49Inaktiver User
AW: Von Anfang an Elite
Ich halte die Vorstellung, 50 % oder sonst einen hohen Anteil eines Jahrgangs zum Abitur zu führen, für verfehlt. Dass bei einer solchen Vorstellung Kinder auf der Strecke bleiben, darf nicht wundern, es sei denn, wir senken die Anforderungen, oder "prügeln" sie zum Erfolg.
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11.06.2011, 11:52Inaktiver User
AW: Von Anfang an Elite
Nüchtern betrachtet ist Marketing auf Englisch für Zweijährige gnadenloser Unfug und Geldmacherei. Und es gibt in Deutschland nicht eine einzige private Hochschule, die mit den durchschnittlichen staatlichen Universiäten konkurrieren könnte, geschweige denn ein besseres Rennommee hätte.
Mit Elitebildung hat all das herlich wenig zu tun. Wohl aber mit Networking und sozialer Abgrenzung.Geändert von Inaktiver User (11.06.2011 um 11:56 Uhr)
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11.06.2011, 11:57Inaktiver User
AW: Von Anfang an Elite
Wenn für -nur als Beispiel- handwerkliche Berufe, die früher Berufe der Hauptschüler waren heute Abitur verlangt werden, muss man sich nicht wundern. Hier bleiben die Hauptschüler eindeutig auf der Strecke. Die Schüler die - zu wenig oder gar nicht gefördert - es nicht schaffen auf eine höhere Schule zu kommen, sind abgehängt. Das liegt auf der Hand.
Wundern hilft da nicht weiter, sondern nur Förderung und das ist Sache der Bildungspolitik.
Es ist erwiesen daß diese seit langem total daneben ist.
So ist es, um das geht es.sozialer Abgrenzung.
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11.06.2011, 12:01Inaktiver User
AW: Von Anfang an Elite
Das ist doch eineverständliche Reaktion der Eltern, weil heute selbst für viele Ausbildungsberufe ein Abitur zumindest Vorteile bietet, wenn nicht gar erwünscht oder Voraussetzung ist. Das war früher anders: mit einerm guten Realschulabschluß konnte man viel erreichen, und auch die Hauptschüler hatten Chancen.
Schade, ich hab die Sendung verpasst.
Was mich irritiert: dass Elite "gemacht" werden soll. Und dass es, so fürchte ich, heute auch funktioniert: nicht die Leistung, die auf dem Lebensweg erbracht wird, macht zur Elite - sondern eine möglichst stromlinienförmige Ausbildung die alle nur möglichen Anforderungen abdeckt.
Das hat in meinen Augen mindestens 2 Haken:
es sortiert diejenigen, die zwar die intellektuellen oder persönlichen Voraussetzungen hätten, aber kein Geld für diese Ausbildung, früh aus der Förderung aus. Da geht es nicht nur um Chancengleichheit, sondern auch darum, dass wir unsere gesellschaftlichen Ressourcen auf diejenigen beschränken, die durch Geld nicht nur fördern, sondern auch kompensieren können.
Der Lehrstoff kann nur bedingt die Anforderungen der Zukunft abdecken. Wäre z.B. schön, wenn es in 10 jahren gar keine Lobbyisten im heutigen Sinne mehr gäbe.
Da werden Karrieren für Kinder geplant, die ihr Rüstzeug erst in 20, 30 Jahren voll einsetzen können - wären da nicht andere Qualitäten früh zu fördern wie allgemeine Lernfähigkeit, Kreativität, soziale Fähigkeiten etc.?
Oder braucht man das als Elite nicht, weil man ja sowieso unter sich bleibt?
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11.06.2011, 12:01
AW: Von Anfang an Elite
Es stimmt, dass es für viele Eltern schwierig ist, die wenig Geld haben und viel arbeiten müssen.
Traurig ist aber, dass viele Eltern noch nicht einmal jene Möglichkeiten ausschöpfen, die sie trotz allem haben. Finanzielle Armut ist nicht so schlimm, wenn geistiger Reichtum da ist.
(wobei ich mich dann auch durchaus frage, warum Menschen, die sowieso schon am Rand des Existenzminimums herumkrebsen, sich noch mit Kindern belasten, wenn sie ihnen eh nicht das bieten können, was Kinder brauchen?)
grüsse, barbara
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11.06.2011, 12:04Inaktiver User
AW: Von Anfang an Elite
@cas
Genau um das geht es !es sortiert diejenigen, die zwar die intellektuellen oder persönlichen Voraussetzungen hätten, aber kein Geld für diese Ausbildung, früh aus der Förderung aus. Da geht es nicht nur um Chancengleichheit, sondern auch darum, dass wir unsere gesellschaftlichen Ressourcen auf diejenigen beschränken, die durch Geld nicht nur fördern, sondern auch kompensieren können.
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11.06.2011, 14:16
AW: Von Anfang an Elite
Es ist bekannt und Deutschland wurde ja auch dafür gerügt, dass Bildung viel mit dem sozialen Stand der Eltern zu tun hat.
Andererseits kann und muss nicht jeder Hochschulbildung haben, um ein wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft zu sein. Ein Abitur hinzubekommen ist auch Kindern einkommensschwacher Eltern möglich, sofern die Primärtugenden wie Fleiss und Intelligenz erfüllt sind."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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11.06.2011, 15:06Inaktiver User
AW: Von Anfang an Elite
Sicher. Ich denke nur, dass sich keiner viel Gedanken macht über die Konsequenzen, wenn die Zusammensetzung der (geistige) Elite davon abhängt, welche finanziellen Startvoraussetzungen ein junger Mensch im Leben hat.
Wäre auch alles nicht so schlimm, wenn man in D nicht so viel Wert auf zielgerichtete, lückenlose Lebensläufe ohne Brüche oder Scheitern legen würde. Das gefällt mir an den USA, die damit lockerer umgehen und tendenziell mehr darauf schauen, was einer kann, und nicht was er "ist".
Scheitern als Karriereende gilt nicht zwingendfür die Elite - hier gibt es eine höhere Fehlertoleranz, und die Seilschaften gleichen vieles aus. Menschen, die z.B. fachlich gut, aber keine guten Netzwerker sind, haben weniger Chancen. Schade!
Schlimm ist eher, dass sich Menschen an hohen Posten halten können, die erwiesenermassen nichts auf der Pfanne haben, allein, weil sie es in einen elitätren Kreis geschafft haben. Kommt es daher, dass das Wort "Elite" heutzutage nicht mehr eindeutig positiv besetzt ist?
Mir geht es wie gesagt nicht nur um Chancengleichheit, sondern darum, dass es für unsere Gesellschaft insgesamt nicht gut ist, wenn Eliten einseitig gefördert werden und die Kluft zum Mittelfeld immer größer wird.
Sicher, das sehe ich auch so. Doch es ist ungleich schwerer, und es geht ja hier um Eliten, da interessieren mich eher Leistungseliten. In der hochzpezialisierten Welt der Wissenschaft und Forschung sollte viel mehr auf fachliche Leistung als auf die finaziellen Mittel der Eltern geschaut werden. Mehr Stipendien, mehr Förderung. Da gehen sonst Potentiale verloren.Andererseits kann und muss nicht jeder Hochschulbildung haben, um ein wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft zu sein. Ein Abitur hinzubekommen ist auch Kindern einkommensschwacher Eltern möglich, sofern die Primärtugenden wie Fleiss und Intelligenz erfüllt sind.
Dann gäbe es vielleicht auch weniger Bohei um gefakte Doktorarbeiten....
Das zweite: welche Perspektiven haben denn heute Haupt- und Realschüler? Vor allem, wenn die Zeugnisse nicht so gut sind? Es muss ja nicht jeder Bankvorstand werden, aber wie wird hier gefördert (und auch mal gefordert)?


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