Anderen vorzuschreiben, was sie zu essen haben, - das ist für mich Bevormundung. Aus dem Artikel:
Als Grund für die Anweisung wird die „Vorbildfunktion“ der Behörde beim Kampf gegen die „Auswirkungen des Konsums von Fleisch“ genannt.
https://www.welt.de/politik/deutschl...re-Gaeste.html
Davon abgesehen, daß die Meinungen dazu sogar auseinandergehen, ob Fleischessen überhaupt so ungesund ist, muß man keinen "Kampf" darüber führen, was die Leute essen. Man kann aufklären, das sollte dann aber auch ausreichen. Im Artikel angesprochen wird auch der "Veggie-Day" in Kantinen, den die Grünen forderten. Mich z.B. würde das ja nicht mal stören, aber die Bevormundung, die ist halt trotzdem unschön. Sollen sich lieber um das kümmern, was der Einzelne nicht oder nicht so leicht oder nicht hundertprozentig beeinflussen kann, z.B. was nicht deklarationspflichtige Anteile von Genmanipuliertem angeht. Aber ob jemand ein Kotelett oder eine Möhre in den Mund schiebt, das kann jeder sehr wohl deutlich erkennen und leicht selbst steuern, dazu braucht er keine Tante und keinen Onkel und auch sonst niemanden, der das für ihn lenkt.
Was für ein Tierschutzamt jetzt? Und Tierschutz war nicht ihr Anliegen, stand da jedenfalls nichts dazu in dem Artikel. Die Frau ist Bundesumweltministerin.oder, dass ein tierschutzamt tiere schützt?
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19.02.2017, 13:29Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
Geändert von Inaktiver User (19.02.2017 um 13:40 Uhr)
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19.02.2017, 13:59Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
t'schuldigung, da habe ich die aquariumsgeschichte mit der ministerin vertauscht.

die entscheidung, den gästen fleisch zu servieren oder nicht, ist "gesinnungsdikatur"?
wo schreibt sie denn damit jemandem etwas vor?
sie macht es bei sich so, wie sie es will.
kann man diskutieren, aber "gesinnungsdikatur"?
wieder: von den rechten wird die entscheidung, tiere zu schützen, kein fleisch und keine milchprodukte zu essen, als "terror" ausgelegt.
"diktatur der veganer" -das wird wirklich postuliert, ein feindbild geschaffen, über das man sich aufregen kann, eine minderheit wird zu bedrohung gemacht.
(und das sag ich als überzeugte (bio)- fleischesserin)
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19.02.2017, 14:35Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
Ich würde es Bevormundung nennen, wie den damals von den Grünen geplanten Veggie Day in Kantinen. Einen "Kampf" auszurufen, was soll das?
Die haben für mich einen an der Waffel. Und wer sich da miteinreiht, ist selber schuld.wieder: von den rechten wird die entscheidung, tiere zu schützen, kein fleisch und keine milchprodukte zu essen, als "terror" ausgelegt.
"diktatur der veganer" -das wird wirklich postuliert, ein feindbild geschaffen, über das man sich aufregen kann, eine minderheit wird zu bedrohung gemacht.
(und das sag ich als überzeugte (bio)- fleischesserin)
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19.02.2017, 14:43Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
sie nimmt jede möglichkeit nicht vegetarisch zu Essen, da nicht einmal eine "Fleischspeise" auf Wunsch möglich ist.
Es ist eine Einschränkung der pers. (Ernährungs)Wahlrechte. In der Kantine für alle Mitarbeiter und auch bei offiziellen Anlässen. ( mal abgesehen vom Bild als Gastgeber)
Das ist ein Kennzeichen autoritärer, diktatorischer Gesinnung .
eine Mehrheit wird diskrimminiert, aus ideologischen Gründen, auch "Linke" wollen nicht ganz auf Fleisch verzichten."diktatur der veganer" -das wird wirklich postuliert, ein feindbild geschaffen, über das man sich aufregen kann, eine minderheit wird zu bedrohung gemacht.
(wußte noch gar nicht das Ernährung, immer mit pol. Einstellung zu tun hat)
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19.02.2017, 14:49Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
ich will jetzt nicht korinthenkacken, libentia, aber inwiefern bevormundet jemand, der für sich entscheidet, etwas zu tun, um damit vorbild für die eigene einstellung zu sein?
(ich teile die inhalt einstellung der ministerin übrigens nicht, ich finde, dass umweltgerechte haltung von tieren, biologische landwirtschaft und bewusster umgang mit fleisch besser ist als generelle ablehung, aber das ist ein anderes kapitel)
bevormundung wäre es, das essen von fleisch zu verbieten.- wobei, wenn sich eine mehrheit dafür findet, es gesetzlcih verankert wird, dann ist es einfach ein gesellschaftlicher wandel, der zum neuen gesetz wird - so ist das halt in einer demokratischen gesellschaft (ich kenne das als raucherin - muss ich auch damit umgehen. die mehrheit findet rauchen böse, also muss ich ins letzte eck im regen, wenn ich rauchen will)
jedenfalls empfinde ich etwas, was jemand für sich tut, um damit ein zeichen zu setzen, nicht als bevormundung.
und das von den grünen damals war wohl ein vorschlag, der ohnehin keine mehrheit fand - so what?- das ist eben ein demokratischer prozess, man macht vorschläge und kommt damit durch oder nicht -
schlimm ist nur, wenn schon der vorschlag als "gesinnungsdikatur" bezeichnet wird, minderheiten damit stigmatisiert werden und stimmung gegen sie gemacht wird.
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19.02.2017, 14:55Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
das mit der kantine ist schlichtweg falsch.
lies den artikel.
sie serviert, wenn sie gäste empfängt, kein fleisch.
so wie du wahrscheinlich -wasweißich - keinen hund (oder vielleicht schnecken?), obwohl der in manchen teilen der welt als spezialität gilt?
würdest du für gäste, die das halt gerne essen, hund (oder schnecken?)servieren?
oder bist du auch so ein gesinnungsterrorist, der, wenn er einläd, etwas serviert, was er auch selbst gerne isst?
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19.02.2017, 15:31Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
Sie kann (aus eigener Einstellung) zu Hause, ihrer Familie, auch ihren Gästen, vorsetzen, was sie möchte. Sie kann das sogar bei Veranstaltungen im Rahmen ihres Amtes als Ministerin tun. Aber sie sollte es nicht als Kampf ausrufen.
Und ich teile ihn sogar, hat aber nichts mit dem Verhalten zu tun. Besonders, wenn man "am Machthebel" sitzt.(ich teile die inhalt einstellung der ministerin übrigens nicht, ich finde, dass umweltgerechte haltung von tieren, biologische landwirtschaft und bewusster umgang mit fleisch besser ist als generelle ablehung, aber das ist ein anderes kapitel)
Mich persönlich würde es ja nicht stören, wenn Fleischessen verboten würde. Aber wie man so gleichgültig (wie Du jetzt gerade) einer solchen Freiheitsbeschränkung gegenüber wäre, - hm, kann ich nicht so recht verstehen.bevormundung wäre es, das essen von fleisch zu verbieten.- wobei, wenn sich eine mehrheit dafür findet, es gesetzlcih verankert wird, dann ist es einfach ein gesellschaftlicher wandel, der zum neuen gesetz wird - so ist das halt in einer demokratischen gesellschaft (ich kenne das als raucherin - muss ich auch damit umgehen. die mehrheit findet rauchen böse, also muss ich ins letzte eck im regen, wenn ich rauchen will)
Kraft eines Amtes in Veranstaltungen, und es als Amtsinhaber einen "Kampf" nennen, ist für mich nicht "für sich tun". Es ist ja damit nicht privat.
jedenfalls empfinde ich etwas, was jemand für sich tut, um damit ein zeichen zu setzen, nicht als bevormundung.
Der Vorschlag, die Bürger zu bevormunden, ist halt der Versuch, sie zu bevormunden. Und zwar in höchstpersönlichen Angelegenheiten, nämlich der Nahrung. Morgen wird dann verordnet, welchen Sport man treiben muß, weil es gesund ist so und so, und so und so oft , und welchen man nicht darf (Fußball z.B., wegen Verletzungsgefahr), was man anziehen darf und was nicht (Highheels z.B., wegen Gefahr von Fußverformungen dann vielleicht verboten)? Und das fändest Du dann auch in Ordnung, so liest sich Deine Aussage dazu für mich ("wenn das halt so beschlossen würde..." - so ungefähr).und das von den grünen damals war wohl ein vorschlag, der ohnehin keine mehrheit fand - so what?- das ist eben ein demokratischer prozess, man macht vorschläge und kommt damit durch oder nicht -
schlimm ist nur, wenn schon der vorschlag als "gesinnungsdikatur" bezeichnet wird, minderheiten damit stigmatisiert werden und stimmung gegen sie gemacht wird.
Der Staat sollte sich lieber wieder mehr auf's Aufklären besinnen, so war es nämlich mal ("Trimm Dich" Aktion z.B.). Finde ich.Geändert von Inaktiver User (19.02.2017 um 21:32 Uhr) Grund: gekürzt zum besseren Lesen
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19.02.2017, 15:45Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
Ich hätte jetzt angenommen, daß Pragmatix kein Minister ist. Und kann mich auch nicht erinnern,daß er von einem Kampf gesprochen hätte, den er ausficht in Essensdingen.
P.S.: Das heißt übrigens nicht, daß ein Minister nicht mal vegetarisch einladen könnte. Es geht schon darum, es zum Kampf zu erheben. Wenn dann jemand einen Spezialwunsch hätte (nach einem Steak), müßte er nämlich "den Kampf aufnehmen".
Ich richte mich übrigens schon durchaus auch nach meinen Gästen. Veganer bekommen vegan, Allergiker selbstverständlich nichts, worauf sie allergisch sind, Steakliebhaber, die sich das wünschen, ein Steak usw.
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19.02.2017, 16:11Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
(Hervorhebung von mir)
Auf den Inhalt kommt es nicht an, auch nicht darauf, ob jemand stigmatisiert wird, nur darauf, ob es eine Mehrheit oder eine Minderheit ist, die stigmatisiert wird? Muß man jetzt nicht verstehen, oder? Was ist, wenn sich die Verhältnisse morgen umkehren, und die überwiegende Mehrheit ernährt sich vegan. Dann darf man die wider stigmatisieren, die Fleischesser aber nicht mehr, weil sie ja jetzt in der Minderheit wären?
Wenn Du Dir das so überlegst, findest Du das doch bestimmt auch seltsam.
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19.02.2017, 16:12Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
letztlich libentia, ist das eigentlich alles eine ganz normale diskussion, über die ich jetzt nicht bis ins kleinste diskutieren will (weil ich eigentlich was anderes zu tun hätte....:pfeifend...aber gestern bin ich mal wieder in die bricom "gerutscht")
der satz, den du hier immer wieder anführst, ist:
Als Grund für die Anweisung wird die „Vorbildfunktion“ der Behörde beim Kampf gegen die „Auswirkungen des Konsums von Fleisch“ genannt.
https://www.welt.de/politik/deutschl...re-Gaeste.html
also, das umweltministerium kämpft gegen die auswirkungen des konsums von fleisch (ich denke mal, es geht um massenproduktion, um nicht-artgeerechte haltung, um auswirkungen von fleisch statt regenwald etc. -ganz normale "agenden" eines umweltministeriums"- gegen so was sollte ein gutes umweltministerium im 21. jahrhundert schon kämpfen, meiner meinung nach, aber darüber kann man ja inhaltlich diskutieren, ohne von gesinnungsterror zu sprechen)
niemand schrieb, es sei ein kampf ums "kein fleisch essen" - sie wollten ein zeichen setzen, thats all.
(ob das klug ist, ist wieder eine ganz andere sache, jedenfalls will sie nicht mit oder ums essen kämpfen)
aber wir kommen ganz großartig vom thema ab- also zumindest von dem, was mir wichtig erscheint:
in unserer gesellschaft reicht eine reißerische überschrift, um rechten eine möglichkeit zur hetze zu verschaffen.



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