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  1. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Selbstverständlich ist es gut und richtig, wenn "Kulturschaffende" sich auch mit Politik beschäftigen.

    Allerdings sehe ich deren Meinung nicht als in irgendeiner Form fundierter an als meine, denn sie sind genauso (wenig) Experten wie ich und wir alle hier.

    Allerdings sind ihre Beiträge einflussreicher, was man schon daran sieht, dass sie hier zitiert werden - ohne jede Rechtfertigung der Inhalte.

    Muss man ja auch nicht - muss ich ja auch nicht. Es sind eben Meinungen.

  2. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @visual
    Meinst du damit die KünstlerInnen oder die KritkerInnen bzw. die RezipientInnen?
    Denn, dass die Kunst bzw. die -schaffenden sich mit Politik beschäftigen, finde ich nicht schlecht.
    Das taten z.B. auch Goya, Picasso, etc.
    Ich meine die KünstlerInnen.

    Der umgedrehte Panzer vor dem Pavillon der USA ist so platt tagespolitisch wie die "aktionistische" Stofftasche, mit der ein Museum aus der Provinz für eigene PR sorgt.

    Ich bezweifle, dass es die Aufgabe der Kunst ist, sich mit Tagespolitik zu beschäftigen. Goyas "Desastres de la Guerra" sind deswegen so gut, weil sie zum Symbol aller Kriegsgräuel taugen. Picassos Guernica dagegen halte ich für eine ziemlich peinliche Malübung, die nichts, aber auch gar nichts vom Schrecken des Bürgerkrieges vermittelt.

    Wenn Kunst die metaphorische Ebene verlässt und sich ins Tagesgeschäft einmischt, wird sie oft peinlich und platt, denn das politische und ökonomische Wissen der meisten Künstler geht tatsächlich nicht über das anderer Zeitungsleser hinaus

    In der ZEIT findet sich übrigens eine lesenswerte Kritik zur Biennale (Kunstgemuddel auf der Biennale).
    Geändert von Inaktiver User (16.06.2011 um 10:19 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Picassos Guernica dagegen halte ich für eine ziemlich peinliche Malübung, die nichts, aber auch gar nichts vom Schrecken des Bürgerkrieges vermittelt.
    Mir vermittelt es den Schrecken des Bürgerkrieges schon. Obwohl (oder gerade weil) ich nicht Künstlerin bin, berührt mich dieses Bild.
    Aber natürlich schafft es nicht jeder Künstler/jede Künstlerin das auszudrücken, was Laien an Schmerz, Freude, Betroffenheit, Furcht ausdrücken würden, könnten sie es denn.

    Jedoch sehe ich es nicht als Aufgabe der Kunst, bestimmte Sachverhalte in ihren Werken darzustellen, nur weil die Menschheit allgemein davon betroffen ist.
    Geändert von Inaktiver User (16.06.2011 um 13:52 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    und jedes Bild, jedes Musikstück spricht jeden Menschen anders an.

  5. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    und jedes Bild, jedes Musikstück spricht jeden Menschen anders an.
    Auch wenn die Botschaft bei jedem Rezipienten unterschiedlich ankommt, gilt das nur innerhalb bestimmter Grenzen. Beispielsweise würde niemand bei einem Trauermarsch fröhlich zu Tanzen anfangen

    Zumindest die Grundintention wird von allen gleich verstanden. Wenn nicht, handelt es sich um schlechte Kunst.

  6. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Allerdings sehe ich deren Meinung nicht als in irgendeiner Form fundierter an als meine, denn sie sind genauso (wenig) Experten wie ich und wir alle hier.
    Weshalb weisen Sie ständig darauf hin, nichts wirklich zu wissen aber andererseits können Sie "beurteilen" daß einem Artikel "kein Sachverstand" innewohnt? Das würde mich als Einziges noch abschließend interessieren.

  7. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Och, ich weiß schon so'n bisschen, aber wie alle anderen hier bin ich eben kein Experte.

    Jedenfalls nicht zu allen Themen ...

  8. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Beispielsweise würde niemand bei einem Trauermarsch fröhlich zu Tanzen anfangen
    ....hängt möglicherweise davon ab, für wen das Stück gespielt wird.

  9. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ....hängt möglicherweise davon ab, für wen das Stück gespielt wird.

  10. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Ich schreibe hier, obwohl das Thema nicht schlecht in den Griechenlandstrang passen würde:
    Wer braucht Ratingagenturen?
    Jede größere Bank, jedes Versicherungsunternehmen beschäftigt bestens ausgebildete Leute, die wissen, woher sie Informationen über den Wert von Beteiligungen, etc. herbekommen können und wie diese zu bewerten sind.
    So entsteht gezwungenermaßen der Verdacht, dass Ratingagenturen deshalb öffentlich auftreten, weil sie mit ihren Bewertungen großen Einfluss ausüben und entsprechend den Erwerb und Verkauf von Staatsanleihen, Aktien u.a.m. steuern
    können zum Vorteil jener, die darauf schnell reagieren. Vielleicht sogar zum Vorteil jener, die Regierungen destabilisieren wollen.

    Eine geradezu absurde Äußerung hörte ich in einer anderen Sache, nämlich, nachdem bei Christie's das Bild eines ungarischen Malers weit überbewertet worden war: ein Mitarbeiter des renommierten Auktionshauses meinte, man habe sich überall erkundigt und daraus den Schluss gezogen, der angegebene Ausrufungspreis sei realistisch.
    Es ging offenbar weniger um die Qualität des Gemäldes sondern darum, welcher Preis irgendwo vielleicht bezahlt worden wäre.
    So ist es mit den Informationen der Fachmenschen: sie holen sie auch nur dort ein, wo mit Wasser gekocht wird.
    Leider scheint das in Bezug auf die Ratingagenturen nicht in Betracht gezogen zu werden. Oder.....es ist ohnehin alles nicht wahr.

    Mir fällt auf, dass seit einigen Tagen da und dort und auch von ExpertInnen geäußert wird, Griechenland müsse gerettet werden, auch für den Fall, dass es seine Schulden nicht zurückzahlen könne.
    Genau solche statements wurden - es ist nicht lange her - wie der leibhaftige Gottseibeiuns weit weggewiesen.
    Was sagt uns diese leise tropfende Gehirninfusion? Soll am Ende den SteuerzahlerInnen klargemacht werden, was jene, die es vehement bestritten, ohnehin schon lange wissen.........?

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