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    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe meine Lektion jedenfalls gelernt.
    Und welchen Präsidentschaftskandidaten wählst Du bei der nächsten Wahl?
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  2. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Ich bin zwar nicht persönlich angesprochen,
    aber bei mir ist es so (wenn auch nicht in den USA), dass ich es so empfinde, eh immer nur das (für mich) kleinste Übel wählen zu können.

    So war mir auch bei den US-Präsidentschaftswahlen 2008 Obama als Demokrat lieber als der Republikaner John McCain. Dazu kam noch, dass Obama der erste schwarze US-Präsident war (ist), das fand ich längst an der Zeit.
    Allerdings war mir auch klar, dass auch ein US-Präsident eigentlich nur eine Marionette ist, dass in Wirklichkeit Geld / Kapital regieren. Das beginnt in den USA ja schon bei der Wahl der Kandidaten - ohne Vermögen wird das niemand. Von daher gesehen hegte ich nicht die allergrößten Hoffnungen in massive politische Veränderungen.

  3. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dazu kam noch, dass Obama der erste schwarze US-Präsident war (ist), das fand ich längst an der Zeit.
    Obama hat für Schwarze in USA so viel geleistet, wie Clinton II. für Frauen leisten würde, nämlich nüscht.

    Allerdings war mir auch klar, dass auch ein US-Präsident eigentlich nur eine Marionette ist, dass in Wirklichkeit Geld / Kapital regieren. Das beginnt in den USA ja schon bei der Wahl der Kandidaten - ohne Vermögen wird das niemand.
    Das ist ein Hauptgrund, warum die USA sich zu Unrecht als Demokratie bezeichnen.

    Es lässt auch erahnen, was in Wirklichkeit dahinter steckt, wenn die USA in andere Länder mit allen Mitteln, einschließlich militärischen, das hineinprügeln wollen, was sie "Demokratie" nennen.

  4. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Obama hat für Schwarze in USA so viel geleistet, wie Clinton II. für Frauen leisten würde, nämlich nüscht.
    Obama hat geleistet, was er leisten konnte, und das als Farbiger. Für farbige Menschen hatte das sicherlich Signalwirkung.
    Dass er mit manchen Ideen an Mauern anrannte, ist der Macht der Realität geschuldet, die wohl auch jene, die sich über seine Wahl freu(t)en, unterschätzt haben.

  5. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Obama hat geleistet, was er leisten konnte, und das als Farbiger. Für farbige Menschen hatte das sicherlich Signalwirkung.
    Nämlich welche?
    Allein im ersten Halbjahr diesen Jahres ist bereits eine dreistellige Zahl an farbigen US-Bürgern von weißen Polizisten erschossen worden und wohl namenlose Tausende misshandelt. - und zwar mit den absurdesten Begründungen.

    Dass er mit manchen Ideen an Mauern anrannte, ist der Macht der Realität geschuldet, die wohl auch jene, die sich über seine Wahl freu(t)en, unterschätzt haben.
    Nennen wir die Dinge ruhig beim Namen: das Land ist durch und durch rassistisch, und das Oberste Gericht hat vor einiger Zeit sogar die spezielle Minderheitenförderung als "verfassungswidrig" gekippt. Die für einen erheblichen Teil der US-Bevölkerung ungemein provozierende Wahl eines Schwarzen zum Präsidenten hat eher eine Rückwärtsrolle in Gesellschaft und Politik bewirkt.

    Bei Clinton II ist das freilich nicht zu erwarten; die Wahl einer Frau würde als nicht so provozierend empfunden werden; was aber auch gleichzeitig bedeutet, dass es unerheblich wäre. Sie wird auch nichts für Frauen tun - so wenig wie Thatcher, und so wenig wie Obama für Schwarze.

  6. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Obama hat geleistet, was er leisten konnte, und das als Farbiger.
    Und Merkel hat geleistet, was sie leisten konnte - und das als Frau/Blondine/Ossi/usw.

  7. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei Clinton II ist das freilich nicht zu erwarten [...] Sie wird auch nichts für Frauen tun - so wenig wie Thatcher, und so wenig wie Obama für Schwarze.
    Merkel hat auch nichts "für Frauen" getan. Und Schäuble hat nichts für Behinderte getan. Warum sollten sie?

  8. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Obama hat geleistet, was er leisten konnte, und das als Farbiger. Für farbige Menschen hatte das sicherlich Signalwirkung.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und Merkel hat geleistet, was sie leisten konnte - und das als Frau/Blondine/Ossi/usw.
    Du hast (absichtlich?) den zweiten Satz aus meinem Posting nicht zitiert. Ich vermute mal, dass Blondinen Merkel nicht als Vorbild bzw. als jemanden, die zeigt, was als Blondine möglich ist, benötigen, aber es ist durchaus möglich, dass Merkel Frauen zeigt, was Frauen erreichen können, insofern ist - und ich vermute, das hast du verstanden - Obama durchaus ein Vorbild für Farbige, als jemand, der im noch immer teilweise rassistischen Amerika weiterkommen kann.

  9. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Merkel hat auch nichts "für Frauen" getan. Und Schäuble hat nichts für Behinderte getan. Warum sollten sie?
    Ja, warum sollten sie. Und umgekehrt:
    Warum sollte man jemanden wählen, weil schwarz, weiblich, schwul, behindert etc., wenn man aus dieser persönlichen Eigenschaft nichts an entsprechender Politik erwarten kann?

  10. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du hast (absichtlich?) den zweiten Satz aus meinem Posting nicht zitiert.
    Ja. Weil der zweite Satz den ersten nur noch schlimmer macht.

    Und du hast wohl absichtlich übersehen, dass ich in dem von mir zitierten Satz einen Teil des Textes durch Fettschrift hervorgehoben habe. Hier:

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Obama hat geleistet, was er leisten konnte, und das als Farbiger.
    Wäre Obama also nicht "farbig" , hätte er mehr leisten können. Dass er nicht mehr geleistet hat, liegt also allein an seinem "Farbigsein". Ist das das, was du sagen wolltest?

    Und welche Signalwirkung hat - unter diesem Vorzeichen - ein Präsident Obama für "farbige" Menschen? Dass ein "farbiger" Präsident nicht leistet, was er leisten könnte, wenn er nicht "farbig" wäre? Na das ist eine ganz tolle Signalwirkung!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    es ist durchaus möglich, dass Merkel Frauen zeigt, was Frauen erreichen können
    Merkel "zeigt" nichts, sie "ist". Aber davon abgesehen: Frauen orientieren sich in der Regel nicht an Merkel, sie haben ganz andere "Vorbilder". Heidi Klumm zum Beispiel.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Obama durchaus ein Vorbild für Farbige, als jemand, der im noch immer teilweise rassistischen Amerika weiterkommen kann.
    Obama sehe ich nicht als Vorbild - weder für "Farbige" noch für Nichtfarbige. Ist George W. Bush auch ein Vorbild für alle Dumpfbacken, weil er trotz eklatanter intellektueller Defizite "weitergekommen" ist?
    Geändert von Inaktiver User (06.08.2015 um 17:30 Uhr)

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