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  1. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Ich würde sagen, wie an der Theke.

    Dort kann auch jeder das alte Thema wieder aufgreifen, und dann wird er sehen, ob es noch ausreichend interessant ist, und sonst kehrt man zu seinem Bier (und dem laufenden Thema) zurück ...

  2. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Genau. Ich würd's einfach versuchen

  3. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Ja ... so sehe ich das auch.

    Man muss aber eben in Kauf nehmen, dass für den Rest der Diskutierenden dann im Einzelfall der Kuchen möglicherweise gegessen ist ... also niemand mehr drauf eingeht

  4. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Wunderbar, vielen Dank.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Als Referenz ein böser Kommentar aus der Welt:

    Böss in Berlin Blog Archive Lionel Messis Meinung zu Hartz-IV
    Das fand ich sehr amüsant. Er hat den Nagel auf den Kopf getroffen.

    Warum die Meinungen von sog. "Prominenten" eingeholt werden, hat mE. mit den Medien selbst zu tun. Prominente sind eine "Marke", der Leser / Zuschauer hat zumindest den Namen schon mal gehört. Der Aufmerksamkeitswert ist deutlich höher als bei einem Unbekannten auf der Straße. Und da die Medien selbst um Marktanteile kämpfen, jagen sie hinter gut verkäuflichen Marken her.

    Aufmerksamkeit ist eine der seltensten Ressourcen in unserer Gesellschaft und alle buhlen darum. Die größte Schwierigkeit besteht darin, als Person erst einmal wiederholt und für längere Zeit in den Focus der Medienmaschinerie zu kommen und erwähnt zu werden. Vielen ist dafür jedes Mittel Recht, und sie liegen damit nicht einmal daneben: erfahrungsgemäß vergisst das Publikum ziemlich schnell, womit jemand bekannt wurde.
    Beim Sport muss immerhin eine messbare Leistung erbracht werden, aber die vielen Dopingskandale zeigen, dass auch dort jedes verfügbare Mittel eingesetzt wird, um an die Spitze zu kommen.

    Im Kunstbetrieb sind die Mittel der Wahl immer noch Provokation, Skandal oder (bei Frauen) die Präsentation körperlicher Reize. Ist man dann erst einmal so weit, dass man zum "Betrieb" dazu gehört, regelmäßig in den Medien besprochen wird und einen "Namen" hat, genießt man Narrenfreiheit.

    An diesem Punkt kann der Betreffende von den Medien für jeden Zweck eingesetzt werden. Er / sie wird fast zu jedem Thema befragt, wichtig ist nur der "Markenname". (Reinfälle wie Lothar Matthäus bestätigen die Regel )

    Bei der "Kulturszene" bündeln sich die Zuschreibungen der Marke "Kunst". Sie bestehen in einer Art von Joker, der je nach Situation angepasst werden kann. Je schwammiger, desto besser. Da Künstler sich im Gegensatz zu den Angehörigen bürgerlicher Berufe als die letzten "Allrounder" verkaufen, ist es kein Wunder, dass sie auch zu allem Möglichen befragt werden

    Ich hörte heute ein Interview mit Markus Lüpertz. Er schwafelte einen unglaublichen Blödsinn, aber die Interviewerin war offensichtlich beeindruckt und verhielt sich sehr devot.
    Es funktioniert wie bei des Kaisers neue Kleider: zwar denken viele, was soll der Quatsch, aber keiner will der erste sein, der das ausspricht. Wer einmal die "höheren Weihen" erhalten hat und prominent ist, bekommt ein Forum und jede Menge Aufmerksamkeit.

    Was passiert, wenn die Wertschätzung kippt, kann man am Fall Kachelmann sehen. Dann beginnen eine Hatz und ein Voyeurismus, die ahnen lassen, wie viel Aggression in der Bewunderung des Publikums steckt.

  5. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Eigentlich schade, dass, zumindest erkennbar, keine Türkinnen oder Frauen mit türkischem (Familien-) Hintergrund hier schreiben. Und verwunderlich, denn ich weiß von einigen, die hier leben, von manchen, die hier geboren sind, die z.B. bloggen, aber kaum je nur irgend etwas zu ihrem oder dem Herkunftsland ihrer Eltern bzw. Großeltern schreiben.
    Wirklich bedauerlich, denn frau könnte so dieses riesige interessante Land mit so vielen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen von einem anderen als dem eigenen und nur aus Medien und Büchern generierten Blickwinkel sehen. Denn speziell die Berichterstattung in den Medien lässt häufig den Verdacht aufkommen, dass JournalistInnen das Social Network nach Informationen durchkämmen, anstatt vor Ort sorgfältig zu recherchieren.

    Das Gleiche gilt natürlich auch für Frauen aus anderen Ländern, die nicht Deutschland oder Österreich sind.
    Geändert von Inaktiver User (14.06.2011 um 17:29 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Ich hörte heute ein Interview mit Markus Lüpertz. Er schwafelte einen unglaublichen Blödsinn, aber die Interviewerin war offensichtlich beeindruckt und verhielt sich sehr devot.
    Ja, das war süß. Ich musste lachen, als sie eine Jahreszahl nannte und auf seine Nachfrage beinahe zurückprallte, anstatt ihn aber um Verbesserung zu ersuchen, versuchte sie zu überspielen.
    Allerdings fand ich sie weniger devot als furchtbar schlecht vorbereitet und nicht gefasst auf seine überhebliche und etwas verächtliche Art, das Gespräch rasch hinter sich zu bringen.
    Frau muss halt vor einem derartigen Treffen ein wenig lesen

    Was passiert, wenn die Wertschätzung kippt, kann man am Fall Kachelmann sehen. Dann beginnen eine Hatz und ein Voyeurismus, die ahnen lassen, wie viel Aggression in der Bewunderung des Publikums steckt.
    Damit hast du den Nagel auf den Kopf getroffen.
    Ein wenig will ich jedoch einschränken: nicht alle, die bei jemandem, der out ist, ihre Schmutzkübelkampagne loslassen, haben ihn vorher bewundert, manche waren vielleicht die stillen KritikerInnen, die nun endlich die Möglichkeit haben...........
    Geändert von Inaktiver User (14.06.2011 um 17:15 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Ich finde es auch immer wieder amusant (??) wenn im Feuilleton tiefschürfende Artikel zu wissenschaftlichen oder plitiscvhen Themen von Leuten veröffentlicht werden, die fachlich nicht die geringste Ahnung haben - jedenfalls nicht mehr Ahnung als die meisten Leser.

    Schon bei vielen Fachjournalisten sind die Kenntnisse recht beschränkt (einige sind aber Spitze!!), aber bei Literaturkritikern, die über Kernkraft oder Finanzkrisen schreiben, fehlt mir doch irgendwie das Verständnis dafür, dass die Redaktion so etwas druckt.

    Klar, auch solche Leute haben ein Recht auf ihre persönliche Meinung, sei sie auch noch so wenig fundiert (ich hab ja auch Meinungen zu Themen,von denen ich nix verstehe) - aber das dann zu veröffentlichen ??


    Nebenbei irritieren mich zunehmend die orthographischen und grammatischen Fehler in vielen Artikeln, besonders - aber leider nicht nur - bei Onlinepublikationen. Selbst in inhaltlich guten Beiträgen lenken sie ab von der vermuteten Kompetenz des Journalisten: Wenn der nicht mal schreiben kann, was versteht der dann von seinem Thema??

    Zu oft verlässt man sich auf Rechtschreibprogramme, die nicht sagen, ob die Ansammlung korrekt geschriebener Wörter einen Sinn ergibt, und zu oft nutzt man nicht mal die!


  8. Registriert seit
    13.10.2009
    Beiträge
    884

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Im Kunstbetrieb sind die Mittel der Wahl immer noch Provokation, Skandal oder (bei Frauen) die Präsentation körperlicher Reize. Ist man dann erst einmal so weit, dass man zum "Betrieb" dazu gehört, regelmäßig in den Medien besprochen wird und einen "Namen" hat, genießt man Narrenfreiheit.
    So pauschal diffamiert möchte ich den "Kunstbetrieb" nicht stehen lassen .

    Als Gegenbeispiel sei Stefan Soltesz genannt: Seit 1997 ist er Intendant des Aalto-Theaters, welches 2008 im Rahmen der Kritikerumfrage der Zeitschrift „Opernwelt" zum „Opernhaus des Jahres" ernannt wurde, und Generalmusikdirektor der Essener Philharmoniker (2003 und 2008 „Orchester des Jahres").

    Ich habe Dutzende Aufführungen von ihm gesehen - alles beste, solide Qualität. Selten einmal wurde von Provokation oder Skandal geredet (was in meinen Augen aber meist notwendige Entstaubung des herkömmlichen Opernrepertoirs war).

    Soltesz ist sicher nur ein Beispiel unter vielen.

  9. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Nebenbei irritieren mich zunehmend die orthographischen und grammatischen Fehler in vielen Artikeln,
    Eine Geldfrage. Früher wurden Artikel sorgfältig redigiert - sogar im "Spiegel" stolpert frau ab und zu über Rechtschreib- oder andere Fehler, was wohl weniger am Unvermögen der BerichterstatterInnen liegt als an der Eile, mit der sie ihre Berichte verfassen und am Mangel an Personal, das nachliest.

    Schon bei vielen Fachjournalisten sind die Kenntnisse recht beschränkt
    Heute erst wieder beim Lesen einiger Seiten über sogenannte Junk Bonds (Papiere mit Höchstrisiko und entsprechenden Renditechancen): es werden Namen von Anlageberatern, Finanzjournalen (da zumeist das Wall Street Journal), Kreditstrategen usw. in großer Zahl in den Artikel gemischt, wobei so eine Art Bad Cop/Good Cop-Spiel getrieben wird, ohne dass die LeserInnen durchblicken, womit erstens die Leute, die Junk Bonds empfehlen, ihre Meriten verdient haben, welche Argumente, außer, dass man/frau mit solchen Papieren untergehen kann, noch dagegen sprechen (z.B., dass die Finanzsysteme ganzer Staaten ins Wanken geraten), usw.
    Ratingagenturen mit ihrer nicht unerheblichen aber unverdienten Macht, Papiere auf- bzw. abzuwerten, werden nicht einmal am Rande erwähnt.
    Witzig fand ich an dem zusammengestoppelten Seitenfüller noch, dass darin vom Durchblättern dicker Anleihenberichte die Rede ist, als würden Finanzjongleure nicht längst alles vom Bildschirm ablesen.

  10. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Gerade hat eine sehr interessante Sendung in Einsfestival angefangen. Die Sendung heißt "blutige Rosen" und handelt vom Drama das die Weltbank weltweit verursacht hat. Das ausbluten Afrikas.

    Text dazu:
    Sie stehen schön im Blumenladen, aber es sind "Blutige Rosen". Wir erzählen die traurige Geschichte einer kenianischen Umweltaktivistin, die für ihr Engagement gegen Blumenfarmen mit dem Leben bezahlte. Danach kommt "Der große Ausverkauf". Durch ungezügelte Privatisierung geraten weltweit immer mehr Menschen ins Abseits. Wasser, Strom, Transport, Gesundheit - wir zeigen Beispiele aus den Philippinen, aus Bolivien und Südafrika.
    Geändert von Inaktiver User (15.06.2011 um 20:22 Uhr)

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