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  1. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Einfach würde sich ein Euro-Austritt ohnehin nicht gestalten.
    Außerdem kam von griechischer Seite kein Hinweis darauf, derartigen Unsinn in Erwägung zu ziehen.
    Für mich sind die Gerüchte bezüglich des Euro-Austrittes Drohgebärden von Leuten, die um ihre Pfründen fürchten.
    Tsipras wird ohnehin ein Koalition bilden müssen, das kann jene beruhigen, die glauben, die Bolschewiki seien mit seiner Partei wiederauferstanden.
    Ob es nun "Unsinn" ist, wenn ein Land, das nicht euro-fähig ist, aus dem Euro austritt, kann dahingestellt bleiben.
    Auf jeden Fall handelt es sich um eine Drohung - für den Fall, dass die griechischen Wähler Ende Januar anders wählen, als es interessierten Kreisen im Ausland gefällt.

    Das ist "Demokratie" auf europäisch.
    Geändert von Inaktiver User (08.01.2015 um 03:29 Uhr)

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    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das glaube ich nicht. Die griechische Währung müsste die Schulden in Euro übernehmen, umrechnen und gleichzeitig eine Bewertung gemäß der griechischen Wirtschaftskraft erfahren, ein unvorstellbares Szenario.
    Aber, egal, es wird nicht dazu kommen. Ich hoffe auf eine kluge Wirtschaftspolitik nach den Wahlen und auf gescheite, unvoreingenommen Beratung der Politiker.
    Die Schulden sind das Problem. Griechenland hat seit über einem Jahr einen Primärüberschuss im Haushalt und ich schrieb bereits damals, dass ab diesem Zeitpunkt die Gefahr des Austritts besteht. In der Geschichte gibt es genügend Beispiele, wo Staaten einen Währungsverbund verlassen haben, nachdem sie nachhaltig Primärüberschuss erwirtschafteten.

    Warum soll es dieses mal anders sein? Weil wir es so wollen oder weil wir es uns wünschen? Die Altschulden werden einfach nicht bedient, basta.

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    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ob es nun "Unsinn" ist, wenn ein Land, das nicht euro-fähig ist, aus dem Euro austritt, kann dahingestellt bleiben.
    Auf jeden Fall handelt es sich um eine Drohung - für den Fall, dass die griechischen Wähler Ende Januar anders wählen, als es interessierten Kreisen im Ausland gefällt.

    Das ist "Demokratie" auf europäisch.
    Entweder wir erlassen denen die Schulden (Schuldenschnitt) oder sie verlassen den Euro und schmeißen die Schulden über Bord.
    Egal was wir den Griechen in so einem Fall androhen, es stehen Alternativen zum Euro und Europa bereit, siehe Russland.
    An diesem Knieschuss werden wir noch lange zu knabbern haben.

    Der Neujahrswitz des Jahres kam übrigens von Gabriel, „Wir wollen die Russen nicht in die Knie zwingen“. Das lässt tief blicken, was Selbstüberschätzung, Allmachtsfantasien und Vermessenheit angehen.

  4. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Die Schulden sind das Problem. Griechenland hat seit über einem Jahr einen Primärüberschuss im Haushalt und ich schrieb bereits damals, dass ab diesem Zeitpunkt die Gefahr des Austritts besteht. In der Geschichte gibt es genügend Beispiele, wo Staaten einen Währungsverbund verlassen haben, nachdem sie nachhaltig Primärüberschuss erwirtschafteten.

    Warum soll es dieses mal anders sein? Weil wir es so wollen oder weil wir es uns wünschen? Die Altschulden werden einfach nicht bedient, basta.
    Welche Beispiele sind das? Mir ist keines bekannt.

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    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Welche Beispiele sind das? Mir ist keines bekannt.
    … oder haben eine Währungsreform durchgeführt. So muss es heißen. Primärüberschuss ist in der Regel eine Initialzündung zur Neuordnung von Währungen, macht ja auch Sinn.
    Im Übrigen ist schon die Lateinische Münzunion im 19. Jahrhundert an den gleichen Ursachen wie heute untergegangen. Immerhin haben die 62 Jahre durchgehalten. damals waren es auch die Griechen, da sag mal Einer, Geschichte wiederholt sich nicht.
    Ich denke, die Griechen bekommen einen Schuldenschnitt, Portugal, Spanien, Italien usw. ein Jahr später auch, in etwa 2 Jahren ist Deutschland dann finanziell überfordert. Entweder der Euro inflationiert zweistellig ab, oder wir treten vorher aus.
    Ansonsten verläuft die Krise wie alle Krisen und ich es bereits vor Jahren aufgezeigt habe. Der Ankauf der eigenen Bonds ist der letzte Schritt. Danach gibt es nur noch Wachstum oder weiter absteigen.

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    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    https://www.planet-wissen.de/wissen_...ldes/index.jsp

    Lesenswert und verständlich geschrieben. Viele kleine regionale Zahlungsmittel sind da gar nicht erfasst. Denen erging es ebenso, Untergang.
    Das Ergebnis ist immer das Gleiche, ebenso wie die Ursachen für den Untergang der verschiedensten Zahlungsmittel.
    Aber mit dem Euro ist alleeees gaaaanz anders und viiiiel besser. Waru,m? Weil die heute alle viiiiiel schlauer sind.
    Man muss wissen, dass es sich bei dem untergegangen Geld und Zahlungsmittel um überschüssige erwirtschaftete Werte des Volkes gehandelt hat. Diese Werte haben bei jeder Währungsreform den entschädigungslos den Besitzer gewechselt.

  7. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Allerdings dürfte es bereits bei der Logistik zur Einführung einer neuen Währung scheitern. Wer soll die Drachmen drucken und letztlich den Druck bezahlen?
    Putin.

  8. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Avigdor Liebermann: "Die moralischste Armee der Welt"

    1. Die Palästinenser treten nach Angaben der Vereinten Nationen am 1. April dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) bei. (...)
    Die Palästinenser hatten den international bedeutsamen Schritt lange unterlassen, um die im vergangenen April gescheiterten Friedensverhandlungen mit Israel nicht zu gefährden. (...)
    Der IStGH ist befugt, Prozesse wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen anzustrengen, sofern die Taten nach dem 1. Juli 2002, seinem Gründungstag, begangen wurden. Als Rechtsinstanz anerkannt wird das Gericht inzwischen von 122 Staaten – nicht aber von Israel, den Vereinigten Staaten, China und Russland.

    2. Als Reaktion (...) Israel habe am Samstag die Überweisung von 106 Millionen Euro an Steuergeldern, die den Palästinensern zustehen, eingefroren, sagte ein israelischer Regierungsvertreter. Dabei handelt es sich um die erste Strafmaßnahme, mit der Israel auf den Antrag der Palästinenser auf einen Beitritt zum IStGH reagiert.
    Als weitere Strafmaßnahme droht Israel mit der Verfolgung ranghoher Palästinenser wegen Kriegsverbrechen. Vor Gerichten in den USA und anderswo seien Verfahren gegen Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und andere „hohe palästinensische Verantwortliche“ möglich. *)

    3. Israel will Strafgerichtshof finanziell austrocknen
    Israel hat eine Kampagne begonnen, um die Finanzierung des Internationalen Strafgerichtshofs zu kappen. Die Regierung forderte unter anderen Deutschland auf, die Zahlungen auszusetzen.
    Israel hat Deutschland und andere Staaten aufgefordert, die Finanzierung des Internationalen Strafgerichtshofs einzustellen. Außenminister Avigdor Lieberman reagierte damit auf die Ankündigung des Gerichts, Vorermittlungen wegen des Gazakriegs aufzunehmen. (...)
    Avigdor Lieberman sagte, das Verfahren diene dem Zweck, „Israels Recht auf Selbstverteidigung gegen den Terrorismus zu unterminieren“.
    Die palästinensische Autonomiebehörde und die Hamas begrüßten hingegen die Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofs. Dessen Chefanklägerin Fatou Bensouda versprach: „Die Anklage wird ihre Analyse völlig unabhängig und unparteiisch ausführen.“ **)


    ---

    Anmerkung 1: Interessanterweise droht Israel nicht mit einem Verfahren gegen Hamas-Vertreter vor dem Internationalen Gerichtshof - im Gegenzug zu Verfahren gegen Israel, sondern man droht mit Gerichtsverfahren beim Kumpel in Amerika. Das zeigt m.E. deutlich, wie Israel seine Chancen vor einem unparteiischen Gericht einschätzt.

    Anmerkung 2: Vielleicht ist eine unabhängige und unparteiische Untersuchung genau das, was Israel so sehr fürchtet, dass es alle Hebel in Bewegung setzt um eine solche Untersuchung zu verhindern.

    Anmerkung 3: In der FAZ können Israel betreffende Artikel von Lesern nicht kommentiert werden.
    .
    Geändert von Inaktiver User (20.01.2015 um 14:37 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk


  10. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Diese "interessante" Sendung trägt den "interessanten" Titel: "Raubritter - Business auf Russisch".
    Schon der Titel ist also ziemlich schreierisch und unsachlich. Auch das Timing lässt vermuten, dass dieses Filmchen ein weiterer Nagel am Sarg der gutnachbarschaftlichen Beziehungen sein will.
    Cui bono?

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