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22.01.2019, 22:06
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
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23.01.2019, 09:55Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
Umfrage: Demokratie uberzeugt viele Ostdeutsche nicht - dpa - FAZ
Das ist ja mal eine Sache, die mich erstaunt: 58 % aller Ostdeutschen finden nicht, dass die in Deutschland gelebte Demokratie die beste Staatsform wäre. Welche denn?Die Menschen in Ostdeutschland stehen der Demokratie deutlich skeptischer gegenüber als Westdeutsche. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für die «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Nur 42 Prozent der Befragte gaben an, dass die in Deutschland gelebte Demokratie die beste Staatsform sei. In Westdeutschland meinten das 77 Prozent der Befragten. Auch das Wirtschaftssystem wird unterschiedlich beurteilt: In Westdeutschland meinten 48 Prozent, es gebe kein besseres System als die Marktwirtschaft - in Ostdeutschland nur 30 Prozent.
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23.01.2019, 10:00
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
bei umfragen frage ich mich immer, wen die gefragt haben.....
bin da eher vorsichtig bei den ergebnissen
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23.01.2019, 10:40
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
Die parlamentarische "Demokratie" hat mit der ursprünglichen Wortbedeutung "Herrschaft des Volks" ja auch nur sehr vage etwas zu tun. Einmal alle vier Jahre ein Kreuzchen auf Wahlzetteln zu machen, ist nicht "regieren".
Womöglich wären sie glücklicher mit einer Demokratie nach schweizerischem Strickmuster, also mit mehr direktdemokratischen Elementen, wo das Wort "Volksherrschaft" tatsächlich einen gewissen Sinn hat und nicht einfach eine nett klingende Worthülse ist, die mit der Realität so gut wie nichts zu tun hat.
gruss, barbara
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23.01.2019, 10:45
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
Mich befremden manche Antworten und/ oder Feststellungen (z.B. Worthülse). Was spricht dagegen, sich ehrenamtlich z.B. in der Kommunalpolitik zu engagieren, also über den Wahlgang hinaus mitzuwirken?
PS: Die alten Griechen als die "Erfinder" verstanden unter Demokratie übrigens mitnichten die "Herrschaft des (gemeinen) Volkes".
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23.01.2019, 10:59
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
man braucht schon ein bestimmtes Temperament, um sich in einem solchen Umfeld auch nur halbwegs wohl zu fühlen. Der grösste Teil von Politik besteht ja darin, dass man sich über kleine Fragen ("harter oder weicher Belag auf dem Sportplatz?" - "muss Gendergerechtigkeit berücksichtigt wreden bei der Einstellung von Hausmeistern in den Schulhäusern?" - etc etc) endlos unterhält und tausend Kompromisse finden muss.
Es war die Herrschaft der Freien. Doch da wir heute technisch weiter sind, und das, was im antiken Griechenland von Sklaven geleistet wurde, heute von Maschinen erledigt wird - spricht nichts dagegen, dass wir alle uns als Freie betrachten.PS: Die alten Griechen als die "Erfinder" verstanden unter Demokratie übrigens mitnichten die "Herrschaft des (gemeinen) Volkes".
Ein weiterer interessanter Aspekt der athenischen Demokratie war, dass gewisse Ämter nicht über Wahlen, sondern Verlosugen vergeben wurde - könnten wir durchaus auch wieder einführen, wo es passt. Da auf diese Weise deutlich bessere Repräsentativität gegeben ist.
gruss, barbara
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23.01.2019, 10:59Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
Ärgerlich finde ich, dass man mit seinen wenigen Kreuzchen gar nicht das wählen kann, was man gerne hätte. Du musst immer den ganzen Mist mitwählen, den Du nicht willst und genau den bekommst Du dann auch.
Das würde ich auch bevorzugen. Ich hab ja immer noch die Hoffnung, dass wir irgendwann einmal zu einer einfachen Internet Demokratie kommen, bei der jeder per Mausklick mitregieren darf.
Ein Wirtschaftssystem, in dem es nur noch indirekte Steuern gibt, das Druck auf den Staat ausübt.
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23.01.2019, 11:04
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
ja. Eben.
wundert mich überhaupt nicht, dass die Ostdeutschen vom aktuellen System nicht extrem begeistert sind. Die kennen das ja, in einer "deutschen DEMOKRATISCHEN Republik" zu leben, wo, auch damals, Demokratie bloss eine Worthülse war.
Es scheint sehr schwierig zu sein, ein System aufzubauen, das sowohl einfach bedienbar wie auch sicher und nicht (wenig) manipulierbar ist.Das würde ich auch bevorzugen. Ich hab ja immer noch die Hoffnung, dass wir irgendwann einmal zu einer einfachen Internet Demokratie kommen, bei der jeder per Mausklick mitregieren darf.
Der Staat ist die Voraussetzung für eine funktionierende Wirtschaft (im Sinne von Handel), nicht umgekehrt.Ein Wirtschaftssystem, in dem es nur noch indirekte Steuern gibt, das Druck auf den Staat ausübt.
Wo es keine Sicherheit gibt, keine Regeln, und keine Instanz, die die Regeln durchsetzt - kann es auch keinen Markt geben.
gruss, barbara
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23.01.2019, 11:14Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
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23.01.2019, 11:18
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
Ja, das ist manchmal anstrengend. Weil man andere Meinungen ertragen und gemeinsam eine Lösung finden muss.
Kochen? Waschen und bügeln? Hof fegen? Häuser bauen? Alles von Maschinen? Ich glaube nicht. Aber unabhängig davon darf sich sogar unser hoffegender Hausmeister um das Amt des Bürgermeisters bewerben. Wir sind tatsächlich weiter. Nämlich dort, wo sich jeder (!) auch persönlich einbringen darf.Es war die Herrschaft der Freien. Doch da wir heute technisch weiter sind, und das, was im antiken Griechenland von Sklaven geleistet wurde, heute von Maschinen erledigt wird - spricht nichts dagegen, dass wir alle uns als Freie betrachten.
Nach Deiner Antwort im ersten Absatz fürchte ich, es könnte für Dich schwierig werden, wenn Dir was zugelost würde, wo Du Dich mit Bodenbelägen im Stadion oder dem Geschlecht des künftigen Hausmeisters der Schule beschäftigen musst.Ein weiterer interessanter Aspekt der athenischen Demokratie war, dass gewisse Ämter nicht über Wahlen, sondern Verlosugen vergeben wurde - könnten wir durchaus auch wieder einführen, wo es passt. Da auf diese Weise deutlich bessere Repräsentativität gegeben ist.
gruss, barbara
Was will ich sagen: Nicht immer nur meckern, sich einbringen, es anders/besser machen und den Kritikern Rede und Antwort stehen.




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