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  1. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Gerade die Türken der 1. Generation haben sich doch sehr wenig integriert. Der Plan der meisten war: Hier arbeiten, im Alter dann wieder nach Hause in die Türkei. ins dort gekaufte Häuschen.
    Haben ja auch etliche gemacht.
    Das war auch der Plan bei der Anwerbung dieser Gastarbeiter. Daher hat man sich auch kaum Mühe mit Sprachkursen und ähnlichem gegeben. Hat nicht ganz funktioniert.

    Die Deutschtürken haben heute meist das Problem, dass ihre Chancen immer noch geringer sind als die von Deutschen. Vor einigen Jahren, als die Türkei prosperierte, haben sich gut ausgebildete Deutschtürken auch ihre Chancen in der Türkei gesucht.

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    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    och, es gibt sicher nicht DIE Lösung. Viele kleine Schritte in die richtige Richtung, das schon...
    Sag ich doch die ganze Zeit.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Das ist ja in Ordnung. Andererseits, wer ein Auto ohne elektrischen Chichi will, dürfte Schwierigkeiten haben, überhaupt eins zu finden. es gibt nicht wirklich viel Auswahl im Hinblick auf viele Konsumgegenstände.
    Wo Chichi anfängt, ist halt für jeden anders. Bei dir sind es elektrische Fensterheber, bei mir sind es die ganzen elektronischen Sicherheitsverrigelungen in modernen Autos - wo sind die guten alten Zeiten der Zentralverriegelung, bei der man nicht immer noch ein Extra-Knöpfchen drücken musste, um auch noch die Beifahrer- oder hintere Tür zu öffnen *seufz*

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    George Marshall hat diesen wundervollen, nach ihm benannten Plan ins Leben gerufen, und damit mehr für den Frieden in Europa getan als eigentlich alle andern Leute der Welt - klar ist es möglich!

    Aber es braucht Leute dafür, die sowohl eine Grosszügigkeit des Denkens haben, und diese mit Pragmatismus verbinden. Die scheinen nicht sehr häufig zu sein.
    Leider nicht, nein. Und dann müssen sie es auch noch schaffen, in eine Position zu kommen, in der sie auch Einfluss haben können.
    War das Douglas Adams der gesagt hat, die Leute, die es schaffen, Präsident zu werden, sind die letzten, die es jemals werden sollten?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Es gibt sehr wohl einen breiten Konsens darüber, was gesellschaftlich nützlich ist und was nicht. Probleme fangen an bei Abwägungen der einzelnen Güter und Prioritätensetzungen. Das ist weder beliebig noch Meinungssache.
    Ja, und genau da geht das Geharke los.
    Ich weiß, warum ich nie in die Politik gehen könnte - ich würde wahrscheinlich nach kürzester Zeit reif für die Geschlossene oder zur Amokläuferin. Oder beides.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    kleine Schritte in die RICHTIGE Richtung begrüsse ich auch. Die Installierung eines bevormundenden Nannystaats ist aber die komplett falsche Richtung, sogar wenn ein Strohhalmverbot das Plastikproblem vielleicht um 0,000001% vermindern sollte. (wenn es das überhaupt tut...)
    Ich sehe das weniger als Nannystaat sondern durchaus auch als eine Maßnahme, die Leute ans Nachdenken bringt. Auch die Unternehmen. Früher beim Burgerbrater gab es diese gruseligen aufgeschäumten Styropordinger als Verpackung (zusammen übrigens mit einer Handvoll Strohhalme in die Tüte für die Getränke), durch die Gesetzgebung gibt es inzwischen wenigstens Pappkartons oder Papier und die Masse an Strohhalmen hat sich auch reduziert.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    naja, Modernität entspricht selten meinem Geschmack. Zu simpel, zu schlicht, zu seelenlos, zu beliebig. Auch in den Ausführungen in Marmor und Massivholz.
    Das ist nun wieder Geschmackssache. Ich steh nicht so auf Geschnörksel.

    Modernisierung bedeutet leider des öftern die Redbullisierung von alt Bewährtem, Bekanntem, Guten.

    gruss, barbara[/QUOTE]
    Redbullisierung - schönes Wort

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube, Integration funktioniert nicht auf Anordnung und ist ein Prozess, der über Generationen hinweg dauert.
    Ich bin die meiste Zeit des Jahres Ausländer. Ich respektiere die Gepflogenheiten des Landes, in dem ich mich aufhalte, die Gesetze, ich bemühe mich um die Sprache. Ich lasse mir aber nicht meine deutschen Wurzeln, meine kulturelle Herkunft nehmen. Ich bin und bleibe deutsch und deshalb authentisch.
    Mmmmhm. Ich bin auch deutsch - hier geboren und aufgewachsen, trotzdem ist diese Tatsache nichts, was mich in irgendeiner Form ausmacht. Authentisch bin ich, wenn ich mich meinem Charakter und meiner Persönlichkeit entsprechend verhalte und nicht versuche, auf Deubel komm raus irgendetwas vorzuspielen.
    Ich habs nicht so mit Wurzeln, die ich nicht selbst geschlagen habe.

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Tja, wie können sie nur ... und das, wo Hannover 96 abstiegsgefährdet ist (siehe Artikel), was natürlich ein wesentlich dringenderes Problem ist als die Berücksichtigung der Hälfte der Bevölkerung in der Alltagssprache. Liegt bestimmt an den Landtagsabgeordneten, die nicht oft genug im Fußballstadion waren und ihrer Mannschaft nicht laut genug applaudiert haben. Statt dessen diskutieren sie über geschlechtergerechte Sprache. Wirklich traurig.
    Ich finde es ehrlich gesagt auch etwas überzogen, mir persönlich ist wurscht, ob da jetzt Lehrer oder Lehrende steht, mir ist klar, daß da Männer und Frauen gleichermaßen gemeint sind.
    Und so manche sprachliche Genderkonstruktion lässt mein Sprachgefühl gequält mit den Augen rollen.

    Sollen sie mal machen, ich hätte es nicht gebraucht.
    *lost in the woods*

  3. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    [
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da müssten wir erst klären, was Du unter Integration verstehst.
    Ich verstehe... und ich betrachte dies nun nicht rein wissenschaftlich... unter Integration, dass Menschen unterschiedlicher Vorstellungen miteinander leben. Das bedeutet, dass es dabei verhandelbar und nichtverhandelbare Werte und Handlungen gibt. Ich meine damit nicht Assimilation. Das bedeutet, dass jemand seine eigene Religion zum Beispiel komplett aufgibt und die andere übernimmt.

    Bei Integrationszwang fällt mir komischerweise immer Entnazifizierung ein.
    Wie meinst du das?
    Ich glaube, Integration funktioniert nicht auf Anordnung und ist ein Prozess, der über Generationen hinweg dauert.
    Ich bin die meiste Zeit des Jahres Ausländer. Ich respektiere die Gepflogenheiten des Landes, in dem ich mich aufhalte, die Gesetze, ich bemühe mich um die Sprache. Ich lasse mir aber nicht meine deutschen Wurzeln, meine kulturelle Herkunft nehmen. Ich bin und bleibe deutsch und deshalb authentisch.
    Ich Stimme mit dir überein, dass dies ein Prozess ist. Wenn ich daran denke, wie in den 70er Jahren die Italiener in Deutschland lebten und, dass sie heute etwas nach Deutschland gebracht haben und anderes von der hiesigen Bevölkerung angenommen haben, dann ist dies ein Teil von Integration. Da wir 80 Millionen Menschen sind und sehr unterschiedliche Meinungen über die Art und Weise des Zusammenlebens haben (sehen wir uns sehr christliche Regionen versus atheistische Regionen in Deutschland an), kann es gar nicht DAS eine geben. Es wird immer eine Bandbreite geben.

    Ob man sich in einem Land integrieren kann, in dem man nicht immer lebt, dass weiß ich nicht. In meiner mehrjährigen Zeit als Expat sah ich, dass die Deutschen, die in beiden Ländern ihre Haushalte hatten, nirgends zuhause waren. Im Expatland waren sie die Deutschen und blieben auch sehr unter sich. Deutschland kannten sie von mehrwöchigen Aufenthalten und manchmal dachte ich, dass ihr Deutschlandbild, das Bild zum Zeitpunkt ihres Umzugs war. Dass sich auch Deutschland veränderte, sahen sie oft nicht. Wie auch, waren sie doch auf Familientournee, aber kaum im Alltag.
    Ich glaube, der Radikalismus in der 2. oder 3. Generation unserer türkischen Mitbürger ist der Protest gegen den Verlust der Authentizität.
    Nicht Identität? Authenzität bedeutet "Echt sein". Ein Verlust der Authenzität bedeutet für mich, dass die eigenen Worte und Taten nicht übereinstimmen, während ein Verlust der Identität meines Erachtens bedeutet, dass man nicht weiß, wer man ist.

  4. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ob man sich in einem Land integrieren kann, in dem man nicht immer lebt, dass weiß ich nicht..
    Hier frage ich auch noch einmal nach, was Integration heißt. Hat man dann x einheimische Freunde? Kann die Sprache perfekt? Ist Integration nicht einfach nur "nicht unangenehm auffallen"? Bin ich etwa nicht integriert, wenn ich als Italiener in Deutschland nur italienische Freunde habe?

  5. VIP

    User Info Menu

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Was Integration bedeutet ist klar definiert. Doch ob es im Alltag immer das Gleiche bedeutet? Ist jemand integriert, der hier lebt, arbeitet und Steuern zahlt, aber kein Deutsch spricht? Ist jemand integriert, der vielfältige Kontakte mit Migrationshintergründen hat, aber nicht zu Deutschen?

    Hier ein Schaubild über die veränderte Betrachtung von Integration.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  6. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen
    Mmmmhm. Ich bin auch deutsch - hier geboren und aufgewachsen, trotzdem ist diese Tatsache nichts, was mich in irgendeiner Form ausmacht.
    Täusch Dich da mal nicht. Ich habe erst festgestellt, wie deutsch ich bin, nachdem ich mehrere Jahre im Ausland gelebt habe.
    Es fängt an mit der Haltung gegenüber Kindern, gegenüber Frauen, wie sehr wir geprägt sind durch unsere Eltern aus der Nachkriegsgeneration, was Gründlichkeit angeht, Obrigkeitshörigkeit u.v.m
    Heißt nicht, dass wir besser oder schlechter sind, sondern einfach anders. Wir unterscheiden uns.

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen
    Ich habs nicht so mit Wurzeln, die ich nicht selbst geschlagen habe.
    Aber Du hast Wurzeln, wie jeder Mensch, das muss nicht unbedingt Land und Boden sein. Und es macht keinen Sinn mit seinen Wurzeln zu hadern, Du kannst es eh nicht ändern.
    Ich hab das auch etwas unglücklich ausgedrückt, weil man mir meine Wurzeln weder nehmen kann, noch kann ich sie weggeben.
    Das, was man mir nehmen könnte, lasse ich mir nicht nehmen. Wenn, dann gebe ich es und ich entscheide es.

  7. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    [Ich verstehe unter Integration, dass Menschen unterschiedlicher Vorstellungen miteinander leben. Das bedeutet, dass es dabei verhandelbar und nichtverhandelbare Werte und Handlungen gibt.

    Ich meine damit nicht Assimilation. Das bedeutet, dass jemand seine eigene Religion zum Beispiel komplett aufgibt und die andere übernimmt.
    Meine Vorstellung von vollständiger Integration ist die völlige Assimilation. Die verschiedenen Religionen kollidieren mit unserem nichtverhandelbaren Wertekatalog.
    Und wer soll mit wem und was verhandeln?
    Untitled´s "nicht unangenehm auffallen" gefällt mir, aber auch da, wer bestimmt, was unangenhem ist.
    Selbst der Norddeutsche hat es schwer in Bayern. Bis der nach 5 Wiesn Maß noch grade nach Hause laufen kann..
    oder Weisswürste zum Frühstück ohne Durchfall zu bekommen. Das dauert.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie meinst du das?
    Eigentlich ganz banal, Entnazifizierung hat nicht funktioniert und Integration funktioniert nicht, weil es intrinsische Prozesse sind, weil man sie nicht wie ein Rezept verschreiben kann.

  8. User Info Menu

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Wer nach 5L Bier noch kerzengerade nach Hause marschiert hat ein galoppierendes Alkoholproblem. Es sei denn, es war Leichtbier, was in Bayern tatsächlich deutlich mehr getrunken wird als im Norden. Leichtbier hat etwa 40 Prozent weniger Promille.

    Es gibt einen Unterschied zwischen Assimilation und Integration, [editiert]
    Geändert von Analuisa (22.01.2019 um 19:24 Uhr) Grund: bitte Netiquette beachten

  9. Inaktiver User

    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    .. und anderes von der hiesigen Bevölkerung angenommen haben, dann ist dies ein Teil von Integration.
    .. und das funktioniert ganz schnell. Ich gewöhne mich gerne an Gepflogenheiten, wie das späte südländische Abendessen und ich adaptiere auch gerne die nordländische Haltung zum Kind u.v.m. Somit bin ich teilintegriert, behalte aber das, was mit vertraut ist, das was dazu führt, dass die anderen sagen, da kommt Der Deutsche. Ich bin stolz darauf, deutsch zu sein.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da wir 80 Millionen Menschen sind und sehr unterschiedliche Meinungen über die Art und Weise des Zusammenlebens haben (sehen wir uns sehr christliche Regionen versus atheistische Regionen in Deutschland an), kann es gar nicht DAS eine geben. Es wird immer eine Bandbreite geben.
    Naja, es gibt schon ein paar typische Eigenschaften, mit denen wir vom Ausland identifiziert werden.
    Gründlich, fleissig, zuverlässig, organisatorisch
    Die Religionen hängen uns tatsächlich noch schwer um den Hals. Wenn man sie alle als Sekten einordnen könnte, wäre schon viel erreicht. Sekten könnte man auch leichter verbieten, wenn sie gegen unsere Gesetze verstoßen.
    Andererseits haben die Kirchen in unserem Land derart tiefe Spuren hinterlassen, was unser Verhalten, unsere Gepflogen- und Gewohnheiten angeht, ein Kulturmerkmal. Ein Moslem wird sich da niemals einlassen.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ob man sich in einem Land integrieren kann, in dem man nicht immer lebt, dass weiß ich nicht.
    teilintegrieren geht schon
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In meiner mehrjährigen Zeit als Expat sah ich, dass die Deutschen, die in beiden Ländern ihre Haushalte hatten, nirgends zuhause waren. Im Expatland waren sie die Deutschen und blieben auch sehr unter sich.
    Klar, da, wo die Möglichkeit besteht, bilden sich Ghettos. Ist bequem. Anfangs ist es immer anstrengend, bis man die Sprache kann. Ist auch ein Unterschied, ob ich Geld in ein Land bringe, oder ob ich meine Arbeitskraft anbiete. Ich hatte nie deutsche Nachbarn.

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    AW: Politik- und Gesellschaftstalk

    „Ein Moslem wird sich da niemals einlassen“

    Bei uns ist an Sankt Martin die Kirche voll mit muslimischen Eltern und Kindern.
    Beim lebendigen Adventsfenster machen Muslime sowohl in der Vorbereitung, als auch Durchführung mit.
    Beim Adventsmarkt auch.
    Zum Weihnachtsbaum haben auch die muslimischen Eltern etwas beigesteuert.
    Beim Plätzchen backen und Adventssingen genauso.
    Und das sind nur Aktivitäten unserer städtischen Kitas und Grundschulen.

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