Ich denke nicht, dass es um "unnötige Heroisierung" geht. Ich nehme an, dass es darum geht, dass nicht klar ist, dass die Arbeit der BW notwendig ist.
Egal von welcher politischen Seite( inklusiver Bevölkerung), werden die Einsätze der BW oft nicht anerkannt.
Selber schuld, dass sie sich verpflichten und deshalb nach Afghanistan gehen. Wieso ist die BW im Ausland tätig??
Das sind meines Erachtens die Gedanken, die dazu führen.
Dazu kommt eine große Portion Ixh-Bezogenheit in der Gesellschaft.
Ich hätte die Wehrpflicht gerne erhalten (aber umgebaut).
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12.10.2018, 05:46Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
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12.10.2018, 06:53Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
Ich doch. Schließlich darf man sie weitgehend ungestraft als Mörder bezeichnen. Bei welchem anderen Beruf geht das auch?
Karlsruhe bekraftigt "Soldaten-Urteil" - WELT
Das Bundesverfassungsgericht (BVG) hat gestern bekräftigt, daß die Verwendung des umstrittenen Tucholsky-Zitats "Alle Soldaten sind Mörder" unter bestimmten Voraussetzungen keine Beleidigung darstellt und deshalb auch nicht bestraft werden darf.
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12.10.2018, 08:01
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
Sehr schwieriges Urteil, kann man die Grenze zwischen einzelnen Personen und dem 'Soldatentum' so leicht ziehen?
Charlotte, das, was du da geschrieben hast, vermute ich auch.
Ich selbst sitze auch 'on the fence', ich fand die Idee, dass mein Patensohn sich verpflichten wollte, auch nicht so prickelnd. Ich komme aus einer Familie, in der es einige Verweigerer gab, auch unter meinen Freunden sind mehr Verweigerer als Soldaten.
Aber auch wenn so manche Einsätze mehr als fragwürdig sind (mal so allgemein, nicht auf D bezogen), ganz ohne geht es ja auch nicht und ich glaube nicht, dass es alles Rambos sind, beim Militär. Und dass die Arbeit des Militärs generell schon wichtig ist, auch im Ausland."I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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12.10.2018, 08:20
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
In dieser Woche fand ein großes Manöver des Panzergrenadierbataillons 212 aus Augustdorf (Nähe Bielefeld) im Kreis Lippe statt. Das Bataillon wird Mitte November an den Hindukusch verlegt. Oberstleutnant Maik Cohrs wird erneut das Kommando haben. Es ist sein zweites Kommando in Afghanistan. Beim letzten Einsatz verlor er 5 Soldaten bei Anschlägen. Er trainiert die jungen Soldaten hart, weil er nicht noch einmal Verluste hinnehmen möchte.
Der Auftrag des erneuten Kommandos ist, die afghanische Armee bei dem Kampf gegen die Taliban zu unterstützen.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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12.10.2018, 10:00Inaktiver User
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12.10.2018, 10:06
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
Opelius - ich finde das gesamte Afghanistan Thema sehr kompliziert. Ein guter Bekannter, Journalist, lebt in Kabul und ist oft mit Amerikanern und Afghanen an den Fronten unterwegs. Was er so berichtet, bringt auch nicht grad Licht ins Dunkel.
Aber ich glaub, da bewegen wir uns leicht ins Offtopic. Ich kam vorhin nur auf die Fragen zu den Spielen, weil ich (auch durch die momentane tägliche Werbung dazu) gemerkt habe, dass ich grad nicht mehr genau weiss, wo ich stehe. Werd da noch ein bisschen drüber nachdenken."I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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12.10.2018, 10:29Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
Kriegerische Einsätze (oder euphemistisch Friedensmissionen) werden sich wohl nicht verhindern lassen. Wenn man mal das Soldatentum von nationalistischen Gedanken entkoppelt, die ja gerne so etwas wie Ehre und Stolz ins Spiel bringen, dann ist Soldat-sein eine Berufswahl mit hohen Risiken. Dass Soldaten/innen ihren A**** riskieren, sollte einem Staat bzw. einer internationalen Gemeinschaft viel wert sein.
Insgesamt wird diese Veranstaltung in Deutschland wenig Beachtung finden, weil Deutschland nach dem Kriegsende von der Gedankentendenz her entmilitarisiert wurde. Was wurde hier über den ersten Einsatz der BW im Ausland gestritten. Das Thema Militär ist so etwas wie das Thema Tod, beides versucht man zu ignorieren und zu verdrängen, obwohl es real existiert.
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12.10.2018, 10:58
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
Ja, das war die Position von Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg.
Bis zur Aufgabe der Wehrpflicht 2010 war die Bundeswehr eine richtige Bürgerarmee. Es war ihr gelungen, zuerst mit ehemaligen Wehrmachtssoldaten eine Armee aufzubauen, die von sich aus ihren Wehrpflichtigen erneuern konnte. Historisch ein wahres Wunder.
Inzwischen ist es eine Freiwilligenarmee, die große Schwierigkeiten hat, geeignetes Fachpersonal zu gewinnen. Ich frage mich, wo die Bundeswehr wirklicher Cypersoldaten herbekommen soll. IT-Spezialisten mit dem Auftrag Cyberattacken zu eliminieren verdienen in der freien Wirtschaft mehr als ein General. Das gibt die Gehaltsstruktur des Heeres nicht her. Also werden auch Privatfirmen von der BW beauftragt, den Cyperkrieg zu bekämpfen.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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12.10.2018, 11:07Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
Historisch mag das ja bedeutsam sein. Nur wenn es eine Bürgerarmee war, dann sollte man auch die Bürger fragen, die dahin müssen.
Wie viele erste Lieben da auf der Strecke geblieben sind, wie viele mit kleinen bis größeren Alkoholproblemen rausgekommen sind und von der immensen Langeweile ganz zu schweigen. Kenne Leute, die haben sich Verletzungen zugefügt, um da nicht mehr hin zu müssen. Ein bisschen viel Opfer für ein abstraktes historisches Wunder, oder nicht?
Wie geschrieben - einem Staat sollte es viel wert sein, Soldaten/innen zu rekrutieren. Letztendlich eine Frage des Angebots.Inzwischen ist es eine Freiwilligenarmee, die große Schwierigkeiten hat, geeignetes Fachpersonal zu gewinnen. Ich frage mich, wo die Bundeswehr wirklicher Cypersoldaten herbekommen soll. IT-Spezialisten mit dem Auftrag Cyberattacken zu eliminieren verdienen in der freien Wirtschaft mehr als ein General. Das gibt die Gehaltsstruktur des Heeres nicht her. Also werden auch Privatfirmen von der BW beauftragt, den Cyperkrieg zu bekämpfen.
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15.01.2019, 12:14Inaktiver User
AW: Politik- und Gesellschaftstalk
Muslimisch konservativ geprägte Menschen gibts nicht nur unter den Migranten, sondern auch unter den hier geborenen Deutschen. Ich halte es für falsch diese aus diesem Diskurs auszuschließen und sehe hier auch keine Rechtfertigung dafür.
Welche Punkte in der Emanzipation der Frauen sind den noch anzugehen?Geändert von Analuisa (15.01.2019 um 17:39 Uhr) Grund: Vollzitat gekürzt


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