In der Mittelbayerischen lese ich heute:
Merkel greift Grüne an
CDU will Ökopartei das Atomthema abknöpfen
BREMEN. Nach dem rot-grünen Kantersieg und dem schwarz-gelben Fiasko bei der Bremen-Wahl
sorgt sich die CDU um ihre Großstadtkompetenz und setzt auf Schnelle Atom-Entscheidungen.
Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel will nach dem Wahlabsturz vom Sonntag rasch konkrete
Beschlüsse für den Atomausstieg fällen - und so den Grünen ein Gewinnerthema aus der Hand nehmen.
Es werde "schnelle und eindeutige Entscheidungen in der Energiepolitik" geben, sagte Merkel gestern
in Berlin.
Grünen-Parteichefin Claudia Roth sagte, Bremen markiere einen weiteren Schritt hin zu Ablösung von
Schwarz-Gelb im Bund 2013. Als Volkspartei sähen sich die Grünen nicht. "Allerspätestens seit gestern ist es jetzt vorbei mit der Volkspartei", so Roth. Die CDU sei keine Volkspartei mehr, für die Grünen gelte das Etikett ohnehin nicht.
Dagegen meinte der Wahlforscher Matthias Jung, die Grünen wiesen wesentliche Merkmale einer Volkspartei auf.
"Es gibt eine erkennbar starke Verbürgerlichung bei den Grünen", sagte der Experte. (dpa)
Auf der Seite 2 heißt es dazu noch:
Volkspartei bedeutet für Claudia Roth "Unterschiedlichen-Gruppen-nach-dem-Mund-reden".
Ja, Du hast Recht, Wolfgang60
Der Film Die 4. Revolution. Freie Energie für alle! brachte auf den ersten Blick in der Tat keine neuen Erkenntnisse. Neu ist lediglich das heutige Datum. Dir Zustände sind immer noch die Alten: Jeder weiß inzwischen, dass Erneuerbare Energien sonnvoller genutzt werden könnten, wenn endlich gehandelt würde. Von der Erkenntnis allein, die unsere Bundeskanzlerin angeblich auch schon erlangt haben soll, wird noch lange nichts besser.
Jetzt schulterzuckend zu sagen, mei kann man nix machen, und sich stattdessen jetzt Wochen lang mit so unwichtigen Dingen zu beschäftigen, wie, dass ein alter ach so wichtiger Mann von Welt seinen Schniedel nicht unter Kontrolle halten kann, bringt uns auch nicht weiter.
Es muss endlich gehandelt werden! Es reicht beispielsweise nicht aus, alle Bauherren von Neubauten zu verpflichten ihre Häuser zu isolieren um Energie zu sparen, - alle Neubauten mit Solarenergie auszustatten, sie zu Stromselbstversorgern zu machen. Die paar wenigen Häuser die angesichts der schrumpfenden Bevölkerung Deutschland noch gebaut werden energiesparend bauen zu wollen, ist reine Augenwischerei - eines der zahlreichen Täuschungsmanöver die uns unsere der Wirtschaft hörigen Bundeskanzlerin immer wieder auftischt.
Damit energiesparendes Bauen wirklich einen spürbaren Effekt erzielt, muss jedes Haus in Deutschland energieeffizient umgerüstete werden. Jeder Hauseigentümer muss dazu verpflichtet werden, sein Haus so energieeffizient wie nur irgendwie möglich umzurüsten.
Selbstverständlich kann man die finanziellen Lasten nicht den Hauseigentümern alleine aufbürden, wo doch die gesamte Gesellschaft davon profitiert.
So muss einen Teil der Kosten der Staatshaushalt tragen, einen Teil der Hauseigentümer und einen Teil der Mieter.
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Somit nähern wir uns nun dem eigentlichen Treadthema:
Damit das alles auch bezahlbar wird, braucht das Volk erst mal mehr Geld im Portmonee.
Wenn Merkel den Grünen ihre Gewinnerthemen (Mehrzahl) aus der Hand nehmen will, dann soll sie sich auch mal um den Mindestlohn kümmern.
Von wegen, Merkel ist zu irgendeiner sinnvollen Erkenntnis gelangt.
Das einzige was sie erkannt hat, ist, wie man eine Unterschiedlichen-Gruppen-nach-dem-Mund-reden-Partei - sprich eine Volkspartei bleibt.
Wenn sie jetzt schon so nach und nach ihre eigenen Überzeugungen an den Nagel hängt und ihr Fähnchen nach dem Wind dreht, und Stück für Stück gerade mal so weit geht, wie sie der Bürger schiebt, was sagt uns das: Ihr geht es einzig und allein nur noch um ihren Machterhalt.
Dann soll sie doch das Regieren gleich denen überlassen, die aus eigener innerster Überzeugung und aus einem Guss genau dafür steht, was auch das Volk von einer Regierung will.
Und dazu zählt beileibe nicht nur die Energiepolitik.
Alle rufen händeringend nach einem Mindestlohn auch für Deutschland!
Wofür sich eben auch die Grünen einsetzen.
Damit ein Mindestlohn nicht wieder zu einer Mogelpackung wird, muss dieser so gestaltet werden, dass er auch im Geldbeutel der Arbeiter bleibt.
Deshalb reicht ein Mindestlohn alleine nicht aus. Es muss vor allem auch darauf geachtet werden, dass das Lohnabstandsgebot endlich mal eingehalten wird.
Dieses ist nur dann gewährleistet, wenn sich der Mindestlohn an Hartz-IV orientiert.
Das heißt: Erhöhen sich die Lebenshaltungskosten, erhöht sich automatisch auch der Betrag, der ein Existenzminimum garantiert. Und somit erhöht sich gleichfalls automatisch der gesetzliche Mindestlohn, welcher nicht in einem bestimmten Betrag festgelegt wird, sondern in einer festgelegten Prozentzahl um die er höher sein muss als Hartz-IV.
Ich fasse zusammen:
- Deutschland braucht einen Mindestlohn
- Deutschland braucht ein Lohnabstandsgesetz, welches ermöglicht, dass jeder Vollzeitbeschäftigte immer 20% mehr Lohn hat, als ein Hartz-IV-Empfänger zur Verfügung hat. Sodass es in Deutschland keinen einzigen Arbeiter mehr geben muss, der Hartz-IV beantragen muss.
- Deutschland braucht gleichen Lohn für gleiche Arbeit
- damit eine Lohnerhöhung auch im Geldbeutel bleibt, müssen in dem Maße wie die Löhne erhöht wurden, die Steuern gesenkt werden. So dass am Ende nicht mehr und nicht weniger in die Staatskasse fließt.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 10
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24.05.2011, 16:03
Deutschland braucht den Mindestlohn !
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24.05.2011, 16:09
AW: Deutschland braucht den Mindestlohn !
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24.05.2011, 23:14Inaktiver User
AW: Deutschland braucht den Mindestlohn !
Bei einem vernünftigen Lohnniveau sollte der Unterschied DEUTLICH höher sein . Kenne nicht den genauen H4 Satz aber bei z.B 900.- Euro mit allen Guddis im Monat wird da für eine Einzelperson auch Schluss mit lustig sein . Ob man für 180.- Euro mehr jemand zur Arbeit bewegen kann mit morgen früh aufstehen 5 Tage Woche und so bezweifle ich würd ich ehrlich gesagt auch nicht machen die 180.- Euro kann ich zur Not auch schwarz nebenbei machen , wäre ich in der Situation und sei es mit Flaschensammeln .
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24.05.2011, 23:21Inaktiver User
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24.05.2011, 23:33Inaktiver User
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24.05.2011, 23:38Inaktiver User
AW: Deutschland braucht den Mindestlohn !
Du fragtest nach Einzelpersonen. Da fällt die Schulmittelbefreiung ja schon mal automatisch flach.
Sozialtickets gibt es nicht überall. Tafeln auch nicht. Allerdings können da auch Geringverdiener hin.
Und ausser der Miete kommt nichts mehr hinzu. Also bleibt es bei 364 EUR zur freien Verfügung. Also, Essen, Kleidung, ggf. Telefon, Friseur. Naja, alles was man eben so hat.
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24.05.2011, 23:44Inaktiver User
AW: Deutschland braucht den Mindestlohn !
Danke für die Info . Dann sind 20 % Unterschied irgendwo (zu)wenig motivierend .
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24.05.2011, 23:45Inaktiver User
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24.05.2011, 23:54Inaktiver User
AW: Deutschland braucht den Mindestlohn !
Gäbe es so eine Regelung, würde das Lohnniveau in unteren Lohngruppen ruckzuck auf den Betrag sinken. Und ich behaupte mal, dass derzeit die allermeisten Vollzeitbeschäftigten deutlich mehr verdienen.
Wirklich geniale Idee
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25.05.2011, 00:34Inaktiver User
AW: Deutschland braucht den Mindestlohn !
Ich weiss ja nicht, wer hier alles schon mal mit soviel Geld auskommen musste, dass es am Monatsende letztendlich auf den letzten Cent (nachdem man 30 Tage lang jeden dreimal umdrehte) drauf an kam.
Ich war mal sehr lang krank, und musste dann irgendwann sämtliche Fixkosten (von denen ich keine aufgeben wollte oder konnte, u.a. nen ziemlich teuren Ausbildungsfond, Kredite, etc) weiter mit Krankengeld und anschliessend Überbrückungsgeld bestreiten.
Hätte ich damals knapp 73,- Euro am Ende des Monats (cash) mehr zur Verfügung gehabt (das würden 120% gegenüber 100% = 364,- Euro bedeuten) hätte ich weitaus besser die ein oder andere Nacht geschlafen.
Man muss sich bei diesem Niveau, was jemandem monatlich zur Verfügung steht, klar machen, dass es teilweise darum geht ob schlicht am Ende für die letzten 3 - 5 Tage Geld da ist, um einfach nur Lebensmittel einzukaufen ... und zwar Angst vor 3 - 5 Tagen zu haben, wo man eben jeden Tag sowieso schon sparsam war.



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