Eine Bewährungsstrafe ist und bleibt eine Strafe. Das zum einen.
Zum anderen hat es nichts mit Prominent oder Nichtprominent zu tun, sondern es erfolgte immer, wie auch in dem verlinkten Fall, eine Bewertung des Einzelfalls.
Und es steht da auch nichts davon das eine Geldstrafe nicht angemessen sei, sondern das der geringe finanziellen Spielraum eines ALG II Beziehers dafür nicht ausreicht. Auch von einer Unzumutbarkeit sozialer Arbeit steht dort nichts. Ich zitiere "Auch zu sozialen Diensten sind sie nicht verpflichtet worden, weil die Drei dann für mögliche Jobangebote nicht zur Verfügung stehen."
Das klingt für mich sehr sinnvoll.
Sie sind zu Freiheitsstrafen verurteilt worden. Ob sie der Höhe nach angemessen war, kann man hier in wilder Stammtischmanier nicht beurteilen. Dazu bedarf es deutlich mehr Informationen. Z.B. Akteneinsicht.
Es ist weder der Sache noch den Opfern solcher Taten angemessen und hilfreich solche Platitüden zum besten zu geben.
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Thema: Strauss-Kahn
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25.05.2011, 20:14Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
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25.05.2011, 20:29
AW: Strauss-Kahn
...praeter gallum, qui cantat.
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25.05.2011, 20:31
AW: Strauss-Kahn
Also ich hab' mal als Zimmermädchen in einem amerikanischen Hotel gearbeitet, allerdings keines der Luxusklasse, wenn auch sehr hübsch. Es gibt einerseits die Endreinigung, die in einem Hotel dieser Klasse (und auch in meinem) nicht von einer Person alleine durchgeführt wird. Es ist anzunehmen, dass in der Suite ein King-size-Bett steht, und wer schon einmal versucht hat, eine Bettdecke mit den Massen 1.80 mal 2.10 alleine zu beziehen, weiss was ich meine. Das dauert viel zu lange. Zudem braucht es eine gegenseitige Überwachung, um sicherzustellen dass Fundgegenstände korrekt abgegeben werden und um das Personal vor dem Verdacht der Unterschlagung zu schützen. Meist liegt auch Trinkgeld dort, dass nicht von einer Person alleine eingesteckt werden sollte, sondern vom ganzen Team, das in dem Zimmer arbeitet.
Dann gibt es eine Morgentour, auch die normalerweise zu zweit. Jede Frau hebt eine Seite des Deckbetts, schütteln, hinlegen, umschlagen, glattstreichen, fertig. Je ein Kissen schütteln hinlegen, glattstreichen etc. Geht zu zweit in einem Bruchteil der Zeit, die das alleine in Anspruch nehmen würde. Abgesehen davon muss das Bad gereinigt, Tücher ersetzt, Papierkorb gelehrt werden, unter Umständen mehrmals täglich. Es gibt vielleicht Geschirr oder Gläser wegzuräumen und die Bar aufzufüllen. Und zur Nacht wird das Bett aufgeschlagen, etwas Nettes aufs Kopfkissen gelegt (Schocki, nicht Frauen!) und der Schlafanzug bereitgelegt. Diese Zwischenreinigungen kann eine Person alleine machen. Der Weg des Zimmermädchens wäre klar zuerst Richtung Bad, denn dort hat sie was zu tun.
In einem Hotel dieser Grösse ist das Zimmermädchen oder eben der/die Etagenchef mittels Elektronik mit der Reception verbunden, denn wie Fingerzeig richtig bemerkt kann ein Gast unter der Dusche das Klopfen gar nicht hören. Man darf doch eine gewisse Geräuschisolation erwarten bei dem Preis!
Das Zimmermädchen ist gemäss Presseberichten, die ich gelesen habe die Witwe eines afrikanischen Ladenbesitzers, lebt seit 13 Jahren in den USA und hat eine green card. (Ich hatte keine, habe aber trotzdem problemlos Arbeit bekommen!) Sie habe seit drei Jahren für Sofitel gearbeitet.
Und letztlich wird Strauss-Kahn gewusst haben, wieso er dort abstieg, offensichtlich war ihm die Sicherheit (und vielleicht die Diskretion) gut genug.
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25.05.2011, 20:38
AW: Strauss-Kahn
Nein! Das habe ich nicht! Hör bitte auf, mir falsche Worte zu unterstellen.
Du bist nicht gut unterrichtet: es gibt genau eine Frau, die von so etwas berichtet, eine andere behauptet, er hätte sie zum Sex gezwungen und DSK hat bewiesen mehrmals weibliche Profis angeheuert.
Danke, ja. Das Badezimmer liegt um die Ecke und ist nur durch einen Flur erreichbar. Das könnte erklären, warum das Mädchen keine Geräsuche aus dem Bad hörte. Laut ihren Angaben.
Man sollte einfach die Liste der Angestellten überprüfen. Dann ist leicht festzustellen, ob es viele Westafrikaner dort gibt, oder ob das Mädchen die einzige ist.
Gerade da Sofitel zu einer französischen Hotelgruppe gehört, könnte es durchaus möglich sein, dass man auf entsprechende Belegeschaft wert legt.Geändert von Lukulla (25.05.2011 um 20:47 Uhr)
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
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I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
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Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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25.05.2011, 20:45
AW: Strauss-Kahn
Du meinst, wenn Strauss-Kahn verurteilt werden würde, ist das keine erwiesene Falschbeschuldigung seitens des Zimmermädchens, sondern nur ne Falschbeschuldigung?

Halbmast. Guckst du einfach mal beim LKA Bayern nach. Vielleicht könntest du auch noch berücksichtigen, dass dort von den 7,4% Falschbeschuldigungen alle Arten von sexuellen Delikten berücksichtigt werden. Und dann überleg mal ...
Die Welt ist nicht voller Frauen, die den Männern was böses wollen. Glaub mir. Das ist ne Legende von frustrierten Pappnasen.
VanDyckGeändert von VanDyck (25.05.2011 um 21:02 Uhr)
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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Daniel Kahneman
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25.05.2011, 20:47
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25.05.2011, 20:56
AW: Strauss-Kahn
Wenn das so ist, dann spricht es doch eher für DSK, wenn bisher nichts von seinen angeblichen Gewalttaten an die Öffentlichkeit gelangte. Sollte DSK reihenweise oder auch nur immer mal Frauen mit Gewalt zu Sex zwingen, dann dürfte das doch in dem Dossier auftauchen und den einen oder anderen Weg an interessierte Widersacher gefunden haben.Körperlich Distanz
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25.05.2011, 21:08
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25.05.2011, 21:15
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25.05.2011, 21:16
AW: Strauss-Kahn
Ich weiß nicht recht.
Könnte auch ein Hinweis auf einen Comment der französischen Medien sein, über das Privatleben von Politikern keinesfalls zu berichten, selbst wenn das skandalisierbar wäre.
Dass LE MONDE (eher linksliberal) darüber nicht berichtete, überrascht mich nicht, aber der FIGARO?
Hat man ihm nichts angeboten oder hat er auch nicht berichtet?
Das wunderte mich dann, zeigte, wie stark der Comment wirkte oder aber, es wäre ein Hinweis darauf, dass das Material nicht viel taugt.
Strauss-Kahn soll sich erst einmal selbst zu dem NY'er Vorfall äußern.
Ich halte es ja für am wahrscheinlichsten, dass er sich ein Call Girl bestellt hat und man ihm ein ahnungloses Zimmermädchen schickte, über das er sich hermachte, weil er ihren widerstand nicht ernst nahm.
Das könnte eine sehr leicht zu stellende, für die Fallensteller risikolose Falle gewesen sein.
Passiert nichts, hat man Pech gehabt, sich eben nur geirrt, gibt es irgendeinen Skandal, ist Strauss-Kahn erledigt.
Dazu braucht's ja nur ein oder zwei Freunde von Freunden von Sarkozy im Hotelmanagement an der richtigen Stelle, die Strauss-Kahns Gewohnheiten kennen und für ihn, wenn er sowas machen sollte, solche "Bestellungen" abwickeln.Geändert von arouet58 (25.05.2011 um 21:21 Uhr)
Cum grano salis



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