Wollen wir einfach mal feststellen, dass für das Blatt "Emma" der Mann per se schuldig ist, die Frau grundsätzlich ein Opfer. Das war so, seit die Emma gegründet ist, und wird auch so bleiben - ungeachtet etwaiger Fakten konkreter Fälle.
Aber wieso muss ich das eigentlich erklären, liebe "Seeegras"? Das weiß doch nun wirklich jedeR.
Wie bereits dargelegt, hätte DSK auch in dem Fall, dass die Zivilklage abgewiesen worden wäre, als einziger die Nachteile und Risiken des Verfahrens getragen:So hat sie ohne Zivilverfahren viel Geld bekommen und DSK hat die Chance sich zu wehren nicht wahrgenommen. Das Weinen eines Zimmermädchen wäre für die Presse sehr schnell sehr langweilig geworden. Wer zahlt schon wehrlos Millionen? Wo war also sein Risiko? Nur mal so ins Ungefähre gefragt ...![]()
Eine Diallo, die gerichtlich nicht überzeugend auftritt, wäre schnell vergessen gewesen; DSK stand jedoch in der Öffentlichkeit und hatte einen Ruf zu verlieren. Deine Hypothese, die Presseauftritte der Diallo wären "schnell sehr langweilig geworden", widerspricht der Lebenserfahrung. Solche Themen üben eine enorme Anziehungskraft auf die Öffentlichkeit aus. (Schau dir nur mal die Hartnäckigkeit dieses Strangs an ... und vergleiche mit dem Interesse für wichtigere Themen ...)
Auch finanziell war DSK der einzige, der ein Risiko trug: bei der Diallo wäre im Anschluss an ein eingestelltes Strafverfahren und eine abgewiesene Zivilklage eine Gegenklage wegen des ruinierten Rufs mangels Masse wenig erfolgversprechend gewesen.
Ihre Chancen vor Gericht waren gering: die Frau half einem Drogendealer und machte für ihn die Geldwäsche, sie hatte außerdem falsche Angaben bei den Behörden gemacht. Das nehmen US-Gerichte nicht mit Humor.
Außerdem gab es da ein interessantes Telefonat mit dem einsitzenden Drogenhändler, in dem es um DSK ging, ein Telefonat, das vor Gericht als kalkulierte Berechnung bewertet worden wäre und die Richter gegen etwaige Tränenfluten immun gemacht hätte.
Ihre Trumpfkarte war der Bekanntheitsgrad von DSK; sie drohte seinen Ruf weiter zu ruinieren. Sie hingegen hatte nichts zu verlieren - zumal wenn der Anwalt, wie in USA üblich, gegen Erfolgsprovision arbeitete. Sie hatte aber alles zu gewinnen - in diesem Fall viel Geld, von dem ihr der eilig herbeigesprungene Anwalt freilich einen guten Teil abgenommen hat.
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Thema: Strauss-Kahn
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24.06.2015, 13:03Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Geändert von Inaktiver User (24.06.2015 um 21:20 Uhr)
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24.06.2015, 13:05Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Ach komm, stell dich nicht doof um mir formell an irgendeinem i-Tüpfelchen eine reinzudrücken auf diese komische persönliche Art. Formell ist auch die Formulierung "im Gefängnis sitzen" falsch, denn da sitzt man ja nicht die ganze Zeit.
:unterwerfen:
Nenn es doch, "Chirak büsst seit 2011 eine Haftstrafe auf Bewährung ab".
So what?
Du fragst dich warum keiner im Politikforum schreibt? Solcher Unsinn dürfte einer der Gründe sein. Formell den Orthodoxen geben, inhaltlich Verschwörungstheorien stricken bis sich die Balken biegen. Ziemlich sinnlos.
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24.06.2015, 13:22Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Wie bitte ??
Nochmal, denn es geht nicht um irgend ein formelles "i-Tüpfelchen":
Eine Bewährungsstrafe ist gravierender als eine Geldstrafe.
Es gibt keinen Freispruch auf Bewährung; "auf Bewährung" bedeutet eine VERURTEILUNG;
dein Blümchen beim Hinweis auf die Bewährung deutet auf ein falsches Verständnis des Begriffs.Geändert von Inaktiver User (24.06.2015 um 13:32 Uhr)
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24.06.2015, 13:22Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Wenn das Urteil in 2011 erfolgte, und die Strafe zwei Jahre auf Bewährung war, wäre die Formulierung ebenfalls falsch. Weil es ja dann vorbei wäre, nicht bis heute andauert.
Aber ich denke, jeder weiß nun, worum es geht, es gab ja auch einen Link dazu. Ich finde die Maßstäbe in einem Forum dürfen auch niedriger sein, als für die Presse beispielsweise. Trotzdem finde ich es andererseits in Ordnung, sogar gut, wenn falsche Dinge dann von anderen berichtigt werden.
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24.06.2015, 13:27Inaktiver User
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24.06.2015, 13:31
AW: Strauss-Kahn
Soweit ich weiß, ist es zumindest in Deutschland nicht unüblich, dass die Bewährungszeit die Dauer der eigentlich verhängten Haftstrafe übersteigt - bis zu 5 Jahren Bewährungszeit sind da möglich.
Ob das in Frankreich, explizit bei Chirac auch so ist/war, geht aus den Meldungen, die ich zu der Sache las, nicht klar hervor.
Find ich ja gar nicht.
Gerade sowas sollte allerdings öffentlich und eben nicht per PN mitgeteilt werden - da erfahr ich nämlich, dass ich nicht der Einzige bin, der so denkt wie Lisa_38.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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24.06.2015, 13:33Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Ach so, danke VanDyck, das wußte ich nicht.
Ja, wie oben. Sorry, ich kenne mich da nicht genug aus, kam mir halt erst komisch vor, wenn es doch rum ist, zu formulieren, als würde es andauern.
Und um es mal zu sagen: Ich begrüße solche Berichtigungen! Also Danke Euch beiden!Geändert von Inaktiver User (24.06.2015 um 13:42 Uhr)
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24.06.2015, 13:38Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Das ist nicht richtig und auch völlig egal, denn ob nun eine bedingte oder unbedingte Haftstrafe, und egal, ob die Bewährungszeit abgelaufen ist oder nicht - das Urteil bzw. der Schuldspruch ist doch immer noch das Urteil bzw. der Schuldspruch, auch wenn es schon x Jahre zurückliegt.
Man würde über eine Person ja auch durchaus sagen "ist wegen xyz zu einer Haftstrafe von 4 Jahren verurteilt worden", wenn diese 4 Jahre abgesessen sind, denn das ist eine Aussage über die Person.
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24.06.2015, 13:39Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Es gibt immer noch andere, die ähnlich oder zu irgendwas auch das Gleiche denken wie man selbst. Und in etwas, wo es um Persönliches geht, ist Dir das wichtig zu erfahren, daß (oder auch wer) das ist? Warum? Willst Du einen Hühnerhackhof aufmachen? Da bist Du (zum Glück, wie ich finde!) im falschen Forum, und ganz sicher im falschen Unterforum.
Was richtig und was falsch ist, übrigens, läßt sich sowieso nicht (immer) an einer evtl. Mehrheit messen.Geändert von Inaktiver User (24.06.2015 um 13:56 Uhr)
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24.06.2015, 13:58
AW: Strauss-Kahn
Im Beitrag 3552 ging es ja gar nicht um was persönliches, sondern es ging im Grunde genommen um etwas politisches - auch wenn es nicht explizit zum Thema gehört hier, das stimmt wohl.
Diese Bemerkung von dir ist nun allerdings alles andere als politisch - das is mal sicher ...Willst Du einen Hühnerhackhof aufmachen?
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