Die Frage verstehe ich nicht. Wie, was soll was "beweisen"?
Die Du aufzählst, die hatten keine Macht, das steht fest. Aber gab es Mächtige, die ihn zu Fall bringen wollten, das war meine Frage. (mir ist nichts bekannt, aber ich bin nicht so geschichtsfest, wie gesagt)
Das waren doch "seine Leute", oder nicht? Naja, die wollten ihn dann ja wohl kaum zu Fall bringen.Himmler und Göring dürften gewusst haben, dass Hitler kein Arier war. Ein paar Andere dürften es geahnt haben.
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Thema: Strauss-Kahn
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23.06.2015, 12:08Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
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23.06.2015, 12:09Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Ich sag's mal, wie ich es mir so denke: Die Presse z.B., die Medien, hatten keine Freiheit mehr, also keine (eigene unabhängige) Macht, schließlich vermutlich auch kein Interesse mehr, da mehr oder minder gleichgeschaltet.
Andere Länder hatten zunächst auch kein Interesse. Waren ja auch alle nicht im Besitz einer Glaskugel, vermute ich mal. Einige haben so einiges ja auch unterstützt, soweit ich weiß, also auch von daher kein Interesse.
Hier ist ein Beispiel, was ich meine mit, wenn Mächtige ihren Interessen Gehör verschaffen wollen:
http://www.n-tv.de/politik/Deutschla...e14654376.html
Oder bei Wulff, war doch schon etwas seltsam, wie das durch die Presse gehypt wurde. Und war da nicht noch zusätzlich so eine "delikate, aber erfundene Geschichte" über seine Frau? Die Presse hat eindeutig auch Macht.Geändert von Inaktiver User (23.06.2015 um 12:40 Uhr)
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23.06.2015, 12:47Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
In einer Diktatur gelten nochmal andere Regeln.
Aber um auf DSK zurück zu kommen. Er, und auch Berlusconi wurden nicht gestürtzt. Sie haben die Gesellschaft und die Mitmenschen schlecht behandelt und das ist ihnen dann zum Verhängnis geworden.
Aber dass es immer noch Leute gibt, die sie verteidigen.
Geändert von Inaktiver User (23.06.2015 um 18:17 Uhr)
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23.06.2015, 13:07
AW: Strauss-Kahn
Genau - wobei die Geschichte mit Herrn DSK ja noch nicht zu Ende ist:
Prozess gegen Strauss-Kahn - Panorama - Süddeutsche.de
Denn zur Straus-Kahn-Saga gehört, dass er immer aufs Neue an sich selbst scheitert. Immer noch tiefer fällt.
...
In den Jahren nach den Sex-Enthüllungen und seinem Sturz als IWF-Chef hatte es zunächst den Anschein, Strauss-Kahn habe sich gefangen. Er tingelte als gut bezahlter vortragsreisender Weltökonom von Cambridge bis nach Seoul, fungierte als Regierungsberater in Serbien und Südsudan, wurde Aufsichtsrat einer russischen Staatsbank. Er zeigte sich auch mit einer neuen Lebensgefährtin.
Und doch wird er wieder und wieder zum Opfer der eigenen Triebhaftigkeit. Nicht nur, als sich eine Pariser Autorin für einige Monate mit ihm einlässt - nur um dies dann in einem Buch auszubreiten. Auch der Versuch, als Präsident einer Luxemburger Investmentbank viel Geld zu verdienen, endete vor drei Monaten in einem tragischen Fiasko: Sein halbseidener Geschäftsfreund, für den Strauss-Kahn bei reichen Russen und Arabern Milliarden einsammeln und auf der Kanalinsel Guernsey anlegen sollte, prellte die Kunden. Dann nahm er sich das Leben.
Wieder steht Strauss-Kahn vor einem Scherbenhaufen. Nun ist auch sein Ruf als Finanzexperte ruiniert. Und wieder gibt er den Ahnungslosen. Er habe von den dubiosen Geschäften nichts gewusst. Strauss-Kahn muss befürchten, für die Millionenverluste von Gläubigern zur Verantwortung gezogen zu werden. Ermittlungen laufen.
Der Dominique weiß immer gar nicht, was um ihn rum so passiert.
Da kann er einfach nix für ...
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dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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23.06.2015, 13:41Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Ganz verstehe ich deinen Beitrag nicht. Willst du damit sagen, dass Strauss-Kahn eigentlich dem Bauchgefühl mancher Menschen zum Opfer gefallen ist?
Falls ja, so mag sein, wie häufig in der Kolportage, dass es Leute gibt, die am allerschönsten überaus teure Hochzeiten monarchistischer Paare finden, obwohl das Geld besser den am Existenzminimum dahinkrebsenden BürgerInnen übergeben werden sollte. Die vielen, vielen Blumen, die vor den Toren des Buckingham Palace nach dem Tod der Prinzessin Diana lagerten und von dort auch entsorgt werden mussten, hätten wohl in Form von gespendeten Pfunden den Obdachlosen Londons gut getan.
Es mag auch sein, dass ein alter Mann, der Sex käuflich erwirbt, weniger positive Beiträge in der Bild bekommt, als ein alter Mann (ich denke da an einen bestimmten deutschen Politiker), der eine hübsche junge Frau heiratet.
Jedoch damit auch alle jene, die kritisch sehen, wenn jemand annimmt (zuweilen leider wird er darin bestätigt), mit Geld ginge alles, man könne Gegenstände wie Menschen kaufen und über beide willkürlich verfügen, mit Ersteren in einen Topf zu werfen, ist unzulässig.
Für mich ist ohnehin das sogenannte private Verhalten nicht so einfach vom öffentlichen zu trennen. Wie ich schon schrieb, sehe ich diese Trennung als überkommene Regel, die viele Jahrhunderte von Männern getragen, nun gerne von verständnisvollen Frauen zur Verteidigung ebensolcher Handlungen, wie DSK sie vorführt, verwendet wird.
Eine Anbiederung an die Macht, so sehe ich das.
Und das DSK keineswegs zu den von dir erwähnten ungeschickt und knöchern auftretenden Kandidaten wirtschaftlicher oder politischer Kreise gehört, ja für manchen Geschmack keinesfalls unattraktiv ist, scheint mir die Kritik an seinem Sexualverhalten keinem Bauchgefühl, sondern vielmehr der durchaus vernünftigen Erkenntnis, dass jemand, der seine Wünsche zum Schaden anderer durchsetzt, dies nicht nur privat tut, geschuldet zu sein.
Was Berlusconi betrifft, so wurde in all den Jahren, die er sich an der Macht hielt bzw. zu ihr zurückkehrte, kaum je über seine Verbindungen zu bestimmten Organisationen gesprochen. Mit ein Grund für sein langes Verbleiben im Palazzo Chigi. Vielleicht ist er heute zu alt, um noch die Fäden ziehen zu können, die für seine Freunde wichtig sind.
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23.06.2015, 14:08Inaktiver User
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23.06.2015, 14:18Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Es liegt mir nun wirklich fern Berlusconi zu verteidigen, und du wirst auch kein Posting von mir finden, das du in diese Richtung interpretieren könntest.
Ich verteidige das Privatleben, zu dem jeder Mensch ein Recht hat, wobei ich Politiker unter den Begriff "Mensch" subsumiere.
Wenn ich DSK "verteidige", verteidige ich sein Recht auf ein Privatleben und verweigere mich einer billigen Kampagne. An seiner Politik habe ich absolut nichts auszusetzen, und sein Privatleben geht mich nichts an.
Was Berlusconi betrifft: auch seine Freizeitgestaltung ist mir herzlich egal, so wie mir das Privatleben ALLER Politiker herzlich egal ist. Wenn ich Berlusconi kritisiere, geht es um Dinge wie: Manipulation der Medien, Umbiegen der italienischen Verfassung nach seinen privaten Interessen, Steuerhinterziehung in großem Maßstab, Bestechung von Richtern und Beamten - denn das ist es, was ich für relevant halte und was die ItalienerInnen in ihrer Mehrheit nicht weiter interessant fanden; gerade die Frauen sind erst auf die Barikaden gegangen, als es um Sex ging. Heilige Einfalt!
Ob das Früchtchen mit "Künstlername" 'Ruby' nun 17 oder 18 Jahre alt war, ist mir völlig egal, denn die Person hat keinen Zweifel daran gelassen, dass sie nicht missbraucht worden ist.
Was mich an Berlusconis Sexgeschichten stört, ist etwas ganz anderes: er hat nämlich etlichen seiner Busenwunder hoch lukrative Abgeordnetenmandate im Europaparlament sowie in regionalen Parlamenten zugeschanzt und damit Demokatie und Parlamente übel verhöhnt.Geändert von Inaktiver User (23.06.2015 um 14:33 Uhr)
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23.06.2015, 14:53Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Nein, nicht er, sondern die Medien haben das bewirkt. Insbesondere Springerverlag und Spiegel haben diese Kampagne gesteuert, so wie sie schon etliche Kampagnen gemeinsam gesteuert haben und es zwischen Spiegel und Springer eine rege Zusammenarbeit mit Job Rotation gibt.
Wulff hat aber den Fehler gemacht zu glauben, er könne die Bildzeitung benutzen; stattdessen wurde seitens der Herausgeber und ihrer Netzwerke die Bildzeitung benutzt - nämlich um den Mann fertig zu machen. Die Gründe dafür liegen im politischen Bereich, wie im Wulff-Strang anhand einer akribischen Aufzählung der vom Springerverlag inkriminierten Äußerungen deutlich gemacht wurde.
Imageberater nutzen dann nichts mehr, wenn die Medien selber Politik machen statt über Politik zu berichten. Das ist seit einiger Zeit zunehmend der Fall.Wer es schafft, sich in Medien als sympathisch, anständig, clever und verkaufen, dem schlägt die Sympathie der Menschen eher entgegen als bei einem wirklich klugen, aber wenig medienwirksamen Menschen (der vielleicht nicht so gut reden kann, knöchern rüberkommt, und vielleicht ein bisschen unansehnlich ist).
Hat nicht deswegen fast jeder in der Öffentlichkeit stehende Mensch mit Macht einen guten Imageberater, der einem die richtige Frisur verpasst, einem zeigt, wie man gewinnend lächelt, zur Not ein Stimmtraining verordnet (Stimme ist ganz wichtig!!) und einen medienwirksam hinbiegt?
Der Feuilleton-Chef der FAZ, Frank Schirrmacher, der schon seit einiger Zeit aus der Nato-Front ausgeschert war, hat das kurz vor seinem plötzlichen Tod in einem Artikel unmissverständlich kritisiert.Geändert von Inaktiver User (23.06.2015 um 15:23 Uhr) Grund: Ergänzung mit Link
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23.06.2015, 16:04Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Und ich finde, Menschen sind nicht teilbar. Das Privatleben gehört zum Menschen. In dem Augenblick, wo es das Gesetz verletzt, geht es mich was an.
Wenn sie 17 war, war es illegal. Ganz trivial finde ich das nicht. Wenn ein Staat funktionieren soll, muss das Gesetz zuverlässig funktionieren. Auch beim Staatschef.
Das ist ein leider ein weithin übliches Verhalten. Vielleicht sollte man auch bei DSK Exen nachgucken?
Vielleicht ist es ein irrrrrrrrrrrsinniges Glück, dass er weder dem IWF noch Frankreich vorsteht.Wieder steht Strauss-Kahn vor einem Scherbenhaufen. Nun ist auch sein Ruf als Finanzexperte ruiniert. Und wieder gibt er den Ahnungslosen. Er habe von den dubiosen Geschäften nichts gewusst. Strauss-Kahn muss befürchten, für die Millionenverluste von Gläubigern zur Verantwortung gezogen zu werden. Ermittlungen laufen.
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23.06.2015, 18:06
AW: Strauss-Kahn
Ich sehe das etwas anders. Da Berlusconi alle Gesetze so ändern liess, dass ihm niemand auf offiziellem Weg anklagen und absetzen konnte, brauchte man die Sexgeschichten um etwas gegen ihn in der Hand zu haben. Das war sozusagen die einzige Lücke in seinem Staatskonstrukt, durch die die Justiz gehen konnte.
Und erst, als seine Immunität aufgehoben war, konnte man ihn auch wegen anderer Vergehen anklagen.
Berlusconi hat wie ein Diktator regiert. Er hat die Kunst und den Stil geschmäht und mit seinen Medienkonzernen sämtliche Medien verseucht mit Produkten der Geschmacklosigkeit. Mir ist es unerfindlich, warum er überhaupt gewählt wurde. So ein Mann hat in der Politik nichts zu suchen.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes



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