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Thema: Strauss-Kahn

  1. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Interpretierst Du das, oder hat das eine der Frauen so gesagt?
    Was gibt es da zu interpretieren? Die Frau ist sofort wortlos aufgespießt worden. Wenn sie gleich gegangen wäre, hätte das die Aufspießung nicht rückgängig gemacht. (Quelle)
    "Es gab einen sehr unangenehmen Moment", sagte die ehemalige Prostituierte Jade. Alle im Saal hingen halb verlegen, halb gespannt an ihren Lippen, die Nebenklägerin unterdrückte ihre Tränen und fuhr fort. "Als ich DSK den Rücken zuwendete, drang er ohne zu fragen in mich ein. Bevor ich überhaupt etwas sagen konnte, geschah es und ich war aufgespießt.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich frage mich halt, warum das Urteil des Richters angezweifelt wird. Und welche Beweggründe sollte er haben, das zu tun? War es nicht sogar die Richterschaft, die das Verfahren wollte? Entgegen der Staatsanwaltschaft sogar?
    "Richterschaft" ist ein sehr pauschaler Begriff, so wie "Schülerschaft". Verschiedene Richter haben verschiedene Aufgaben, und ein Ermittlungsrichter wollte diesen Prozess, der mit Sicherheit über die causa DSK hinaus die französische Rechtslandschaft verändern wird.

    Richter urteilen übrigens öfter falsch. Deswegen kann man dagegen Rechtsmittel einlegen.

  2. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Ja, wenn es denn tatsächlich um "Sexpartys" ginge, wäre das aus meiner Sicht ja überhaupt kein Problem.
    Es waren aber keine Sexpartys.
    Es war organisierte Prostitution! - Und was ganz offensichtlich auch noch einer besonders widerwärtigen Variante.

    VanDyck
    Ja, kann sein.
    Ob oder ob nicht, das will ich nicht diskutieren.

    Mir reicht Sexparty in Nobelhotel. Dass da natürlich Prostitution dabei ist, ist klar. Ich mein, wer lässt sich denn so einen Bären aufbinden?

    Falls man Feminismus oder irgendwelche "Dummchen" diskreditieren wolle in dem Umfeld dieser Diskussion, wie es hier passiert ist seitens Koi Nobori, dann müsste man eher mal einen Eimer nehmen mit Eiswürfeln und den einigen Ehefrauen einiger einflussreichen Schaltstellenmänner über den Kopf schütten, die meinen, Geschäftsreisen übers Wochenende oder gewisse Messereisen wären wirklich nur das was einige behaupten sie wären es.

    Natürlich sind sie das nicht.

  3. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    DSK hat gesagt, er habe es nicht gemerkt.
    Die Prostituierten haben gesagt, er hätte es merken müssen.
    Somit steht Aussage gegen Aussage, und in unserem Rechtssystem gilt im Zweifel für den Angeklagten.
    Beziehst Du Dich auf diese Schilderung? Ich kenne halt nur die.
    Der Richter fragt Mounia behutsam nach dem besagten Abend. Sie antwortet sehr leise, mit stockender Stimme: „Ich bin zu ihm aufs Zimmer.“ DSK schickte sich an, sie anal zu penetrieren. Sie wehrte sich und weinte heftig. Der Richter: „Hat er gemerkt, dass sie geweint haben?“ Mounia: „Ja, aber er lächelte nur. Ich hatte den Eindruck, er genoss, was er tat. Ich habe ihm gesagt, dass er mir sehr weh tut. Er hat nicht aufgehört.“ Der Richter: „Waren Sie einverstanden?“ Mounia: „Ja. Ich brauchte doch das Geld.“www.emma.de/artikel/dominique-strauss-kahn-wieder-vor-gericht-318387

    Sie hat Schmerz empfunden, schildert sie, aber sie war einverstanden. Sie hat sich gewehrt, auch geweint, aber sie war einverstanden. Es ist halt eine ziemlich widersprüchliche Schilderung. Sie hat offenbar durchaus gewollt, (und zwar, wie sie sagt, wegen des Geldes), letztlich war sie einverstanden, wie sie ja sagt. Sollte Deiner Meinung nach ein Richter dann daraus machen, daß es eine Vergewaltigung war? Hältst Du es nicht für etwas problematisch, eine Vergewaltigung anzunehmen, wenn die (erwachsene) Person dem Verkehr zugestimmt hat?
    Oder findest Du, an diesem (widersprüchlichen) Verhalten hätte DSK merken müssen, daß es eine Prostituierte ist? Das ergäbe schon irgendwie mehr Sinn, meiner Meinung nach.
    Der Richter war halt nicht der Meinung. Ist es das, weshalb Du meinst, das Urteil sei falsch? (Warum muß man Dir eigentlich alles aus der Nase ziehen? *lol* sorry, oT Ich will wirklich verstehen, warum Du das meinst, sag' doch mal Deine Argumente, was Dich zu Deiner Ansicht bringt.)

  4. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was gibt es da zu interpretieren? Die Frau ist sofort wortlos aufgespießt worden. Wenn sie gleich gegangen wäre, hätte das die Aufspießung nicht rückgängig gemacht. (Quelle)
    Das sagt sie aber so nicht. Sie sagt (aus dem Link oben): "Es war brutal, aber ich habe es akzeptiert, weil ich das Geld brauchte".

  5. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    "Richterschaft" ist ein sehr pauschaler Begriff, so wie "Schülerschaft". Verschiedene Richter haben verschiedene Aufgaben, und ein Ermittlungsrichter wollte diesen Prozess, der mit Sicherheit über die causa DSK hinaus die französische Rechtslandschaft verändern wird.

    Richter urteilen übrigens öfter falsch. Deswegen kann man dagegen Rechtsmittel einlegen.
    Das ist schon klar, daß Richter auch mal danebenliegen können. Die Frage war, warum Du meinst, daß das hier der Fall ist.

    Und danke für die Aufklärung, daß es offenbar mit diesem Richter, der das Urteil sprach, nichts zu tun hatte, die Ermittlungen.

  6. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das sagt sie aber so nicht. Sie sagt (aus dem Link oben): "Es war brutal, aber ich habe es akzeptiert, weil ich das Geld brauchte".
    Nein, das war eine andere Dame (Mounia). Die aufgespießte Dame, die danach innere Verletzungen hatte, war Jade. DSK hat sich ja nicht mit einer zufrieden gegeben.

  7. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, das war eine andere Dame (Mounia). Die aufgespießte Dame, die danach innere Verletzungen hatte, war Jade. DSK hat sich ja nicht mit einer zufrieden gegeben.
    Kannst Du das dann mal bitte genauer aufdröseln. Ich weiß jetzt nicht mehr, wie ich Dir das vlt. aus der Nase ziehen könnte, was Du vlt. meinen könntest. Ich würd's ja tun, aber offenbar liege ich ja immer daneben.

    Also z.B. dies (von Dir):
    Die Frau ist sofort wortlos aufgespießt worden. Wenn sie gleich gegangen wäre, hätte das die Aufspießung nicht rückgängig gemacht.
    Sagt eine der Frauen, daß das der Grund war, es mitzumachen? In Deiner angegebenen Quelle finde ich das nicht.

    Was aber übrigens sowieso zunächst dann nichts mit DSK zu tun hat, außer, er hätte das dann merken müssen. Und da wäre die Frage: Woran genau hätte er es merken müssen? Was dann ja vermutlich die Frage klären würde, warum Du das Urteil falsch findest.
    Also drösel das doch mal auf bitte.

    Daß das Ganze für wahrscheinlich die meisten irgendwie unappetitlich ist und Leute mit eher normalen Sexualpraktiken es auch schrecklich finden, darüber brauchen wir glaube ich nicht zu reden. Es geht darum, ob klar gewesen sein müßte, daß von seiten der Frauen keine Freiwilligkeit bestanden hat.

    Oder nicht? Oder worum geht es Dir?

    P.S.: Wo hast du das mit den inneren Verletzungen her? Nur zur Info, finde da nichts.
    Geändert von Inaktiver User (21.06.2015 um 13:38 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kannst Du das dann mal bitte genauer aufdröseln. Ich weiß jetzt nicht mehr, wie ich Dir das vlt. aus der Nase ziehen könnte, was Du vlt. meinen könntest. Ich würd's ja tun, aber offenbar liege ich ja immer daneben.
    Ist das hier ein Gerichtsverfahren oder was?

    Ich habe alle meine Quellen verlinkt. Aber ich selber habe nicht mit den betroffenen Prostituierten gesprochen, deswegen kenne ich nicht alle Details. Was ich aber gelesen habe, reicht mir, um zu dem Urteil zu kommen, dass er als alter Mann mit einem jahrzehntelangen härteren Sexualleben nicht so naiv sein kann, anzunehmen, dass keine Prostitution im Spiel ist. Nachweisen kann man ihm das freilich nicht.
    Es ist aber offenbar, dass er die Hälfte der Menschheit respektlos und teilweise äußerst brutal behandelt. Das reicht.

  9. User Info Menu

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was ich aber gelesen habe, reicht mir, um zu dem Urteil zu kommen, dass er als alter Mann mit einem jahrzehntelangen härteren Sexualleben nicht so naiv sein kann, anzunehmen, dass keine Prostitution im Spiel ist.
    Ganz genau.

    Es ist eine völlig irrwitzige und absurde Annahme, DSK zuzugestehen, er hätte nicht wissen können, dass es sich um Prostituierte handelt.
    Wer das dennoch tut, hat ein bestimmtes Kalkül, welches er nicht preisgeben will und/oder ist so weltfremd, dass eine Diskussion sowieso völlig sinnlos ist.

    Nachweisen kann man ihm das freilich nicht.
    Wenn ich da richtig informiert bin, wird z.B. in der deutschen Gerichtsbarkeit von erwachsenen Personen der sogenannte gesunde Menschenverstand durchaus vorausgesetzt - da kann dann ein Angeklagter erzählen was er will, von wegen, das oder das hätte er nicht gewusst ... ein vorgebliches Nicht-Wissen (wie auch in diesem Fall) würde ihm dann schlicht und einfach nicht abgekauft ... da muss dem Angeklagten dann auch nicht bewiesen werden, dass er 'es' hätte wissen müssen.

    VanDyck
    Geändert von VanDyck (21.06.2015 um 14:26 Uhr)
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

  10. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das weiß ich nicht. Richter sind auch nur Menschen. Ich habe es schon mitgekriegt, dass sie unter (Staats)Anwälten ihre Lieblinge und Feinde haben. Und dass sie manchmal einen Fall instrumentalisieren, um ihrem Lieblingsgegner eins reinzuwürgen. Richter sind weder unfehlbar noch sakrosankt. Man hat sich ihrem Urteil zu unterwerfen, auch wenn es nicht richtig ist. Aber ich darf anderer Meinung darüber sein.
    Das hat nur leider überhaupt nichts mit dem Fall zu tun.

    Der Richter hat genauso geurteilt, wie der Staatsanwalt (!) plädiert hat, nämlich: Freispruch.

    Natürlich musst du mit ihm nicht einer Meinung sein. Aber worauf gründet sich denn deine Meinung? Die Meinung des Richters gründet sich auf detailliertes Aktenstudium, viele Zeugenaussagen sowie weitere Beweismittel. Und deine?

    Auch die Aussage diverser User, man könne Vergewaltigung ja so schrecklich schlecht beweisen, geht völlig an der Sache vorbei:

    Es war nicht so, dass sie behauptet hätten, vergewaltigt worden zu sein, man habe ihm das nur nicht beweisen können, weil es ja angesichts von mehreren Partys mit einer Vielzahl männlicher und weiblicher Teilnehmer so schrecklich schwierig sei Zeugen zu finden.

    In einer Gesellschaft, in der beim Apero über Analsex, Bondage und SM (ein Kürzel das heutzutage jeder kennt, der nicht hinter dem Mond lebt) geplaudert wird, lässt sich aus Tränen leider gar nichts schließen. Besonders wenn damit kein Sich-Wehren, kein "Nein" verbunden ist.

    Keine der Frauen hat ausgesagt von ihm zu irgend etwas gezwungen worden zu sein. Für den Richter in einem Rechtsstaat ist es aber völlig ausgeschlossen jemanden wegen Vergewaltigung zu verurteilen, wenn die Zeuginnen gar nicht behaupten vergewaltigt worden zu sein.

    Der Tatvorwurf lautete vielmehr auf "Zuhälterei", da Geld im Spiel war.

    Es lässt sich durch Geldflüsse, Telefonanrufe, Organisation von Räumlichkeiten und Frauen sowie durch Zeugenaussagen detailliert nachvollziehen, wer da wo wie was organisiert hat.
    Offenbar hatte DSK weder mit der Organisation der Partys noch mit der Bezahlung irgend etwas zu tun. Folglich hätte der Richter ohne Rechtsbeugung gar nicht anders als auf Freispruch erkennen können - was der Staatsanwalt ja auch von vornherein so gesehen hatte.

    Der Staatsanwalt wurde aber gedrängt dieses Verfahren wider besseren Wissens zu führen, denn es ging nur um die schlechte Presse, nicht um Rechtsstaatlichkeit.
    Das ist m.E. ein klarer Beleg dafür, dass es sich um einen politischen Prozess gehandelt hat.
    Geändert von Inaktiver User (21.06.2015 um 16:08 Uhr)

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