Du nimmst falsch an
Ich nehme an, es geht Dir um Deine Junkie-Theorie.
1. Die Diagnose Sexsucht per Internet kann ich nun wirklich nicht ernst nehmen. Außerdem: Woher weißt du, welchen Süchten unsere Politiker vielleicht sonst noch so nachgehen? Obligatorische Diagnostik für alle Politiker?
2. Ich gehe davon aus, dass auch Politiker diesen Beruf aus unterschiedlichen Gründen ergriffen haben - Dienst am Volk und Verantwortung für das Allgemeinwohl sind sicher nur in den Sonntagsreden die primären Triebfedern (wobei ich nicht ausschließe, dass sie selbst das dann und wann glauben). Wichtig ist aus meiner Sicht, dass sie einen vernünftigen Job machen und es würde sicher zu weit führen, hier auszuführen, was das im Einzelnen bedeutet. Dazu gehören Intelligenz, Wissen und noch Vieles mehr. Ihre private Sexualmoral ganz sicher nicht, soweit sie sich im Rahmen der Legalität bewegt. Damit müssen sich die auseinandersetzen, die es betrifft (Familie, Mitarbeiterinnen etc.).
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Thema: Strauss-Kahn
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17.11.2011, 16:57Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Geändert von Inaktiver User (17.11.2011 um 17:44 Uhr)
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17.11.2011, 17:15Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Ich will gar nichts "andeuten".
Ich habe lediglich neugierig gefragt, woher du deine Insider-Kenntnisse hast?
Von "Brutalität"
habe ich in dem WZ-Artikel nichts gelesen. Der WZ-Schreiberling hat lediglich gemutmaßt, dass Strauss-Kahn "wohl eher ein gewalttätiger Wüstling" sei, "der in Frauen lediglich Gespielinnen und Sex-Objekte sieht". Aha. Männer, die mit Sex-Gespielinnen und Edelprostituierten verkehren, seien also automatisch "gewalttätige Wüstlinge".
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17.11.2011, 18:03Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Was nach deutschem Recht im Extremfall bedeuten würde, dass ein Politiker problemlos als Freier von Zwangsprostituierten auftreten dürfte. Ein Gesetz dagegen gibt es in Deutschland bis zum heutigen Tag nicht.
Wer die Ware einkauft, macht sich eventuell strafbar. Für die Benutzung der [ ... ] wird man nicht belangt. Im Rahmen der Legalität...
Bis vor wenigen Jahren war Prostitution in Deutschland sehr wohl erlaubt. Die Förderung der Prostitution stand dagegen unter Strafe. Mittlerweile ist die Gesetzgebung "liberalisiert" worden. Mit dem Resultat, dass die Polizei praktisch keine Handhabe mehr gegen die schlimmsten Auswüchse der Zuhälterei hat. Dass Bordelle mit osteuropäischen Roma-Frauen "bestückt" werden und das Flatrate-Ficken aggressiv beworben wird.
Eine "lustige" Vorstellung, dass die Herren, die abends für die [ ... ] bezahlen, am nächsten Morgen als Parlamentarier über die gesetzlichen Rahmenbedinungen für den Handel mit Unterleibern abstimmen.
Eine prüde Tante, wer Böses dabei denkt.
Hach, was sind wir doch aufgeklärt und liberal.
(Flatrate-Fick mit kapputen Roma-Frauen wird man Strauss-Kahn wohl nicht nachsagen können. Er kann sich besseres leisten. Mit welchen Methoden der Zuhälter-Ring, mit dem er Kontakt hatte, gearbeitet hat, wissen wir freilich noch nicht. Im Fall Friedmann waren die Vermittler keine besonders netten Menschen.
Aber was tut's? Solange er einen guten Job macht.)Geändert von Inaktiver User (17.11.2011 um 18:11 Uhr) Grund: So rohe Ausdrückje werden wohl nicht benötigt
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17.11.2011, 18:09Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Na klar! Die Einzigen, die nicht naiv sind, sind die Bri-Foristen. Die naiven Justizkreise Frankreichs haben nämlich keine schädlichen Auswirkungen auf den IWF-Job gemerkt. Du solltest die Artikel, die Schnarchstop hier verlinkt hat, etwas sorgfältiger lesen. Ein Zitat aus dem Spiegel-Artikel:
"Laut Berichten französischer Medien, die sich auf Informationen aus Justizkreisen berufen, soll Dominique Strauss-Kahn während seiner Amtszeit an der Spitze des IWF eine merkwürdige, geradezu janusköpfige Existenz geführt haben. Tagsüber soll er mächtiger Strippenzieher zwischen Weltbank, Währungsfonds und den Drehscheiben der Hochfinanz gewesen sein. Abends dann soll er sich immer wieder wie ein Sexbesessener verhalten haben. Hier der brillante Wirtschaftsprofessor, Dr. Strauss, dort der haltlose, testosterongesteuerte Mister Kahn."
Strauss-Kahn konnte offensichtlich sehr genau zwischen Hier und Dort unterscheiden.
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17.11.2011, 18:18Inaktiver User
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17.11.2011, 18:20
AW: Strauss-Kahn
dass er sich abends in dieser weise ausgelebt hat, kann man dennoch nicht unbedingt absolut trennen von seinem tagesgeschäft.
auch ein geschäftsmann mit kalkül stolpert evt. irgendwann über seinen eigenen schwxxx, der sich ihm am hellichten tag in den weg "gestellt" hat. da befindet sich herr dsk in bester gesellschaft.
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17.11.2011, 18:27Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Genau darum geht es! Er darf von mir aus einvernehmlich mit volljährigen Frauen die abartigsten Dinge machen. Geschenkt. Wenn aber das Einvernehmen nicht gegeben ist (und es ist zu oft nicht gegeben gewesen), dann gehört der Mann eben weg. Das hat nichts mit moralinsaurer, tantenhafter Sexualmoral zu tun, sondern mit elementaren Menschenrechten.
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17.11.2011, 18:28Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Strauss-Kahns "IWF-Job" hat "die Justizkreise Frankreichs" schlicht und ergreifend nie beschäftigt. Vorwürfe, die in Zusammenhang mit der Affäre mit einer Mitarbeiterin laut wurden, sind intern untersucht worden und waren nie Gegenstand von strafrechtlichen Ermittlungen. Abgesehen davon hat S.K. als IWF-Chef in Frankreich diplomatische Immunität genossen.
Die "Justizkreise Koreas" befassen sich auch nicht routinemäßig mit der Frage, ob Ban Ki-moon "einen guten UNO-Job macht" und ob es da einen Zusammenhang mit seiner Sexfrequenz gibt.
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17.11.2011, 18:36Inaktiver User
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17.11.2011, 18:45Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Welchen Sinn hat es, eine brutale Realität mit zarten und wohlgesetzten Worten zu umschreiben, Tomsten?
Wenn Menschen wie Vieh verscherbelt und angepriesen werden, dann brauche ich keine Blumenwiesen- und Lila-Kuh-Metaphern, um diesen Sachverhalt auf den Punkt zu bringen.
Wenn der Liberalisumus mir gebietet, den menschlichen Körper als eine Ware wie jede andere zu betrachten, dann kann der Liberalismus mir nicht verbieten, ihn auch als solche zu umschreiben.




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