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Thema: Strauss-Kahn

  1. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Fakt ist, er wird in keinster Weise anders behandelt als jeder andere der in den USA eines schweren Verbrechens beschudligt wird.
    Er hat sogar wegen seiner Prominenz den Vorteil einer Einzelzelle in der Untersuchungshaft. Nachdem ich in den USA zwei Haftanstalten einschließlich der Abteilungen für Untersuchungsgefangene kenne, würde ich sagen, das ist schon einmal ein Riesenvorteil. Davon abgesehen gebe ich Coeur völlig Recht.

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    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Er hat sogar wegen seiner Prominenz den Vorteil einer Einzelzelle in der Untersuchungshaft. Nachdem ich in den USA zwei Haftanstalten einschließlich der Abteilungen für Untersuchungsgefangene kenne, würde ich sagen, das ist schon einmal ein Riesenvorteil. Davon abgesehen gebe ich Coeur völlig Recht.
    Die Einzelzelle hat er aber wohl nur, weil Übergriffe der anderen Gefangenen befürchtet werden.

  3. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Die Einzelzelle hat er aber wohl nur, weil Übergriffe der anderen Gefangenen befürchtet werden.
    Ja - nichtsdestotrotz ist sie ein Vorteil und letztlich Ergebnis seiner Prominenz. Wobei ich die Entscheidung, ihn hier "besser" zu behandeln, durchaus für richtig halte.

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    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen

    Schade ...

    Nu ja - manche wollen mich unbedingt so sehen ... von mir aus ...

    VanDyck
    Hm... schon schade, dass Du auf meine anderen Fragen / Bemerkungen nicht eingegangen bist.

  5. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja - nichtsdestotrotz ist sie ein Vorteil und letztlich Ergebnis seiner Prominenz. Wobei ich die Entscheidung, ihn hier "besser" zu behandeln, durchaus für richtig halte.
    Schließe mich an.

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    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen

    Halten wir fest: die (erwiesene) Falschbeschuldigung einer Vergewaltigung soll also so schwer wiegen, wie eine vollzogene Vergewaltigung selbst. Die Demütigung und Beschämung einer vergewaltigten Frau steht auf einer Stufe mit den angenommenen inneren Befindlichkeiten eines zu Unrecht der Vergewaltigung beschuldigten Mannes.
    Selbstverständlich.

    Es gibt Männer, die sich das Leben nehmen, ihre Arbeit verlieren, ihre Familie, die von ihren Frauen verlassen werden, die aus Vereinen geworfen werden usw.

    Und ja: sollte Strauss-Kahn unschuldig sein, bzw. kein Schuldspruch vor Gericht erfolgen, gibt es genügend Leute auf der Welt inkl. meiner Person, für die DSK vollumfänglich rehabilitiert ist und nichts übrig bleiben wird, was ihm zur Beschämung und Demütigung Anlass geben könnte.
    Das, was er bereits jetzt erlebt hat, wirst weder Du noch ein anderer je wieder gutmachen können.

    Präsident wird er nicht mehr werden, IMF-Direktor nicht bleiben können.

    Der Schaden ist angerichtet, egal wie unschudlig er ist.

    Dann allerdings erwarte ich, dass der Staatsanwalt die (dann) Täterin entscprechend vorführt.

    Schließlich will ich eine Gesellschaft, die nicht nur ihre Töchter vor Vergewaltigung, sondern genauso energisch ihre Söhne vor Falschbeschuldigung schützt.

    Das ist nicht mehr der Fall.

    Im Grunde ist es nämlich eine Legendenbildung, wenn behauptet wird, ein der Vergewaltigung zu Unrecht beschuldigter Mann, hätte im Nachhinein die gleichen psychischen Folgen zu erleiden, wie eine Frau, die tatsächlich Opfer einer (sexuellen) Gewalt-Straftat geworden ist. Die Frage ist dann: wem nützt diese Legendenbildung und was soll sie bewirken?
    Welche Empirie zeigt Dir, dass das Legendenbildung ist?
    Du hast das mit den Verfahrensweisen eines demokratischen Rechtsstaates einfach immer noch nicht richtig verstanden.
    Ich habe die Verfahrensweisen eines femizentrischen Rechtsstaates, der das Wohlergehen von Frauen vor dem von Männern priorisiert, sehr gut verstanden.

    Auch wenn Frauen 51 % der Wahlberechtigten stellen: Ich lehne den Femizentrismus der gegenwärtigen Rechtsordung ab.

    Die Polizei wird gerufen, wenn eine Straftat angezeigt wird. Aufgrund der gesamten Umstände bildet man sich eine Meinung, ob es einen ausreichenden und begründeten Verdacht gibt, der es rechtfertigt, dass der Beschuldigte in U-Haft muss. Diese Ansicht wird einem Richter vorgetragen und der entscheidet zunächst einmal, ob die Ansicht der Ermittler überzeugend ist und ordnet dann die U-Haft an oder halt nicht. Dann gehts weiter im Verfahren. So läuft das und das is genau richtig so.
    Das rechtfertigt nicht, den Beschuldigten - denn mehr ist er nicht! - der Öffentlichkeit in demütigender Weise zum Fraß vorzuwerfen, ihn an den Pranger zu stellen.

    In einem Vergewaltigungsprozess muss die Anonymität des Beschuldigten genauso sorgfältig geschützt werden wie die der Beschuldigerin.

    Bis ein Urteil gefällt ist.

    Das ist bei einem Prominenten wie Strauss-Kahn nicht möglich, aber selbst bei Normalen wird im angelsächsischen Raum der Beschuldigte bloß gestellt.
    Die Beschuldigerin bleibt anonym, oft auch dann noch, wenn der Beschuldigte frei gesprochen wurde.

    Selbst ein Porminenter wie Strauss-Kahn muss nicht vorgeführt werden wie ein gefangenes Tier.

    Man kann ihn auch durch die Hintertür abtransportieren, z.B.
    Geändert von arouet58 (18.05.2011 um 13:35 Uhr)
    Cum grano salis

  7. User Info Menu

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von arouet58 Beitrag anzeigen
    Das, was er bereits jetzt erlebt hat, wirst weder Du noch ein anderer je wieder gutmachen können.

    Präsident wird er nicht mehr werden, IMF-Direktor nicht bleiben können.

    Der Schaden ist angerichtet, egal wie unschudlig er ist.

    Dann allerdings erwarte ich, dass der Staatsanwalt die (dann) Täterin entscprechend vorführt.

    Schließlich will ich eine Gesellschaft, die nicht nur ihre Töchter vor Vergewaltigung, sondern genauso energisch ihre Söhne vor Falschbeschuldigung schützt.

    Das ist nicht mehr der Fall.


    (...)

    Das rechtfertigt nicht, den Beschuldigten - denn mehr ist er nicht! - der Öffentlichkeit in demütigender Weise zum Fraß vorzuwerfen, ihn an den Pranger zu stellen.

    In einem Vergewaltigungsprozess muss die Anonymität des Beschuldigten genauso sorgfältig geschützt werden wie die der Beschuldigerin.

    Bis ein Urteil gefällt ist.

    Das ist bei einem Prominenten wie Strauss-Kahn nicht möglich, aber selbst bei Normalen wird im angelsächsischen Raum der Beschuldigte bloß gestellt.
    Die Beschuldigerin bleibt anonym, oft auch dann noch, wenn der Beschuldigte frei gesprochen wurde.

    Selbst ein Porminenter wie Strauss-Kahn muss nicht vorgeführt werden wie ein gefangenes Tier.

    Man kann ihn auch durch die Hintertür abtransportieren, z.B
    .
    *unterschreib*

  8. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von arouet58 Beitrag anzeigen
    ......

    Selbst ein Porminenter wie Strauss-Kahn muss nicht vorgeführt werden wie ein gefangenes Tier.

    Man kann ihn auch durch die Hintertür abtransportieren, z.B.
    Er wird so vorgeführt wie jeder andere Beschuldigte in den USA auch.
    Er bekommt zu Recht keinen Promibonus.

  9. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von arouet58 Beitrag anzeigen
    Ich habe die Verfahrensweisen eines femizentrischen Rechtsstaates, der das Wohlergehen von Frauen vor dem von Männern priorisiert, sehr gut verstanden.

    Ich lehne den Femizentrismus der gegenwärtigen Rechtsordung ab.
    Danke, dass du uns nochmal daran erinnerst, worauf es dir eigentlich ankommt.

    Auch wenn du dir die Zeiten zurückwünscht, als Gerichte die Plausibilität von Vergewaltigungen mit dem Argument in Frage stellten, ein Kugelschreiber könne nicht in eine hin- und herschwingende Flasche gesteckt werden - tut mir leid. Der Anteil der Frauen in juristischen Berufen steigt kontinuierlich, aber auch die männlichen Juristen steigen heutzutage nicht in eine geschlechterspezifische Diskussion ein. Sie machen alle nur ihre Arbeit.

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    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Er wird so vorgeführt wie jeder andere Beschuldigte in den USA auch.
    Er bekommt zu Recht keinen Promibonus.
    Nein, er wird nicht vorgeführt wie jeder andere Beschuldigte auch.

    Ich habe noch nie erlebt, dass in den USA eine Falschbeschuldigerin, die das Leben eines Mannes ruiniert hat, so vorgeführt wurde.

    Nicht einmal, wenn es sich um eine Serientäterin handelte.
    Geändert von arouet58 (18.05.2011 um 13:59 Uhr)
    Cum grano salis

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