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Thema: Strauss-Kahn

  1. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Das Zimmermädchen hat wiederholt gelogen. Es erfand die Geschichte von Vergewaltigungen in Afrika, nahm sie später zurück. Es machte falsche Angaben im Asylantrag.
    Man muss aber ganz nüchtern folgendes sagen: Falsche Angaben im Asylantrag werden sich bei fast allen Einwanderern aus afrikanischen Ländern finden. Der Grund ist banal: Hinter der Flucht aus den Heimatländern stecken in aller Regel wirtschaftliche Gründe. Wirtschaftliche Not ist aber kein Asylgrund. Wer irgend eine Chance haben will, dem Elend zu entfliehen, muss zwangsläufig politische Verfolgung vorschützen.

    Daraus kann man beim besten Willen nicht schließen, dass Einwanderer durch die Bank moralisch verkommen und verlogen und in anderen Angelegenheiten nicht glaubwürdig sind.

    Tatsächlich kann man viel eher annehmen, dass Asylanten, die Opfer von Straftaten werden, viel seltener als der Bevölkerungsdruchschnitt Anzeige erstatten. Die Befürchtung, dass der eigene unklare Aufenthaltsstatus auffliegt, wird sie häufig davon abhalten.

  2. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Andalusiana Beitrag anzeigen
    Dass sie bei der Einwanderung log ist schon mal wahrscheinlich und üblich.
    Mag sein, aber es ist nicht egal, worauf sich die Lügen beziehen.
    Es ist im Rahmen eines Vergewaltigungsvorwurfs äußerst interessant, wenn eine Frau schon einmal fälschlich und aus Berechnung behauptet hat einem Sexualdelikt zum Opfer gefallen zu sein.

    Dass sie sich mit dem Bekannten im Knast (dessen Gespräche überwacht wurden) in aller Ruhe über den Fall auslässt spricht nicht gerade für eine besonders raffinierte Kriminelle. Dass sie darüber diskutiert, ob und wie es sich lohnt die Vorwürfe aufrecht zu halten heisst nicht, dass die Vorwürfe nicht wahr sind. Wieso sollte sie sich, mit derart vielen problematischen Punkten in ihrer Vita und der Gefahr einer Ausweisung auf eine falsche Anschuldigung einlassen?
    Einige Leute waren hoch begeistert über ihre Anzeige. Das kann eine Anzeigende schon mal in falscher Sicherheit wiegen.
    Aber man müsste halt wissen, was sie in jenem Telefonat gesagt hat. Das ist der Dreh- und Angelpunkt. Offenbar war der Inhalt des Telefonats aber so, dass das Telefonat aus Sicht der Staatsanwaltschaft ihre Glaubwürdigkeit nicht unbedingt gestärkt hat.


    Und wirklich seltsam, dass die Staatsanwaltschaft erst jetzt alle die Schwächen ihrer Zeugin bemerkt... Da kommt mir doch wieder mein Verdacht auf Verschwörung hoch.
    Ob die Sache von Anfang an erstunken und erlogen war, eine bewusst eingefädelte Intrige oder eine günstige Gelegenheit für politische Gegner in Paris und Washington - man kann in jedem Fall davon ausgehen, dass Washington gebeten hatte über den Stand dieser politisch brisanten Ermittlungen auf dem Laufenden gehalten zu werden.

    Jenes Telefonat fand am 15. Mai statt. Bekannt wird es 6 Wochen später. Die Staatsanwaltschaft hat dessen Inhalt sowie etliche weitere Zweifel an der Zeugin zufällig 3 Tage nach der Wahl des IWF-Nachfolgers bekannt gegeben.
    Ob da nicht jemand aus Washington gebeten hatte die Sache ein wenig länger und gründlicher zu untersuchen ..?
    .
    Geändert von Inaktiver User (02.07.2011 um 01:23 Uhr)

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    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Richtig. Und da das sehr kluge Frauen sind, ersparen sie sich einen Prozess. Denn wie das ausgeht, sieht man ja jetzt.
    Das deckt sich auch mit der Aussage eines Oberstaatsanwaltes i.R. Er hat bei Anne Will gesagt:
    "Wenn meine Tochter vergewaltigt worden wäre, würde ich ihr raten, das nicht anzuzeigen."
    Damals war ich entsetzt über diese Aussage. Jetzt verstehe ich warum er das gesagt hat.
    Es macht keinen Sinn, anhand solcher, wenn auch sehr bedenkenswerten Aussagen, die neue Entwicklung und die neue Informationslage zu ignorieren. Das, was nun offenbar ans Tageslicht gekommen ist - inkl. aller daraus sich ergebenden drängenden Fragen - wiegt einfach zu schwer.

    Es geht um diesen 'Fall DSK'. Hier muss eine Schuld bewiesen werden. Nach jetziger Informationslage wird dies wohl kaum noch möglich sein. Und fast alles, was ich in diesem Strang bisher geschrieben habe, ist im Grunde genommen Makulatur (gewesen). Ich habe ihn eher für schuldig gehalten. Zu vieles sprach aus meiner Sicht dafür. Aber ich lag falsch - die aufgetauchten Informationen und Ungereimtheiten wiegen einfach zu schwer.

    Sicher, man kann DSK möglicherweise weiterhin für schuldig halten. Meine Herangehensweise ist das nicht in solchen Fällen. Es sieht zur Zeit sehr danach aus, dass man DSK eben nicht eines Verbrechens überführen kann. Daher ist er für mich unschuldig und ich muss für mich sagen: ich habe falsch gelegen.

    Wobei sich in diesem Zusammenhang für mich ebenso die Frage stellt, inwiefern meine vorherige Herangehensweise nicht von vornherein fragwürdig war und ist: nämlich öffentlich (in diesem Forum) kundzutun, dass ich ihn für schuldig halte. Torpediere ich mit solch einem Handeln nicht auch ein wenig die Unschuldsvermutung? Würde ich denn so anders schreiben, wäre ich Journalist bei einer bekannten Zeitung? Was wäre dann mit meiner Verantwortung? Untergrabe ich nicht das Prinzip der Unschuldsvermutung, wenn ich mich darauf berufe, ich sei doch nur irgendein User in einer Internet-Community und dürfe eine persönliche Meinung äußern?

    Angesichts der aktuellen Entwicklung werde ich mein Versprechen einhalten und nie wieder in dieser Community (und auch nicht anderswo) auf eine derart entschiedene Art und Weise Partei ergreifen in einem laufenden Strafverfahren. Ja - ich denke, ich habe was gelernt.

    Alle Kritiker und Skeptiker hatten Recht. Ich hatte Unrecht.

    VanDyck
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    AW: Strauss-Kahn

    Der Hausarrest ist aufgehoben...das Dienstmädchen gab zu dass sie gelogen hat.
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

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    AW: Strauss-Kahn

    New York prosecutors are continuing their investigation in the sexual assault and attempted rape case against Dominique Strauss-Kahn, and will re-examine evidence.

    • The former head of the IMF was released from house arrest and his bail money was returned.

    • He must return to court on 18 July.

    • The New York district attorney is says that the alleged victim has admitted lying in one element of her account of what happened after the alleged incident. The DA's office also detailed other lies not related to the case that she had alleged told in her asylum application, tax details, and other smaller matters.

    • The alleged victim's lawyer restated her case against Dominque Strauss-Kahn in graphic terms and said she would soon waive her right to anonymity.
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

  6. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Den Vorwurf gab es doch schon länger.
    Eben nicht.

  7. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Es macht keinen Sinn, anhand solcher, wenn auch sehr bedenkenswerten Aussagen, die neue Entwicklung und die neue Informationslage zu ignorieren. Das, was nun offenbar ans Tageslicht gekommen ist - inkl. aller daraus sich ergebenden drängenden Fragen - wiegt einfach zu schwer.

    Es geht um diesen 'Fall DSK'. Hier muss eine Schuld bewiesen werden. Nach jetziger Informationslage wird dies wohl kaum noch möglich sein. Und fast alles, was ich in diesem Strang bisher geschrieben habe, ist im Grunde genommen Makulatur (gewesen). Ich habe ihn eher für schuldig gehalten. Zu vieles sprach aus meiner Sicht dafür. Aber ich lag falsch - die aufgetauchten Informationen und Ungereimtheiten wiegen einfach zu schwer.

    Sicher, man kann DSK möglicherweise weiterhin für schuldig halten. Meine Herangehensweise ist das nicht in solchen Fällen. Es sieht zur Zeit sehr danach aus, dass man DSK eben nicht eines Verbrechens überführen kann. Daher ist er für mich unschuldig und ich muss für mich sagen: ich habe falsch gelegen.

    Wobei sich in diesem Zusammenhang für mich ebenso die Frage stellt, inwiefern meine vorherige Herangehensweise nicht von vornherein fragwürdig war und ist: nämlich öffentlich (in diesem Forum) kundzutun, dass ich ihn für schuldig halte. Torpediere ich mit solch einem Handeln nicht auch ein wenig die Unschuldsvermutung? Würde ich denn so anders schreiben, wäre ich Journalist bei einer bekannten Zeitung? Was wäre dann mit meiner Verantwortung? Untergrabe ich nicht das Prinzip der Unschuldsvermutung, wenn ich mich darauf berufe, ich sei doch nur irgendein User in einer Internet-Community und dürfe eine persönliche Meinung äußern?

    Angesichts der aktuellen Entwicklung werde ich mein Versprechen einhalten und nie wieder in dieser Community (und auch nicht anderswo) auf eine derart entschiedene Art und Weise Partei ergreifen in einem laufenden Strafverfahren. Ja - ich denke, ich habe was gelernt.

    Alle Kritiker und Skeptiker hatten Recht. Ich hatte Unrecht.

    Wow, ich bin beeindruckt!

    Aber ich denke, in diese Richtung sollten einige ihre Kommentare überdenken, selbst wenn DSK schuldig wäre: in den Medien und auch hier sind m.M.n. Aussagen gemacht worden, für die sich die Leute schämen sollten.
    Die Unschuldsvermutung ist ein zu hohes Gut, als dass man sie einfach so in den Orkus schießt, nur aus Rechthaberei, Besserwisserei oder einfach nur, weil man die Person unsympathisch findet.

  8. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von mckenzie Beitrag anzeigen
    New York prosecutors are continuing their investigation in the sexual assault and attempted rape case against Dominique Strauss-Kahn, and will re-examine evidence.

    • The former head of the IMF was released from house arrest and his bail money was returned.

    • He must return to court on 18 July.

    • The New York district attorney is says that the alleged victim has admitted lying in one element of her account of what happened after the alleged incident. The DA's office also detailed other lies not related to the case that she had alleged told in her asylum application, tax details, and other smaller matters.

    • The alleged victim's lawyer restated her case against Dominque Strauss-Kahn in graphic terms and said she would soon waive her right to anonymity.
    Weiter heißt es:


    It details false statements the alleged victim made during her asylum application after fleeing Guinea in 2004. She also admitted tax fraud, and lied about "a variety of additional topics concerning her history, background, present circumstances and personal relationships".

    The only lies directly concerning the case are that she originally said that after the alleged incident "she fled to an area of the main hallway of the hotel's 28th floor an waited there until she observed the defendant leave suite 2806 and the 28th floor by entering an elevator.
    Now she says that after the alleged incident she "proceeded to clean a nearby room and then returned to suite 2806 and began to clean that suite before she reported the incident to her supervisor".


    Quelle
    .
    Geändert von Inaktiver User (01.07.2011 um 19:51 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Das ist falsch. Es ist genau ein Fall bekannt, wo eine Frau in Interviews beschrieb, dass DSK unbedingt Sex mit ihr haben wollte und sie sich heftig gewehrt hatte, dass es dazu kam. Es gab keine Anzeige.
    Und keine Aussage DSKs dazu.
    Ich fürchte, das geht gewissermaßen bei einem Ohr hinein und beim anderen wieder heraus.

  10. User Info Menu

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Now she says that after the alleged incident she "proceeded to clean a nearby room and then returned to suite 2806 and began to clean that suite before she reported the incident to her supervisor".

    Quelle
    .
    Das heißt, sie hat gerade einen Vergewaltigungsversuch erlitten und geht nun weiter ihrer Arbeit nach, setzt sogar die Reinigung von DSKs Suite fort, berichtet erst nach Abschluss dieser Arbeiten den Vorfall einem Vorgesetzten?

    Dabei wurde doch berichtet, sie hätte die Suite nach dem an ihr verübten Verbrechen fluchtartig verlassen.

    Was ja psychisch auch plausibler wäre.

    Ich habe ja den Verdacht, dass es hier einige Lücken im Zeitablauf des Geschehens gibt, die mit allerlei Aussagen gestopft werden müssen.

    Das Ganze soll sich ja unglaublich rasch abgespielt haben.

    Oder es dauerte sehr viel länger, weil das Zimmermädchen möglicherweise doch als Gelegenheitsprostituierte arbeitete, erwartet wurde, weil bestellt, nicht überfallen, und sich dann entschloß (oder es war von vorneherein geplant), DSK noch etwas mehr auszunehmen (und/oder politisch zu erledigen, dann wäre sie auch Teil eines Komplotts), ihm eine Vergewaltigung anzuhängen.

    Reine Spekulation.

    Das Telefongespräch mit dem Drogendealer (vielleicht ist er ja auch noch Zuhälter?) wurde sicher im Gefängnis aufgezeichnet.

    Vielleicht hat die Gefängnisverwaltung tatsächlich das Gespräch nicht sofort weitergemeldet.

    Oder man hat es "vergessen", bis Lagarde installiert war.
    Geändert von arouet58 (01.07.2011 um 20:11 Uhr)
    Cum grano salis

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