Ich hab noch keine Aufforderung/Einladung, wie auch immer erhalten.
Da ich in einem Block wohne und neugierige Nachbarn habe, würde ich den Interviewer wohl wenigstens in den Flur meiner Wohnung bitten, muss ja nicht jeder hören, was ich da für Angaben mache.
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13.05.2011, 11:21
AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden
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13.05.2011, 12:27
AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden
Hm, aber da beißt sich doch die Katze in den Schwanz, oder verstehe ich da etwas falsch?
Es gibt ja grundsätzlich erstmal die Meldepflicht in Deutschland. So weit die Theorie.
Nun wurde hier im Kreise ja schon festgestellt, dass die Meldepflicht eben wahrgenommen oder nicht wahrgenommen werden kann - man käme diesem entstandenen Delta dann vielleicht mittels Zensus auf die Schliche.
Aber wenn ich der Meldepflicht nicht nachgekommen bin, dann erreichen mich doch auch keine Zensus-Unterlagen, weil Papa Staat ja gar nicht weiß, dass ich nicht mehr an der Pfaffenwiese in Stuttgart sondern Am Forsthaus in München wohne.
Bestenfalls geht die Post als unzustellbar zurück - ja und dann?
Verstehst Du: ich bin brav gemeldet, mein Auto ist dort registriert wo es sich gehört, ich zahle meine Abgaben, mache meine Steuererklärung,... und und und.
Von mir haben die Behörden und Ämter alle Angaben, die sie brauchen, um eine korrekte Auskunft erteilen zu können, dass Wiesenblume Mitglied in der Gemeinde ist. Daher sehe ich für mich die Not nicht, die Zettel auszufüllen (und die Leute, bei denen die Behörden das Delta vermuten, bekommen sie vermutlich schwerlich zu greifen...)
Oder habe ich da gerade einen Denkfehler?
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13.05.2011, 12:53Inaktiver User
AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden
Die Telefonnummer muss doch auch nur auf der ersten Seite angegeben werden. Diese dient nur zur Kontrolle der Rückläufe. Die Telefonnummer soll angegeben werden, damit sie dich bei Fragen schnell anrufen können. Du sollst ja die Nummer angeben unter der du tagsüber zu erreichen bist. Das kann also auch deine Handynummer oder Büronummer sein. Für die Auswertung der Daten, also der weiteren Seiten, wird die erste Seite abgetrennt.
Vielleicht wird dann ja festgestellt, dass es mehr Paare gibt, die ohne Trauschein zusammenleben als Ehepaare. Was dann zur Folge haben könnte, dass die Besteuerung/Steuerfreibeträge/Ehegattensplitting mal dahingehend überdacht werden.
Den Wohnungsbogen bekommt der Eigentümer = Vermieter, nicht der Mieter, der sich vielleicht nicht umgemeldet hat. Der Vermieter gibt also Auskunft über seine Mieter. Die Immobilienbesitzer wird man sicher ausfindig machen können. Da müssen Baugenehmigungen erteilt werden, es muss Grundsteuer gezahlt werden usw. Die Daten sollten also alle vorhanden sein. Damit können dann die Daten der Einwohnermeldeämter abgeglichen werden.
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13.05.2011, 13:22Inaktiver User
AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden
Der Vermieter kann nur Auskunft über den erteilen, der im Mietvertrag steht. Da kann schon längst der Freund eingezogen sein - der Vermieter bekommt das gar nicht mit bzw. kennt den Namen nicht - muss er auch nicht (würde er fragen, fände er sich unverzüglich im Bri-Mietforum wieder).
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13.05.2011, 13:28Inaktiver User
AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden
Der Vermieter muss/sollte aber wissen wie viele Personen in der Wohnung leben.
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13.05.2011, 14:12
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13.05.2011, 14:18
AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden
Das ist diesmal sicherlich genau so.
Ich habe die letzten Jahre (stichprobenartig, ja ne, is klar!) am Mikrozensus teilnehmen müssen. Zwei Befragungen in zwei aufeinanderfolgenden Jahren. Ich musste auch sehr persönliche Fragen beantworten. Einkommen, Beschäftigung, Todesfälle in der Familie (kein Witz) .... Fragen nach dem Stuhlgang haben allerdings gefehlt.
Alle abgefragten (wichtigen) Daten sind irgendwo vorhanden, registriert, gespeichert. Finanzamt, Arbeitsamt, Rentenversicherung, Krankenkasse, Standesamt, etc. pp. Mir erschließt sich der Sinn dieser Befragung/Zählung nicht im Geringsten! Datensammlung, Profilerstellung the easy way. Das ist der ganze Sinn. Aber vielleicht bin ich ja auch paranoid.
Und anonymisiert ist das Ganze auch nicht. Auf den Bögen ist (D)EINE Nummer gespeichert, die unmittelbar mit deinem Namen und deiner Anschrift gekoppelt ist. Wie hätte dich der Fragebogen sonst erreicht....klar, wird nur der Bogen mit (d)einer Nummer zurückgeschickt.
Geändert von B-i-m (13.05.2011 um 14:21 Uhr)
"The fate of animals is of greater importance to me
than the fear of appearing ridiculous;
it is indissolubly connected with the fate of men."
~ Emile Zola
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13.05.2011, 14:25Inaktiver User
AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden
Schön und gut. Siehe Bri-Mietforum. Hier wird dem Vermieter oftmals jegliches Recht abgesprochen, sich nach solchen Dingen zu erkundigen. Soll der Vermieter jetzt zählen gehen? Oft genug wohnt er nicht in der Nähe. Und Du glaubst, dass jede Großfamilie auch fein säuberlich alle eventuell gerade zusätzlich angereisten Familienmitglieder angegeben hat? Oder der Vermieter sofort über sich ändernde Lebensumstände vom Mieter aufgeklärt wird?
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13.05.2011, 14:28
AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden
Aber ich bin doch Immo-Besitzer ud bewohne diese Immo auch noch selbst. Was wollen die denn jetzt von mir? Die wissen alles von mir: ich zahle (einmalig) Grunderwerbssteuer, jährlich meine Grundsteuer, die Straßenreinigungs-, Abwasser-, Kanal- und Stromgebühren, KFZ-Steuer, Einkommensteuer, Kirchensteuer,...
Da gibt es nichts, aber auch gar nichts, was die Ämter von mir noch nicht wissen. Daher fehlt mir auch jegliche Lust, hier nochmal Zeit mit einem Fragebogen zu verbringen und dann noch ein nettes Interview hinterherzuschieben.
Ich bin einfach der Meinung, dass ich in persona keine "demographisch-statistische Unschärfe" darstelle.
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13.05.2011, 15:10Inaktiver User
AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden
Es sind schon Daten drin, die sie soooo noch nicht wissen. Die Ausstattung der Badezimmer z. B. - ich habe den Bogen mal überflogen, die gilt zumindest für die Mietwohnung. Teilweise kennt das Finanzamt die aber auch, da man die Badewanne für die Mietwohnung absetzen kann ...


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