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    AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden

    Ich hab noch keine Aufforderung/Einladung, wie auch immer erhalten.

    Da ich in einem Block wohne und neugierige Nachbarn habe, würde ich den Interviewer wohl wenigstens in den Flur meiner Wohnung bitten, muss ja nicht jeder hören, was ich da für Angaben mache.

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    AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Mehrwert für deine Stadt wären unter Umständen mehr Steuergelder, die nach Einwohnerzahl verteilt werden. Oder auch die Schaffung benötigter Kindergarten- oder Altenheimplätze - je nachdem was wirklich benötigt wird.
    Hm, aber da beißt sich doch die Katze in den Schwanz, oder verstehe ich da etwas falsch?
    Es gibt ja grundsätzlich erstmal die Meldepflicht in Deutschland. So weit die Theorie.
    Nun wurde hier im Kreise ja schon festgestellt, dass die Meldepflicht eben wahrgenommen oder nicht wahrgenommen werden kann - man käme diesem entstandenen Delta dann vielleicht mittels Zensus auf die Schliche.
    Aber wenn ich der Meldepflicht nicht nachgekommen bin, dann erreichen mich doch auch keine Zensus-Unterlagen, weil Papa Staat ja gar nicht weiß, dass ich nicht mehr an der Pfaffenwiese in Stuttgart sondern Am Forsthaus in München wohne.

    Bestenfalls geht die Post als unzustellbar zurück - ja und dann?

    Verstehst Du: ich bin brav gemeldet, mein Auto ist dort registriert wo es sich gehört, ich zahle meine Abgaben, mache meine Steuererklärung,... und und und.

    Von mir haben die Behörden und Ämter alle Angaben, die sie brauchen, um eine korrekte Auskunft erteilen zu können, dass Wiesenblume Mitglied in der Gemeinde ist. Daher sehe ich für mich die Not nicht, die Zettel auszufüllen (und die Leute, bei denen die Behörden das Delta vermuten, bekommen sie vermutlich schwerlich zu greifen...)

    Oder habe ich da gerade einen Denkfehler?

  3. Inaktiver User

    AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden

    Zitat Zitat von time2change Beitrag anzeigen
    Wer seine Daten in irgendwelchen online Plattformen eingibt tut dieses freiwillig.
    Die Beantwortung der Fragen auf dem Bogen der Volkszählung ist nicht freiwillig.
    Wollte der Staat wissen wie viele Telefonanschlüsse wie verteilt sind würde ein Frage über das vorhanden sein eines Telefonanschlusses die mit ja oder nein beantwortet werden kann ausreichen. Die Telefonnummer ist dazu nicht notwendig.
    Die meisten Daten sind dem Einwohnermeldeamt oder dem Finanzamt bekannt. Das sind die relevanten Daten.
    Um für die Zukunft planen zu können wäre es wichtiger zu fragen ob man an einer chronischen Krankheit leidet statt zu fragen ob man in der Woche vom 9.5. mindestens eine Stunde gearbeitet hat und wenn nicht, warum nicht. Es müssten alle befragt werden. Zur Bedarfsklärung würde ein völlig anonymer Bogen ausreichen.
    Diese Stichproben können wohl kaum ein halbwegs konkretes Bild der Ist Situation geben.
    Die Telefonnummer muss doch auch nur auf der ersten Seite angegeben werden. Diese dient nur zur Kontrolle der Rückläufe. Die Telefonnummer soll angegeben werden, damit sie dich bei Fragen schnell anrufen können. Du sollst ja die Nummer angeben unter der du tagsüber zu erreichen bist. Das kann also auch deine Handynummer oder Büronummer sein. Für die Auswertung der Daten, also der weiteren Seiten, wird die erste Seite abgetrennt.

    Zitat Zitat von Zitronengras Beitrag anzeigen
    Ich hab mir mal den Musterfragebogen angeschaut, die meisten Fragen finde ich nicht sooo brinsant, jedoch die Frage "Wohnen Sie in Ihrer Wohnung mit einem Partner/einer Partnerin in einer Lebensgemeinschaft zusammen, die weder Ehe noch eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft ist?"

    Trifft auf mich nicht zu, da verheiratet, jedoch finde ich, dass die Angaben zu Personen im Haushalt ja wohl reichen müssen. Was geht es denn den Staat an, in welcher (sexuellen) Beziehung man zu dem/den anderen im Haushalt steht??

    Einerseits wäre ich sehr skeptisch, was mit den Daten gemacht wird, andererseits arbeite ich selbst im ÖD und wenn ich mir anschaue, welche krassen Datenschutzvorschriften wir in unserem kleinen Bereich haben, der geschützt ist und von außen nicht einsehbar, so krass, dass wir selbst manchmal Schwierigkeiten haben, vernünftig zu arbeiten, dann hoffe ich, dass dieselben Maßstäbe auch bei der Volkszählung angewandt werden.
    Vielleicht wird dann ja festgestellt, dass es mehr Paare gibt, die ohne Trauschein zusammenleben als Ehepaare. Was dann zur Folge haben könnte, dass die Besteuerung/Steuerfreibeträge/Ehegattensplitting mal dahingehend überdacht werden.

    Zitat Zitat von Wiesenblume Beitrag anzeigen
    Hm, aber da beißt sich doch die Katze in den Schwanz, oder verstehe ich da etwas falsch?
    Es gibt ja grundsätzlich erstmal die Meldepflicht in Deutschland. So weit die Theorie.
    Nun wurde hier im Kreise ja schon festgestellt, dass die Meldepflicht eben wahrgenommen oder nicht wahrgenommen werden kann - man käme diesem entstandenen Delta dann vielleicht mittels Zensus auf die Schliche.
    Aber wenn ich der Meldepflicht nicht nachgekommen bin, dann erreichen mich doch auch keine Zensus-Unterlagen, weil Papa Staat ja gar nicht weiß, dass ich nicht mehr an der Pfaffenwiese in Stuttgart sondern Am Forsthaus in München wohne.

    Bestenfalls geht die Post als unzustellbar zurück - ja und dann?

    Verstehst Du: ich bin brav gemeldet, mein Auto ist dort registriert wo es sich gehört, ich zahle meine Abgaben, mache meine Steuererklärung,... und und und.

    Von mir haben die Behörden und Ämter alle Angaben, die sie brauchen, um eine korrekte Auskunft erteilen zu können, dass Wiesenblume Mitglied in der Gemeinde ist. Daher sehe ich für mich die Not nicht, die Zettel auszufüllen (und die Leute, bei denen die Behörden das Delta vermuten, bekommen sie vermutlich schwerlich zu greifen...)

    Oder habe ich da gerade einen Denkfehler?
    Den Wohnungsbogen bekommt der Eigentümer = Vermieter, nicht der Mieter, der sich vielleicht nicht umgemeldet hat. Der Vermieter gibt also Auskunft über seine Mieter. Die Immobilienbesitzer wird man sicher ausfindig machen können. Da müssen Baugenehmigungen erteilt werden, es muss Grundsteuer gezahlt werden usw. Die Daten sollten also alle vorhanden sein. Damit können dann die Daten der Einwohnermeldeämter abgeglichen werden.

  4. Inaktiver User

    AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Den Wohnungsbogen bekommt der Eigentümer = Vermieter, nicht der Mieter, der sich vielleicht nicht umgemeldet hat. Der Vermieter gibt also Auskunft über seine Mieter. [...] Damit können dann die Daten der Einwohnermeldeämter abgeglichen werden.
    Der Vermieter kann nur Auskunft über den erteilen, der im Mietvertrag steht. Da kann schon längst der Freund eingezogen sein - der Vermieter bekommt das gar nicht mit bzw. kennt den Namen nicht - muss er auch nicht (würde er fragen, fände er sich unverzüglich im Bri-Mietforum wieder).

  5. Inaktiver User

    AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden

    Der Vermieter muss/sollte aber wissen wie viele Personen in der Wohnung leben.

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    AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir erschließt sich das hier nicht: Statistiker gehen davon aus, dass 1,3 Millionen Einwohner weniger in Deutschland leben als bisher angenommen. Entsprechend ungenau sei die Grundlage wirtschaftlicher und politischer Entscheidungen.

    Soweit ich weiß, haben wir Einwohnermeldeämter und eine Meldepflicht in Deutschland. Diejenigen, die dieser nicht nachkommen, pflegen auch seltener Post zu bekommen und werden entsprechend wohl eher nicht den Fragebogen erhalten. Sie werden, aus welchen Gründen auch immer, sicher nicht brüllen "Hallo, hier bin ich, obwohl ich nicht gemeldet bin".
    "The fate of animals is of greater importance to me
    than the fear of appearing ridiculous;
    it is indissolubly connected with the fate of men."
    ~ Emile Zola

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    AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich erinnere mich auch noch an die Volkszählung 1987, damals wurde alles gefragt, angefangen vom monatlichen Einkommen, Religion etc. Also sehr persönlich Fragen und deshalb waren die Menschen auch so sauer (mit Recht).
    Das ist diesmal sicherlich genau so.
    Ich habe die letzten Jahre (stichprobenartig, ja ne, is klar!) am Mikrozensus teilnehmen müssen. Zwei Befragungen in zwei aufeinanderfolgenden Jahren. Ich musste auch sehr persönliche Fragen beantworten. Einkommen, Beschäftigung, Todesfälle in der Familie (kein Witz) .... Fragen nach dem Stuhlgang haben allerdings gefehlt.
    Alle abgefragten (wichtigen) Daten sind irgendwo vorhanden, registriert, gespeichert. Finanzamt, Arbeitsamt, Rentenversicherung, Krankenkasse, Standesamt, etc. pp. Mir erschließt sich der Sinn dieser Befragung/Zählung nicht im Geringsten! Datensammlung, Profilerstellung the easy way. Das ist der ganze Sinn. Aber vielleicht bin ich ja auch paranoid.

    Und anonymisiert ist das Ganze auch nicht. Auf den Bögen ist (D)EINE Nummer gespeichert, die unmittelbar mit deinem Namen und deiner Anschrift gekoppelt ist. Wie hätte dich der Fragebogen sonst erreicht....klar, wird nur der Bogen mit (d)einer Nummer zurückgeschickt.
    Geändert von B-i-m (13.05.2011 um 14:21 Uhr)
    "The fate of animals is of greater importance to me
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    ~ Emile Zola

  8. Inaktiver User

    AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Vermieter muss/sollte aber wissen wie viele Personen in der Wohnung leben.
    Schön und gut. Siehe Bri-Mietforum. Hier wird dem Vermieter oftmals jegliches Recht abgesprochen, sich nach solchen Dingen zu erkundigen. Soll der Vermieter jetzt zählen gehen? Oft genug wohnt er nicht in der Nähe. Und Du glaubst, dass jede Großfamilie auch fein säuberlich alle eventuell gerade zusätzlich angereisten Familienmitglieder angegeben hat? Oder der Vermieter sofort über sich ändernde Lebensumstände vom Mieter aufgeklärt wird?

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    AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Den Wohnungsbogen bekommt der Eigentümer = Vermieter, nicht der Mieter, der sich vielleicht nicht umgemeldet hat. Der Vermieter gibt also Auskunft über seine Mieter. Die Immobilienbesitzer wird man sicher ausfindig machen können. Da müssen Baugenehmigungen erteilt werden, es muss Grundsteuer gezahlt werden usw. Die Daten sollten also alle vorhanden sein. Damit können dann die Daten der Einwohnermeldeämter abgeglichen werden.
    Aber ich bin doch Immo-Besitzer ud bewohne diese Immo auch noch selbst. Was wollen die denn jetzt von mir? Die wissen alles von mir: ich zahle (einmalig) Grunderwerbssteuer, jährlich meine Grundsteuer, die Straßenreinigungs-, Abwasser-, Kanal- und Stromgebühren, KFZ-Steuer, Einkommensteuer, Kirchensteuer,...

    Da gibt es nichts, aber auch gar nichts, was die Ämter von mir noch nicht wissen. Daher fehlt mir auch jegliche Lust, hier nochmal Zeit mit einem Fragebogen zu verbringen und dann noch ein nettes Interview hinterherzuschieben.

    Ich bin einfach der Meinung, dass ich in persona keine "demographisch-statistische Unschärfe" darstelle.

  10. Inaktiver User

    AW: Volkszählung 2011 - ich möchte nicht gezählt werden

    Es sind schon Daten drin, die sie soooo noch nicht wissen. Die Ausstattung der Badezimmer z. B. - ich habe den Bogen mal überflogen, die gilt zumindest für die Mietwohnung. Teilweise kennt das Finanzamt die aber auch, da man die Badewanne für die Mietwohnung absetzen kann ...

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