Dass eine SPD-Regierung nicht (oder in den letzten Jahren nicht) mehr im Hinblick auf die weniger Bemittelten getan hat, hat nichts damit zu tun, dass es die Ideologie einer linken Regierung ist, die gerechte Verteilung der Mittel anzustreben.Es geht doch nicht darum, was die schwarz-gelbe Koalition getan hätte oder was ich glaube. Colonna war der Meinung, dass es für eine "eher linksorientierte Regierung" einfacher wäre, Steuergesetze zu erlassen, die den niedrigeren Einkommen zugute kämen. Ich widersprach dem, weil unsere "eher linksorientierte" rot-grüne Koalition unter einem SPD-Kanzler mitnichten eine Politik für die "kleinen Leute" betrieben hat.
WählerInnen, die links wählen, werden wohl eher erwarten, dass z.B. Zweiklassenmedizin unterbunden, Bildung (auch akademische) für alle erleichtert und ein Mindestlohn eingeführt bzw. nicht abgeschafft wird, als solche die Mitte-Rechts wählen.
Was an Versprechungen wahr gemacht wird, hängt nicht nur von der sich verändernden Wirtschaftslage sondern auch von den Persönlichkeiten ab, die regieren.
@boriba
Was ist Kosmetolgie?
Das Studium der Leitung eines Kosmetiksalons
Ich finde es nicht weiter schlimm, wenn jemand Ethnologie oder Archäologie studiert.
Interessante Studienrichtungen und wenn Leute, die diese Studien abschließen nicht gleich ein Job bei einer Ausgrabung oder in einem Institut finden, so gibt es wohl eine Reihe von Tätigkeiten, die durchaus mit dieser Ausbildung angegangen werden können.
Besser, ein Neigungsfach, als jemand hängt jahrelang auf der Medizin-Uni herum, nimmt Interessierten den Studienplatz weg, und ist später ein mittelmäßiger bis schlechter Arzt.
Praktika sind eine Unart, Menschen auszubeuten; sie hat sich unmerklich während der schwelenden Wirtschaftskrise eingeschlichen, und wurde gewaltig ausgenützt, Praktikanten entweder gar nicht oder wie Azubis zu bezahlen, obwohl sie bestens ausgebildet waren.oder ein Praktika ableisten
Zum Glück hat sich die Wirtschaftslage so gebessert, dass junge Leute mit guter Ausbildung auf Praktikumsplätze nicht mehr oder fast nicht mehr angewiesen sind.
Antworten
Ergebnis 171 bis 180 von 271
-
21.05.2011, 20:49Inaktiver User
AW: Abgehängt - Armut in Deutschland
-
21.05.2011, 21:09
AW: Abgehängt - Armut in Deutschland
#colonna
Ich habe auch nichts dagegen, wenn jemand ohne konkrete Berufsvorstellung studiert oder nach dem Studium eine ausgiebige Weltreise unternimmt, ein Sabbatjahr einlegt etc. - alles durchaus in meinem Toleranz- und Sympathiebereich.
Kritisch werde ich nur wenn für die Folgen, die aus diesen Individuellen Freiheiten durchaus entstehen können, dann DER Staat verantwortlich gemacht wird (angebl. hohe Akademikerarbeitslosigkeit).
DER Staat sind wir alle - und ich fühle keine besondere Verantwortung, wenn eine Studentin der Sorabistik, Onomastik, Afrikanistik oder Tibetologie nach ihrem Studium keinen adäquaten Arbeitsplatz findet. Die Wahl des Studiums INKLUSIVE der Berufschancen zählt für mich primär in den Bereich der Eigenverantwortung.
Da hat die Gewerbliche Ausbildung durchaus einen schlüssigen Vorteil. Kein Arbeitgeber bildet in einem Bereich aus, der ohne entsprechendes Berufsangebot ist.
-
21.05.2011, 21:38Inaktiver User
AW: Abgehängt - Armut in Deutschland
@boriba
Es ist ohnehin besser, frau/man richtet sich nach Neigung und Begabung als nach irgendwelchen angebotenen offenen Stellen.
Bei uns in Österreich posaunten die PolitikerInnen Jahre hindurch hinaus, die GymnasiumsabgängerInnen sollten ja nicht und unter keinen Umständen auf Lehramt studieren und am allerwenigsten Anglistik oder Germanistik. Und genau diese Leute fehlen heute für LehrerInnen-Jobs.
Desgleichen bildeten die Unternehmen keine Lehrlinge (Azubis) aus, bzw. stellten so hohe Ansprüche (Matura=Abitur, Kenntnisse in allen möglichen Bereichen, etc.), dass es heute an Fachkräften mangelt.
So gesehen ist es weit sicherer, sich auf sich selbst zu verlassen und eigene Ressourcen zu nützen, als auf Ratschläge zu hören, die sich fünf Jahre später als vollkommen nutzlos erweisen.
Ab und zu ist Klagen nicht unberechtigt.
Denn wozu wären PolitikerInnen gut, wenn nicht dafür, Rahmenbedingungen zu schaffen, dass Menschen in einem Land, dessen Wirtschaftskraft mächtig ist, Arbeit und Auskommen finden.
Und wenn ein Studium eine derartige Nische darstellt, dass damit niemand irgendwo unterkommen kann, muss das Fach eben abgeschafft werden und nicht erhalten, damit zwei oder drei pragmatisierte ProfessorInnen lehren können.
Was du damit meinst, dass kein Arbeitgeber in einem Fach ohne entsprechendes Berufsangebot ausbildet, erschließt sich mir nicht ganz.
Azubis machen eine Ausbildung und es kann durchaus sein, dass sie nach einer Behaltefrist am Ende der Ausbildung gekündigt werden.
Unternehmen, die Azubis ausbilden, um sie dann auch sicher weiterzubeschäftigen, gibt es nicht allzuviele und sie wachen auch erst jetzt auf, nachdem sich zeigt, was sie verschlafen haben.Geändert von Inaktiver User (21.05.2011 um 21:42 Uhr)
-
21.05.2011, 23:22Inaktiver User
AW: Abgehängt - Armut in Deutschland
Ach woher. Die FDP bot niemals etwas außer Steuersenkung - darum auch das chaotische Gehampel, sobald das Thema anders ist, als Hotelerie- und Gasstättengewerbe. Und dem Bürger geht es um diesen winzigen Kosmos - egal, ob es Steuersenkung allgemein ist oder Pendlerpauschale im Besonderen. Mehr ist da nicht. Sieht man an den Äußerungen querbeet in allen Foren und fast allen Themen: Es interessiert nur, wo es einen Pfennig zu holen gibt. Kik und EADS, so läßt sich der Gemütszustand in etwa zusammenfassen.
Zitat von Inaktiver User
Die "Vernunft der Wähler" führt seit 2 Dekaden dazu ab dem Bimbeskanzler und seinem Mädchen. Die "geistig moralische Wende" wurde da eingeläutet. Dazwischen ein Intermezzo mit der SPD, die eine grauenhafte Politik betrieben. Korrupt und inkompetent bis in`s Mark.Von welchen zwei Dekaden sprechen Sie eigentlich?
Mir ist die DDR jetzt mal wurst, aber: Sehen Sie diese "sehr gute Wirtschaftslage" tatsächlich so rosig, umfänglich und nahhaltig? "Wir" pumpen anderen Geld, damit sie "unseren" Kram kaufen können. "Wir" finanzieren per Steuern Arbeitsplätze. "Wir" akkumulieren Geld in schwindelerregendem Maß und Geschwindigkeit in wenigen Händen, haben für die Zukunft nichts beiseite gelegt, stehen aber gleichzeiig vor enormen, nicht einmal diskutierten Aufgaben und können nicht einmal mehr 1 Monat einschätzen, was sein wird - und subsummieren das unter "wir haben eine sehr gute Lage" ? Ich ziehe einfach mal die Brauen hoch ob soviel Optimismus und hm.... solch sehr spezieller Einschätzung.
Zitat von Inaktiver User
-
22.05.2011, 00:14
-
22.05.2011, 08:08Inaktiver User
AW: Abgehängt - Armut in Deutschland
hier nachzulesen
Tatsächlich hat das nun wieder nichts mehr mit dem Thema zu tun. Deshalb, auch hier wieder wird sich mit Peripherie ausführlich beschäftigt, während man das was wirklich AKTUELL im Land passiert offensichtlich nicht beachten möchte.
#174 WuesterGrobi-
Genau um das hier geht es nämlich :Vielleicht sollte das mal Gegenstand der Diskussion werden ?Mir ist die DDR jetzt mal wurst,
(Anm:mir auch)
aber: Sehen Sie diese "sehr gute Wirtschaftslage" tatsächlich so rosig, umfänglich und nahhaltig? "Wir" pumpen anderen Geld, damit sie "unseren" Kram kaufen können. "Wir" finanzieren per Steuern Arbeitsplätze. "Wir" akkumulieren Geld in schwindelerregendem Maß und Geschwindigkeit in wenigen Händen, haben für die Zukunft nichts beiseite gelegt, stehen aber gleichzeiig vor enormen, nicht einmal diskutierten Aufgaben und können nicht einmal mehr 1 Monat einschätzen, was sein wird - und subsummieren das unter "wir haben eine sehr gute Lage" ? Ich ziehe einfach mal die Brauen hoch ob soviel Optimismus und hm.... solch sehr spezieller Einschätzung.
-
22.05.2011, 08:51Inaktiver User
AW: Abgehängt - Armut in Deutschland
Ich sehe die Lage keineswegs rosig, aber Deutschland steht von allen Ländern in der EU derzeit am besten da. Natürlich besteht akuter Handlungsbedarf. Aber glauben Sie im Ernst, Parteien wie die Linke, die vor allem aus einem zusammengewürfelten Haufen besteht, könnten im Handumdrehen alle Probleme lösen? Da fehlt schlicht die Kompetenz.
Ich bin im Gegensatz zu Ihnen nicht der Meinung, schlimmer könne es nicht mehr werden: es könnte sehr wohl noch sehr viel schlimmer werden. Eine inkompetente, ideologisch verblendete Regierung wäre der beste Weg ins totale Chaos.
Ich staune, mit wie viel Schulterzucken hier die DDR und ihre Wirtschaftslage abgetan wird, so nach dem Motto: das ist doch alles Schnee von gestern. Ist es das? Haben Sie eine Ahnung, wie viele Milliarden da reingepumpt wurden? Und Sie halten einen Staat, der mal eben 15 Mio Leute samt einem völlig herunter gekommenen Staatsgebiet übernimmt und es in Rekordzeit saniert, für desolat? Das hätte kein anderer Staat in Europa geschafft.
Nicht zu vergessen die vielen Rentner, die niemals in die Rentenkasse eingezahlt haben (Ex-DDR, Russlanddeutsche) und die jeden Monat ihr Geld kriegen. Und dieser Staat soll nicht leistungsfähig sein?
-
22.05.2011, 10:04Inaktiver User
AW: Abgehängt - Armut in Deutschland
OT: Nee, ick kenn nur IM Schrippe aussem Kirchenchor, der war Bäcker und hat die Stasi beliefert. Dafür schämt er sich heute noch!

"IM Erika" - wenn da was dran wäre, stünde kein Fragezeichen hinter diesem Internet-Gerücht. Dieses Gerücht taucht im übrigen auf keiner glaubwürdigen Website auf.
-
22.05.2011, 15:43Inaktiver User
AW: Abgehängt - Armut in Deutschland
Ich bin ja heilfroh, daß die bisherige Kompetenzgarde alles so gut bestellt hinterläßt. Erinnert mich an unseren Gutti mit seinem "wolhbestellten Haus". Mich nervt mittlerweile massiv, daß User wie Sie hier auch mit einer Schnippischheit Kompetenz absprechen, um einen Thread weiter in`s große Rätselraten einzustimmen was zu tun oder zu lassen sei beim Schlamassel den die "Kompetenten" anrichteten und sicher nicht lösen werden. Ich behaupte ja nicht, daß Partei X "schnell eine Lösung" hätte aber ich gebe zu bedenken, daß es durchaus richtige Ansätze gibt, die verhindert werden. Interessanterweise ist es mit der Bürger der es verhindert und kurz darauf schimpft, weil der Problemhaufen trotzdem größer wird. Pispers hat dazu ganz treffend was gesagt.
Ich schrieb nichts von schlimm oder weniger schlimm. Nur davon, daß Ihre "gute Wirtschaftslage" nicht den Umständen entspricht.Ich bin im Gegensatz zu Ihnen nicht der Meinung, schlimmer könne es nicht mehr werden: es könnte sehr wohl noch sehr viel schlimmer werden.
Welche Ideologie liegt denn bei den "Volksparteien" vor? Liegt vielleicht dort Verblendung vor, wenn es sich nur noch um Wirtschaft "Arbeit um jeden Preis" dreht, egal welche Kollateralschäden entstehen? Haben wir kompetente Leute an der Spitze? Wir sprechen uns wieder in sagen wir einem halben Jahr (richten wir einen Turnus ein) und machen Bestandsaufnahme. Und dann sehen wir mal, wie sich alles entwickelt.Eine inkompetente, ideologisch verblendete Regierung wäre der beste Weg ins totale Chaos.
Ich habe nichts von "nicht leistungsfähig" geschrieben. Unterstellen Sie mir bitte nichts. Was meinen Sie denn was alles geplündert wurde, um das zu finanzieren? Und die noch nicht einmal erwirtschafteten Leistungen der Zukunft (Kinder) sind schon verplant und ausgegeben. Ich könnte mir vorstellen, daß die uns mal den Vogel zeigen ob unserer "Kompetenz", einen Vorgeschmack bietet Spanien ja bereits. Übrigens wird daran gearbeitet, das Umlagesystem der Rente vollends kaputt zu machen - das wird noch sehr interessant werden.Nicht zu vergessen die vielen Rentner, die niemals in die Rentenkasse eingezahlt haben (Ex-DDR, Russlanddeutsche) und die jeden Monat ihr Geld kriegen. Und dieser Staat soll nicht leistungsfähig sein?
-
22.05.2011, 16:11Inaktiver User
AW: Abgehängt - Armut in Deutschland
Bevor Sie hier nur Dampf ablassen: wie sähe denn Ihre Lösung aus? Und wer wären die Erneuerer, die Deutschland retten könnten?
Über Mindestlöhne ließe sich diskutieren, nur ist auch dieses Thema nicht so einfach: in Spanien und Frankreich gibt es Mindestlöhne; die Arbeitslosigkeit hat dadurch eher noch zugenommen, weil die AG weniger Leute einstellen oder schwarz arbeiten lassen.
Ausserdem sind die Lebenshaltungskosten innerhalb Deutschlands sehr unterschiedlich: ein Mindestlohn, von dem man in MeckPomm gut leben kann, würde in BaWü nicht zum Leben reichen.



Zitieren
