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    Arbeitspflicht Alleinerziehender

    In der Zeitung lese ich heute auf der Titelseite:

    Babyboom bleibt bislang aus


    Der ersehnte Babyboom blieb in Deutschland bislang aus - auch wenn die Bundesrepublik im Vergleich zu den anderen Industriestaaten recht viel in ihre Familien investiert. Dies geht aus dem neuen OECD-Familienbericht über die Förderung und Lebenssituation von Eltern hervor.


    BERLIN - Elterngeld, Krippenausbau und Steuererleichterung für Familien haben in Deutschland immer noch nicht zu dem gewünschten deutlichen Geburtenanstieg geführt. Dies geht aus dem neuen OECD-Familienbericht über die Förderung und Lebenssituation von Eltern in den 33 wichtigsten Industrienationen hervor. Mit einer Geburtenrate von 1,36 Kindern pro Frau liegt Deutschland um einiges unter dem OECD-Schnitt von 1,74. Seit 1983 war die Geburtenrate in der Bundesrepublik nicht höher als 1,5 Prozent.

    Was mag das wohl für einen Grund haben?
    Wird doch nicht doch was dran sein, an dem was Gabriele Pauli gesagt hat?

    MIt Zahlen und (Be)zahlen allein bringt man keinen Mann und keine Frau dazu, sich Kinder zu wünschen. Familie braucht Zeit und Raum für Liebe. Liebe findet man in keinem Kinderhort.

    Dabei gibt Deutschland im Vergleich mit anderen Industrienationen nicht wenig Geld für seine Familien aus, heißt es in dem von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch im Internet veröffentlichen Familienreport. Zur Unterstützung der Eltern sowie für Betreuung und Bildung eines Kindes bis zum 18. Lebensjahr investiert der Staat hierzulande 146.000 Euro. Im OECD-Schnitt sind dies nur 124.000 Euro.

    Frauen gebären immer später
    Als einen Grund für die niedrige deutsche Geburtenrate führt der Bericht an, dass die Frauen in der Bundesrepublik mit der ersten Schwangerschaft immer länger warten.
    Das als Grund zu benennen, ist, als würde man sagen "der Motor geht nicht mehr, weil er kaputt ist."
    Warum fragt man hier nicht weiter: Ja warum wollen denn Frauen erst so spät, wenn überhaupt Kinder?
    Ich wage mal eine Antwort (Frauen, widersprecht mir, wenn ich mich irre!):
    Man hat es in Deutschland schwer, so viel zu verdienen, dass man es sich leisten kann, zu entscheiden ob man sein Kind selber erziehen will oder es in einer staatlichen Anstalt erziehen zu lassen. Hat man es dann endlich geschafft, ist man auch so geschafft, dass man einfach nicht mehr die Kraft hat, jetzt nochmal eine neues Projekt 'Familie' zu starten - vielleicht noch mit möglichst vielen Kindern.

    Im Schnitt bekommen sie ihr erstes Baby mit 30. Mehr als 40 Prozent der deutschen Frauen zwischen 25 und 49 leben in einem kinderlosen Haushalt (OECD-Schnitt: 34 Prozent.


    "Je höher die akademische Bildung einer Frau desto wahrscheinlicher ist es, dass sie ihren Kinderwunsch aufschiebt", führen die OECD-Familienforscher an. "Denn Kinder gehen in Deutschland häufig zu Lasten der Karriere und der finanziellen Ausstattung einer Frau." Wegen des «Karriereknicks» in der Erziehungsphase erzielen Frauen mit Kindern weniger als die Hälfte des Lebenseinkommens einer kinderlosen Frau. Verglichen wurden ähnliche Berufsgruppen. Auch die Einkommensunterschiede zwischen Mann und Frau sind in Deutschland besonders ausgeprägt. Sie betragen im Schnitt 25 Prozent (OECD: 16 Prozent),
    ...ein weiterer Grund für die Gebärunlust.

    __________________________________

    Zumindest was diesen Grund betrifft, geht es auch anders:
    Dagegen demonstrierten die skandinavischen Länder durch "eine stärkere private und berufliche Gleichheit der Geschlechter", dass eine gute Ausbildung und eine hohe Beschäftigungsquote der Frauen nicht automatisch zu einer niedrigen Geburtenrate führen muss, heißt es in dem Bericht.

    Deutschland auf Platz 12
    Im Staatenvergleich der finanziellen Aufwendungen für Familien belegt Deutschland mit knapp 2,8 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes (BIP/2007)) den 12. Platz von 33. Am meisten investieren Frankreich, Dänemark und Großbritannien in ihre Familien - mit einem BIP-Anteil von jeweils über 3,5 Prozent. In Korea fließen rund 0,5 Prozent, in den USA sind es 1,2 Prozent.


    Die hohe Förderung hilft laut Bericht, in Deutschland die Kinderarmutsrate mit 8,3 Prozent relativ niedrig zu halten (OECD-Schnitt: 12,7 Prozent). Mit 3,7 Prozent ist sie in Dänemark am niedrigsten. Laut dem jüngsten Bildungsbericht von Bund und Ländern sind in Deutschland 3,4 Millionen Kinder von Armut bedroht.


    Anders als andere Staaten setzt Deutschland bei der Familienförderung sehr stark auf sein Steuersystem. Ein Drittel aller Leistungen fließen hierzulande über Steuererleichterungen an die Eltern, Im OECD-Schnitt sind dies nur zehn Prozent. Andere Staaten investieren mehr in die Strukturen wie Kinderbetreuung und Ganztagsschulen. Deutschland ist laut Bericht auch der einzige Industriestaat, der über das Ehegattensplitting bei der Steuer Alleinverdiener-Familien bevorzugt.


    Trotz ihres Ausbaus habe die Betreuung der Kinder in Deutschland immer noch Mängel, heißt es weiter. So seien die Öffnungszeiten der Kindergärten oft nur kurz. Der Anteil der Kinder, die die Angebote nutzten, sei im Vergleich mit anderen Industrienationen eher niedrig. Ähnliches gilt auch für die Nachmittags-Betreuung der Grundschüler. Sie wird in Deutschland laut Familienbericht bisher nur von zehn Prozent der Kinder in Anspruch genommen.


    (dpa)
    __________________________________________________ __________________________

    Die beste Möglichkeit, wie man jungen Menschen ein Familienleben schmackhaft machen kann, ist, ihnen ein Familienleben auch zu ermöglichen.

    Aber ein jüngstes Gerichtsurteil und längst gängige Praxis bewirkt genau das Gegenteil:


    BGH-Urteil: Der Hort ersetzt die Eltern


    Kein Hort der Welt kann die Liebe der Eltrern ersetzen.
    Aber wie Gabriele Pauli trefflich feststellte, ist Liebe in der Politik und in unseren Gesetzen nicht vorgesehen.
    Aber ohne Liebe stirbt ein Volk nunmal aus.
    Das ist kein Vorwurf, das ist eine Feststellung von Konsequenzen einer Entscheidung, die per Gericht getroffen wurde.

    Als unsere Kinder in die Schule kamen, schickten auch wir sie in den Hort, weil wir dachten, wir täten ihnen was Gutes damit.
    Die große Tochter ging sehr gerne in den Hort.
    Deshalb wollten auch die Jungs dort hin, als sie "endlich" in die Schule durften.
    Aber nach eineinhalb Jahren hatten sie von diesem stupiden Hort die Nase so gestrichen voll, dass sie uns bettelten "holt uns da wieder raus!"
    Heute sind alle drei, die noch zu Hause sind, soweit, dass sie sich auch selber mal ein Mittagessen kochen können.
    Und ohne dass wir das extra sagen müssen, wird die Küche aufgeräumt, die Wohnung saubergehalten, werden Hausaufgaben selbständig gemacht und gegenseitig kontrolliert. Schon seit Jahren verdienen sie sich ihr Taschengeld mit 'Zeitungen austragen', womit sie sich ihre Klamotten nach Wahl kaufen dürfen oder ihre Hobbys finanzieren, soweit das möglich ist. Ab und zu gibts natürlich elterlichen Zuschuss. Und meistens halten sie sich an die ausgemachte Zeit, die sie vor dem PC hocken dürfen, ohne dass wir das kontrollieren müssen.
    Es zeichnet sich ab, dass aus ihnen selbständige Menschen werden, die sich im Leben behaupten können und fähig sind, Liebe die sie von uns Eltern erhalten haben, weiter zu geben.
    Einem Hort würde ich das niemals zutrauen.
    Wenn es auch für uns Eltern eine Erleichterung gewesen wäre, so taten sie uns leid und wir gaben schließlich doch nach und erziehen seit dem unsere Kinder wieder selber.

    Wären unsere Kinder heute noch im Erstklässler-Alter, müssten wir ihnen sagen, "tut uns leid, wir würden euch gerne zu Hause lassen, aber der Richter hat's befohlen - ihr MÜSST in den Hort!"

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    Hartz IV Forum - BGH verschärft Arbeitspflicht Alleinerziehender

    BGH verschärft Arbeitspflicht Alleinerziehender

    Vorbei ist's mit der Gleichheit vor dem Gesetz:
    Nur wer es sich leisten kann, darf selber entscheiden, von wem er seine Kinder erziehen lassen will.

    Vorbei ist's mit der freien Persönlichkeitsentfaltung:
    Der Staat bestimmt, ab welchem Einkommen jemand sein Kind so erziehen darf, wie er es für richtig hält.

    Vorbei ist's mit dem 'besonderen Schutz der Familie':
    Den genießt nur, wer genug verdient, um seine Kinder selbst zu erziehen.

    Ich frage mich, wie so ein Mensch mit Null Familiensinn Richter sein kann.
    Warum geht sojemand nicht Putzen - da kann er weniger Schaden anrichten.
    Ich finde dieses Urteil eine Frechheit!
    Das ist eine weitere Abwertung der Arbeit, die ein Elternteil an seinen Kindern verrichtet.
    Das ist eine Abwertung der Familie schlechthin.
    Anstelle dieser Frau würde ich dieses Urteil, welches einem richterlich verordneten Kindesentzug gleichkommt, niemals hinnehmen.
    Sie ist ja jetzt gezwungen, ihr Kind in staatliche Obhut zu geben, ob sie will oder nicht.
    Tut sie es nicht und bleibt bei ihrem Kind zu Hause, werden ihr staatliche Leistungen und der Unterhalt des Vaters entzogen.
    Deshalb stellt dieses Urteil eine richterlich legitimierte Erpressung dar.








    Geändert von Streuner (28.04.2011 um 19:45 Uhr)

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    AW: Arbeitspflicht Alleinerziehender

    Lieber Streuner,

    da hast du dir aber viel Arbeit gemacht und einen umfangreichen Beitrag zusammengestellt. Respekt!

    Ich kann deinen Gedanken durchaus folgen und in einigen gehe ich konform mit deinen Einschätzungen. Laß mich noch zwei mögliche Ursachen für die niedrige Geburtenrate anfügen:

    1.
    Leider scheuen viele Männer auch die Verantwortung, die eine Familie bzw. Kinder mit sich bringt. Ich selbst, sowie viele meiner Freundinnen im "gefährlichen Alter" ab ca. 30 mußten als Singles erleben, daß Herren davor zurückschrecken, mit ihnen eine Beziehung einzugehen, weil womöglich die biologische Uhr ticken könnte. Meist natürlich eher unterschwellig, aber teilweise sogar deutlich geäußert. Finde ich schon ziemlich traurig. Und wohl keine verantwortungsvolle Frau wird sich dann trotzdem schwängern lassen oder sich sonst irgendwie einen Erzeuger "beschaffen".

    2.
    Mal abgesehen von finanziellen Notwendigkeiten oder gesetzlichen Vorschriften, das Ansehen von Menschen, die ihre Berufstätigkeit zurückstellen, um ausschließlich ihr/e Kind/er zu betreuen ist leider immer noch nicht besser geworden. Die sogenannte "Nur-Hausfrau" (alleine dieses abwertende "nur" treibt mich schon auf die Palme) wird oftmals mitleidig belächelt, herablassend betrachtet oder gar als Sozial-Schmarotzerin beschimpft. Und auch den Herren gehts nicht besser. Der "Hausmann" hat immer noch den Nimbus des Versagers, der's im Job nicht bringt oder bei seiner Alten zu sehr unter dem Pantoffel steht. Ganz abgesehen davon, daß natürlich Kindererziehungszeiten sich nicht gerade positiv im Rentenkonto bemerkbar machen.

    Jedenfalls wird in Deutschland vom Gesetzgeber, den Arbeitgebern und der Gesellschaft allgemein alles dafür getan, daß sich die Leute es dreimal überlegen, ob sie Nachwuchs in die Welt setzen. Ich glaube nicht, daß sich die Geburtenrate grundlegend ändern wird, bevor nicht auch ein grundlegendes Umdenken in Politik und Gesellschaft stattfindet.
    Altern ist keine Strafe, sondern eine Gnade.
    Bedenke dies, wenn du das nächste Mal über ein Fältchen jammerst.



  3. gesperrt

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    AW: Arbeitspflicht Alleinerziehender

    Zitat Zitat von Sia Beitrag anzeigen
    Lieber Streuner,

    da hast du dir aber viel Arbeit gemacht und einen umfangreichen Beitrag zusammengestellt. Respekt!
    Danke

    Mir liegt eben was an der Gesellschaft.

    Ansonsten kann ich Deinen Beitrag nur unterstreichen!
    Geändert von Streuner (28.04.2011 um 20:39 Uhr)

  4. Moderation

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    AW: Arbeitspflicht Alleinerziehender

    Ich sehe es ein wenig differenzierter. Ich kann auch nicht sagen, dass ich in einem 200 qm Bungalow mit Swimming Pool und 1000 qm Garten wohnen will, wenn ich es mir nicht leisten kann. Ebenso muss ich arbeiten und mein Kind u. U. im Hort unterbringen, wenn ich nicht von Beruf Tochter bin oder so viel verdiene, dass ich mir eine Nanny leisten kann.

    Die Erfahrungen, die du mit dem Hort gemacht hast, habe ich auch gemacht. Es gab einen Punkt, da hatten meine die Nase vom Hort voll und wollten lieber alleine zu Hause sein. Dass es zu Hause ganz gut geklappt hat, dass man sich so auf die Kinder verlassen konnte, hat aber sicher auch damit zu tun, dass sie wussten, dass die Alternative der Hort ist - den wollten sie unter keinen Umständen. Meine Kinder sind sehr selbständig geworden. Es hat ihnen weder Kindergarten und Hort geschadet, noch dass sie irgendwann alleine zu Hause waren.

    Größeres Problem ist bis heute, dass die Kinderbetreuung nicht durchgehend gewährleistet ist. Wenn die Krippenzeit vorbei ist, wird es "spannend", ob man einen Kindergartenplatz bekommt. Nach der Kindergartenzeit zittert man wieder, ob man einen Hortplatz bekommt. Und in der Zwischenzeit malt man sich Horrorszenarien aus, "was ist wenn". Und die Betreuungszeiten von 8 bis 17 Uhr sind für die meisten Arbeitszeiten auch nicht unbedingt kompatibel, bedeutet es doch, dass die meisten Frauen spätestens um 16:15 Uhr ihren Arbeitsplatz verlassen müssen.

    Neben diesen Problemen muss man sich bis heute dann auch noch die Frage gefallen lassen, weshalb man denn überhaupt Kinder hätte, wenn man sie dann fremdbetreuen lasse. Ich finde nicht, dass ich meine Kinder nicht erzogen hätte. Meine Kinder bescheinigen mir auch, dass ich es in der schwierigen Situation als alleinerziehende Mutter richtig gut gemacht habe. Es ist schwierig. Hätte ich keine Kinder gehabt, wäre vieles einfacher gewesen. Vielleicht schreckt so manche Frau auch die Ungewissheit, wie es für sie weitergehen soll, wenn sie erst einmal Mutter ist. Das in Addition mit geringerer Bezahlung und schlechteren Berufschancen bewirkt wohl, dass viele Frauen sich lieber nicht mit der Verantwortung eines Kindes "belasten".
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
    - Ich habe meinen Sport gefunden.


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  5. Inaktiver User

    AW: Arbeitspflicht Alleinerziehender

    Danke für den Beitrag, Streuner.

    Ich hab es ja nun durch, alleinerziehend mit 3 relativ kleinen Kindern (bei der Trennung 2, 4 und 6 Jahre alt) und immer teilzeit im Beruf.

    Für mich und die Kinder war es Stress pur, auch wenn wir das klar immer irgendwo hingekriegt haben. Aber schönes Leben geht anders...

    Ich kann mich nur wundern, wieviel Frauen bereit sind sich das schönzureden, denn dass man die x-fache Belastung hat wie jemand ohne Kinder ist ja wohl klar. Und ich bin mir sicher, dass viele sogenannte "Leistungsträger" schnell das Handtuch werden würden, weil sie der permanenten Belastung nicht gewachsen sind, unstrukturiert und oft auch unorganisierbar wie das mit Kindern eben ist. Aber als Mutter kann man das halt nicht, da muss man halt auch im Job Leistung bringen, auch wenn das dritte Kind hintereinander einen Magen-Darm-Virus hat und man seit Nächten nichts anderes macht als Bettwäsche wechseln und Bad putzen... Nur so als Beispiel.

    Niemand muss seinem Kind 18 Jahre Händchen halten - aber schon nach drei Jahren Vollzeit arbeiten gehen find ich schon viel verlangt. Und ich frag mich ob die die das fordern das auch alle so easy vorleben... Ohne Partner, ohne Großeltern, mit wenig Geld.

  6. gesperrt

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    AW: Arbeitspflicht Alleinerziehender

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Danke für den Beitrag, Streuner.

    Ich hab es ja nun durch, alleinerziehend mit 3 relativ kleinen Kindern (bei der Trennung 2, 4 und 6 Jahre alt) und immer teilzeit im Beruf.

    Für mich und die Kinder war es Stress pur, auch wenn wir das klar immer irgendwo hingekriegt haben. Aber schönes Leben geht anders...

    Ich kann mich nur wundern, wieviel Frauen bereit sind sich das schönzureden, denn dass man die x-fache Belastung hat wie jemand ohne Kinder ist ja wohl klar. Und ich bin mir sicher, dass viele sogenannte "Leistungsträger" schnell das Handtuch werden würden, weil sie der permanenten Belastung nicht gewachsen sind, unstrukturiert und oft auch unorganisierbar wie das mit Kindern eben ist.
    Weil sie das selber nicht schaffen, trauen sie das auch keinem Anderen zu, der das gerne möchte.
    Deshalb wollen sie für die ganze Bevölkerung Erziehungsanstalten schaffen, damit die Kinder staatskonform erzogen werden.
    Aber man vergisst dabei, dass man Liebe nicht staatlich verordnen kann.
    Und ohne Liebe stirbt ein Volk langfristig.
    Das war schon immer so.
    Denkt zurück...!

    Aber als Mutter kann man das halt nicht, da muss man halt auch im Job Leistung bringen, auch wenn das dritte Kind hintereinander einen Magen-Darm-Virus hat und man seit Nächten nichts anderes macht als Bettwäsche wechseln und Bad putzen... Nur so als Beispiel.
    Ein Mann wird nie eine Mutter ersetzen können und eine Frau keinen Vater.
    Und schon gar kein Lehrer oder Aufseher die Eltern.

    Niemand muss seinem Kind 18 Jahre Händchen halten - aber schon nach drei Jahren Vollzeit arbeiten gehen find ich schon viel verlangt. Und ich frag mich ob die die das fordern das auch alle so easy vorleben... Ohne Partner, ohne Großeltern, mit wenig Geld.
    Hast schon mal diese umgebauten Sackkarren gesehen, mit denen Kleinstkinder Gassi geführt werden?
    Da sieht man nicht selten ein Kind mit dabei, welches unaufhörlich und herzzerreissend nach der Mama schreit.
    Aber das Kind muss sich gedulden und so lange den (womöglich staatlich verordneten) Liebesentzug aushalten. Über die Spätfolgen macht sich niemand Gedanken. Macht sich überhaupt jemand Gedanken über die seelischen Schmerzen, welches dieses Kind und sehr oft auch die Mutter erleidet?

    Stimmt, was es nicht umbringt, macht es härter.
    Ist das so gewollt?

  7. User Info Menu

    AW: Arbeitspflicht Alleinerziehender

    Ich glaube nicht, daß man es verallgemeinern kann, daß Kinder grundsätzlich leiden, wenn sie auch von anderen (Großeltern, sonstige Verwandte, Tagesmütter, Hort und ähnliches, etc.) betreut werden. Ich denke schon, daß das auch individuell zu sehen ist. Aber individuell heißt eben auch, daß die Eltern selbst entscheiden sollten, wie sie ihre Kinder aufwachsen lassen wollen. Und wenn diese Entscheidung durch gesetzliche Vorgaben oder gesellschaftlichen Druck nicht frei getroffen werden kann, dann finde ich das echt bedenklich.

    Meine Vorschreiberinnen mit Erfahrung als Alleinerziehende haben es glaube ich recht treffend beschrieben, daß es eine verdammt harte Belastung sein kann, alles unter einen Hut zu bringen. Ich bezweifle, daß es für die Gesellschaft, Arbeitgeber, das persönliche Umfeld, natürlich die Kinder und vor allem für die Betroffenen selber eine gesunde Sache ist, sich derart zerreißen zu müssen. Leider haben viele Menschen einfach keine Wahl, da sie aus finanziellen Gründen auf eine Berufstätigkeit nicht verzichten können. Und das sind überwiegend doch wohl nicht diejenigen, die sich Pool und Mehrfachurlaub im Jahr leisten wollen.
    Altern ist keine Strafe, sondern eine Gnade.
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  8. Moderation

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    AW: Arbeitspflicht Alleinerziehender

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Deshalb wollen sie für die ganze Bevölkerung Erziehungsanstalten schaffen, damit die Kinder staatskonform erzogen werden.
    Aber man vergisst dabei, dass man Liebe nicht staatlich verordnen kann.
    Und ohne Liebe stirbt ein Volk langfristig.
    Das war schon immer so.
    Denkt zurück...!


    Ein Mann wird nie eine Mutter ersetzen können und eine Frau keinen Vater.
    Und schon gar kein Lehrer oder Aufseher die Eltern.
    Das ist schon sehr polemisch. Ein Kind, das in Kindergarten oder Hort geht, wird doch deshalb nicht geliebt. Wenn die Eltern die Kinder lieben dann doch unabhängig von der Betreuung. Eine Erzieherin behandelt Kinder in der Regel auch liebevoll. Was heißt staatskonform erzogen? Ich behaupte auch von mir, dass ich meine Kinder "staatskonform" erziehe.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
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  9. Moderation

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    AW: Arbeitspflicht Alleinerziehender

    Zitat Zitat von Sia Beitrag anzeigen
    Leider haben viele Menschen einfach keine Wahl, da sie aus finanziellen Gründen auf eine Berufstätigkeit nicht verzichten können. Und das sind überwiegend doch wohl nicht diejenigen, die sich Pool und Mehrfachurlaub im Jahr leisten wollen.
    Wer nicht reich geboren ist, hat nie eine Wahl. Ich muss für meinen Lebensunterhalt arbeiten. Wenn ich Kinder habe, muss ich auch für deren Unterhalt arbeiten. Was ist daran eigentlich diskussionswürdig?
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
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    AW: Arbeitspflicht Alleinerziehender

    Zitat Zitat von Sia Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht, daß man es verallgemeinern kann, daß Kinder grundsätzlich leiden, wenn sie auch von anderen (Großeltern, sonstige Verwandte, Tagesmütter, Hort und ähnliches, etc.) betreut werden. Ich denke schon, daß das auch individuell zu sehen ist. Aber individuell heißt eben auch, daß die Eltern selbst entscheiden sollten, wie sie ihre Kinder aufwachsen lassen wollen. Und wenn diese Entscheidung durch gesetzliche Vorgaben oder gesellschaftlichen Druck nicht frei getroffen werden kann, dann finde ich das echt bedenklich.

    Meine Vorschreiberinnen mit Erfahrung als Alleinerziehende haben es glaube ich recht treffend beschrieben, daß es eine verdammt harte Belastung sein kann, alles unter einen Hut zu bringen. Ich bezweifle, daß es für die Gesellschaft, Arbeitgeber, das persönliche Umfeld, natürlich die Kinder und vor allem für die Betroffenen selber eine gesunde Sache ist, sich derart zerreißen zu müssen. Leider haben viele Menschen einfach keine Wahl, da sie aus finanziellen Gründen auf eine Berufstätigkeit nicht verzichten können. Und das sind überwiegend doch wohl nicht diejenigen, die sich Pool und Mehrfachurlaub im Jahr leisten wollen.
    Sag ich doch, das haben sich einige Reiche (nicht alle sind schlecht) schon so eingerichtet, dass nur sie die Wahl haben, wie sie ihre Kinder erziehen.
    Das Fußvolk hat denen zu gehorchen, an dessen Geldtropf sie gehängt werden.
    Das fängt schon damit an, wenn man sich zum Hatz-IV-Empfänger bekennt und sogleich einem um die Ohren gehauen wird: "Du lebst von UNSEREM Geld!"

    Geschickt ausgeklügelt: So gehorchen immer die mit weniger Geld denen mit mehr Geld.
    Und jeder, der Geld hat, macht dieses Spiel mit - ob er will oder nicht. Manchmal merkt er es gar nicht, dass er Teil dieses Spiels ist.

    Das ist die Macht des Geldes.
    Schaut Euch diese Shows an, wie sich die Leute zum Affen machen, wegen dem Geld.
    Wer mit den Scheinen wedelt, der kann alle hinter sich herziehen.

    Mit dem Geld hat "ER" die Menschen in der Hand.
    Wo Geld ist, ist auch Sex - und umgekehrt - und vieles mehr was glänzt.

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