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Thema: Financewatch
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15.04.2011, 09:38
AW: Financewatch
Ich bin, also denke ich
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15.04.2011, 11:16Inaktiver User
AW: Financewatch
Einige der Organisationen können sicher auch gute Expertise mitbringen. Allerdings spricht die Beteiligung von Fachgewerkschaften nicht dafür, dass die Verantwortung für Fehler bei den Banken gesucht wird: Die werden sich bemühen Arbeitsplätze auf Kosten der Allgemeinheit zu erhalten.
Das Hauptproblem ist aber, dass auch die meisten Leute innerhalb der Bankenwelt viele der Produkte, die zu den Schwierigkeiten geführt haben, nicht verstehen. Und das gilt sicher auch für die Gewerkschaftsfunktionäre.
Eine Maßnahme wäre, dass zumindest die Öffentliche Hand verpflichtet würde, sich bei Geldanlagen auf "konventionelle" Produkte zu beschränken statt dass sich irgendwelche Kämmerer auf Finanzspielchen einlassen, die sie selbst nicht durchschauen (wie u.a. in Leipzig).
Und hier würde es zunächst schon mal ausreichen, wenn die Mitglieder der kommunalen Parlamente sich ausreichend informieren und Risiken frühzeitig anprangern.
Und es wäre hilfreich, wenn internationale Maßnahmen wie die Stützung von Griechenland, Irland & Co. klar mit einem "haircut" verbunden wären, und die Verantwortung für die entsprechenden Verluste bei den Banken von den Profiteuren übernommen würden statt von der Öffentlichkeit. Also den Bankvorständen und den Investoren, die meinen, auch bei Zinssätzen von 10% Anspruch auf volle Rückzahlung des Kapitals zu haben. Und wenn die Oma um die Ecke auch so gierig ist, dann muss auch sie die entsprechenden Verluste tragen.
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15.04.2011, 13:43
AW: Financewatch
@Djgm01
Die Banken ficht ein „haircut“ überhaupt nicht an.
Die Anleihen für die PIGS haben eine begrenzte Laufzeit, genau bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Bürgschaften der EZB auslaufen.
Das bedeutet nichts anderes, als das die Staaten pleitegehen, wir zahlen aufgrund der Bürgschaften und die Banken bekommen ihr volles Geld
Anleihen die über diese Laufzeit hinausgehen sind schon jetzt kaum noch platzierbar und wenn, dann nur noch mit einem Zinssatz von über 10%, ergo leihen sich die PIGS sich nur kurzfristig Geld.
Das ist doch der Hintergrund, weshalb hier nervös versucht wird den Bürgschaftsrahmen auf ultimo auszuweiten, andernfalls ist nach dem Auslaufen der Bürgschaften Schluss in diesen Ländern, es knallt sehr laut aber dafür kurz.
Ohne neu Schulden können die die alten Schulden nicht zurückführen, die Bürgschaften werden damit fällig, wir zahlen also deren Schulden und diese Staaten haben definitiv kein Geld mehr zur Verfügung um ihr Strukturen, wie Löhne, Gehälter öffentliche Aufgaben zu zahlen, weil sie ja kein neues Geld bekommen.
Entweder dieses Szenario oder wir zahlen für die weiter. Das haben viele noch nicht kapiert.
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16.04.2011, 16:37
AW: Financewatch
Immer dieses erpresserische Arbeitsplatzargument.
Ich kann es nicht mehr hören!!!
Als gäbe es nichts wichtigeres als einen Arbeitsplatz um jeden Preis.
Ich lese immer wieder heraus, dass die Guten zu dumm sind, um die Machenschaften der Bösen zu durchschauen.Das Hauptproblem ist aber, dass auch die meisten Leute innerhalb der Bankenwelt viele der Produkte, die zu den Schwierigkeiten geführt haben, nicht verstehen. Und das gilt sicher auch für die Gewerkschaftsfunktionäre.
Oder ist es wirklich so, dass, wenn ein Guter die Tricks der Bösen durchschaut hat, erkennt, dass man mit den bösen Machenschaften "Schweine"-Geld machen kann, dann der Versuchung nicht mehr widerstehen kann, und die Fronten wechselt?
Klar, damit diese Spielchen nur noch den Privaten vorbehalten sind.Eine Maßnahme wäre, dass zumindest die Öffentliche Hand verpflichtet würde, sich bei Geldanlagen auf "konventionelle" Produkte zu beschränken statt dass sich irgendwelche Kämmerer auf Finanzspielchen einlassen, die sie selbst nicht durchschauen (wie u.a. in Leipzig).
Ist nicht sogut wie jede Bank in Privatbesitz - die aber von der öffentlichen Hand, dem Bürger, finanziert wird?
Das wäre zwar wünschenswert, aber ausreichen würde das nicht.Und hier würde es zunächst schon mal ausreichen, wenn die Mitglieder der kommunalen Parlamente sich ausreichend informieren und Risiken frühzeitig anprangern.
Staatliche Gelder, also das Geld jedes Bürgers, muss in der Hand des Staates bleiben - bzw. gehört dort wieder hin.
Deshalb haben Banken in privaten Händen nichts zu suchen.
Wer freiwillig sein Geld einem Privatmann anvertrauen will, soll dies tun dürfen.
Eine Staatsbank aber darf mit privaten Banken ohne Einwilligung aller Bürger keine Geschäfte machen.
Das würde ich als verantwortungsbewussten und vertrauenswürdigen Umgang mit dem Privatvermögen des Bürgers und als ebensolches Regieren bezeichnen.
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16.04.2011, 16:41
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17.04.2011, 04:15
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17.04.2011, 05:40
AW: Financewatch
Schäuble: Keine Pläne für Griechenland-Umschuldung - Finanztreff
Das, was der Schäuble hier versucht macht das Problem transparent.
Wenigstens hat er erkannt, dass wir nicht weiter bürgen dürfen.
Er versucht das Geld der deutschen Banken zu retten, warum wohl.
Nicht uneigennützig, die Altervorsorge der Deutschen liegt bei den Banken.
Das ist Erpressungspotential.
Die Geschäftsbanken sind in dem Problem der amerikanischen Banken bis zur Krise 29 gefangen.
Wir müssen das Geschäft einer Geschäftsbank und Investmentbank strikt trennen.
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29.04.2011, 16:32
AW: Financewatch
stimme absolut zu. für mich es auch nicht gerade ein ausweis von denk- und urteilsfähigkeit, wenn einer wie ein pawlowscher hund auf die höhe von gehaltsschecks reagiert.
eher im gegenteil: wer bereit ist, alles der zahl auf seinem konto zu opfern, kommt mir grundsätzlich irgendwie ungeeignet für eine idee wie finance-watch vor.
und wer ein moderates einkommen automatisch mit dummheit und inkompetenz gleichsetzt, lässt damit eine doch sehr beschränkte lebenserfahrung erkennen.Geändert von Coco-Lores (29.04.2011 um 16:37 Uhr)
Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina



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