Hatte Obama vor ein paar Monaten (NACH Fukushima) so angekündigt. Ich halte den Zeitplan auch nicht für sehr realistisch, aber wer wollte Obama widersprechen ????????
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Thema: Atomkraft in Deutschland
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12.06.2011, 19:24Inaktiver User
AW: Atomkraft in Deutschland
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14.06.2011, 10:40Inaktiver User
AW: Atomkraft in Deutschland
In diesem Artikel des Springerkonzerns heißt es:
So schimpfte Frankreichs Energie- und Industrieminister Eric Besson, er hätte sich gewünscht, von dem deutschen Ausstiegsbeschluss im Vorfeld informiert worden zu sein. „Deutschland ist souverän, aber die Folgen der Entscheidung sind europäisch“, twitterte Besson verärgert. Sogar „hochgradig sauer“ seien viele Europa-Abgeordnete, berichtet Herbert Reul (CDU), Vorsitzender des Industrieausschusses im Europäischen Parlament. Es gehe schließlich nicht an, dass die Kanzlerin „in Brüssel ständig die Vollendung des europäischen Binnenmarktes einfordert, ihre Energiepolitik aber im nationalen Alleingang betreibt“.
Ist ja lustig: unsere europäischen Nachbarn betrachten es zwar als Ausdruck der Souveränität selber zu entscheiden, dass und wo sie Atomkraftwerke bauen, zeigen sich aber irritiert, dass der Ausstieg aus der Atomkraft ebenso ein Ausdruck der Souveränität sein soll.
„Der übereilte deutsche Ausstieg aus der Kernenergie“, heißt es in einem Papier, „kostet die Verbraucher europaweit fast 40 Milliarden Euro.“
Hat man in diesem Papier auch ausgerechnet, was ein Reaktorunglück den europäischen Verbraucher und Steuerzahler kosten würde? Wahrscheinlich nicht: ein Atomunfall ist ja so dermaßen selten! Eine Kernschmelze kommt bekanntlich nur alle Hunderttausend Jahre vor.
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14.06.2011, 10:41Inaktiver User
AW: Atomkraft in Deutschland
In den diversen Atomkraft-Diskussionssträngen wurde mehrfach erwähnt, Deutschland gehe einen einsamen Weg und man solle sich fragen, ob Deutschland wirklich als einziges Land der Welt richtig liege - oder eher falsch ...
Ach übrigens:
Die Schweiz nimmt davon Abstand weitere Atomkraftwerke zu bauen.
Italiens Bürger haben in einer Volksabstimmung der Atomkraft soeben eine Absage erteilt, die an Klarheit nichts zu wünschen übrig lässt: sage und schreibe 90% sind gegen Atomkraftwerke.
Nachtrag: Italien hatte bereits 1990, also offenbar unter dem Eindruck der Atomkatastrophe von Tschernobyl, seine Atomkraftwerke abgeschaltet.
Es ging bei dem Referendum darum, ob man wieder einsteigen solle.
.Geändert von Inaktiver User (14.06.2011 um 10:57 Uhr)
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14.06.2011, 10:50Inaktiver User
AW: Atomkraft in Deutschland
In USA, einem Land, in dem bekanntlich sogar die Bildung und das Gesundheitssystem weitgehend in privater Hand liegt, liegt selbstverständlich die Energieerzeugung erst recht in privater Hand.
Wenn Obama also angesichts der Klimaerwärmung die Atomkraft anschieben will, kann sich das nur auf eine reine Fördermaßnahme beziehen. Projektiert und gebaut werden müssen die Atommeiler von der Privatwirtschaft, und die wird das wiederum nur dann tun, wenn es sich rechnet ..
.. was angesichts der US-amerikanischen Gesetze bezüglich der Betreiberhaftung und auch angesichts der steigenden Anforderungen an teure Sicherheitsmaßnahmen (nach 9/11 und nach Fukushima) durchaus fraglich ist.
.Geändert von Inaktiver User (14.06.2011 um 14:03 Uhr)
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14.06.2011, 12:02Inaktiver User
AW: Atomkraft in Deutschland
Bisher ist Deutschland das einzige Land, das relevante Investitionen in die Kernkraft hat und aussteigt. Andere Länder (Schweiz, Italien, ..) vermeiden (zunächst ??) nur den Ausbau bzw. den Einstieg.
Wie ich schon schrieb: Bei der gegenwärtigen Ablehnung sehe ich keine politische Möglichkeit den Ausstieg zu vermeiden.
Aber es muss uns auch klar sein, dass der Ausstieg kostet.
Und, Blautanne, natürlich hast du recht, dass es lächerlich ist, wenn sich z.B. Frankreich über den einseitigen Ausstieg Deutschlands empört, aber den Ausbau ohne Abstimmung mit den Nachbarn vorantreibt.
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14.06.2011, 13:49Inaktiver User
AW: Atomkraft in Deutschland
Das ist nicht ganz richtig. Deutschland hat zwar mehr AKW, als Italien je hatte, aber Italien ist bereits ausgestiegen. Wie gesagt: Italiens Atomkraftwerke wurden unter dem Eindruck von Tschernobyl bereits 1990 abgeschaltet.
Und hier kann man nachlesen, was Österreich zum Thema Atomausstieg sagt.
Wenn man der Regierung wie auch der Opposition glauben will, ist der Ausstieg sehr bezahlbar. Mag sein, dass Atomlobbyisten das anders darstellen, aber auf deren Verlautbarung gebe ich nichts.Aber es muss uns auch klar sein, dass der Ausstieg kostet.
Zumal diese Dinger zum Teil unmittelbar im Grenzland gebaut werden - vermutlich, weil auch der Nachbar Deutschland bzw. Österreich von so viel Sicherheit profitieren möchte.Und, Blautanne, natürlich hast du recht, dass es lächerlich ist, wenn sich z.B. Frankreich über den einseitigen Ausstieg Deutschlands empört, aber den Ausbau ohne Abstimmung mit den Nachbarn vorantreibt.
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.Geändert von Inaktiver User (14.06.2011 um 13:59 Uhr)
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14.06.2011, 14:49Inaktiver User
AW: Atomkraft in Deutschland
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14.06.2011, 15:22Inaktiver User
AW: Atomkraft in Deutschland
Also bitte, djgm01. Siehst du irgendwelche Chancen darin Nebelkerzen zu zünden? Das funktioniert doch schon lange nicht mehr und macht denjenigen, der das versucht, unglaubwürdig.
Es ist natürlich nicht die Rede davon, dass die Kraftwerksbetreiber von ihrem Geschäft keine Ahnung haben, sondern davon, dass sie ihre handfesten Eigeninteressen vertreten.
Wie gesagt: sowohl CDU als auch SPD als auch Grüne als auch diverse Studien, die von der Regierung bei Fachleuten in Auftrag gegeben worden sind, sehen das Thema der Strompreisentwicklung anders als die Atomkonzerne.
Und den AKW-Betreibern zerreißt es bei der Aussicht erhöhter Kosten für Verbraucher und Steuerzahler das Herz, oder wie?Natürlich ist der Ausstieg bezahlbar!
Wir werden ihn bezahlen - über Steuergelder und erhöhte Preise.
Ich bin voll gerührt angesichts von so viel Mitgefühl.
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14.06.2011, 15:52Inaktiver User
AW: Atomkraft in Deutschland
Die direkt Beteiligten, also die Stromproduzenten, habe die Originaldaten.
Alle anderen arbeiten mit nur teilweise fundierten Vermutungen.
Wer wird also die solideren Berechnungen machen können?
Wobei die Verfügung über die richtigen Ergebnisse nicht bedeutet, dass man die auch in jedem Falle mit den anderen Beteilgten teilt ..


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