über Gefahren die in Biogasanlagen entstehen können, kann man das Informationsblatt des Bundesumweltamtes zu Rate ziehen. Es kann bei Verarbeitung von tierischen und Bioabfällen zu Schwefelwasserstoff (H2S) kommen, in geringen Mengen deutlich zu riechen, in höheren Konzentrationen ist unser Geruchsexemplar gelähmt und tödliche Vergiftungen entstehen.
Solange tatsächlich Bioabfälle verwendet werden, ist das auch okay, aber sobald Nahrungsmittel (wie bei Bioethanol) verwendet werden, dreht sich mir der Magen um. Wir erzeugen Strom durch Hungern von Menschen in der Dritten Welt.
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Thema: Atomkraft in Deutschland
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13.04.2011, 12:41
AW: Atomkraft in Deutschland
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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13.04.2011, 14:31
AW: Atomkraft in Deutschland
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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13.04.2011, 15:07Inaktiver User
AW: Atomkraft in Deutschland
Hä! Hä! Hämm! Offenbar boykottiert der deutsche Autofahrer doch E10 - inwiefern wird also in D nennenswert Bioethanol verwendet? Zur Stromerzeugung würde es sowieso nicht verwendet werden. Und mich wundert schon, daß ausgerechnet die "Wirtschafts- und Wachstumsfans", die sonst kein Sterbenswort von der Ausbeutung anderer Länder von sich geben oder hören wollen auf einmal völlig unmotiviert damit kommen. Und frecherweise sogar mit einem "wir" daherappellieren. Pfff !
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13.04.2011, 17:12
AW: Atomkraft in Deutschland
Opelius, ich verstehe deine Einwendungen, aber verglichen mit den Gefahren, die uns von AKWs drohen, ist das alles Pippifax. Insbesondere das Meer wird ohnehin schon so ausgebeutet, dass ein paar mehr Off- shore- Anlagen auch keinen nennenswerten Unterschied mehr machen (zum Schutz der Meere gibt es ganz andere Möglichkeiten).
Was mich nervt, ist, dass zwar (fast) jeder weg will von der Atomkraft, aber wenn es z.B. um Windräder geht, will sie niemand vor der eigenen Tür haben. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass geht nun mal nicht
Und hätten wir beizeiten auf die Erforschung regenerativer Energien gesetzt, statt blind auf Atomkraft zu setzen, wären wir heute weiter. Aber jaule mir niemand die Ohren voll, ich war bereits vor über 30 Jahren schon auf der Straße und habe demonstriert
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13.04.2011, 18:28
AW: Atomkraft in Deutschland
Meinst Du mich? Ich fürchte, da verwechselst Du einiges.
Wir verwenden Bioethanol im ganz normalen Super zu 5% und zu 7,5 % im Diesel. Ich glaube, da kommen ein paar Tonnen zusammen, die wir nicht produzieren.
Da gebe ich Dir allerdings recht, jeder braucht Strom und zwar permanent. Gegen jede Windkraftanlage gibt es inzwischen Bürgerinitiativen (und ich unterstelle denen nicht, dass es Atomstrombefürworter sind). Sie wollen es bitte schön nicht bei sich haben.
Der gigantische Fehler war nicht, genügend Forschungsgelder für alternative Energien, sondern die Privatisierung der der Stromerzeugung. Dadurch konnten sich die 4 gigantischen auch politisch einflussreichen Riesen bilden. Allerdings sind in den letzten Jahren im Gegenzug über 800 kleinere Stromerzeuger dazu gekommen, die insbesondere alternative Erzeugung betreiben.
In den 90er Jahren haben wir öffentliches Gut an Investoren verschleudert, weil damals bei uns und in Europa Privatisierung für ein göttliches Credo erklärt wurde.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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13.04.2011, 20:20Inaktiver User
AW: Atomkraft in Deutschland
Nein man hat Kohle gebraucht und man war zu blöd Geld damit zu verdienen .
Und man wollte ein paar hunderttausend Mitarbeiter los werden .
Deshalb war man ganz froh den ganzen Mist der Staatsbetriebe verschleudern zu können .
Und jetzt wo man sieht wie andere diese Gelddruckmaschinen am laufen halten wenn die Rädchen " richtig " gestellt werden findet der Politik ( und der Wutbürger ) das alles wieder Scheisse .Geändert von Inaktiver User (14.04.2011 um 08:26 Uhr)
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13.04.2011, 22:56Inaktiver User
AW: Atomkraft in Deutschland
Nee, da verwechsele ich garnichts. Bioethanol (oder sonstiger auf dem Feld wachsender Rohstoff wie z.B. Raps als Basis für Rapsöl) wird zur Stromerzeugung überhaupt nicht verwendet (das ist Thema hier) und das, was Sie als "Argument" gegen Erzeugung von NichtAtomstrom brachten "Wir erzeugen Strom durch Hungern von Menschen in der Dritten Welt" - was soll das? Meinetwegen thematisieren Sie das beim Kraftstoff/ Autofahren, aber nicht wenn es um Stromerzeugung geht. Falls Sie weiter beharren: Erklären Sie bitte, wie "unsere" Stromerzeugung (möglichst, falls die Erzeugung durch Wasser-, Wind- und Sonnenenergie geschieht) Hunger erzeugt.
Was den (meinetwegen hier kurz als Thema angerissenen) Hunger durch das Problem "Essen zu Sprit" angeht: Genau davon schreibe ich ja. Weil immer mehr Wirtschaft & Wachstum sein muß (ein übliches Argument pro Atomstrom: Wir brauchen ihn für den Wirtschaftsstandort etc) sind genau das die von Ihnen "beklagten" Auswüchse. Gerade, weil Sie Alternativität, Nachhaltigkeit und wichtigerweise Sparen nicht leisten können oder ernsthaft wollen - all das paßt nicht zum Wirtschaftsdogma, aufgrund dessen wir ja den Salat nun haben. Auch deshalb empfinde ich es als nunja... zynisch und opportun, bei "passender Gelegenheit" auf den Welthunger hinzuweisen.
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14.04.2011, 09:30
AW: Atomkraft in Deutschland
Werter Wüstergrobi,
danke für die Belehrung. Ich weiß, dass es in der Bricom sehr wichtig ist, seine Argumente sorgfältig zu wählen. Es darf einem im Eifer des Gefechtes kein Lapsus unterlaufen. Dann wird man sofort abgestraft, als Falsche-Meldungen-Verbreiter. Und wird beschuldigt, ein Befürworter von Atomstrom zu sein.
Meine Absicht in meiner Argumentation war allerdings, jeder Idee, wie wir sofort und auf der Stelle uns vom Atomstrom trennen, eine gesunde Skepsis entgegen setzen sollten.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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14.04.2011, 09:44
AW: Atomkraft in Deutschland
Mach dir nichts draus.
Ich bin dafür, dass wir genau prüfen, ob wir gleich alle AKW über Bord werfen.
Ich bin auch dafür, dass Kachelmann bis zur Verurteilung als unschuldig gilt.
Ich bin gegen ein generelles Tempolimit wegen eine kleines Sandsturmes auf Autobahn.
Und wer hier gesunden Menschenverstand gebraucht und die Sache beim Namen nennt ist eh der große Idiot im Heer der Tagträumer.
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14.04.2011, 09:53
AW: Atomkraft in Deutschland
Ich habe ein ungutes Gefühl, wenn strikt getrennt wird zwischen Strom (Energie), Heizenergie und Energie für Verkehr.
Dann komme ich auch kein bisschen weiter. Theoretisch können alle Energiearten für alle Bereiche des täglichen Lebens genutzt werden. Z.B. Elektroautos. Warum wird Sarkozy so vehement für Elektroautos? Ja, er weiß genau, dass die nächsten 30 Jahre die Elektroautos in Europa zum allergrößten Anteil mit Atomstrom versorgt werden. Daher verstehe ich viele Bürger nicht, die einen größeren Anteil an Elektroautos fordern. Indirekt wird somit verhindert, dass Atomkraftwerke überflüssig werden.
Dann das Beispiel von Opelius: Energie aus "Nahrungsmitteln". Das ist ein riesengroßes Problem, egal ob Sprit oder sogar Elektrizität damit erzeugt wird, denn es ist wirklich beides möglich.
Ich habe bestimmt nicht immer die gleiche Meinung wie Opelius (aber auch nicht vom wüsten Grobi), pflichte ihm aber bei, wenn er die Strukturen am Energiemarkt bemängelt. Wir haben die wenigen Oligopolisten, an denen fast kein Weg mehr vorbeigeht. Eine Dezentralisierung mit kleineren Einheiten ist notwendig. Also nicht unbedingt Offshoreanlagen von BP oder riesige Wüstenprojekte von Shell, nein, besser sind kleine dezentrale Anlagen im Ländle, was auch viel schneller und effektiver durchgeführt werden kann.Ich bin, also denke ich


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