Gaddafi ist seit 1969 im Amt. Er war in Terroranschläge verwickelt, hat Europa erpresst und ein Schreckensregime geführt. Das wurde von Europa über 40 Jahre lang toleriert und sogar unterstützt.
Und nach 40 Jahren fällt es Europa ein, dass dieses Regime nur mit Waffengewalt beendet werden kann.
Ahab , hier würde nun ich gerne Deinen Satz stehen haben:
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Ergebnis 231 bis 240 von 252
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06.04.2011, 21:23
AW: Was spricht eigentlich gegen J. Trittin ?
Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
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06.04.2011, 22:10
AW: Was spricht eigentlich gegen J. Trittin ?
@Anne_dingsda
Du meinst, er sollte jetzt wenigstens auch noch in die Verlängerung gehen dürfen?Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. Albert Einstein
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06.04.2011, 22:22
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gesperrt
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06.04.2011, 22:31
AW: Was spricht eigentlich gegen J. Trittin ?
Du hast nicht unrecht, allerdings wurde Gadaffi die meiste Zeit davon sanktioniert und mit Boykotten belegt.
Ich verstehe nicht worauf Du hinaus willst: Sollten wir früher als Weltpolizei einfach Despotien eingreifen und die Demokratie als Gnadenbrot verteilen? Das willst Du doch gar nicht, oder jetzt doch? Das ist doch Quatsch ind mit der Situation JETZT gar nicht vergleichbar!
Früher hat Gadaffi seine PAnzer nicht auf das eigene Volk gerichtet. Deshalb gibt es JETZT ein UNO Mandat, wie es das in Bürgerkriegsfällen insbesondere in Afrika in vielen anderen Ländern auch schon gibt und gab.
Was ist daran scheinheilig?
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06.04.2011, 23:12
AW: Was spricht eigentlich gegen J. Trittin ?
Tatsächlich?
Libyen gilt als wichtiger Handelspartner der EU in der Mittelmeerregion. Allein 2009 führte die Europäische Union Waren im Wert von rund 19,9 Milliarden Euro aus dem nordafrikanischen Land ein – vor allem Öl. Im selben Jahr exportierte die EU Güter für rund 6,4 Milliarden Euro, insbesondere Maschinen.Diese Liste könnte man weiter fortsetzen.Nach dem Ende des Streits um die bulgarischen Krankenschwestern will Frankreich seine Beziehungen zu Libyen intensivieren. Die beiden Staatschefs wollen bei den Themen Atomkraft, Rüstung, Bildung und Forschung zusammenarbeiten.
Und nein, ich will natürlich nicht, dass Gaddafi sein eigens Volk bekriegt.
Ich kann und will nicht verstehen, dass es keine andere Möglichkeiten gibt. Was wäre gewesen, wenn ein sofortiges Ein- und Ausfuhrverbot im Zusammenschluss mit den afrikanischen Nachbarländern erlassen worden wäre und Gaddafi vor den internationalen Gerichtshof zitiert. Natürlich wäre er dort nicht erschienen, aber man hätte ihn doch auch in Abwesenheit verurteilen können.
Ich bin dafür, dass Gaddafi bestraft wird, aber nur Gaddafi und nicht sein Volk.
Ich will darauf hinaus, spätestens nachdem die Beteilung Gaddafis an Lockerbie bekannt war, wäre ein Embargo gegen Libyen die logische Konsequenz gewesen.Ich verstehe nicht worauf Du hinaus willst: Sollten wir früher als Weltpolizei einfach Despotien eingreifen und die Demokratie als Gnadenbrot verteilen? Das willst Du doch gar nicht, oder jetzt doch? Das ist doch Quatsch ind mit der Situation JETZT gar nicht vergleichbar!
Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
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07.04.2011, 08:52Inaktiver User
AW: Was spricht eigentlich gegen J. Trittin ?
Ahab, Scheinheiligkeit ist ein schweres Wort. Ob Sie wohl stark genug sind, das tragen zu können? Übrigens bin ich etwas erstaunt daß Sie meinen mich beleidigen zu müssen, wo ich doch lediglich gegen Waffenexporte plädiere und Ähnliches will, wie Sie auch. Vielleicht überprüfen Sie sich dahingehend mal.
Zitat von Ahab
Sie und/ oder VanDyck könnten es mal mit einer Antwort auf meine Fragen versuchen. Die habe ich bewußt einfach gehalten und strukturiert. Wie Sie gleich bemerken werden, antworte ich Ihnen erneut gerne:Sie müssen halt mal ein bischen abstrahieren, dann glauben Sie auch nicht mehr ich würde mich vor irgendwelchen Antworten drücken, und ich könnte vielleicht verstehen warum Sie es tun.
Und deshalb spielt für Sie angeblich keine Rolle, ob die Wenigen schlecht oder gar unbewaffnet sind? Das ist das Beispiel, das Sie sich zu beantworten weigern: Haben Wenige nicht gerade aufgrund möglichst hochwertiger Bewaffnung ein riesiges "Droh- und Mordpotential"? Das ist doch auch der Grund, warum die USA Nukleartechnologie der "Bösen" verhindern wollen und auch nur so können sie zumindest behaupten, wenige Al Quaida-Kämpfer könnten die westliche Welt in Schutt und Asche legen - die Folge sind aussichtslose Kriege in mehreren Ländern.Im Gegenteil hat ein Eingreifen doch viel mehr Aussicht auf Erfolg, wenn es nur wenige sind die die Gefahr darstellen.
Übrigens: Indem Sie Waffenexport tolerieren, sorgen Sie im Gegenteil zu Ihrer Behauptung dafür, daß der Personenkreis nicht beschränkt bleibt.
Genau darum schrieb ich ja, daß VanDyck das Ausmaß der Kollaboration und die bedingungslose Bereitschaft bis zur völligen Zerstörung von Land und Leben zu gehen viel zu arg verharmlost. Auch deshalb bin ich der Meinung, daß Deutschland bis heute die NS-Zeit überhaupt nicht überwunden hat - sieht man aktuell zunehmend, was da alles lauert. Davon abgesehen weiß ich zwar, wie Sie das meinen - aber ich bin mir sicher daß sich der normale Mensch, zumal in einer Lage wie als KZ-Häftling, leichter gegen Wachen wendet, die nicht haushoch überlegen sind. Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben: Würden Sie einem Vergewaltiger mit Knüppel eher in den Arm fallen, als einem mit Revolver? Ja, oder?Desweiteren waren die in den KZ internierten ja keineswegs nur Gefangen des Wachpersonals, sondern beinahe ganz Deutschlands ausser SS und SA mit Armee, Polizei und grossen Teilen der Zivilbevölkerung. Da bestand überhaupt keine Chance, auch wenn die Wachen nur Holzknüppel gehabt hätten.
Wollen Sie mich veralbern? Genau das Gegenteil habe ich mehrmals klar vertreten - und Sie bestätigten das sogar, indem Sie "von ganzem Herzen zustimmten", als VanDyck mich diesbezüglich zitierte. Beitrag #233Oder: wir Heiligen machen den Anfang vom Ende der Gewalt, in dem wir den Zivilisten in Gefahr dort nicht helfen.
Daß der Böse der Böse ist und nicht die Waffe, sollte sich aus dem ergeben, was Sie von mir zitierten: Akut und aktuell muß Gaddafi gehindert werden, ein Blutbad anzurichten. Und für die Zukunft muß ein Gaddafi verhindert werden. - ich verstehe nicht, wo Sie und Ahab da Raum für Spekulation sehen wie ich es gemeint haben könnte?
Zitat von VanDyck
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07.04.2011, 09:03
AW: Was spricht eigentlich gegen J. Trittin ?
Bspw. konnte Joschka Fischer in jungen Jahren nun wirklich nicht voraussehen, dass in den 90er Jahren mitten in Europa erneut damit angefangen wurde, einen rassistisch motivierten Ausrottungskrieg zu führen und er daraufhin seine Auffassung hinsichtlich militärischen Einschreitens korrigierte.
d*accord
Wie ich schon schrieb: es kommt auf dei Gesamtkonstellation an hinsichtlich einer Beurteilung der 'Glaubwürdigkeit' von Politikern.
Unser Wunsch hinsichtlich der letzten Bundestagswahl war, dass es eine Pat-Situatrion gibt. 2 Jahre gelb/schwarz danach rot/weinrot/grün
Angela Merkel und Co. hätten nämlich allerspätestens seit Tschernobyl vor 25 Jahren wissen MÜSSEN, dass 'es' WIEDER!!! passieren kann. Daher ist der (mögliche) Schwenk in der Atompolitik von CDU und FDP mit dem Makel der Unglaubwürdigkeit und der Wahlkampftaktik weiterhin behaftet.
Oder sie sind einfach nur doof, das wäre natürlich auch noch möglich, glaub ich aber nicht.
Das jahrzentelange verbissene festhalten an der Kernenergie entsprang aus meiner Sicht im Wesentlichen schlicht und einfach dem kaltschnäuzigen Kalkül, verknüpft mit den massiven Einflüssen der Atomindustrie auf die konservativ-liberalen Politiker.
Wer war nicht in der Anfangszeit geblendet von den neuen Möglichkeiten, die die Technik bietet
VanDyck
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07.04.2011, 09:04
AW: Was spricht eigentlich gegen J. Trittin ?
Da hatte ich mich wohl unklar ausgedrückt. Ich habe nicht Sie angesprochen, sondern die von mir der "Scheinheiligkeit" vorausgehend aufgeführten Argumente selbsternannter Pazifisten die ich auch immer wieder zur Kenntnis nehmen muss. Die Scheinheiligkeit gilt für Sie natürlich nur soweit, wie Sie sich mit diesen "Argumenten" identifizieren können.
Desweiteren brauchen Sie ihre Frage nicht immer wieder neu zu stellen: Sie ist längst beantwortet, geht aber nicht nur am Thema Trittin, sondern auch am Thema "Moralisches Dilema" Krieg gegen Auschwitz vorbei.
So wie Sie ja meine Frage ja wohl auch beantwortet haben: Gaddafi muss aus Ihrer Sicht Einhalt geboten werden. Und das in der akuten Situation wohl auch mit Gegengewalt, weil es für die Zivilbevölkerung sonst zu spät ist. Habe ich doch richtig verstanden?
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07.04.2011, 09:04
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07.04.2011, 09:10
AW: Was spricht eigentlich gegen J. Trittin ?
Anne, wieso kommst Du jetzt mit der politischen Annäherung der letzten Jahre und behauptest das für die ganze Gaddafi-Periode? Selbstverständlich gab es nach Lockerbie UNO Sanktionen, wieso behauptest Du das Gegenteil? Von 1988 bis mindestens 2003? Immer wieder haben US Jets Ziele in Libyen angegriffen, z.B. 1986 auf seine vermuteten Giftgasfabriken.
Was mir bei Deiner Argumentation besonders aufstösst ist, dass Du immer wieder behauptest, die UNO würde das Lybische Volk angreifen. Das ist nicht der Fall! Das libysche Volk wird von Gaddafi angegriffen und ist in akuter Gefahr. Wie man dem libyschen Volk in dieser Gefahr konkret helfen kann, darüber schweigst Du Dich aus.
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Ich werde nur noch im Libyenstrang dazu weiter Stellung nehmen.Geändert von Ahab (07.04.2011 um 09:15 Uhr)



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