Da ich immer wieder höre oder lese von Kompetenzen die in diesem oder jenem Bereich einzelne Parteien haben sollen, beim näheren nachfragen um die Definition und durch was sich diese Kompetenz in Taten gezeigt hat, höre ich meistens nur Schlagwörter die auf irgendwelchen Titelseiten gezielt verbreitet werden. Nicht aber wirklich nachvollziehbares.
Deshalb würde mich Eure Meinung dazu interessieren.
Welche Partei zeichnet sich durch herausragende Kompetenz auf welchem Gebiet besonders aus.
Als Beispiel:
Für mich ist ohne Zweifel daß die Grünen sich durch besondere Umweltkompetenz auszeichnet, wie aber verhält es sich mit anderen Kompetenzen dieser Partei und wie bei allen anderen?
Wirtschaftskompetenz
sozialen Kompetenz
Umweltkompetenz
usw usw...
Wahl-o-Mat Definitionen und Ergebnisse bringen hierbei keine Erkenntnis.
Wie verhält und gewichtet es sich bei den einzelnen Parteien ?
Dies habe ich dazu als Definition - in diesem Falle mehr in Bezug auf den Wähler - gefunden:
Politische Urteils- und Handlungsfähigkeiten (Politische Kompetenzen)
Aus Confusing conversations
Politische Urteils- und Handlungsfähigkeiten (Politische Kompetenzen) beinhalten die Kenntnisse, Fähigkeiten und Einstellungen, die benötigt werden, um politische Sachverhalte und Zusammenhänge zu verstehen und/oder politisch aktiv zu werden. Dies schließt z.b. ein, über die wichtigsten politischen Kontroversen informiert zu sein, die jeweiligen Positionen zu erkennen, zuzuordnen und kritisch zu hinterfragen sowie zu erkennen, in welcher Weise sie das eigene Leben bzw. das Leben der Mitmenschen beeinflussen. Politische Urteils- und Handlungsfähigkeit bedeutet auch, dazu in der Lage zu sein, die eigenen politischen Einflussmöglichkeiten zu erkennen und zu gestalten.
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Thema: Kompetenzen der Parteien
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21.03.2011, 11:19Inaktiver User
Kompetenzen der Parteien
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21.03.2011, 11:47
AW: Kompetenzen der Parteien
natürlich gibt es unterschiedliche Kompentenzen in den unterschiedlichen Parteien. Nur ich denke, in den Hauptgremien des Bundestages liegen die jeweiligen Parteien in den Lösungsmöglichkeiten selten weit auseinader.
Egal, welche Regierung wir gerade haben, wir erleben selten, dass ihre Hauptkompetenz 1 : 1 umgesetzt wird, u.a., weil wir noch nie eine Einparteienregierung hatten, sondern immer Koalitionen, was ja wohl dann auch zu Kompromissen führen muss. Zum anderen - und das erleben wir ganz aktuell - weil Ereignisse eine Regierung immer zu schnellem Handeln zwingt, obwohl noch niemand über Lösungen so richtig nachgedacht hat.
Und wir können ein Spiegelbild dessen, wie es von Wählern dann aufgenommen, hier in den politischen Diskussionen in der Bricom nachlesen. Beispiel Fukushima: Die Menschen fühlen sich bedroht, wollen die Höllenmaschinen los werden, machen Mahnwachen. Die Regierung nimmt die ältesten Reaktoren vom Netz (vorläufig). Niemand findet diese schnelle Lösung akzeptabel - für die einen besteht die Bedrohung weiter, andere haben Angst vor drohenden Stromsperren und Wohlstandsverlust, wiederum andere rennen jeder Fantasie hinterher, die Stromlieferungen aufrecht erhalten kann. Und dann ein paar, die argumentieren immer mit Ja, aber. Diese werden dann als Verräter oder Irre tituliert.
In diesen Gemisch der unterschiedlichen Gefühle (und ich habe das aktuelle Beispiel nur als Beispiel aufgeführt - wir sollten es weiter in den Foren behandeln und nicht hier) wirken Regierungen immer etwas hilflos, für viele sogar inkompetent.
Will sagen, ob eine Regierung und ihre Entscheider wirklich kompentent gehandelt haben, zeigt sich erst in der Zukunft. Nur handeln müssen Regierungen ziemlich schnell - und gehen das Risiko der Fehlentscheidungen ein.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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21.03.2011, 13:18Inaktiver User
AW: Kompetenzen der Parteien
Natürlich stellen sich Entscheidungen meistens erst später als richtig oder falsch heraus, auch daß in Koalitionen Kompromisse geschlossen werden (müssen) leuchtet ein.
Gerade aktuell bei der Wahl in Sachsen-Anhalt - aber auch schon vor, bei und nach früheren Wahlen wurden von diversen Meinungsforschungsinstituten und Journalisten Befragungen durchgeführt, welcher der Parteien mehr Kompetenz in diesem und jenem Bereich zugetraut wird.
Darauf gab es Antworten - je nach Befragung - die aber jeweils nicht begründet wurden von den Befragten. Nicht worauf sie ihre Meinung aufbauen, aus welchen Erfahrungen, welchen Ereignissen.
Bezüglich 'Die Grünen' haben natürlich die aktuellen Ereignissen und das Thema Umwelt eine Rolle gespielt, über deren Kompetenz in anderen Bereichen jedoch nicht.
Bei den da Befragten kann ich natürlich nicht nachfragen, aber hier gibt es sicher ebenso Meinungen welcher Partei sie beim einen wie beim anderen mehr Kompetenz zutrauen.
Eben dazu würde mich - andere hier auch ? - interessieren worauf diese Meinung begründet ist. Wie sich diese Meinung oder Erkenntnis gebildet hat.
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21.03.2011, 15:04
AW: Kompetenzen der Parteien
Ich gebe noch eines zu bedenken:
Meine tatsächliche soziale Lage als Wähler sollte doch entscheidend sein, was ich von einer Partei erwarte.
Wäre ich ein Hotelier wäre ich der FDP dankbar und würde sie wählen.
Wäre ich sehr sotolz darauf, dass eine Frau endlich mal in der Führungsposition ist und auch noch alle männlichen Konkurrenten wegbeißen kann, würde ich CDU wählen.
Wäre ich Bayer und stockkonservativ, wäre meine Entscheidung doch wohl auch klar.
Wäre ich Arbeiter und entstammte noch einem Arbeiterhaushalt, wären die Sozialdemokraten wohl mein Favorit.
Wäre ich enttäuschter, aussortierter Frührentner, würde mich Gerechtigkeit, wie immer sie aussehen mag, interessieren und die Linke doch wohl meine Wahl.
Wäre ich nationalistisch gesinnt und würde alles Übel bei Ausländern suchen, wär ich ich NPD-Whler.
Ich denke, das Gefühl jedes einzelnen Wählers, wo er steht, scheint mir die Hauptgrund einer Wahl zu sein. Ich finde das auch richtig in Ordnung. Wenn ich kein Geld zum Sparen habe, was interessiert mich Börse oder Banken. Habe ich aber so viel, dass ich gut von Dividenden oder Zinsen leben könnte, wäre genau der Bereich für mich der allerwichtigste.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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22.03.2011, 00:09Inaktiver User
AW: Kompetenzen der Parteien
Das mag wohl alles zutreffen, was mich aber trotzdem interessieren würde ist WIE, durch welche Informationen kommen die Leute, egal in welcher Gruppe sie sich einsortieren, zu dieser Einschätzung ?
Wie bildet sich diese Meinung was du hier z.B. anführst, um es dann so einsortieren zu können?
Damit meine ich jetzt nicht dich speziell sondern grundsätzlich. Wie weit geht das eigene informieren im Allgemeinen ? Ist das auch davon abhängig in welchen Medien "Information" der einzelne im allgemeinen "unterwegs" ist ?
Beispiel
Tagesschau
Tageszeitung
...politische Sendungen wie z.B. Anne Will usw usw....
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22.03.2011, 10:56
AW: Kompetenzen der Parteien
ich kann Dir nur meine persönliche Nachrichtenbeschaffung schildern.
Ich vermeide, wo es geht, mir Nachrichten und politische Diskussionen im Fernsehen anzuschauen, lese Zeitung, höre stundenlang Radio, das bringt mein Beruf mit sich.
Während des ersten Irakkrieges (1991) habe ich stundenlang wie gebannt vor der Glotze gehangen, um festzustellen, dass ich keinerlei Informationen bekam, nur beeindruckende Bilder. Damals habe ich mir auch Tagesschau u.s.w angesehen, um festzustellen, dass selbst das komplizierteste Thema in 45 sec. abgehandelt sein muss. Der Mischung aus Ton und Bild kann ich mich nicht entziehen, bei Radionachrichten und Zeitungen aber schon. Selbst für die einfachste Fernsehnachricht bedarf es Bilder, die irgendwo her beschafft werden - und manchmal mit dem eigentlichen Ereignis nichts zu tun haben.
Oder es wird zu einem Thema ein Regierungssprecher gefragt und - weils ja ausgewogen sein muss - sofort hinterher mindestens zwei Stellungnahmen der Opposition, die das alles pflichtgemäß als übertrieben, unangemessen und unseriös darstellt. Und geradezu inflationär werden Sondersendungen produziert - auf allen Kanälen. Und was sehe ich: nichts als Spekulationen, Ungereimheiten und, wenns ganz toll für den Sender läuft, findet man einen Schuldigen. Ist der erst einmal benannt, kann ich als Bundesbürger beruhigt ins Bett gehen und gut schlafen. Der ist schuld, wie beruhigend.
Was habe ich da als unbedarfter Steuerzahler wirklich an Informationen erhalten? Es wird mein Geld kosten, aber das wusste ich vorher auch schon.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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24.03.2011, 10:06Inaktiver User
AW: Kompetenzen der Parteien
Da momentan eine Sendung auf dem Sender 1PLUS läuft :
Heute | 24.03.2011
09.30 - 10.15 (45 min.)
betrifft
Zocken bis der Staat hilft
Text:
Subprime-Krise in den USA, drohende Staatsbankrotte, wann platzt die nächste Blase? Hunderte von milliardenschweren Risiken schlummern in den "bad banks" der Deutschen - Hinterlassenschaften zockender Banker und enthemmter Finanzjongleure.
Sie werden jeden deutschen Steuerzahler Tausende von Euro kosten. Dieselben Banken täuschen uns weiter über das gegenwärtige Risiko. Schon wieder haben sie milliardenschwere Staatsanleihen fragwürdiger Qualität in ihren Depots. Was die wert sind, weiß keiner.
Dabei hieß es doch hier im Land: Die Amerikaner sind schuld. Ohne bankrotte Hausbesitzer in den USA und die US-Pleitebanken wäre deutschen Banken nichts passiert. Ein Märchen? Es waren grade die Landesbanken mit Staatsgarantie, die unkontrolliert, gierig und unfähig die schlimmsten Giftpapiere gekauft haben. Auch noch, als die Welt längst wusste, dass die Blase platzt. Die dummen Deutschen kaufen weiter, amüsierten sich die Insider in London und an der Wall Street. Deutsche Banken waren mit die schlimmsten Zocker, sagt Leo Müller, Autor eines Buches mit dem Titel "Bankräuber" und Experte für Wirtschaftskriminalität. Und dann waren deutsche Landesbanken die trickreichsten Bilanztäuscher, aber immer mit Deckung der höchsten Politik.
Wiltrud Kremer und Brigitte Schalk treffen auf der Suche nach Ursachen und neuer Krisengefahr vermeintlich Unschuldige, bankrotte amerikanische Häuslebauer, ehemalige Top-Banker und deutsche Politiker. Die Deutschen sind nicht in die Finanzkrise hineingerutscht. Wir haben kräftig mitgezockt. Und die deutsche Politik hat Wettpate gespielt. Auch zwei Jahre nach der Finanzkrise ist sie weder aufgearbeitet, noch haben wir viel daraus gelernt.
Kompetenz der CDU geführten Regierung ?
Die Verursacher sind auch JETZT NOCH als "Berater" in der schwarz-gelben Regierung !!!!!!!!
Welch Schizophrenie !
Das zur KOMPETENZ einer CDU-FDP Regierung ! Da kann doch JEDE andere (Parteien) Konstellation nur besser sein, denn schlechter gehts nicht mehr !!
Jeden Tag kostet die HRE - UNS den Bürgern - Millionen Euro´s im mehrstelligen Bereich!
Die Amerikaner machen reinen Tisch - in Deutschland - findet KEINE Aufarbeitung der Krise statt und damit auch keine Änderung - keine Korrigierung - NICHTS !
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24.03.2011, 10:16
AW: Kompetenzen der Parteien
Richtig, das ist bekannt. Die Bank hätte man unter normalen Bedingungen über den Jordan gehen lassen müssen. Warum hat man es nicht getan? Weil nahezu alle Rentenfonds genau da ihr Geld investiert haben.Jeden Tag kostet die HRE - UNS den Bürgern - Millionen Euro´s im mehrstelligen Bereich!
eine Pleite der HRE hätte das System der betrieblichen Zusatzversorgung zusammenkrachen lassen, es wären fast 20 Millionen Rentner betroffen gewesen.
Dass die Amerikaner reinen Tisch machen, halte ich für ein Gerücht.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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