Die Tagesthemen hatten dazu gestern Abend Interessantes:
Der Machtwechsel in Libyen ist zum Greifen nah, doch was passiert eigentlich nach der Herrschaft Gaddafis? Ein Blick in die junge Geschichte Libyens, die vor 100 Jahren mit drei italienischen Kolonialgebieten begann, zeigt: Die Übergangsregierung wird mit vielen Problemen kämpfen müssen.
Hintergrund: Der künstliche Staat Libyen | tagesschau.de
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Thema: Libyen
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23.08.2011, 11:55Inaktiver User
AW: Libyen
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23.08.2011, 17:49
AW: Libyen
Es kann logischerweise auch immer noch schlimmer kommen. Nur kann das nicht heißen, dass man sich von einem Despoten nicht befreien sollte.
Und das nach Gaddafi in Libyen plötzlich Milch und Honig fließen und sich alle in den Armen liegen, glaubt wohl auch kein Mensch.
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23.08.2011, 19:27
AW: Libyen
Die Option „es kann immer schlimmer werden“ kann man, wenn man im noch ruhigen Europa und noch dazu im Sozialstaat Deutschland hockt, locker in Kauf nehmen.
Tunesien ist auf dem Weg ins Mittelalter, in Ägypten ergreift der Islam die Macht, wenn sie nicht gerade mit den Israelis stänkern, und Libyen wird auch seinen „Frühling“ erleben.
Schon erstaunlich, wie nach einem halben Jahrhundert die Menschen von den Medien vorgekauten Müll herunterschlucken und verdauen.
Wenigsten kann eine Heerschar „moderner Herrscher“ aus der westlichen Hemisphäre aufatmen, weil sie nun keine Rache für ihr Geheuchel und ihren lumpigen Verrat an Gaddafi fürchten müssen.
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23.08.2011, 19:41
AW: Libyen
Diese Argumentation ist der Leim mit dem jegliches Unrechtsregime zementiert werden sollen/können. Sollen Menschen keine Anstrengungen unternehmen, um jahrzehntelangen Terror- und Unrechtsverhältnissen ein Ende zu machen, weil - es könnte ja misslingen und im schlimmsten Fall noch schlimmer werden.
Motto: Sei ein Schaf und dulde dein Schicksal, geschlachtet wirst du sowieso.- Nie rechtfertigen -
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23.08.2011, 19:48
AW: Libyen
Schön, dass wir die Erfinder des Rechtsstaates sind.
Die Chinesen brachten es kürzlich auf den Punkt, Demokratie kann man nicht essen, man wird nicht satt davon.
Ich persönlich möchte nie vom Mob regiert werden.
Libyen hatte den höchsten Lebensstandard auf dem afrikanischen Kontinent. Mal schauen, was der Mob so zustande bekommt.
Wieviel Somalia brauchen wir noch, bis wir überheblichen, satten und selbstzufriedenen Europäer kapieren, wir sind nicht der Nabel der Welt.
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23.08.2011, 20:01
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23.08.2011, 20:04
AW: Libyen
Nur, damit ich es verstehe (dann verabschiede ich mich): Die libysche Bevölkerung hätte also weiter Unrecht, Terror, Unfreiheit usw. hinnehmen sollen, weil sie genug zu essen hatten? Weitere Frage: In Nordkorea sind die Menschen nicht nur unfrei, sondern es wird gehungert. Die haben dann also ein Recht auf eine "Wirtschaftsrevolte"?
- Nie rechtfertigen -
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23.08.2011, 21:08Inaktiver User
AW: Libyen
Vielleicht sollten die Freudenfeiern in Libyen noch abgesagt werden.
Gestern hieß es der Sohn sei gefangen, heute sah man ihn frei rumlaufen.
Es würde mich nicht wundern wenn Gaddafi doch noch siegt.
Anyway.
Ich denke schon das ein Volk das Recht hat sich eines Diktators zu entledigen, manchmal auch mit Gewalt.
Es geht leider nicht immer ohne, denn eine perfekte Welt gibt es nicht.
In einem Punkt teile ich aber die Befürchtungen von Frank60. Ich befürchte das Libyen in Chaos versinken wird.
In Tunesien und Ägypten hat sich ja auch nichts zum besseren gewendet und wird es wohl auch nicht.
Das ist sehr schade.
Libyen ist ein steinreiches Land und dennoch sehe ich die Gefahr von Verelendung und Hungersnot.
Es wird ein Treppenwitz der Geschichte sein das in sehr naher Zukunft, ich schätze mal noch diese Woche, zu den ersten Spendenaktionen für Libyen aufgerufen wird.
Wobei ich ja immer noch ganz sicher bin das der größte Teil aller Spenden, für was auch immer, in den Organisationen versickert. Aber das ist ein anderes Thema.
In erster Linie wünsche ich dem libyschen Volk allen erdenklichen Erfolg. Ganz besonders für die Zukunft.
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23.08.2011, 23:48
AW: Libyen
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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24.08.2011, 05:15


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