vanDyck, dann müsste aber die UN zustimmen. Und dass das passiert, das glaube ich nicht. Aber man weiß ja nie.
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Thema: Libyen
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06.05.2011, 13:30
AW: Libyen
Ich bin, also denke ich
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06.05.2011, 13:51Inaktiver User
AW: Libyen
Eigentlich ganz praktisch. Die Waffen werden bei uns gekauft und das Gemetzel findet Staatsintern statt.
Da im Spiegelforum immer wieder der eine oder andere Alternativhinweis auftaucht, finden sich bei Recherchen recht interessante Informationen. Ob die stimmen weiß ich natürlich nicht, aber mir kommt es allemal sachlicher und einleuchtender vor, als "abgeschnittene Köpfe".
TLAXCALA: Libyens Großer menschgemachter Fluss
eventuell spielen auch monetärsystematische (um auch mal ein tolles Wort zu fabrizieren) Gründe eine Rolle Muammar al-Gaddafi ? rotes Tuch für die "Herren des Papiergeldes" worin erneut die Rede vom "great man made river" ist.
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06.05.2011, 15:08
AW: Libyen
Das hab ich mir auch schon gedacht. Die Waffenproduzenten aus USA, GB, F, etc. wollen richtig Kasse machen. Das geht nicht, indem man Waffen mit Zahlungsziel (z.B. 6 Wochen) verkauft. In Libyen bestimmt nicht, die Waffen werden von allen möglichen Gruppen verwendet, da gibt es keine Unternehmer oder gar staatliche Stellen, die garantieren, dass das Geld für diese Waffen auch gezahlt wird. Was macht dann die Waffenlobby. Auf ihre Regierungen zugehen und nach Geld fragen. Was macht die Regierung? Man nimmt einfach libysches Geld (was aber so einfach nicht ist) und nimmt es für Waffenverkäufe an die Rebellen. Und alle hoffen auf einen richtig langen und materialintensiven Krieg. Das gibt richtig Gewinne für unsere Waffenkonzerne. Mann, wie pervers.
Ich bin, also denke ich
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06.05.2011, 15:09
AW: Libyen
In diesem von dir verlinkten Artikel werden ne Menge 'Informationen' geliefert. So weit so gut ...
Gleichwohl wird im Grunde von vorn bis hinten die These vertreten, dass es praktisch ausschließlich ökonomische Interessen der westlichen Länder (allen voran die USA), bzw. des Finanzkapitals seien, warum es dieses militärische Eingreifen durch die UNO und die Nato gäbe.
Mal davon abgesehen, dass man vom Autor nicht erfährt, wie es denn den westlichen Staaten gelungen ist, China und Russland von einem Veto im UN-Sicherheitsrat abzuhalten, um die eigenen ökonomischen Interessen sozusagen brutal durchzusetzen, kommen in diesem Artikel eine ganze Handvoll von sehr merkwürdigen Argumentationen und Thesen vor.
Das fängt schon damit an, dass am Ende nun ausgerechnet der Herr Berlusconi für den Autor als Kronzeuge herhalten muss, weil der sich so demütig bei den Libyern entschuldigt hat für die koloniale Vergangenheit.
Zwischendurch wird kurioserweise dem arabischen Nachrichtensender Al Dschasira die Objektivität in der ganzen Berichterstattung abgesprochen, wo doch gerade dieser Sender alles andere als amerikafreundlich ist. Man fragt sich bei dieser Gelegenheit, welche Informationsquelle für den Autor denn überhaupt noch halbwegs objektiv sein soll.
Den Knaller schlechthin jedoch lässt der Autor Wolfgang Effenberger dann damit los, wenn er sich in eindeutig zustimmender Weise der Auffassung des Präsidenten vom Tschad anschließt, dass die Terrororganisation Al Kaida die Rebellion angezettelt hätte und nun zur bestausgerüsteten Terrorarmee in der Region werde.
DAS nun Al Kaida hinter dem Aufstand in Libyen stecken soll, hat nun wirklich kein ernstzunehmender Mensch bisher behauptet.
Und das nun ausgerechnet die USA und die westlichen Länder also einen Aufstand in Libyen unterstützen, der von Al Kaida angezettelt sein soll und dann auch noch Al Kaida praktisch mit Waffen versorgen - über diese Absurdität der eigenen Argumentation äußert sich der Autor des Artikels dann leider nicht mehr. Ich nehme einfach mal an, dass dem Herrn Effenberger in seinem grenzenlosen Eifer, den Nachweis einer westlichen Finanzkapitalverschwörung zu erbringen, solche Aberwitzigkeiten in seiner Argumentation nicht weiter aufgefallen sind ...
Und da frag ich mich halt, was ich dem Autor dieses Artikels denn überhaupt abkaufen kann, wenn solch ein blühender Unsinn geschrieben wird.
VanDyckGeändert von VanDyck (06.05.2011 um 15:14 Uhr)
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Daniel Kahneman
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06.05.2011, 15:55
AW: Libyen
Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es in Libyen weitergehen soll. Die einzige kompakte Gruppe ist die "Gaddafi-Gruppe". Gäbe es theoreisch Neuwahlen, vermute ich sogar, dass Gaddafi die Mehrheit erhalten könnte. Die Rebellen sind zersplittert, es beginnt bei der Youtube-Generation und endet wirklich, wie in dem Link von WuesterGrobi zu lesen war, bei den Taliban. Die Taktik des Westens muss also dahin gehen, Gaddafi zu beseitigen, denn er hat zu viele Befürworter im Volk. Wenn er nicht beseitigt wird, kann er, bei möglichen Neuwahlen wieder Führer Libyens werden. Nur, wie will man dann die Nachfolge regeln? Da muss ich Rumsfeld schon Recht geben: Es ist (bei der Nato) keine weiterführende Strategie zu erkennen, nur kurfristige Bombardements.
Ich bin, also denke ich
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06.05.2011, 16:10
AW: Libyen
@ Wolfgang
Gab es denn bisher in Libyen überhaupt Wahlen, dass du jetzt von "Neuwahlen" sprechen kannst?
Gaddafi unterdrückt doch sein Volk. Oder bestreitet das noch jemand?
Und das es in solch einem Land keine Opposition im westlichen Sinne gibt, ist wohl auch logisch.
Wenn sich also die menschen von diesem Mann befreien wollen, dann geht das nur militärisch.
Natürlich weiß auch niemand wie es nach Gaddafi weitergehen könnte. Aber eine Alternative zum Sturz von Gaddafi gibt es eben nicht.
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06.05.2011, 16:19
AW: Libyen
Junge, hast du eine Ahnung, wie es weiterhehen könnte? Ich nicht.
Ich bin, also denke ich
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06.05.2011, 16:39
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06.05.2011, 18:03
AW: Libyen
Wie kommst du denn auf den verwegenen Gedanken?
Dann mal wieder meine Fragen die niemals in diesem Zusammenhang beanwortet werden:
HÄTTEST du denn gern eine "weiterführende Strategie"?
Und wenn ja, welche? Die von Herrn Rumsfeld? Also das Gaddafi-Regime als solches zu zerschlagen?
Und bist du dir auch darüber im klaren, dass die UN-Resolution 1973 eine "weiterführende Strategie" nicht legitimiert?
Wärst du also zufrieden, wenn die Nato nun offiziell beschließen würde, dass sie das Gaddafi-Regime im Rahmen einer weiterführenden Strategie militärisch beseitigen will?
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
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Daniel Kahneman
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06.05.2011, 18:19
AW: Libyen
1)-ich war nicht mal für einen Angriff auf Libyen, daher will ich auch keine Strategie. Ich frage mich nur, welche weiterführende Strategie es bei denen, die den Nato-Angriff wollten, gibt.
2)-Nein, Rumsfelds Strategie würde mir wohl auch nicht passen, Rumsfeld wollte wohl auch, wie viele Republikaner, den Angriff auf Libyen (Unter den Republikanern war eine weit stärkere Tendenz für den Krieg, Obama zögerte sogar lange. Ich wollte den Krieg nicht.
3)-klar, das weiß ich, aber so kommt man nicht weiter. Auch eine Bezahlung der Waffenlieferungen an die Rebellen wurde nicht von den UN beschlossen, trotzdem hast du das erwähnt. Bist du dir im klaren darüber, dass auch dies nicht legitimiert ist.
4)-Wie du weißt, wollte ich nicht den Krieg gegen Gaddafis Libyen. Daher ist diese Frage an den Falschen gerichtet. Ich würde sie an die weitergeben, die den Krieg wollten: "Wäret ihr zufrieden, wenn die Nato nun offiziell beschließen würde, dass sie das Gaddafi-Regime im Rahmen einer weiterführenden Strategie militärisch beseitigen will?" Nur, das war ja meine Ausgangsfrage nach der Strategie, die es wirklich nicht gibt. Nur, die Nato müsste zuerst mal die UN fragen, und die würde so einfach nicht mehr zustimmen.Geändert von Wolfgang60 (06.05.2011 um 18:28 Uhr)
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