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Thema: Libyen

  1. Inaktiver User

    AW: Libyen

    Die NATO dehnt sich zielgerichtet nach Lateinamerika aus.
    Steckt dahinter die Angst vor einem Afrikanischen-Lateinamerikanischen Staatenbündnis als Gegengewicht zur NATO (von welchem Gaddafi und Venezuelas Präsident Chavez im September 2009 sprachen)?:


    Von Martin Müller-Mertens
    20.04.2011

    Die Nato dehnt sich offenbar zielgerichtet nach Latein-Amerika aus. Bereits heute unterhält das Bündnis bis zu 29 Militär-Basen zwischen El Paso und Feuerland, vermutet die mexikanische Denkfabrik LACIS. Bis zu 10 Anlagen seien geheim, teilweise nicht einmal den Parlamenten der Gastländer bekannt.

    "Wir wissen, daß sie existieren, aber wir wissen nicht genau die Standorte", sagte LACIS-Präsident Luis Gutierrez-Esparza am Mittwoch in Berlin. Offiziell werde ihre Existenz geleugnet. Geheim ist auch die Anzahl der stationierten Soldaten. Noch dazu kämen 16 bekannte US-Stützpunkte, sowie 3 britische Basen der Übersehgebiete Falklandinseln, Süd-Georgien und Sandwich. In Kolumbien liegt der Fliegerhorst Palamaquero; er dient u.a. für Transporte nach Afrika, vielleicht auch nach Libyen. Weitere Standorte seien etwa Soto Cano (Honduras), Quirry (Panama), Mariscal (Paraguay), Comalapsa (El Salvador). Vor den Küsten kreuzen immer wieder Nato-Kriegsschiffe mit Atomwaffen, obwohl Latein-Amerika durch den Vertrag von Tlatelolco seit 1967 kernwaffenfreie Zone ist.

    Die Region ist nicht nur Aufmarschgebiet. Im Oktober 2010 forderte EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton von Brasilien erfolglos sogar die Beteiligung an Nato-Einsätzen. Reiner Braun, deutscher Direktor der Internationalen Anwälte gegen Atomwaffen (Ialana) sieht in der Nato-Präsenz außerdem eine Drohgebärde gegen US-kritische Regierungen. "Es besteht die Gefahr, daß unabhängige Entwicklungswege gestoppt werden".

    Die Begründung der Nato-Präsenz klingt bekannt. Offiziell geht es meist um Drogen-Bekämpfung. Außerdem "sagen sie, es ist für Demokratie und Stabilität", ärgert sich Gutierrez-Esparza. Aber "wir wollen keine fremden Basen. Wir sind nicht im Krieg, wollen keinen Krieg". Er setzt auf Proteste und Aufklärung der betroffenen Bevölkerung. Manchmal mit Erfolg. 2 Basen in Ekuador und eine in Bolivien wurden bereits wieder geschlossen.

    QUELLE: Berliner Umschau



    Die Lateinamerikanische Gesellschaft für Internationale Studien (LACIS) ist ein Zentrum für Forschung, Analyse, Informationsaustausch und aktive Partizipation mit Blick auf die Herausforderungen der Friedensbildung, der atomaren Abrüstung sowie der Demokratie und der Menschenrechte.

    Lateinamerikas Kampf gegen die NATO

    _
    Geändert von Inaktiver User (02.05.2011 um 09:06 Uhr)

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    AW: Libyen

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Wenn du in deiner Wohnung in Misrata sitzt, dann isses dir scheißegal, ob dich der Diktator von auswärts oder aus dem eigenen Land als Ratte umbringen lassen will.

    Sei dir mal ganz sicher, dass die vor Gaddafi gerette Stadt Bengasi und ihre 800.000 Einwohner dem UN-Sicherheitsrat sehr dankbar sind.

    VanDyck
    Wenn ich aber Angestellter der Universität in Misrata bin, habe ich vielleicht wenig Sympathie für die sogenannten Rebellen aus Bengasi.


    Nach den letzten Berichten feiern Einwohner von Bengasi die Tötung eines Sohnes und dreier Enkel von Gaddafi durch Nato-Raketen.

  3. Inaktiver User

    AW: Libyen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die NATO dehnt sich zielgerichtet nach Lateinamerika aus.
    Steckt dahinter die Angst vor einem Afrikanischen-Lateinamerikanischen Staatenbündnis als Gegengewicht zur NATO (von welchem Gaddafi und Venezuelas Präsident Chavez im September 2009 sprachen)?:
    Ganz bestimmt.
    Man kann sie regelrecht zittern sehen - Länder wie USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, etc. etc. etc. (die NATO hat 28 Mitglieder)
    gegen ein "afrikanisch-lateinamerikanisches Staatenbündnis", primär bestehend aus Venezuela, Libyen und Somalia.

  4. Inaktiver User

    AW: Libyen

    Zitat Zitat von utopia_2020 Beitrag anzeigen
    Nach den letzten Berichten feiern Einwohner von Bengasi die Tötung eines Sohnes und dreier Enkel von Gaddafi durch Nato-Raketen.
    Für diesen Angriff auf seine Residenz rächt sich Gaddafi offenbar durch Angriffe auf westliche und internationale Botschaftseinrichtungen in Tripolis. So wurde u.a. die italienische Botschaft in Tripolis, die britische Vertretung sowie die UN-Vertretung angegriffen.

    Mit diesem Angriff auf diplomatische Vertretungen stellt Gaddafi wieder einmal elementare Grundregeln internationalen Miteinanders in Frage.

    Das erinnert mich daran, dass 1984 anlässlich einer Demo gegen die libysche Diktatur aus der libyschen Botschaft in London heraus mit einem Maschinengewehr geschossen worden war. Von den Schüssen wurde elf Demonstranten sowie eine junge englische Polizistin getroffen.

    Zur Erinnerung an dieses Ereignis sowie allgemein an den Umgang Libyens mit Oppositionellen im Ausland: *klick*
    In dem Artikel sieht man u.a. auch, was von der Behauptung zu halten ist, man habe Gaddafi früher "hofiert" - eine Behauptung, die ebenso beharrlich wie wahrheitswidrig ist.
    .
    Geändert von Inaktiver User (02.05.2011 um 10:58 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Libyen

    Na passt doch -

    am Gipfeltreffen in Venezuela im September 2009 nahmen auch Gäste aus 28 afrikanischen und lateinamerikanischen Staaten teil.

  6. Inaktiver User

    AW: Libyen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Na passt doch -

    am Gipfeltreffen in Venezuela im September 2009 nahmen auch Gäste aus 28 afrikanischen und lateinamerikanischen Staaten teil.
    .. die begeistert von dem Gedanken sind, ein Bündnis gegen die NATO zu schmieden.
    Oder so.

  7. Inaktiver User

    AW: Libyen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für diesen Angriff auf seine Residenz rächt sich Gaddafi offenbar durch Angriffe auf westliche und internationale Botschaftseinrichtungen in Tripolis. So wurde u.a. die italienische Botschaft in Tripolis, die britische Vertretung sowie die UN-Vertretung angegriffen.
    Die libysche Regierung hat sich für die Angriffe auf ausländische Botschaften
    entschuldigt -

    die NATO hat sich für das Töten Unschuldiger entschuldigt.

    Ich erkenne da keine Unterschiede.

  8. Inaktiver User

    AW: Libyen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die libysche Regierung hat sich für die Angriffe auf ausländische Botschaften entschuldigt -

    die NATO hat sich für das Töten Unschuldiger entschuldigt.

    Ich erkenne da keine Unterschiede.
    Aufgrund deiner linksideologischen Aversion gegen die NATO hast du generell ein gewisses Problem mit Augenmaß und Logik. Deshalb auch die vielen Artikel, die du teilweise in vollem Wortlaut ins Forum kippst, in der Hoffnung, sie könnten deinen Argumentationsmangel kompensieren.

    Zuvor hattest du behauptet, dass der NATO-Einsatz gegen die libysche Regierung angeblich der UN-Satzung widerspräche. Zugleich hast du aber offensichtlich kein Problem damit, wenn Botschaften angegriffen werden oder wenn aus der libyschen Botschaft heraus mit dem Maschinengewehr auf Demonstranten und Polizisten geschossen wird - ungeachtet dessen, dass Botschaften aus gutem Grund nach internationalem Recht unantastbar sind.

  9. Inaktiver User

    AW: Libyen

    Mit diesem Angriff auf diplomatische Vertretungen stellt Gaddafi wieder einmal elementare Grundregeln internationalen Miteinanders in Frage.
    Die NATO mit ihren geheimen Stützpunkten in Lateinamerika nicht?

    Lateinamerika sieht sich dadurch im Kampf gegen die NATO.

  10. Inaktiver User

    AW: Libyen

    @ Blautanne2

    Was du in deiner Beurteilung über mich für "offensichtlich" hältst,
    ist deine persönliche Sichtweise.
    Die falsch ist.

    Ich finde die Bomben beider Seiten nicht gut.

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