Die Grenzsetzung ist hierbei schwierig. Setzt man sie zu hoch, wird Ghaddafi sein Volk versklaven. Setzt man die Grenze zu niedrig, kann voreilig in vielen arabischen Ländern der Krieg ausgerufen werden. Die Frage ist: Wie weit sind Terrorhochburgen zu zerstören oder gesetzlich unter Schutz. Diese Grenzsetzung hat weit reichende Folgen.
Bei einer Meinungsumfrage würde es heißen: Tötet Ghadaffi und verhindert die Versklavung.
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Ergebnis 101 bis 110 von 708
Thema: Libyen
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29.03.2011, 21:34Inaktiver User
AW: Libyen
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29.03.2011, 21:41Inaktiver User
AW: Libyen
Die Einverständniserklärung der Arabischen Liga wurde als Kriegs-Ermächtigung gewertet.
Was ich bei der ganzen Thematik nicht verstehe und nirgends las: Welches Interesse haben die USA, Frankreich und die Briten dort einzugreifen? Vor allem da es für ein Eingreifen schon reichlich spät ist.
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30.03.2011, 21:59
AW: Libyen
Eigentlich wollte ich hier nicht schreiben. Ich bin hin und hergerissen. Ich wüsste auch keine Lösung.
Westerwelle kann mir da schon fast leidtun (vielleicht wurde das auch schon hier geschrieben) Er steht vor der Zwickmühle. Egal, was er tut, er hat verloren. Ist er für Krieg, macht er was falsch, ist er gegen Krieg, macht er auch was falsch.
Wenn jemand keine furchtbaren Bilder oder Videos über den Krieg der Amerikaner gegen ihre Feinde sehen will, soll er den Link vergessen. Für mich furchtbare Bilder. Solche Filme soll es schon zu tausenden geben. Furchtbar furchtbar furchtbar. Und die USA sind das bibelfesteste Land der Erde.
The Kill Team | Rolling Stone PoliticsIch bin, also denke ich
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31.03.2011, 10:20Inaktiver User
AW: Libyen
Der Mann hatte bereits verloren, als er sich - obwohl an Außenpolitik nicht im mindesten interessiert - auf das außenpolitische Parkett begab, allein aus dem Grund, weil andere vor ihm das als Vizekanzler auch schon getan hatten.
Wahrscheinlich dachte er: Wenn der Ex-Taxifahrer und Ex-Turnschuhträger Joschka Fischer das schafft, dann kann Außenpolitik ja nicht so schwer sein. Wenn "der da" das packte, packe ich, Dr. Guido Westerwelle, das gleich dreimal.
Außerdem hatte er ja Unterstützung: der achtzigjährige Genscher hat sich ihm als Kenner deutscher Außenpolitik und als Kenner der Tücken des Kalten Krieges als coach angeboten.
Was sich prompt zeigte - nämlich als Guido zur Überraschung aller verkündete die Atomwaffen aus Deutschland weghaben zu wollen, und als er bei seinem ersten USA-Besuch Zbigniew Brzezinski besuchte.
Herr Dr. Guido Westerwelle brauchte ein Weilchen, bis er erkannte, dass der Kalte Krieg nicht von ihm höchstpersönlich beendet werden muss. Daraufhin richtete er sein Augenmerk auf das einzige, was er kennt oder zu kennen glaubt: die Wirtschaftsinteressen Deutschlands.
Genau da stehen wir jetzt.
Der Mann tut mir nicht leid. Er hat sich in seiner Selbstüberschätzung Schuhe angezogen, die ihm nicht passen.
.Geändert von Inaktiver User (31.03.2011 um 12:51 Uhr)
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06.04.2011, 09:38Inaktiver User
AW: Libyen
Auch US-Ex-Verteidigungsminister Rumsfeld hat vor ein paar Tagen Obamas Libyen-Strategie kritisiert:
Barack Obamas Libyen-Strategie steht ohnehin in der Kritik, nun kommt auch Störfeuer von einem früheren Regierungsmitglied. Die USA hätten kein klares Ziel für den Krieg formuliert, sagt Ex-Verteidigungsminister Rumsfeld dem SPIEGEL. Sein Vorwurf: Der Präsident setze Menschenleben aufs Spiel.
Ex-Verteidigungsminister: Rumsfeld verreißt Obamas Libyen-Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
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06.04.2011, 10:26
AW: Libyen
Ausgerechnet DU nimmst nun den Rumsfeld als Kronzeugen??? Und fragst dich nicht, was denn das Ziel vom Rumsfeld sein könnte beim Thema Libyen?
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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06.04.2011, 11:13Inaktiver User
AW: Libyen
Ich fand bemerkenswert, dass selbst Rumsfeld das sagte, ja.
Ich lese daraus, dass selbst Rumsfeld die Resolution besser durchdacht und nicht so schnell bombardiert hätte.
Die Gründe für die Kritik halte ich solange sie Militärschläge verhindern für nicht vorrangig,
genau wie bei der deutschen Enthaltung.
Wenigstens eine Enthaltung, weitere Maßnahmen lassen allerdings zu wünschen übrig.
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06.04.2011, 11:47Inaktiver User
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06.04.2011, 11:56Inaktiver User
AW: Libyen
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06.04.2011, 11:57
AW: Libyen
Da steht ja noch ein Satz im Spiegel-Artikel ...
Solange nicht eindeutig klar sei, dass die Koalition Muammar al-Gaddafi ablösen wolle, zögerten Mitglieder von dessen Regierung oder Militär überzulaufen.
Das heißt im Klartext: Rumsfeld kritisiert den Einsatz deshalb, weil er nicht klar auf die 'Ablösung' von Gadaffi zielt. Und das kann nur heißen, er will im Grunde noch 'mehr' an militärischem Einsatz, wenns nicht anders geht, auch Bodentruppen oder adäquates. Der Rumsfeld würde doch am liebsten persönlich auf den Knopf drücken, um Gadaffi in seinem Bunker in die Luft zu sprengen.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
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