Das möchte ich nicht so stehen lassen, auch wenn der Schreiber verschwunden ist.
Ich gehe jetzt auf genaue Zahlenwerke ein, die kann man sich ergoogeln.
SonnenStrom wird subventioniert. Klar, aber auch Kernkraft (gerade die Forschung) wurde subventioniert. Sonst würde in Deutschland kein einziges AKW stehen.
Wie wirkt sich die Subvention aus? Zuerst mal kann eine Installation an sich subventioniert werden, z. B. durch Zuschüsse oder durch Steuererleichterungen. Das gab es in Grünroten Jahren verstärkt, vielleicht wird das auch wieder kommen in den letzten 2 Regierungsjahren von Schwarzgelb, bevor sie abgewählt werden.
Diese Subventionen sind in der Vergangenheit geflossen (steuerlich noch nicht ganz, jedoch schon fast ganz), für diese älteren Anlagen ist nur noch der eingespeiste Strom zu zahlen.
Und hier kommen wir zum Punkt Preis: Dies ist die andere Subvention. Unsere Energiegiganten sind gezwungen, den Strom, der in ihre Netzte eingespeist wird, abzunehmen und einen gesetzlich vorgegebenen Preis zu bezahlen. (Die Stromkonzerne freuen sich, dass es genügend Verbraucher gibt, die Ökostrom beziehen, so können sie den Ökostrom, den sie ohnehin abnehmen mussten auch noch teuer verkaufen)
Die Funktionsweise hier: Ein sehr hoher Strompreis, der aber über die Jahre sukzessive heruntergeschraubt wird, bis er den Marktpreis erreicht hat. Die Anlagen, die vor einigen Jahren installiert wurden, erzeugen irgendwann Strom, der ganz normal zum Marktpreis aufgekauft wird, somit wird da auch nix mehr subventioniert.
Zu den Anlagen selbst. Vor 5 Jahren war ich in Valencia auf einer Messe für Solarenergie. Damals redete man von dem Modulen mut einem Ertrag von 180 bis 220 Watt. Inzwischen liegt man bei 220 bis 250 Watt. Die Kapazität wird pro Modul, oder pro m² installierte Fläche, immer besser. Zudem gehen die Preise für die Module auch immer weiter runter.
Anlagen, die man vor 10 Jahren gebaut hat, um einen bestimmten Ertrag zu erreichen, kosten inzwischen vielleicht die Hälfte. Die Preise für diese ganze Technik werden auch in Zukunft sinken, so dass die Subventionen auch heruntergefahren werden können. Und das Gute ist doch: In Zukunft stehen diese Anlagen doch schon und der Strom, der dort produziert wird, wird uns doch geschenkt!!! Da brauchen wir nichts teuer aus dem Ausland einzuführen.
Andere Energiearten wie z.B. Windenergie sind ähnlich zu betrachten.
Die Speicherung dieser erzeugten Energie wird teuer werden (nicht mal die Erzeugung), aber es gibt auch da genügend Möglichkeiten (z.B. das Beispiel von Streuner: Druckluftspeicherkraftwerk.
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31.03.2011, 12:49
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Ich bin, also denke ich
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09.04.2011, 12:37
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Hier ein ganz guter Beitrag aus FOCUS Online - Nachrichten
Thermoöl und Elektrolyte - Energie - FOCUS Online
Das Thema Alternative Energien kann in 2 Themengebiete unterteilt werden. In Energiegewinnung und in Energiespeicherung.
Mir scheint, als könnte man in nicht ferner Zukunft in Deutschland einen Riesensprung machen mit alternativen Anlagen zur Energieerzeugung. Dies geht auch regional. Hier in unserer Gegend fallen mir immer mehr Scheunen und Bauernhäuser, Gemeindehallen, etc. auf, die Photovoltaik-Platten haben. Nicht 5, 6 oder 10. Nein, da sind gerade mal 120 oder noch viel mehr drauf. Wahnsinn. Letzte Woche bin ich an einem Flüsschen in der Region entlaggegangen und entdeckte ein kleines Wasserkraftwerk, ganz neu gebaut. Da tut sich schon einiges. Der Vorteil dieser Anlagen: man braucht nicht diesen Riesennetzausbau, den die Stromkonzerne immer anbringen, wenn es um die "Riesenkosten" eines Schwenks zu alternativen Energien geht. Die Energie wird regional erzeugt und regional wieder verbraucht. Genauso kann man regional diese Energie speichern. Kleine und mittelgroße Anlagen zum Umwandeln dieser gespeicherten Potentiale in Strom sind auch auf regionaler Ebene möglich. Daher sehe ich das Argument der Stromkonzerne, man benötige einen Riesenausbau der Netze, als Propaganda an. Nebenbei wollen die Konzerne diesen Netzausbau, weil sie eigene große Anlagen (Wasserkraft in Norwegen, Offshore etc.) selbst erstellen wollen. Je mehr Strom aber auf regionaler Ebene erzeugt wird, umso weniger benötigt man die Konzerne. Daher diese geballten Propagandaaktionen.
Auf die Propaganda der Konzerne, dass bald die Lichter ausgehen, der Netzausbau so teuer ist, wir Atomstrom aus dem Ausland importieren müssen etc. ist in den Marketing-Propaganda-Abteilungen der Konzerne entstanden, und ich will gar nicht näher drauf eingehen. Da wird so viel gelogen, es lohnt nicht drum zu streiten.
Was mir letzte Nacht noch in den Kopf gekommen ist.
Ein wirtschaftlicher Aspekt, der nicht unterschätzt werden sollte. Auch wenn andere Länder wie z.B. China zu sehr günstigen Preisen Solarzellen produzieren, der größte Teil der Anlage kommt immer noch aus Deutschland, wird von deutschen Handwerkern installiert und von deutschen Kleinunternehmern und Privathaushalten erzeugt. Das Geld, was hier ausgegeben wird, bleibt im Ländle. Auch wenn es im Moment noch teurer ist, als Erdgasstrom, Atomstrom etc., hier wird Geld innerhalb Deutschlands umgeschichtet, was auch wieder innerhalb Deutschland investiert und konsumiert wird. Das ist auch konjunkturell ein nicht zu unterschätzender Faktor. Nicht Gasproduzenten in Sibirien bekommen den Gewinn, nein, kleine Stromproduzenten in Deutschland.
Hinzu kommt, dass in einigen Jahren auch andere Länder diesen Schwenk hin zu alternativen Energien machen müssen. Wir haben das dann schon hinter uns.Ich bin, also denke ich
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11.04.2011, 02:44
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Alles schön und gut und wunderbar.
Das erzähle alles mal den Grünen. Mit denen könntest Du da drüber reden - über dezentrale Stromversorgung etc.
Aber noch müssen wir uns mit Schwarz-Gleb rum plagen.
(Oops, falscher Tread - Merkel muss weg!
*kicher*)
Die wollen immer möglichst hoch hinaus. Da muss immer viel bewegt werden, damit es ja viel kostet und viel Arbeit macht - denn sozial ist nur, was Arbeit schafft.
Ob diese Arbeit und der ganze Aufwand langfristig auch einen wirtschaftlichen Sinn machen, spielt dabei erst mal keine Rolle (siehe Atomkraftwerke - Uranabbau - Atommüll - Rückbau - Katastrophen...). Hauptsache, man kann diesen Schrott auch noch in die ganze Welt verkaufen und es entstehen dadurch höchst soziale Arbeitsplätze.
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11.04.2011, 10:09
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Wieso? Die Grünen haben doch ähnliche Ansichten.
Eigentlich haben wir doch eine Möglichkeit, gegen AKWs vorzugehen, die man nicht unterschätzen sollte.
Das EEG (erneuerbare Energien Gesetz).
Hier werden die großen Energieversorger gezwungen, den eingespeisten Ökostrom zu hohen Preisen aufzukaufen. Im Gegenzug dürfen die Stromkonzerne die Strompreise für ALLE Stromverbraucher erhöhen. Pro Haushalt erhöhen sich dadurch die Stromkosten vielleicht um 2,00 bis 2,50 Euro pro Monat. Ich denke, das ist machbar. Ich weiß nicht, warum immer noch dieser Aufschlag draufgeschlagen wird, denn der Ökostrom wird ja (eigentlich) komplett von ökobewussten Verbrauchern aufgekauft. Ich habe das ungute Gefühl, dass die Stromkonzerne doppelt abkassieren. Einmal über die Umlage auf alle privaten Haushalte, und danach über den Verkauf des eingespeisten Ökostroms an Ökostromkäufer.
Und dieses EEG könnten wir doch gut nutzen. Jeder, der die Möglichkeiten hat (Lage der Immobilie, Geld...) müsste eine Anlage auf seinem Haus errichten zur Stromerzeugung. Zur Not auch mal auf eine geplante größere Reise verzichten, und dafür etwas gegen AKWs tun. Je schneller das geht, umso eher werden AKWs überflüssig. Nicht nur schimpfen, sondern handeln.Ich bin, also denke ich
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12.04.2011, 17:10
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Ja eben drum solltest Du mit denen da drüber reden.
Aber leider sind sie noch nicht an der Regierung.
Und bis die dran kommen, muss befürchtet werden,
dass die jetzige Regierung den Umstieg so dermaßen vermurkst hat,
dass wieder mal mehr Schaden angerichtet als gut gemacht wurde.
Ich hoffe, die kapieren, dass erst mal auf dezentrale Stromversorgung
geschaut werden muss, und dann erst, inwieweit noch zusätzliche Stromlnetze gebraucht werden.
Wäre die Stromversorgung seit eh und je in staatlicher Hand, ach wie könnte man jetzt effektiv an die Sache rangehen, ohne dass auf Aktionäre und deren Gewinnerwartungen Rücksicht genommen werden müsste! ...
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12.04.2011, 18:17
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Zukunft Stromspeicher: Speicher für sauberen Strom
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12.04.2011, 18:24
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Jeder Deutsche verbraucht im Leben 1000 Tonnen
Und da gibt es keine Möglichkeit, diese zu reduzieren?
"Braucht" man wirklich alles was man hat?
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12.04.2011, 21:10Inaktiver User
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Halte ich auch für den klügsten Weg überhaupt. Vermutlich sind garnicht so viele "neue Trassen" nötig, sondern die vorhandene Infrastruktur dürfte meistens schon ausreichen. Streuner, jetzt könnten wir beide gut ein BGE gebrauchen, gell? Dann könnten wir uns ausgiebig Basteleien zur Energiegewinnung, -speicherung und -verteilung widmen
Ohne daß es (dräuende) Rechtsstreits gäbe und ohne Drohungen, abzuschalten etc. Übrigens hab ich mit einem von der KWU gesprochen, der in eine Windkraftanlage investiert hat. Der kennt sich berufsbedingt mit Kraftwerken aus. Seiner Aussage nach hat sich die Anlage bereits nach 7 bis 8 Jahren amortisiert - ich glaube das einfach mal. Bei sowas würde ich sofort mitmachen, aber leider ist es örtlich etwas schwierig wegen der hiesigen Ureinwohner.Wäre die Stromversorgung seit eh und je in staatlicher Hand, ach wie könnte man jetzt effektiv an die Sache rangehen, ohne dass auf Aktionäre und deren Gewinnerwartungen Rücksicht genommen werden müsste! ...
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12.04.2011, 21:24
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Wie lange es braucht, bis sich so eine Anlage amortisiert, hängt an einigen Faktoren, u.a. auch an dem persönlichen Steuersatz. Und dann natürlich am staatlich festgesetzten Preis für Strom aus Windenergie.
Aber mit 8-10 Jahren liegst du schon richtig.
Komisch, hier bei uns gibts auch so n paar Eingeborene, die wollen keine AKW, keine Windmühlen...... Für die kommt der Strom immer noch aus der Steckdose.Ich bin, also denke ich
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13.04.2011, 00:40
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Wir beide...? Das könnte ich mir gut vorstellen.
Ich würde Sie gleich mal einladen, mit mir auf einem Flohmarkt eine alte Kuckucksuhr zu suchen (Wolfgang jetzt bitte weghören!), aus dieser das Uhrwerk gegen einen Dynamo austauschen - mit Solarenergie würde den ganzen Tag über (zu Demonstrationszwecken) einerseits eine LED-Lampe betrieben, und weil die Solarzelle absichtlich zu groß gewählt wurde, würde die überschüssige Energie den ganzen Tag über die Kuckucksuhr aufziehen.
Sobald die Sonne nicht mehr scheint, treibt das Gewicht, welches tagsüber hochgezogen wurde, die Nacht hindurch den Dynamo an...
Weil am nächsten Morgen auch schlechtes Wetter sein kann, dreht sich oberhalb der Solarzelle ein Windrad...
Wenn das Ganze funktioniert, könnte man das dann in größerem Maßstab nachbauen.
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Und noch eine Tüftelei hätte ich für uns beide parat:
Ich würde mir diese Jojos, mal genauer anschauen, die da so schön leuchten, wenn man sie abrollt und sie sich selber wieder aufrollen - mit wie erstaunlich wenig Kraftaufwand da so viel bewegt wird und auch noch ein Lämpchen zum Leuchten gebracht werden kann, finde ich schon erstaunlich.
Ich würde mir mal per Praxistest überlegen, ob die Energie, welches das Lämpchen im Jojo zum Leuchten bringt, nicht auch dafür ausreichen würde, um das Jojo am Rollen zu halten.
Der Nutzen sei erst einmal dahingestellt. Aber, wenn man diese Energie, die beim Abrollen erzeugt wird und ein Lämpchen zum Leuchten bringt, stattdessen verwendet um das Jojo im richtigen Moment nach oben zu ziehen, wie man das eben so macht, dann könnte daraus ein Perpetuum Mobile entstehen. Ein Elektronikexperte, der ich nicht bin, könnte bestimmt ein Gerät bauen, welches genau berechnet, zu welchem Zeitpunkt das Jojo mit der Energie, die es selber erzeugt, hochgezogen werden muss, damit es sich wieder aufrollt. Ein Federblatt, an welchem das Jojo hängt, würde den Kraftaufwand nochmals minimieren.
Jaaa jaaa, ich weiß - verrückt...!
Das stell ich mir unter 'Tüfteln' vor.
Dafür bräuchte man man Zeit und Geld und Platz und Freunde mit noch verrückteren Ideen.
Aber vor allem erst einmal das BGE
PS.: Was hat uns die Natur schon alles vorgemacht, was wir dann nachgebaut haben! Wie war das nochmal: Energie kann nicht erzeugt werden und nicht verloren gehen, sondern nur vorhandene Energie in andere Energie umgewandelt werden. Wenn das im großen Maßstab, Universum, so ist, warum kann man das dann nicht im handlicheren Maßstab nachbauen. Ich werde das Gefühl nicht los (und das geht mir schon seit Jahrzehnten so), dass dieses längst von der Industrie erkannt ist, jedoch bewusst verschwiegen wird, weil die sonst ihr Öl und Gas, ihre Kohle und Atomkraft nicht verkaufen können.Geändert von Streuner (13.04.2011 um 00:58 Uhr)



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