Wenn die Dächer schon seit Jahrhunderten silbrig-grau-glitzernd wären, anstatt Ziegel-rot, würde sich auch niemand daran stören. Spätestens, wenn die heute Geborenen in die Zeit der silbrig-grau-glitzernden Dächer hineingewachsen sind, wird das niemandem mehr auffallen.
Was ich mich aber frage, müssen Windräder ausgerechnet über den Wipfeln von Wäldern stehen, wo besonders viele Vögel diese zum Opfer fallen können?
Gäbe es da keine passenderen Standorte, wo nicht so viele Vögel verkehren.
Vielleicht erfindet man ja auch noch andere Formen von Windrädern, die genau so effektiv Strom produzieren oder Möglichkeiten, wie man Vögel vor den Windrädern warnen/schützen kann.
Auch ein großes Betätigungsfeld für Forscher und Wissenschaftler.
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09.07.2011, 16:04
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Jetzt wirds umgesetzt
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09.07.2011, 16:25
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Jetzt wirds umgesetzt
Wenn wir einmal die rosarote Brille absetzen, dann werden wir erschrecken, mit welcher Naivität und Unkenntnis unsere Energiewende angegangen wird.
Und das, obwohl unsere Kanzlerin ja von sich behauptet, naturwissenschaftliche Erfahrungen zu besitzen. (Extra für Opelius: Grüne und SPD scheinen ebenso keinen Schimmer zu haben)
Es bringt doch gar nichts, noch mehr Dächer mit Solarpanelen aufzurüsten und noch mehr Windräder auf die Mittelgebirge zu pflanzen.
Unsere Politik sollte zuerst mal dafür sorgen, dass die Energie, die zu manchen Tageszeiten (Solarenergie) und Wettersituationen (Windkraft) in großen Mengen produziert wird, gespeichert werden kann. Wenn wir noch mehr erneuerbare Energiekapazitäten schaffen, kostet das nur Unmengen an Geld und die produzierte Energie wird gerade so, wie sie erzeugt wurde, wieder in den Boden abgeleitet.
Daher: Ein Programm muss her, bei dem es um Energiespeicherung geht, noch mehr Solarpanelen und Windkraftwerke sind teure Augenwischerei. Z.B. Zuerst mal einige Wasserstoffkraftwerke errichen, die Möglichkeiten für zusätzliche Pumpspeicherkraftwerke abklären......Geändert von Wolfgang60 (09.07.2011 um 16:43 Uhr)
Ich bin, also denke ich
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09.07.2011, 16:48
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Nun wartet doch erst mal ab!
Der Aus-/Umstieg wurde soeben beschlossen.
Jetzt muss erst mal gehandelt und umgesetzt werden.
Da kann man nicht heute schon riesige Gewinne erwarten.
Erst mal muss investiert werden.
Auch von den AKW-Betreibern sprießten (sprossen?) nicht von heute auf morgen die Gewinne.
Übrigens: Verbraucher strömen nach Fukushima zu Ökostrom-Anbietern
Wenn man das liest, könnte man auf den ersten Blick meinen, man tut beim Wechsel auf einen "Öko"-Strom-Anbieter der Umwelt nichts Gutes.Der Begriff Ökostrom ist in Deutschland gesetzlich nicht geschützt und meint zunächst nur, dass Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wasser- oder Windkraft stammt.
Der Wechsel wirkt sich aber erst dann nachhaltig aus, wenn nur noch von Öko-Strom-Anbietern Strom bezogen wird. Denn, reicht der angebotene Öko-Strom wegen der gestiegenen Nachfrage nicht mehr aus, so sind diese Energieunternehmen gezwungen, in die Öko-Strom-Produktion zu investieren, oder bei zu viel Nachfrage die Kunden zur Konkurrenz zu schicken.
Selbstverständlich muss schleunigst ein Gesetz her, dass sich ein Öko-Strom-Anbieter nur so nennen darf, wenn er nachweislich tatsächlich auch einer ist. Was bedeuten muss:
Kein Strom aus Kohle + kein Atom-Strom - auch nicht aus dem Ausland!
Wenn AKWs durch Subventionen hochgepeppelt wurden, warum soll man es mit den Erneuerbaren nicht auch tun dürfen?
Da soll es plötzlich etwas Verwerfliches sein, wenn man sie subventioniert.
Aber wenn man gegen etwas sein will, findet man immer Gegenargumente...
Allerdings, wenn man es auch ohne Subventionen schafft - umso besser!
Das wäre ein weiterer Vorteil gegenüber Atomstrom.
Zwei wichtige und wesentliche Bestandteile, damit der Umstieg gelingen kann, ist die Einsparung von Energie und deren Speicherung.
Umso unverständlicher ist es, warum das Gesetz zur Gebäudesanierung nicht durch den Bundesrat gekommen ist, beziehungsweise, warum man nicht die Kosten dafür (Wärmedämmung alter und neuer Häuser (alte - auf freiwilliger Basis und mit subventionierten Anreizen) ) gedrittelt hat (ein Drittel der Vermieter - ein Drittel der Mieter - ein Drittel die Gemeinschaft).
Der Ausstieg aus der Atomenergie ist beschlossene Sache.
Da ist es wenig hilfreich, wenn die Atom-Lobbyisten jetzt im Nachhinein immer noch versuchen, nach zu treten und das Bild des schlechten Verlierers abgeben.
Jetzt gilt es, den Umstieg mit aller Kraft voranzutreiben.
Dann klappt das schon
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09.07.2011, 18:52Inaktiver User
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Es ist unglaublich - soeben in einer Sendung bei Phoenix - Die Wiederaufbereitungsanlage La Hague in Frankreich leitet unterirdisch in großem Maße radioaktives Wasser ins Meer und das seit Jahren!
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09.07.2011, 18:57
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10.07.2011, 17:51
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Mal eine Frage:
Wieviel Prozent des verkauften Stroms von "Ökostromanbietern" kommt denn aus Deutschland?
Antwort: Deutlich weniger als 10 %!
Wie läuft nun das "Ökospiel"? Norwegen deckt seinen eigenen Strombedarf iW. durch eigene Wasserkraftwerke - in Deutschland entsteht eine Nachfrage nach Ökoenergie mit der Bereitschaft höhere Preise zu zahlen und Schweden hat Überkapazitäten auch durch Kohleverstromung.
Nun beginnt das Roulette. Die Deutschen kaufen den Norwegern die Wasserkraft zu erhöhten Preisen ab, die Norweger decken den Mehrbedarf durch billigeren Kohlestrom aus Schweden - und alle sind glücklich ...
Übrigens wird in Norwegen seit Jahren kein neues Staudammprojekt mehr gebaut - da sind die Naturschützer dagegen ...
ALSO Die Schweden haben ausgelastete Kohlekraftwerke, die Norweger verdienen gut am Stromtausch und die Deutschen haben ein gutes Gewissen - und dabei haben sich die Produktionsverhältnisse überhaupt nicht verändert und es wurde NICHTS für die Umwelt getan - im Gegenteil fressen die nun überlangen Leitungsnetze bis zu 10 % der Energie auf. Die Engländer fassen dies unter dem Begriff "stupid german money" zusammen.
Und warum kaufen Lichtblick und Co. ihren Ökostrom nicht in Deutschland? Na weil der Ökostrom schon zu festen Preisen mit festen Laufzeiten über das EEG aufgekauft wird. Ein Wasserkraftwerk in Deutschland wird seinen Strom also NIE zu deutlich niedrigeren Ökostrom-Marktpreisen (Importpreise) in Deutschland verkaufen.
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10.07.2011, 18:02
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10.07.2011, 18:05
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Boriba, das stimmt, und es ärgert mich auch. Frankreich z.B. ist der weltweit größte Kernkraftbefürworter.
Und was macht Frankreichs Stromindustrie. Die paar Prozent Strom, die man ohnehin aus Wasserkraft produziert, werden auch noch an deutsche Stromfirmen verkauft, die diesen dann an ihre Ökokunden weiterverkaufen. Im Grunde subventionieren wir mit unserer Strompolitik u.a. den französische Atomkonzern EDF.
Solange den Konzernen erlaubt wird, ihre produzierten Strommengen aufzusplitten in Öko-Strom und Atomstrom, bleibt dieser Irrsinn bestehen. Es wird kein Volt an Kernkraftstrom weniger produziert und kein Volt mehr an Ökostrom.
Das absolut einzige, was passiert, ist, dass die Ökostromkonsumenten in Deutschland ein superreines Gewissen haben, und sogar noch glauben, dass ihre Entscheidung für Ökostrom eine Veränderung in der Stromproduktion bewirken könnte.
Aber das ist wirklich das einzige, außer, dass wir ausländische Stomstrom- und Kohlestromkonzernen unser Geld hinterherwerfen.Ich bin, also denke ich
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10.07.2011, 18:09
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Jetzt wirds umgesetzt
Ja, das hat z.B. auch schon Streuner erwähnt.
Das kostet ordentlich Geld.
Einmal Geld für Energieeinsparungsmaßnahmen,
Und dann Geld für Stromspeichermaßnahmen.
Und wenn ich an die aktuelle Steuerermäßigungsdiskussion denke: Warum sollten wir nicht einen nicht unerheblichen Anteil des Geldes nehmen, um z.B. in diese Maßnahmen zu investieren?
Wenn nicht, passiert das, was ich schon geschildert habe. Wir lassen den produzierten Ökostrom einfach in Erde ableiten. Einem wirtschaftlich denkenden Menschen müssen sich doch alle Haare zu Berg stehen.Ich bin, also denke ich
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10.07.2011, 18:16
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Die deutschen Konsumenten glauben auch das ein "Öko-Apfel" aus Neuseeland ökologischer ist - als ein Apfel aus Deutschland der einmal mit einem Pilzmittel gespritzt wurde das man problemlos trinken kann. Die Art der "Verseuchung" der Lebensmittel ist übrigens kein Kriterium - schon allein die "chemische Gewinnung" reicht für den Anti-Öko-Stempel ...
Auch die Düngung mit direkt aus der Luft gewonnenem Stickstoff ist nicht "Öko". Wenn man nun aber eine Pflanze anbaut die Stickstoff aus der Luft gewinnt und diese dann als Dünger verwendet - DANN ist das Öko ...



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