OK, ich hab weggehört.
Wie wir alle wissen, hat die BRD (und auch die DDR) seit den 50er Jahren unzählige Milliarden in die Atomkraftforschung gesteckt, wie auch immer geartete Subventionen, Forschungszentren etc. (die Schätzungen liegen zwischen 80 Milliarden und weit über 200 Milliarden. Was wäre, wenn man auch ähnlich in andere Projekte zur Energiegewinnung investiert.
Hier ein Beispiel:
Weltweit erstes Wasserstoffkraftwerk in Betrieb - Kraftwerk Forschung
Wir könnten doch dezentral solche Werke aufbauen. Und mit entsprechenden Forschungsgeldern könnte man relativ kompakte und günstige Anlagen bauen; nicht nur für 20.000 Haushalte, sondern für weit mehr. Und dann kann keiner mehr mit dem von der Atomlobby heißgeliebten Argument kommen: "Jo was isn , wenn ein paar Tage kei Sonn scheint und es windstill iss?" Nein, wir haben dann unsere Reserven!
Aber es ist wirklich so. Da gibt es Widerstände einer Atomlobby, die bis in die Politik reinragt.
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13.04.2011, 10:47
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Ich bin, also denke ich
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14.04.2011, 22:24
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Soeben läuft "Maybritt Illner" im ZDF zu unserem Thema.
Wenn Stromversorgung für alle möglich ist, dieses jedoch für alle zu teuer wäre oder ist,
dann gibt es nur die eine Möglichkeit, wie dennoch alle Menschen mit Strom versorgt werden können:
Die Energieunternehmen verzichten auf einen Teil ihrer Gewinne.
Tun sie das nicht,
bleibt nur das Gesetz, wonach Gemeinnutz vor Eigennutz geht - und die Energieunternehmen müssen enteignet werden.
Ansonsten lassen wir uns von diesen erpressen.
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Ein paar Fragen noch zur Windkraft:
Kann es sein, dass manche Windräder absichtlich so platziert werden, dass sie auf Ablehnung stoßen?
Es gibt sicher auch Standorte, an denen sich niemand über Windräder aufregt.
Werden diese Standorte wirklich alle genutzt?
Muss wirklich überall ein Windrad stehen wo derzeit überall welche stehen?
Könnte man das eine oder andere Windrad nicht woanders hinstellen?
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14.04.2011, 22:39
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Immer dieser Klotz am Bein - dieser Zwang der Unternehmen, Gewinne machen zu müssen.
Nach einer Verstaatlichung gäbe es dieses nicht mehr.
Verstaatlicht alle Energieunternehmen.
Die Allgemeinheit ist darauf angewiesen, also gehören sie auch in die Hände der Allgemeinheit.
Eine andere Lösung sehe ich nur, wenn die Industrie freiwillig auf einen großen Teil ihrer Gewinne verzichtet.
Es bliebe dann immer noch ein schönes Sahnehäubchen für die Oberen Zehtausend übrig.
Muss denn selbst jedes Sahnehäubchen noch permanent wachsen?!!!
Ist denn ein Leben in sauberer Umwelt und unter zufriedenen friedlichen Menschen - weil sozialer Frieden herrscht - gar nichts mehr wert?
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14.04.2011, 22:56
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Dass der freie Wettbewerb den Strompreis senkt, wie Herr Röttgen sagt, ist falsch.
Wie man offensichtlich sieht, passiert genau das Gegenteil:
Die Energieunternehmen tragen einen Wettbewerb aus, wer seinen Strom am teuersten verkaufen kann.
Glaubt denn wirklich jemand an das Märchen, dass Preisabsprachen nicht stattfinden, weil sie nicht stattfinden dürfen?
Wer will denn was dagegen unternehmen, dass sich die Energiebosse im Urlaub über Geschäftliches unterhalten?!!!
Das Heft der Preisgestaltung durch den Staat bekommt der Staat nur dadurch in die Hand, dass er die gesamte Energieversorgung in die Hand nimmt.
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15.04.2011, 15:20
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Streuner, das ist nicht mal notwendig. Die Bosse wissen ganz genau, wie sie sich zu verhalten haben. Z.B. Tchibo. Da wird eine Pressemitteilung lanciert, dass Tchibo ab dem xx.xx.xxxx den Kaffeepreis um einen Euro erhöht. Und genau zu diesem Termin erhöhen alle den Preis. Ganz ohne Absprachen. Genauso ist es auch mit Mineralölfirmen, die alle zum gleichen Zeitpunkt Super wieder einführen, nur zum Super-Plus Preis, und genauso kooperieren die Stromoligopolisten.
Ich versuche mal eine Lösung: Der Staat hat doch schon "fast" eine große Stromgesellschaft. Zu teuer gekauft, aber da müssen wir durch. Und noch einige wenige Prozent hinzugekauft, dann haben wir (BW, Staat) alle Möglichkeiten der Welt. Dann wird dieser Konzern umgebaut, der Staat macht aus diesem Unternehmen eine (subventionierte) Gesellschaft, die das Ziel hat, Ökostrom zu erzeugen, zu lagern, und zu vermarkten. Das wär möglich. Dann verzichtet der Staat eben darauf, den Großkonzernen in den A.... zu kriechen und macht z.B. sowas:Gib Gas: Wie man Licht und Wind zu Erdgas macht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - WissenschaftIch bin, also denke ich
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15.04.2011, 16:53Inaktiver User
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Aus einem energiewirtschaftlichen Gutachten aus dem Jahr 2007, das in großen Zügen sicher auch heute noch Gültigkeit hat:
Die monopolistisch geprägte Marktstruktur der Stromwirtschaft hat sich seit der Liberalisierung 1998 nicht wesentlich verändert. Mit einem Anteil von über 80 Prozent des erzeugten Stroms der öffentlichen Elektrizitätswirtschaft stellten die marktführenden EVU damals wie heute die größte Gruppe der Energieversorger dar und verfügen noch immer über eine enorme Marktmacht.
Das Bundeskartellamt (2006) geht insgesamt von einem Marktanteil der vier Konzerne EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall von nahezu 90% und somit von einer oligopolistischen Marktstruktur aus.
Zudem ist im Vergleich zu anderen Branchen der Kundenwechsel auf dem Strommarkt nahezu vernachlässigbar.
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15.04.2011, 18:53
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16.04.2011, 10:06Inaktiver User
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Ich finde es bemerkenswert, dass sich Steinmeier hinstellt und vor einem übereilten Ausstieg aus der Kernenergie warnt. Arbeitsplätze und Netzsicherheit. So hörte ich es eben in den 10.00-Uhr-Nachrichten. Ist das Opposition um der Opposition willen. Wäre es nicht sinnvoller gewesen, vielleicht darauf hinzuweisen, dass bei dem Umbau unserer Energieversorgung auch auf Netz- und Arbeitsplatzsicherheit geachtet wird.
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16.04.2011, 10:19
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Tom, ich gehöre auch nicht zu denen, die sofort einen Komplettausstieg wollen. Die alte Ausstiegsregelung (vor Merkel-Westerwelle) war für mich eine vernünftige Lösung. Genug Zeit für den Einstieg neuer Energieformen hätten wir dann auch. Was jetzt unter Schwarzgelb stattfindet, kommt mir vor wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen. Ich gebe Steinmeier Recht, wenn er besonnen reagiert. Das hat etwas mit Realismus zu tun und nicht mit Merkels Hysterie.
Ich bin, also denke ich
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16.04.2011, 10:42Inaktiver User
AW: Ausstieg aus Atomkraft: Gestaltungsmöglichkeiten
Als FJS Atomminister war, ging es der SPD mit der Förderung der Kernenergie nicht rasch genug. Und nun warnt Steinmeier vor einem übereilten Ausstieg. Kann man in der Politik nicht versuchen, mit positiven Perspektiven zu arbeiten und in der Argumentation den Schwerpunkt auf wichtige Dinge im Umbau der Energieversorgung zu setzen. Es war natürlich die Nachrichtenmeldung einer Redaktion, aber wer weiß, wie Nachrichten gemacht werden, der wird auch feststellen, dass es überall die gleichen Nchrichten sind, weil überall dieselbe Pressemitteilung oder DPA-Meldung verwurstet wird.
Geändert von Inaktiver User (16.04.2011 um 11:00 Uhr)



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