Die Wirkung der natürlichen Strahlung oder der Röntgenstrahlung ist ja nach dem Ereignis beendet, also nach der Röntgenaufnahme oder dem Flug.
Die strahlenden Partikel nach einem Atomunfall baut aber der Körper in seinen Zellen ein, weil er das radioaktive Jod wie das nichtstrahlende Jod behandelt, entsprechend Caesium und Strontium.
Diese radioaktiven Atome strahlen dann im Körper über Jahre und Jahrzehnte weiter und führen zu den Zellschäden wie Krebs und anderen.
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Thema: Die Ereignisse in Japan
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16.03.2011, 10:37
AW: Die Ereignisse in Japan
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16.03.2011, 10:39
AW: Die Ereignisse in Japan
Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde, das erklärt manches.
Mark Twain (1835-1910)
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16.03.2011, 10:48
AW: Die Ereignisse in Japan
Das ist mir zu allgemein, sorry.
Ich verbrauche Strom, z.B., indem ich dies hier schreibe.
Ich spare an einigen Stellen, an anderen nicht.
Ich bin der Meinung, dass wir nur genausoviel Strom verbrauchen dürfen, wie wir mit regenerativen Energien herstellen können.
(Süß naiv klingt das, nicht?)
Leider nicht.War es wegen Tschernobyl vorbei ?
Aber der Reaktor tand in einem so hübsch unzivilisierten Land.
Es gab das wunderbare Totschlagargument "ja, in Weißrussland! Die kennen natürlich keine Sicherheit so wie wir." Das war IMMER ein Hauptargument pro AKW`s: unsere sind ja "sicher".
Das Argument hat sich ja jetzt wohl endgültig erledigt.
Jedem ist bewusst, wirklich jedem, dass das exakt die gleiche Technik ist in Japan wie die, die wir auch verwenden.Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.
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16.03.2011, 10:49Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Diesen Gedanken folge ich.
Was dabei allerdings völlig vergessen wird, ist, dass die Japaner ausgerechnet in einem dichtbesiedelten Erdbebenland ein AKW am anderen stehen haben.
- Ich frage mich schon immer, wie kommt man dazu?
- Pro-AKWler meinen wahrscheinlich: Wenn die Japaner sogar in einem dichtbesiedelten Erdebengebiet AKW bauen und meinen, das ginge gut, dann ist das bei uns erst recht kein Problem.
Letztendlich geht es noch nicht mal so sehr um erdbebensicheres Bauen, sondern darum ob die Stromversorgung zur Kühlung unter allen denkbaren Umständen gehalten werden kann.
Die Stromversorgung ist der eigentliche Enpass.
Ein AKW ist nur sicher wenn die Stromversorgung jederzeit gesichert ist.
Und das Rohrleitungssystem intakt.
Und genügend Wasser vor Ort.
Das hat mit Kernspaltung alles nichts zu tun.
Das ist Elektrik und Mechanik.
Vielleicht ist es deshalb für einen Naturwissenschaftler so einfach zu sagen, ein AKW ist sehr, sehr sicher. Es geht ihm dabei nämlich hauptsächlich um Elektrik und Mechanik .....?!?!
Und das sind für einen Physiker die überschaubarsten Bereiche.....?!?!
Ich als Laie, als Konsument, kriege da aber auch die Krise.
Elektrik und Mechanik.
Da muss ich nur an meine Fahrradbeleuchtung denken.
- Das war nur ein Versuch einer Annäherung an ein Denken, das mir sehr fremd ist.
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16.03.2011, 10:51Inaktiver User
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16.03.2011, 10:53
AW: Die Ereignisse in Japan
Dazu mal zwei Gedanken:
Ist es sinnvoll, im privaten Haushalt möglichst viel Strom zu sparen, wenn man zugleich eine Lebensversicherung hat und/oder private Altersvorsorge betreibt, wo beides hinsichtlich einer möglichst guten Rendite eben auch darauf beruht, dass die dahinter stehenden Unternehmen in Investmentfonds oder Aktien investieren, welche direkt von den Gewinnen der Atomindustrie profitieren?
Ist es sinnvoll möglichst häufig mit dem Fahrrad zu fahren, wenn man zugleich mindestens einmal im Jahr eine Flugreise von x-tausend Kilometern unternimmt?
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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16.03.2011, 10:55
AW: Die Ereignisse in Japan
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16.03.2011, 10:56
AW: Die Ereignisse in Japan
Es galt doch bisher als naiv, die Argumente der AKW-Betreiber anzuzweifeln.
Die Kritiker, oder eben auch die Grauhaarigen, die sich seit 25 Jahren um Tschernobyl-Opfer kümmern und mäßig beachtete Aktionen zum Gedenken an die Folgen starten - das sind doch die ewig Belächelten gewesen. (Dabei ist es doch hochgradig naiv, anzunehmen, wir hätten garantiert immer Strom)
Mein Gefühl sagt mir, dass das jetzt endlich mal vorbei ist.
Aber mein Gefühl hat mich schon oft betrogen.Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.
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16.03.2011, 10:58
AW: Die Ereignisse in Japan
Ja, lieber VanDyck solche Fragen stelle ich mir auch. Aber eine Heilige bin ich auch nicht. Ich setzt Prioritäten, und die können bei jedem anders aussehen. Ich bin z.B. Kettenraucher, leisten kann ich mir das nicht, schaden tuts mir sowieso. Aber da sage ich dann ganz brutal, ist doch scheißegal an was ich verrecke.....jetzt mal sehr verkürzt ausgedrückt.
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16.03.2011, 11:02Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Indem man die AKW so derartig gut gegen Erdbeben absichert, dass nur jenes berühmte "Restrisiko" bleibt, das sich angeblich höchstens alle 1000 Jahre realisiert.
Man darf ja nicht vergessen, dass selbst die 8,2, für die die AKW ausgelegt sind, bereits Sicherheitspuffer beinhalten. Und dass man über das moderne AKW Onagawa, das genauso weit vom Epizentrum entfernt liegt wie Fukushima, selbst bei diesem Extrem-Erdbeben und diesem Extrem-Tsunami nicht die Kontrolle verloren hat.
Es kam in Fukushima zu dem, was die Risikoanalysten unserer Regierungen eben so ungern berechnen: zur Verkettung unglücklicher Umstände. Und da zeigt sich halt, dass die international üblichen Risikoberechnungen, die isolierte Krisen und deren Relevanz berechnen, für die Tonne sind.
Selbst die Grünen sagen, sie müssten neu rechnen, würden dann wahrscheinlich auf eine weitere Verkürzung der Laufzeiten kommen.
Das ist sehr plausibel, obwohl viele kritische Physiker der Auffassung sind, dass ein derartig komplexes und fehlerintolerantes System nicht auf Dauer beherrscht werden kann.Letztendlich geht es noch nicht mal so sehr um erdbebensicheres Bauen, sondern darum ob die Stromversorgung zur Kühlung unter allen denkbaren Umständen gehalten werden kann.
Die Stromversorgung ist der eigentliche Enpass.
Ein AKW ist nur sicher wenn die Stromversorgung jederzeit gesichert ist.
Und das Rohrleitungssystem intakt.
Und genügend Wasser vor Ort.
Das hat mit Kernspaltung alles nichts zu tun.
Das ist Elektrik und Mechanik.
Vielleicht ist es deshalb für einen Naturwissenschaftler so einfach zu sagen, ein AKW ist sehr, sehr sicher. Es geht ihm dabei nämlich hauptsächlich um Elektrik und Mechanik .....?!?!
Und das sind für einen Physiker die überschaubarsten Bereiche.....?!?!
Wenn es irgend etwas geben sollte, was Fachleute angesichts von Fukushima gelernt haben, dann ist es das: dass es durch eine Verkettung unglücklicher Umstände tatsächlich auch in einem hochtechnisierten Land und bei redundant ausgelegten Sicherheitssystemen zu einem umfassenden Ausfall der Stromversorgung kommen kann.
Wenn man das in den Mittelpunkt von Risikoabschätzungen stellt, wird klar, dass dieses "Rest"-Risiko bisher völlig falsch eingeschätzt wurde. Ich halte es nämlich keineswegs für einen unglücklichen Zufall, dass sich die berechneten Risiken nicht erst in 50.000 Jahren realisiert haben, sondern schon mindestens zum dritten Mal (Tschernobyl, Harrisburg, Fukushima).Geändert von Inaktiver User (16.03.2011 um 11:14 Uhr)



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