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Thema: Die Ereignisse in Japan
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16.03.2011, 10:01
AW: Die Ereignisse in Japan
Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.
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16.03.2011, 10:01
AW: Die Ereignisse in Japan
dann kommt noch das Arbeitsplatzargument!!
Fest und stark ist nur der Baum, der unablässig Windstössen ausgesetzt war, denn im Kampf festigen und verstärken sich seine Wurzeln
(Seneca)
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16.03.2011, 10:02
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16.03.2011, 10:03
AW: Die Ereignisse in Japan
Das weiss doch keiner, was passieren wird,
ungünstige Wetterlagen, starke Winde etc.
ich persönlich denke, wir bekommen auch Strahlung ab.
BountyFest und stark ist nur der Baum, der unablässig Windstössen ausgesetzt war, denn im Kampf festigen und verstärken sich seine Wurzeln
(Seneca)
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16.03.2011, 10:04
AW: Die Ereignisse in Japan
Spiegel berichtet:
Im Leitungswasser des Umlandes sind radioaktive Stoffe aufgetaucht...
punkix
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16.03.2011, 10:08Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Schon von Anfang an hatte ich den Eindruck, dass bei aller Hilfsbereitschaft das falsche Verständnis für das Land besteht.
Beispiel: THW. Die Japaner haben die ausländischen Katastrophenhelfer wieder heimgeschickt. Es ist, wie ich vermutet hatte: die Japaner haben selber genügend hervorragende Leute, aber nun mal eine zusammengebrochene Infrastruktur. Wie ich schon vor Tagen sagte: Jeder ausländische Katastrophenhelfer, der nicht selber für seine Logistik (Transport) sorgen kann und noch nicht mal ansatzweise die Landessprache beherrscht, ist nur Balast und keine Hilfe. Er kann nichts tun, was japanische Katastrophenhelfer nicht mindestens genauso gut könnten.
Der Vorsitzende des Deutschen Katastrophenschutzes hat gestern gesagt, das japanische Katastrophenschutzsystem gehöre zu den besten der Welt, und wenn jemand die Menschen aus Tokio evakuieren könne, dann sie selber. Aber selbst das ist angesichts einer Zahl von mindestens 35 Millionen Menschen im Großraum Tokio nicht realistisch. Und derzeit auch gar nicht nötig.
Die Japaner sind zu dem Schluss gekommen, dass hier Höflichkeit nicht weiterhilft und dass es am besten ist selber zu bestimmen, welche Hilfe sie brauchen und welche nicht. Sie haben Brüssel gebeten ihnen "in einer abgestimmten Aktion" (also nicht jedes EU-Land quer durcheinander) Hilfen aus einer detaillierten Liste zukommen zu lassen. Das sind v.a. Decken, Matratzen, Wassertanks.
Außerdem haben sie das Hilfsangebot der USA und Kanadas angenommen Ärzte zu schicken, um die Katastrophenopfer zu betreuen.
Wir müssen - anders als in Haiti u.ä. Ländern - davon ausgehen, dass die Japaner ein gutes Urteilsvermögen haben und selber am besten wissen, was sie brauchen und wann sie wie evakuieren. Sie sind uns in nichts, in absolut nichts unterlegen. Im Gegenteil.
Sieh dir nur an, was in Deutschland passiert, wenn mal 20 cm Schnee fallen. Überleg mal, wie die USA in New Orleans versagt haben. Die Japaner - denen man tatsächlich außerordentliche Lernfähigkeit attestieren kann
haben aus der Tragödie von Kobe sehr viel gelernt und ihren Katastrophenschutz perfektioniert, was ihnen jetzt zugute kommt.
Und was den Wunsch zur Evakuierung betrifft: Selbst diejenigen Japaner, die intensive Auslandskontakte oder gar binationale Familien haben, schicken im Augenblick allenfalls ihre Frauen und Kinder weg, aber sie selber bleiben da. Sie werden gebraucht, jetzt mehr denn je - an ihrem Platz im Supermarkt, hinter dem Lenkrad von Linienbussen, in der Fabrik, die für den Export produziert ....
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16.03.2011, 10:09
AW: Die Ereignisse in Japan
Das Chaos wird weiter zunehmen.
Es wird zu einer Kernschmelze kommen, eine Atompilzwolke wird bald für alle Welt sichtbar werden, die Technik via Satellit macht es möglich. Aber vor Ort bekommt man die Versorgung so vieler Menschen gar nicht in den Griff.
Wer will dort hinfahren, um Waren zu liefern? Trinkwasser? Die Stromversorgung aufrecht erhalten? Wenn allein in Tokio auch nur stundenweise der Strom ausfällt - wie wollen die Leute in ein 30. Stockwerk kommen?
Die Klimaanlagen werden ausfallen, die Verkehrsmittel werden unregelmäßig fahren können.
Die Lebensmittel sind jetzt schon knapp. Ohne Strom kann die Logistik des Nachschubs nicht funktionieren, ohne Strom wird die Kasse gar nicht zu öffnen zu sein, um bezahlen zu können und ob man an Geld rankommt, scheint mir auch fraglich zu sein. Alles elektronisch erfaßt - aber wenn man keinen Zugang hat - was dann?
Natürlich wird die Welt zusehen. Weil sie ebenso hilflos ist. Oder gleichgültig. Was geht es uns an? Wie gut, dass wir ganz weit weg sind. Schuldbewußt aufatmen. Das wars.....
Weil man sich selbst der Nächste ist.
Oder hat hier jemand den Koffer gepackt, um vor Ort ein wenig Unterstützung anzubieten? Ist jemand bereit sein Konto mit einem Japaner zu teilen, der nicht an seins rankommt?
Polemik? Vielleicht oder sogar sicherlich.
Die Erfahrung anderer kleinerer (!) Katastrophen (Haiti war ja schließlich ein Schiss dagegen) zeigt doch, dass Hilfen in der Regel gar nicht wirklich ankommen, in irgendwelchen Kanälen versickert...
Und hier ist auch noch eine unmittelbare gesundheitliche Gefährdung gegeben.
Ganz ehrlich: ich wollte da nicht hin. Ums verrecken nicht. Ich könnte eh nicht helfen. Weder finanziell noch sonstwie. Also: warum etwas tun???
Dass mein Herz blutet, ist eine ganz andere Sache....
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16.03.2011, 10:10
AW: Die Ereignisse in Japan
Das frage ich mich auch. Und auch ich hätte lieber Unrecht gehabt. Ich war immer überzeugt davon, dass wieder etwas passieren wird, und dass es keine '1000 Jahre' oder andere weit entfernte Zeiträume dauern wird. Wäre schön gewesen, falsch zu liegen. Jetzt kann man nur die Chance nutzen und dafür sorgen, dass es Zukunft nicht mehr passiert, dass es keine zukünftigen Opfer geben wird. Präventiv für die möglichen nächsten.
Den Menschen in Japan hilft das leider nicht mehr.
Das erstaunt mich auch. Ebenso die Menschen, die sagen: aber bei uns gibt es doch keine Tsunamis und keine schweren Erdbeben... oder die davon überzeugt sind, dass unsere Atomkraftwerke "sicher" sind.
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16.03.2011, 10:11
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16.03.2011, 10:15
AW: Die Ereignisse in Japan
Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.



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