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    AW: Die Ereignisse in Japan

    -auch Deutschland hat marode Dämme, keine Hurricans und trotzdem regelmässig überraschende Überflutungen
    -auch Deutschland lebt seit Jahrzehnten auf die Kosten der nächsten Generation
    -die USA fördern mehr Erdöl als sie verbrauchen
    -den Klimawandel gibt es seit Milliarden Jahren und wird es in ein paar Milliarden Jahren immer noch geben

    ... alles kein Grund für depressives Dauerjammern und der Zementierung einer Opfermentalität ...

  2. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von boriba Beitrag anzeigen
    -auch Deutschland hat marode Dämme, keine Hurricans und trotzdem regelmässig überraschende Überflutungen
    -auch Deutschland lebt seit Jahrzehnten auf die Kosten der nächsten Generation
    -die USA fördern mehr Erdöl als sie verbrauchen
    -den Klimawandel gibt es seit Milliarden Jahren und wird es in ein paar Milliarden Jahren immer noch geben
    Hm, ja. Du warst es doch auch, die/der behauptet hat, Erdbeben der Stärke 9 gäbe es alle 20 Jahre irgendwo. Vielleicht solltest du grundsätzlich deine Informationsquellen überprüfen.
    Geändert von Inaktiver User (15.03.2011 um 17:42 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Darf und kann der das einfach mal so versprechen?
    Darf er und kann er. Und seltsamerweise glaube ich ihm das diesmal sogar.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Westdeutschland hat 1989 kurz mal eben knapp 20 Mio ostdeutsche Landsleute eingemeindet und eher mehr als weniger industriell mitversorgt.

    Wir haben inzwischen viele Gemeinden im ganzen Land, die infrastrukturell noch nicht so schlecht da stehen aber unter Einwohnerabwanderung leiden.

    Ich denke seit ein paar Tagen drüber nach, ob wir aktuell nicht locker ein paar Millionen Japaner vertragen könnten ... oder wenigstens ein paar tausend ....

    Ernsthaft.
    Was soll ich sagen, es steht bei uns alles bereit. Inklusive einer japanischen Infrastruktur. Und tatsächlich sind sogar schon einige von ihren Verwandten hier hergekommen.
    Aber eine große japanische Einwanderungswelle wird es nicht geben.
    Blautanne beschreibt die japanische Haltung sehr gut und richtig.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch wenn es aus unserer Sicht schwer nachvollziehbar ist - so sind die Japaner nicht. Sie konzentrieren sich auf das, was zu tun ist.
    Übrigens habe ich vorhin die Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft gehört. Auch sie machte deutlich, dass die Menschen sehr pragmatisch und nicht so emotional an Krisensituationen herangehen wie Deutsche. Außerdem kann man nicht oft genug betonen, dass das Land wirklich an Katastrophen gewöhnt und auf Krisen durch fortwährendes Training vorbereitet ist.
    Solche Krisenvorbereitung, für die Gesamtbevölkerung vom Kleinkind bis zum Greis, gibt es nirgendwo sonst auf der Welt.
    *zustimm*

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wäre auch Unfug, auf den Gedanken zu kommen, ausgerechnet nach Deutschland zu fliehen. Das wäre so, als würden wir bei einer Katastrophe mal eben nach China fliegen. Wo uns kein Mensch versteht und die Mentalität auch eine gänzlich andere ist. Da gäbe es, wenn man denn unbedingt weg möchte, sicher im wahrsten Sinne des Wortes Naheliegenderes.
    Da japanisch mit keiner anderen asiatischen Sprache verwandt ist, die Japaner in Asien sehr unbeliebt sind und sie sich selbst eher als westlich sehen, wäre der kulturelle Schock für sie in Europa oder USA deutlich geringer als z.B. in China.

  4. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Westdeutschland hat 1989 kurz mal eben knapp 20 Mio ostdeutsche Landsleute eingemeindet und eher mehr als weniger industriell mitversorgt.

    Wir haben inzwischen viele Gemeinden im ganzen Land, die infrastrukturell noch nicht so schlecht da stehen aber unter Einwohnerabwanderung leiden.

    Ich denke seit ein paar Tagen drüber nach, ob wir aktuell nicht locker ein paar Millionen Japaner vertragen könnten ... oder wenigstens ein paar tausend ....

    Ernsthaft.

    ich bin mir sicher, dass wir das könnten, wenn wir wollten.
    ich bin mir allerdings nicht so sicher, ob viele japaner das wollen.

    mir geht's grad wie vielen - ich kann überhaupt nicht einschätzen, wie das enden wird. das schrecklichste bild, dass ich im moment vor augen habe ist, dass ich meinen enkeln mal erzählen werde, dass diese verseuchten, verlassenen inseln im pazifik vor gar nicht so langer zeit eine jahrtausendalte kultur beherbergten.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von boriba Beitrag anzeigen
    ... alles kein Grund für depressives Dauerjammern und der Zementierung einer Opfermentalität ...
    Das ist mir auch noch nie aufgefallen. Trotz der Kritik am Klimawandel oder an der Atomkraft.
    Gejammert wird doch fast ausschließlich über angeblich zu hohe Preise.
    Geändert von DerJunge82 (15.03.2011 um 18:34 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das schrecklichste bild, dass ich im moment vor augen habe ist, dass ich meinen enkeln mal erzählen werde, dass diese verseuchten, verlassenen inseln im pazifik vor gar nicht so langer zeit eine jahrtausendalte kultur beherbergten.
    Ach komm.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber Katastrophen als solche, lebensbedrohliche Krisen, sind etwas Normales in Japan.
    Man geht damit um. Wenn die Erde wackelt, dann setzt man die Hochhäuser eben auf Kugellager - wie übrigens schon ganz früher die japanischen Holzhäuser.
    Und wenn man aus einem Gebiet fliehen muss, dann weiß man eben, dass im Rathaus Listen bereit liegen mit den Namen der Gemeindebewohner, und dass man Fahrzeuge organisieren muss, um sie zu evakuieren.
    Die Menschen denken auch nicht nur an sich selber, sondern auch an andere. Auch wenn das in den anonymen Großstädten abgenommen hat, ist dieser Gemeinschaftsgeist immer noch vorhanden.





    Mag ja alles sein. Aber wenn man es mit der Muttermilch aufnimmt, dass das Leben in jedem Augenblick bedroht ist - durch Vulkane, Erdbeben, Tsunamis und Schnee in mehreren Metern Höhe - und wenn man mit Pragmatismus und Bereitschaft allen Widrigkeiten trotzt, alle diese Krisen meistert und gemeistert hat, dann ist das eben ein Verhaltensmuster, das auch jetzt, in dieser besonders schweren Krise, zur Stütze der Menschen wird.
    In einem Spiegel-Artikel hieß es, ein japanisches Sprichwort laute: siebenmal hinfallen, achtmal aufstehen.
    Das ist eben eine völlig andere Welt als die der Jammerwessis und Jammerossis.


    P.S.: In einem Japan-Buch von Gert Anhalt heißt es, die Japaner seien versessen auf die Vergänglichkeit. Deshalb sind sie vollkommen vernarrt in die kurzlebige Kirschblüte, deshalb lieben sie die semi, eine Zikadenart, die im Sommer einige wenige Wochen lang einen ohrenbetäubenden Lärm machen. - Japaner sind einfach andere Menschen.
    Ganz ehrlich: ich finde das in der heutigen Zeit ganz schwierig, ganze Nationen einheitlich charakterisieren zu wollen. Nationen sind keine Inseln mehr, der Einfluss anderer Nationen ist riesig - Internet, Studien im Ausland, internationale Konzerne / Arbeitsfelder usw usw.
    Was vor 50, 40, 30 und 20 Jahren evtl zutreffend war, muss heute nicht mehr so sein.
    Sieht man ja auch in Deutschland - wir sind doch sehr divers als Nation. Manche jammern, andere nicht. Manche reisen gerne, andere nicht. Manche halten zur Familie, andere nicht. Manche wollen Karriere, andere eben Familie.
    Ich kenne einige Japaner, die in den USA oder Europa studiert haben, und die nicht den Gemeinschaftsgedanken haben. Investment Banker zum Beispiel - japanische fahren da auch die Ellenbogen aus. Und die Mutter (Japanerin) einer Freundin von mir ist so egoistisch, dass sie Mann und Kind oft traurig macht - und an ihre Familie (Eltern, Tanten Cousins, etc) denkt sie auch nicht oft.

    Um ehrlich zu sein - ich denke, dass Stolz und Ehre in der Art und Weise wie mit Katastrophen umgegangen wird auch eine sehr grosse Rolle spielt. Nach der Kapitulation im Weltkrieg gab es viele Selbstmorde. Traditionell lassen sich Japaner nicht gerne helfen. Vielleicht stammt daher auch die Organisation, wenn es um Katastrophen geht.
    In der heutigen Globalisierung ist dieses Denken allerdings nicht mehr so vorherrschend, Japan hat ja auch um Hilfe gebeten.


    Die Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft hat genau diese Möglichkeit belächelt.
    Hast Du etwas anderes erwartet? Vor allem, mit dem von Dir genannten Gemeinschaftsgedanken im Hinterkopf? Man will doch nicht die japanische Regierung schlecht dastehen lassen.

    Greenpeace und einige Regierungen haben aber die sparsame Info-Politik Japans in den letzten Tagen stark kritisiert.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nur ist eine Kernschmelze einfach ein ganz anderes Kaliber.

    Und ein Verhalten, was in einer Situation oder in Fünfen richtig ist, kann in einem anderen Grundfalsch sein.
    Das sehe ich auch so.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ach komm.
    Denkst Du, dass die Vision von cat so weit hergeholt ist?

    Ok, bei den Atombomben hat es auch nur ein paar Jahre / Jahrzehnte gedauert, aber die haben doch auch alles platt gemacht.

  9. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Da japanisch mit keiner anderen asiatischen Sprache verwandt ist, die Japaner in Asien sehr unbeliebt sind und sie sich selbst eher als westlich sehen, wäre der kulturelle Schock für sie in Europa oder USA deutlich geringer als z.B. in China.
    Selbstverständlich würden sie nicht nach China gehen (wer würde das schon), in erster Linie würden sie, wenn überhaupt, einen anderen Teil ihres Landes in Betracht ziehen.

  10. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von little_miss_sun Beitrag anzeigen
    Denkst Du, dass die Vision von cat so weit hergeholt ist?

    Ok, bei den Atombomben hat es auch nur ein paar Jahre / Jahrzehnte gedauert, aber die haben doch auch alles platt gemacht.

    Ich halte cats letzten Satz für ein wenig zu melodramatisch.

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