Gott erhalte dir deinen Glauben, dass das was nicht passieren darf, auch nicht passieren wird.Bin ich von überzeugt.
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Thema: Die Ereignisse in Japan
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15.03.2011, 13:04
AW: Die Ereignisse in Japan
Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde, das erklärt manches.
Mark Twain (1835-1910)
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15.03.2011, 13:39Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Gert Anhalt, ein langjähriger Japan-Kenner, hat vorhin gesagt, es würde wohl kein anderes Land auf der Welt geben das mit einer Katastrophe so gut umgeht.
Wenn es nur das Mega-Erdbeben und den Riesen-Tsunami gegeben hätte, würde man das in relativ kurzer Zeit bewältigen.
Die Japaner sind sehr erdbebenerfahren, außerdem äußerst diszipliniert und gemeinschaftsorientiert.
Man müsse sich vorstellen, dass ein hochtechnisiertes Land auf Taschenlampen und Transistorradios zurückgeworfen ist.
Die Menschen bei den jetzigen Minusgraden zu kleiden, zu füttern und mit Trinkwasser zu versorgen ist angesichts der zerstörten Transportwege eine ungeheure Herausforderung.
Noch was zur Mentalität der Japaner
Man denke nur an die Plünderungen, an die Nationalgarde, die in New Orleans mit Maschinengewehren patrollieren musste ...
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15.03.2011, 13:47
AW: Die Ereignisse in Japan
Hier sind noch ein paar Ticker:
IAEA Update on Japan Earthquake
?English????????????? - Fukushima International Association ?????????"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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15.03.2011, 13:49
AW: Die Ereignisse in Japan
Ich glaube, dass ich vielleicht verstehe was du meinst, allerdings wundert es mich nicht. Ja, die Bewegung Anti-Atomkraft hat in Deutschland Tradition und ich glaube, dieses Denken teilen weit mehr Menschen, als die, die man seit Jahrzehnten mehr oder weniger kontinuierlich auf der Straße sieht oder die sich anders aktiv engagieren. Mein Eindruck ist, dass sich diese bisher stillen Atomkraftgegner nun zumindest teilweise mobilisieren. Vermutlich aus verschiedenen Gründen. Manche finden ihr Unbehagen bestätigt und nehmen den schrecklichen Anlass, sich neu oder intensiver zu informieren und reagieren entsprechend. Andere, Politikverdrossene, sehen aktuell die Chance, dass sich nun wirklich zeitnah und sichtbar etwas in Deutschland verändern könnte, und dass es sich lohnt, aktiv zu werden und aus der Resignation zu gehen.
Ähnlich erlebe ich es zumindest in meinem Umfeld. Die, die jetzt (wieder) mobil werden und z.B. an den Demonstrationen teilnehmen, sind schon lange gegen Atomkraft und haben sich auch nie anders geäußert.
Von der hier im Forum teilweise besprochenen auffälligen (und neuen) Hysterie oder Panik bekomme ich jedoch nichts mit.
Das ärgert mich auch.
Die Hoffnung oder der Wunsch, zukünftige Opfer zu verhindern, steht für mich nicht im Widerspruch, für die aktuell tatsächlich Betroffenen Anteilnahme zu empfinden.
Ich empfinde diese Bezeichnung auch nicht als angebracht.
Prof. Heilmann sagte gestern bei Beckmann, die eigentliche Gefahr, das Risiko, sei der Reaktor selbst; die Hülle darum sei die Risikomaßnahme zur Abwehr dieser Gefahr und die äußeren Faktoren, bzw. Umwelteinflüsse, sind weitere Risikofaktoren.
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15.03.2011, 13:57Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Sorry, da war ich gerade schon offline.

Entweder so, oder so. Möglich ist aber auch das es jetzt endlich zu allen durchgedrungen ist das ein AKW nie sicher sein kann.
Womöglich haben sogar manche geglaubt diese Dinger wären sicher und dann aus diesem Glauben heraus der Verlängerung zugestimmt. Damit meine ich jetzt nicht Merkel,Röttgen etc, sondern einzelne Abgeordneten, einen davon kenne ich und der hat mir das genau so gesagt und versichert. Ich halte ihn für ehrlich und glaube ihm. Dieses Unglück hat ihn letztendlich wachgerüttelt und er bedauert sein "ja" vor sechs Monaten.
S.o. Im übrigen halte ich dieses Thema für zu brisant um hämisch zu sein.
Ich kenne aktuell niemanden der so kalt, herzlos, ignorant und gehässig ist.
Aber du wirst noch über dich selbst fallen wie jeder hochmütige.
Auch das ist mit Sicherheit ein Grund. So ehrlich muß man sein.
Allerdings war die Regierung zu Beginn sehr ehrlich. Die Laufzeitverlängerungen wurden bereits vor der Wahl angekündigt.
Was mich ein wenig ärgert ist dieses stufenweise zurückschwimmen. Es ist doch albern von einer Aussetzung zu sprechen und von einem Zeitraum von 3 Monaten.
Ich bin felsenfest davon überzeugt das die AKWs sobald sie abgeschaltet sind, nie wieder ans Netzt gehen werden.
Auch die Laufzeitverlängerung ist m.E. definitv Geschichte.
Alles andere wäre kaum vermittelbar und, ich sage es mal deutlich, saudämlich.
Saudämlich ist es allerdings auch diese 3 Monatsfrist überhaupt aufgebracht zu haben. Das ist mit Sicherheit der richtige Weg die Menschen misstrauisch zu machen. Viele werden glauben das nach den Wahlen alles wieder auf Anfang gesetzt wird. Wem kann man es verdenken ?
Aber offensichtlich scheint unserer Vorsitzenden wirklich jegliches Gespür für die Menschen und auch für die Politik verloren zu haben.
Schade, das nennt man wohl eine verpasste Chance.
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15.03.2011, 13:59Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Zu den Postings bezüglich der Wortschöpfung "Restrisiko":
Ja, eigentlich ist das Wort "Restrisiko" ein Beschwichtigungsversuch. Man könnte das nämlich einfach "Risiko" nennen. Der "Rest" suggeriert, dass die AKW sicher sind, bis auf einen winzigen "Rest" Unsicherheit. Aber definitionsgemäß ist das ja schlicht das, was bereits das Wort "Risiko" ausdrückt.
Diese Manipulation durch Sprache war mir vorher gar nicht bewusst.
Ab sofort werde ich das Wort "Restrisiko" nur noch ironisch verwenden.Geändert von Inaktiver User (15.03.2011 um 14:02 Uhr)
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15.03.2011, 14:01Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Es gibt auch die, die nicht demonstrieren gehen und seit Jahren versuchen diese Ziele in den Instanzen zu erreichen.
Ich z.B. werde auch weiterhin nicht auf die Strasse gehen, sondern genau das weitermachen was ich seit Tschernobyl mache. Versuchen zu überzeugen, Mehrheiten suchen und so eine Änderung erreichen.
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15.03.2011, 14:02
AW: Die Ereignisse in Japan
Gerade in Griechenland (hat m.W. keine AKW?) und Italien gibt es ja aktive Vulkane und auch starke Erdbeben (in Italien zuletzt in Aquila 2009).
Wenn man zudem an die katastrophalen Zustände rund um die Müllentsorgung in Neapel denkt, wird einem ganz anders bei der Erklärung, daß dort neue AKW gebaut werden sollen...
lg lenitaGeändert von lenita (15.03.2011 um 14:20 Uhr)
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15.03.2011, 14:05Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
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15.03.2011, 14:06


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