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  1. User Info Menu

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Bin ich von überzeugt.
    Gott erhalte dir deinen Glauben, dass das was nicht passieren darf, auch nicht passieren wird.
    Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde, das erklärt manches.
    Mark Twain (1835-1910)

  2. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Gert Anhalt, ein langjähriger Japan-Kenner, hat vorhin gesagt, es würde wohl kein anderes Land auf der Welt geben das mit einer Katastrophe so gut umgeht.
    Wenn es nur das Mega-Erdbeben und den Riesen-Tsunami gegeben hätte, würde man das in relativ kurzer Zeit bewältigen.

    Die Japaner sind sehr erdbebenerfahren, außerdem äußerst diszipliniert und gemeinschaftsorientiert.
    Man müsse sich vorstellen, dass ein hochtechnisiertes Land auf Taschenlampen und Transistorradios zurückgeworfen ist.
    Die Menschen bei den jetzigen Minusgraden zu kleiden, zu füttern und mit Trinkwasser zu versorgen ist angesichts der zerstörten Transportwege eine ungeheure Herausforderung.

    Noch was zur Mentalität der Japaner
    Man denke nur an die Plünderungen, an die Nationalgarde, die in New Orleans mit Maschinengewehren patrollieren musste ...

  3. Moderation

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    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zwar gibt es in D schon lange eine Anti-Atombewegung und trotzdem wundert es mich wie sehr wir Deutschen auf dieses Unglück in Japan reagieren.
    Ich glaube, dass ich vielleicht verstehe was du meinst, allerdings wundert es mich nicht. Ja, die Bewegung Anti-Atomkraft hat in Deutschland Tradition und ich glaube, dieses Denken teilen weit mehr Menschen, als die, die man seit Jahrzehnten mehr oder weniger kontinuierlich auf der Straße sieht oder die sich anders aktiv engagieren. Mein Eindruck ist, dass sich diese bisher stillen Atomkraftgegner nun zumindest teilweise mobilisieren. Vermutlich aus verschiedenen Gründen. Manche finden ihr Unbehagen bestätigt und nehmen den schrecklichen Anlass, sich neu oder intensiver zu informieren und reagieren entsprechend. Andere, Politikverdrossene, sehen aktuell die Chance, dass sich nun wirklich zeitnah und sichtbar etwas in Deutschland verändern könnte, und dass es sich lohnt, aktiv zu werden und aus der Resignation zu gehen.

    Ähnlich erlebe ich es zumindest in meinem Umfeld. Die, die jetzt (wieder) mobil werden und z.B. an den Demonstrationen teilnehmen, sind schon lange gegen Atomkraft und haben sich auch nie anders geäußert.

    Von der hier im Forum teilweise besprochenen auffälligen (und neuen) Hysterie oder Panik bekomme ich jedoch nichts mit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was mich besonders ärgert, dass hier gewisse Personen aus dem bürgerlichen Umfeld und AKW-Befürworter sich jetzt plötzlich unter Berufung auf Pietät und Betroffenheit gegen jede Diskussion verwehren!
    Das ärgert mich auch.

    Die Hoffnung oder der Wunsch, zukünftige Opfer zu verhindern, steht für mich nicht im Widerspruch, für die aktuell tatsächlich Betroffenen Anteilnahme zu empfinden.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was mich noch mehr ärgert, ist das Wort Restrisiko. Wenn alle paar Dekaden mit einem derartigen Unfall gerechnet werden muss, ist die Bezeichnung ja wohl kaum angebracht.
    Ich empfinde diese Bezeichnung auch nicht als angebracht.

    Prof. Heilmann sagte gestern bei Beckmann, die eigentliche Gefahr, das Risiko, sei der Reaktor selbst; die Hülle darum sei die Risikomaßnahme zur Abwehr dieser Gefahr und die äußeren Faktoren, bzw. Umwelteinflüsse, sind weitere Risikofaktoren.

  5. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von legrain Beitrag anzeigen
    leon, hast du die neuesten nachrichten gelesen?mir ist ganz übel, es ist unfassbar was geschehen ist...

    die anderen schlafen, ich kann sie nicht wecken.ich brauch jetzt wen zum reden.
    Sorry, da war ich gerade schon offline.

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Zitat aus Financial Times Deutschland: "Entweder waren die deutschen Atomanlagen schon bisher so sicher, wie die Bundesregierung immer behauptet hat, dann gibt es auch keine Veranlassung, jetzt den Kurs zu ändern. Oder die Standards waren schon vorher nicht auf extreme Ereignisse ausgelegt, und Schwarz-Gelb hat diese Tatsache vor nicht einmal sechs Monaten, als es die Laufzeitverlängerung beschloss, mutwillig ignoriert. Dann ist es eine schlechte Regierung"
    Schwarz-gelbe Atompolitik nach Japan: Merkels Versuch einer Regierungszeitverlängerung | FTD.de
    Entweder so, oder so. Möglich ist aber auch das es jetzt endlich zu allen durchgedrungen ist das ein AKW nie sicher sein kann.
    Womöglich haben sogar manche geglaubt diese Dinger wären sicher und dann aus diesem Glauben heraus der Verlängerung zugestimmt. Damit meine ich jetzt nicht Merkel,Röttgen etc, sondern einzelne Abgeordneten, einen davon kenne ich und der hat mir das genau so gesagt und versichert. Ich halte ihn für ehrlich und glaube ihm. Dieses Unglück hat ihn letztendlich wachgerüttelt und er bedauert sein "ja" vor sechs Monaten.

    Zitat Zitat von Charly03 Beitrag anzeigen
    Der Rückwärtssalto, den die Frau Merkel da vorgeführt hat, wird auch in den österreichischen Zeitungen hämisch kommentiert.

    Entweder sind die deutschen AKWs sicher, dann braucht es diese Hauruck-Politik nicht, oder sie sind es doch nicht, dann war die Laufzeitverlängerung ein Verbrechen.

    Ich hoffe doch sehr, dass die deutschen Wähler nicht auf solch hanebüchenen Populismus reinfallen.
    S.o. Im übrigen halte ich dieses Thema für zu brisant um hämisch zu sein.


    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Bleibt zu hoffen, dass sie dir den Strom gleich mit abdrehen. Diese sinn- und geistlose draufschlagen ohne Kenntnisse von den tatsächlichen Gegebenheiten.
    Dümmliches Trittin und Künastgesülze.
    Ihr seid doch diejenigen, die im Internet den billigsten Strom buchen.
    Ich kenne aktuell niemanden der so kalt, herzlos, ignorant und gehässig ist.
    Aber du wirst noch über dich selbst fallen wie jeder hochmütige.

    Zitat Zitat von Charly03 Beitrag anzeigen
    Wenn schwarz-gelb jetzt alles beim Alten gelassen hätte, hätte es wohl den Super GAU bei den Wahlen gegeben.
    Auch das ist mit Sicherheit ein Grund. So ehrlich muß man sein.
    Allerdings war die Regierung zu Beginn sehr ehrlich. Die Laufzeitverlängerungen wurden bereits vor der Wahl angekündigt.

    Was mich ein wenig ärgert ist dieses stufenweise zurückschwimmen. Es ist doch albern von einer Aussetzung zu sprechen und von einem Zeitraum von 3 Monaten.

    Ich bin felsenfest davon überzeugt das die AKWs sobald sie abgeschaltet sind, nie wieder ans Netzt gehen werden.
    Auch die Laufzeitverlängerung ist m.E. definitv Geschichte.

    Alles andere wäre kaum vermittelbar und, ich sage es mal deutlich, saudämlich.

    Saudämlich ist es allerdings auch diese 3 Monatsfrist überhaupt aufgebracht zu haben. Das ist mit Sicherheit der richtige Weg die Menschen misstrauisch zu machen. Viele werden glauben das nach den Wahlen alles wieder auf Anfang gesetzt wird. Wem kann man es verdenken ?

    Aber offensichtlich scheint unserer Vorsitzenden wirklich jegliches Gespür für die Menschen und auch für die Politik verloren zu haben.
    Schade, das nennt man wohl eine verpasste Chance.

  6. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zu den Postings bezüglich der Wortschöpfung "Restrisiko":

    Ja, eigentlich ist das Wort "Restrisiko" ein Beschwichtigungsversuch. Man könnte das nämlich einfach "Risiko" nennen. Der "Rest" suggeriert, dass die AKW sicher sind, bis auf einen winzigen "Rest" Unsicherheit. Aber definitionsgemäß ist das ja schlicht das, was bereits das Wort "Risiko" ausdrückt.
    Diese Manipulation durch Sprache war mir vorher gar nicht bewusst.

    Ab sofort werde ich das Wort "Restrisiko" nur noch ironisch verwenden.
    Geändert von Inaktiver User (15.03.2011 um 14:02 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von RomiaSophia Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass ich vielleicht verstehe was du meinst, allerdings wundert es mich nicht. Ja, die Bewegung Anti-Atomkraft hat in Deutschland Tradition und ich glaube, dieses Denken teilen weit mehr Menschen, als die, die man seit Jahrzehnten mehr oder weniger kontinuierlich auf der Straße sieht oder die sich anders aktiv engagieren. Mein Eindruck ist, dass sich diese bisher stillen Atomkraftgegner nun zumindest teilweise mobilisieren. Vermutlich aus verschiedenen Gründen. Manche finden ihr Unbehagen bestätigt und nehmen den schrecklichen Anlass, sich neu oder intensiver zu informieren und reagieren entsprechend. Andere, Politikverdrossene, sehen aktuell die Chance, dass sich nun wirklich zeitnah und sichtbar etwas in Deutschland verändern könnte, und dass es sich lohnt, aktiv zu werden und aus der Resignation zu gehen. .......
    Es gibt auch die, die nicht demonstrieren gehen und seit Jahren versuchen diese Ziele in den Instanzen zu erreichen.

    Ich z.B. werde auch weiterhin nicht auf die Strasse gehen, sondern genau das weitermachen was ich seit Tschernobyl mache. Versuchen zu überzeugen, Mehrheiten suchen und so eine Änderung erreichen.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Woodstock62 Beitrag anzeigen
    Habe soeben bei T-Online gelesen, dass es hier in Europa durchaus Beben bis Magnitude 6 bzw. knapp drüber geben kann
    Gerade in Griechenland (hat m.W. keine AKW?) und Italien gibt es ja aktive Vulkane und auch starke Erdbeben (in Italien zuletzt in Aquila 2009).
    Wenn man zudem an die katastrophalen Zustände rund um die Müllentsorgung in Neapel denkt, wird einem ganz anders bei der Erklärung, daß dort neue AKW gebaut werden sollen...

    lg lenita
    Geändert von lenita (15.03.2011 um 14:20 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von lenita Beitrag anzeigen
    Gerade in Griechenland (hat m.W. keine AKW?) und Italien gibt es ja aktive Vulkane und auch starke Erdbeben (in Italien zuletzt in Aquila 2009).
    Wenn man zudem an die katastrophalen Zustände rund um die Müllentsorgung in Neapel denkt, wird einem ganz anders bei der Erklärung, daß dort neue AKW gebaut werden sollen...

    lg lenita
    Ich habe, entweder hier oder im Nachbarstrang schon darauf hingewiesen, daß einige unserer AKWs in Erdbebengebieten stehen. Auch in Deutschland sind Beben um 6 möglich und kommen auch vor. Zuletzt 1992 im Rheinland.

    Und das größte aktive Vulkangebiet in Europa ist die Eifel.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es gibt auch die, die nicht demonstrieren gehen und seit Jahren versuchen diese Ziele in den Instanzen zu erreichen.

    Ich z.B. werde auch weiterhin nicht auf die Strasse gehen, sondern genau das weitermachen was ich seit Tschernobyl mache. Versuchen zu überzeugen, Mehrheiten suchen und so eine Änderung erreichen.
    Das finde ich auch sehr gut .

    Das ist auch, was ich unter anderem mit "...oder die sich anders aktiv engagieren" meinte.

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