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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Den entsprechenden grünen Ansatz kommentierte Thorsten Schäfer-Gümbel mit dem Begriff "Tretauto-Gesellschaft". Mobilität und materielle Satisfaktion für die Wohlhabenden.
    So so - der Herr Schäfer-Gümbel ...

    Kommt der nicht aus dem SPD Landesverband Hessen, der es genau dann nicht geschafft hat, eine regierungsfähige Mehrheit auf die Beine zu stellen, als es darum ging, ein ernsthaftes - wenn auch bescheidenes - sozialökologisches Programm umzusetzen?

    Da konnte der Herr zwar nun persönlich nichts für (Stichwort die 4 Verräter), aber der soll sich mal lieber um den eigenen SPD-Laden kümmern. Sprüche gegen die Wohlhabenden fürs arme Volk machen kann jeder, aber wenns dann umgestzt werden soll, springen ihm die eigenen Leute ab.

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Erstens hat hier niemand den Auftrag, die Bri-Gemeinde zu unterhalten oder in irgendeinen mehr oder weniger genehmen Kenntnisstand zu versetzen.
    Ich tue es trotzdem (ob unterhalten oder Kenntnis, egal)

    Swetlana Alexijewitsch, Monolog über eine Missgeburt, die trotzdem geliebt werden wird

    Meine Tochter sagte kürzlich: „Mama, wenn ich mal eine Missgeburt haben sollte, werde ich sie trotzdem lieben?“ Können Sie sich das vorstellen? Sie geht in die 10. Klasse und hat schon solche Gedanken. Ihre Freundinnen ….Sie alle denken daran….Bekannte von uns bekamen einen Jungen…Sie hatten sehr darauf gewartet, es war ihr erstes Kind. Ein schönes Paar. Aber bei dem Jungen reichte der Mund bis zu den Ohren, und Ohren hatte er keine… Ich gehe nicht hin, ich besuche sie nicht mehr, so wie früher, ich kann nicht, aber meine Tochter ist jede freie Minute bei ihnen. Es zieht sie dort hin – sie will sich wohl an den Anblick gewöhnen, sich darauf einstellen.
    Wir hätten hier wegziehen können, mein Mann und ich haben lange überlegt, dann aber davon Abstand genommen. Wir haben Angst. Hier sind wir alle Tschernobyler. Wir haben keine Angst voreinander, wenn einer Äpfel oder Gurken aus seinem Garten anbietet, nehmen wir sie und essen sie und stecken sie nicht schamhaft in die Tasche, um sie später wegzuwerfen. Wir haben ein Gedächtnis… Ein Schicksal…An jedem anderen Ort sind wir Fremde. Aussätzige. Alle haben sich an die Begriffe „Tschernobyler“, „Tschernobylkinder“, „Tschernobyl-Umsiedler“ gewöhnt…. Aber ihr wisst nichts über uns. Ihr habt Angst vor uns… Bestimmt würden sich viele von euch beruhigen, wenn man uns von hier nicht wegließe, wenn man Milizabsperrungen errichten würde.“

    Swetlana Alexijewitsch: Kinderchor – Kinder berichten

    Ich möchte erzählen, wie meine Oma sich von unserem Haus verabschiedet hat. Sie bat meinen Papa, einen Sack Weizen aus der Kammer zu holen, und hat den Weizen im Garten ausgestreut. „Für die Vögel, die Geschöpfe Gottes.“
    Dann hat sie die Eier in ein Sieb gesammelt und in den Hof geschüttet. „Für unseren Kater und unseren Hund.“ Dann hat sie Speck zurechtgeschnitten. „Auch für sie“. Sie hat den Samen aus all ihren kleinen Beutelchen geschüttet: Mohrrüben, Gurken, Perlzwiebeln…Verschiedene Blumensamen…. Sie hat alles im Garten ausgestreut. „Sollen sie in der Erde leben.“ Und dann hat sie sich vor dem Haus verneigt… Vor dem Schuppen… Sie ist um jeden Apfelbaum herumgegangen und hat sich vor ihm verneigt…
    Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber es ist natürlich eine ernstzunehmende Frage, welches "Restrisiko" wir einzugehen bereit sind. Mich wundert häufig und immer wieder z.B. bei Verkehrsunfällen, dass "überhöhte Geschwindigkeit", also menschliches Versagen, die Unfallursache gewesen sein soll. Im Zeitpunkt des Unfalles war die Geschwindigkeit immer zu hoch, sonst wäre es ja nicht zu dem Unfall gekommen. Was lernen wir daraus? Geschwindkeitsbegrenzung auf 0 km/h? Das Restrisiko ist bei Stillstand ausgeschlossen. Was wollen wir? Den Garten Eden?
    Hier spricht kein Technikfeind.
    Dein Vergleich, zu plumper "0 oder ALLES " Frage stilisiert, unbrauchbar.

    Aber versuchen wir es besser zu machen:
    250kmh sind sicher zu schnell als Richtgeschwindigkeit auf dt.Autobahnen, auch für schnelle Automobile. Für LKW sind 80 oder 90 kmh ok, unstrittig. Für Wohnmobile,Busse, Transporter, SUVs, dies und jenes, auch klar.

    Mit etwas Sinn und Verstand lässt sich für jede Strecke , Verkehrsdichte, Fahrzeuggattung eine noch vertretbare Maximalgeschwindigkeit angeben.
    Bekanntlich gibt es auf Autobahnen auch eine Untergrenze (60 kmh bzw defacto 80 kmh), also nix mit 0.

    Analog können wir Grenzen ziehen für Groß-Risiken.
    Wir können zb sagen ... Ein Gaskraftwerk mag noch angehen, gefährlicher muss nicht.
    Was hier heisst: darf nicht sein!

    Da es jede Menge alternativer Stromgewinnungsmöglichkeiten gibt, sogar einige technisch eleganter anmutende als Kernenergie, stellt sich die Frage 0 nicht.

    -------------


    Wie die aktuelle Lage nun in Fukushima?
    ich sehe nur...der Aufmerksamkeitsschwund schreitet unerbittlich voran.

  4. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Tokio (dpa) - Zwei Monate nach Beginn der verheerenden Natur- und Atomkatastrophe hat Japans Premier Naoto Kan eine Änderung der Energiepolitik angekündigt. Der Plan, den Anteil der Atomenergie von bisher rund 30 Prozent auf 50 Prozent bis 2030 aufzustocken, wird aufgegeben.

    weiter lesen: http://web.de/magazine/nachrichten/e...html#.A1000145

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat:
    Ministerpräsident Kan hatte zuvor den Atombetreiber Chubu Electric Power erfolgreich aufgefordert, das Atomkraftwerk Hamaoka in Zentral-Japan vorsorglich abzuschalten, um einen weiteren Nuklearunfall bei einem neuen Erdbeben ähnlich dem vom 11. März zu vermeiden. Das Kraftwerk in der Region Shizuoka liegt in einer Erdbebenzone. Nun sollen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden.
    Schau an, von einem minimalen Moratorium könnte man gar sprechen.


    Komplett lachhaft (bis zynisch) aber dann folgendes...
    Kan verzichtet derweil angesichts der andauernden Krise in Fukushima auf seine Zulage als Regierungschef. Er werde diese solange nicht annehmen, bis die Lage in der Atomruine unter Kontrolle sei, erklärte Kan am Dienstag. Kan forderte die Bevölkerung auf, Produkte aus der Unglücksregion zu kaufen, um die Menschen dort zu unterstützen.
    Eine Regierung, der nichts besseres einfällt die ihr Schutzbefohlenen gegen die Folgen eines Unfalls zu stützen, den sie selbst mitzuverantworten hat, als die Landsleute aufzufordern "Produkte aus der Unglücksregion zu kaufen" , ist es nicht wert diese Bezeichnung "Regierung" zu führen. Nuklearklar.

    Ein schwachmatischer Gipfel des Ausdrucks von Blindheit durch neoliberale Ideologie

  6. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    Ministerpräsident Kan hatte zuvor den Atombetreiber Chubu Electric Power erfolgreich aufgefordert, das Atomkraftwerk Hamaoka in Zentral-Japan vorsorglich abzuschalten, um einen weiteren Nuklearunfall bei einem neuen Erdbeben ähnlich dem vom 11. März zu vermeiden. Das Kraftwerk in der Region Shizuoka liegt in einer Erdbebenzone. Nun sollen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden.
    Schau an, von einem minimalen Moratorium könnte man gar sprechen.
    Kein Moratorium, eine neue Risikoabschätzung. Und die besagt, dass Japan den Ausbau der Atomkraft nicht weiter vorantreiben wird, dass besonders gefährliche Atomkraftwerke, wie Hamaoka, endgültig abgeschaltet werden, und für die verbleibenden Atomkraftwerke neue Sicherheitskriterien gelten sollen.


    Kan verzichtet derweil angesichts der andauernden Krise in Fukushima auf seine Zulage als Regierungschef. Er werde diese solange nicht annehmen, bis die Lage in der Atomruine unter Kontrolle sei, erklärte Kan am Dienstag. Kan forderte die Bevölkerung auf, Produkte aus der Unglücksregion zu kaufen, um die Menschen dort zu unterstützen.
    Komplett lachhaft (bis zynisch)
    Was ist daran lachhaft?
    Die Unglücksregion - das ist nicht nur das verstrahlte Gebiet rund um Fukushima, sondern ein langer Küstenstreifen, der von Erdbeben und Tsunami schwer getroffen worden ist.

    Und der Verzicht auf zwei Drittel der Einkünfte wie auch das öffentliche Eingeständnis des Regierungsversagens statt Abschieben aller Schuld auf andere (hier: Tepco) sind Verhaltensweisen, die den westlichen Regierungschefs, Konzernchefs u.a. Verantwortlichen in Krisen- und Katastrophensituationen ebenfalls wärmstens zu empfehlen wären.


    Eine Regierung, der nichts besseres einfällt die ihr Schutzbefohlenen gegen die Folgen eines Unfalls zu stützen, den sie selbst mitzuverantworten hat, als die Landsleute aufzufordern "Produkte aus der Unglücksregion zu kaufen" , ist es nicht wert diese Bezeichnung "Regierung" zu führen. Nuklearklar.
    Ein schwachmatischer Gipfel des Ausdrucks von Blindheit durch neoliberale Ideologie
    Starke Worte und schwache Argumente.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    an Blautanne2:
    hast du da tatsächlich Verständnisprobleme?

    Menschen leben in einer Solidargemeinschaft. Ob nun als Nation oder als Versicherte innerhalb eines Versicherungssystems, oder sonstwie.
    Nun tritt ein Unglücksfall ein, der Solidarhilfe verlangt (wem NATO-Sprech besser gefällt, nenne es meinethalben "der Bündnisfall tritt ein") :
    Die Solidarpflichtigen werden nun vom obersten Solidarwächter und -herrn aufgerufen den Verunglückten beizustehen, indem sie diesen mehr Produkte und Dienstleistungen abkaufen,abnehmen, abverlangen , sollten als gewöhnlich schon.
    Konkret: Toyota hat Werke verloren,wodurch geplante Liefermengen nicht realisiert werden können, und nun solle man als Hilfe (quasi zum Ausgleich?) noch mehr Toyotas bestellen.

    Wenn man das nicht hirnrissig nennen will, dann arglistig!

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    nebenbei meldet die Frankfurter Rundschau vom Sams, dass Tepco 150 Tonnen Wasser in Reaktor 1 pumpt.

    150 Tonnen jeden Tag.

    Was heisst, dass täglich 150 Tonnen Wasser, nunmehr radioaktiv verseuchtes Wasser, entweichen. In die Luft, in die Erde, ins Meer.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Atomkraft: Soufflé mit Kruste - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

    Das hört sich alles nicht wirklich beruhigend an.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Es schmilzt schon seit Stunden, die Kühlung ist seit dem Ausfall der Batterien (wenige Stunden nach dem Beben) ausgefallen. Der Rest läst sich errechnen.
    Es sind mehrere Reaktoren ohne Kühlung.

    Es kommt etwas nie dagewesenes.
    Ich weiß Blautanne, du willst es nicht hören, verstehe ich.
    Nur das Augen verschließen macht es nicht ungeschehen.
    Na ja, so falsch lag ich da am 12.03.2011 wohl doch nicht.

    AKW Fukushima: Tepco meldet Kernschmelze in Reaktor 2 und 3 - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama

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