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Thema: Die Ereignisse in Japan
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14.03.2011, 11:47Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
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14.03.2011, 11:54Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Da wären Kosten nebensächlich.
Was hast du mit Logik?Du meinst, man könne nicht umstellen, weil es noch keine Langzeitversuche mit Umstellungen gibt?
Hmm.
Wie kommen wir aus solcher Logik raus?
Das ist Fakt. Es ist noch nicht umgestellt worden.
Dass man deswegen nicht umstellen kann, habe ich nicht behauptet. Dass die potenziellen Konsequenzen dessen noch nicht getragen werden mussten, schon.
Na denn.Wie gesagt:
Es wurde komplett durchgerechnet und durchgeplant, dass und wann und wie die alten Atommeiler vom Netz gehen können.
Ich denke, das würde - bei unseren Umweltbedingungen jedenfalls - trotzdem Einschnitte in unserem Leben bedeuten, die noch nicht abzusehen sind, bis hin zum Zusammenbruch einer fitten Wirtschaft.
Aber persönlich wäre ich vermutlichl bereit das zu tragen. Der Mensch wird ja mit vielem fertig, wenn er muss.
Und jetzt muss ich mal was arbeiten.
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14.03.2011, 11:58Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
So kann man natürlich auch argumentieren.

Einerseits das Thema Kosten vorbringen, dann aber nicht zu Ende denken wollen.
Na und?Was hast du mit Logik?
Das ist Fakt. Es ist noch nicht umgestellt worden.
Dass man deswegen nicht umstellen kann, habe ich nicht behauptet. Dass die potenziellen Konsequenzen dessen noch nicht getragen werden mussten, schon.
Gemacht werden kann es, denn die Lichter werden bei uns deshalb nicht ausgehen.
Gemacht werden muss es, da das "Restrisiko" zu groß und nicht verantwortbar ist.
Die potenziellen Konsequenzen der Umstellung (was auch immer du damit meinen könntest) stehen den potenziellen Konsequenzen eines Atomunfalls gegenüber.
Was gibts da noch lang zu zaudern?
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14.03.2011, 12:00Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
*gelöscht* ...sollte in anderen Strang
Geändert von Inaktiver User (14.03.2011 um 12:08 Uhr) Grund: doppelt
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14.03.2011, 12:11Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Westerwelle macht gerade in einer FDP-Pressekonferenz klipp und klar:
- Die Ereignisse in Japan müssen erstmal analysiert werden.
- Dann kann man daraus ableiten, welche (neuen) Sicherheitsstandards bei uns vonnöten sind.
- Dann stellt sich evtl. die Frage ob unsere Kühlsysteme im Zweifelsfall zweifach, dreifach abgesichert sind. So dass nach menschlichem Ermessen ein AKW sicher ist.
- Dann muss man entscheiden, was wo gemacht werden muss.
Altes AKW ist nicht gleich unsicheres AKW, neues AKW ist nicht gleich sichereres AKW.
Das ist eine verkürzte Betrachtungsweise!
Es kommt darauf an, was im alten AKW in den letzten Jahrzehnten an Sicherheitsstandard erreicht wurde.
Ja.
Das ist doch mal ein Plan, der echte Konsequenzen aufzeigt!
Und völlig neues Denken.
Die KÜHLSYSTEME sind der Flaschenhals. *Klatsch vor die Stirn*
Die Kühlsysteme.
Klar.
Da kann man natürlich erst JETZT dran denken.
Die CDU und die FDP:
Avantgardisten in der Neubewertung von AKW-Sicherheit.
Das ist JETZT erst möglich, nachdem das Restrisiko Realität wurde.
Ich denke das muss man neidlos anerkennen und diese beiden Volksparteien als Zugpferde für wirkliche grünes Bewusstsein sich selbst vorspannen lassen.
JETZT.
Die Grünen haben den richtigen Zeitpunkt einfach verpasst.
Die drückt es stumm und blass in ihre Politikersessel.
Geplättet von der Fliehkraft der Geschehnisse und des Windes, den das Vorpreschen der CDU / FDP in Sachen innovativer Sicherheitneubewertung VOR allen wirtschaftlichen Interesse macht.
Das gab's noch nie.
Biste platt, wa.
Also ich schon.
Geändert von Inaktiver User (14.03.2011 um 12:15 Uhr)
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14.03.2011, 12:21Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Gestern habe ich mit einem Physiker-Paar in meiner Verwandtschaft telefoniert.
Zu Merkels Pressekonferenz vorgestern sagten sie:
Es gibt zwei Möglichkeiten:
Entweder Merkel sieht durch Japan tatsächlich in sachlicher Hinsicht eine neue Situation - dann sollte ihr der Doktortitel aberkannt werden.
Oder die Regierung hat bisher die Risiken tatsächlich nicht genau analysiert - dann sollte die gesamte Regierung wegen erwiesener Verantwortungslosigkeit zurücktreten.
Im Augenblick versuchen Merkel, Westerwelle und Mappus uns komplett zu verarschen.
Was die Pressekonferenz von Westerwelle angeht -
das war anscheinend noch hanebüchener, als das was Merkel von sich gegeben hat. (Westerwelle schafft es immer wieder; der Mann ist ein Phänomen.)
Selbstverständlich werden alle Sicherheitssysteme redundant ausgelegt!
Das ist schon jetzt so. (Guten Morgen. Gut geschlafen?)
Das Problem ist das "Restrisiko", dass mehrere Systeme gleichzeitig ausfallen.
Eben genau das Risiko, das sich nur alle 1000 Jahre mal realisiert - wie wir gesehen haben.
.Geändert von Inaktiver User (14.03.2011 um 13:13 Uhr)
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14.03.2011, 12:23
AW: Die Ereignisse in Japan
Die Regierung versucht sich jetzt eben irgendwie über die Wahl in BW zu retten. Da wird man jetzt mit Sicherheit irgendwelche Zugeständnisse machen und irgendwann versandet das Thema wieder.
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14.03.2011, 12:27Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Da immer zwei zum Spiel gehören, heißt es für 'uns', sich nicht verar*** zu lassen und entsprechend zu wählen. Zwei Landtagswahlen stehen unmittelbar bevor.
Frau Merkels vollmundige Aussage, an der Laufzeitverlängerung unbedingt und überhaupt festzuhalten, relativierte sie lt. Spiegel nun heute schon und tritt am Nachmittag erneut gemeinsam mit Guido vor die Kamera, zur nächsten Erklärung. Westerwelle sprach gestern übrigens noch von der 'Unmöglichkeit' des Zeitpunktes einer neuen Debatte, da alle Kräfte gerade Japan gelten würden
. Ein sehr doofer Versuch der Manipulation.
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14.03.2011, 12:39Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Ein primitiver Versuch davon abzulenken, dass - wie in Posting # 196 von micheline49 (unbedingt lesen!!!) steht - die Regierung mit dem neuen Atomgesetz eine absolut unverantwortliche Politik beschlossen hat.
Das, was zum Thema Neues Atomgesetz in # 196 steht, war zuvor auch an mir komplett vorbeigerauscht. Wirklich bekannt ist eigentlich nur die Laufzeitverlängerung; nicht aber die anderen Aspekte des neuen Atomgesetzes.
Umso wichtiger, dass es jetzt möglichst viele Leute erfahren.Geändert von Inaktiver User (14.03.2011 um 12:57 Uhr)
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14.03.2011, 12:41
AW: Die Ereignisse in Japan
Es ist so:
Es war (inzwischen) alles bekannt. Wir reden nicht von den "ersten Tagen" nach dem GAU in Tschernobyl.
Tschernobyl ist vor 25 Jahren passiert.
Da ich persönlich das Gedenken daran in den letzten Monaten mit begleitet habe, kann ich nur sagen: Es wollte niemand wissen. Hätte ich euch dieses Thema vor drei Wochen ans Herz gelegt, hättet ihr mich für eine ölle Öko-Funditante gehalten. Derzeit tourt eine Ausstellung durch die Republik über die Liquidatoren in Tschernobyl, man kann teilweise mit Augenzeugen sprechen, ich habe vor wenigen Wochen eine solche Veranstaltung erlebt. Zulauf: Eine Häuflein Grauhaariger. Ich bleibe dabei: Katastrophen wie Tschernobyl werden kollektiv verdrängt.
Hoffen wir es mal. Aber aus Tschernobyl hat ja auch niemand etwas gelernt.Wir haben Japan ja nun direkt vor Augen - lernen wir was draus?
25 Jahre kollektive Verdrängung.Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.



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