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  1. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was willst du denn konkret tun, und zwar vorraussichtlich für den Rest deines Lebens?

    Wenn es dazu konkrete Konzepte gäbe (mit Licht ausschalten in ungenutzten Räumen oder Fernsehen bei Kerzenlicht ist es nicht getan), die auch umsetzbar wären, ohne die Aussicht, sich zum Überlebenskünstler entwickeln zu müssen, würden eventuell noch mehr Menschen dahinterstehen.
    Du wolltest doch auf Polemik verzichten. Dieses Posting ist aber äußerst polemisch.

    Wie gesagt: die Konzepte stehen und sie waren auch schon mal beschlossen. Man muss sie nur umsetzen wollen. Die schwarz-gelbe Regierung hat sich anders entschieden. Aber das heißt noch lange nicht, dass es als Alternative zum eifrigen Bemühen die Profite der Energieriesen zu maximieren, nur die Alternative gäbe Kerzen als Energiequelle zu nutzen.

    Man muss kein Überlebenskünstler sein, um alternative Energien weiter zu fördern, die Energieeffizienz voranzutreiben sowie die alten Atommeiler wie geplant stufenweise vom Netz zu nehmen.
    Deutschland exportiert (!) Strom; das Licht wird nicht ausgehen, die Überlebenskünste werden nicht gefordert werden, wenn wir Konsequenzen aus dem ziehen, was "Restrisiko" tatsächlich bedeutet.
    Geändert von Inaktiver User (14.03.2011 um 11:03 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn man die Aussagen von Merkel bezüglich ständig vorgenommener Verbesserung der Sicherheitsstandards nimmt und dies auch noch glaubt, sollte man diese MONITOR Sendung
    vom 9.9.2010 sich noch einmal ansehen um zu erkennen was Wahlkampfaussagen und Beschwichtigungen ohne Inhalt und was Tatsachen sind.

    Monitor 9.9.2010

    Daraus:

    Die Bundesregierung plant – entgegen bisheriger Ankündigungen - eine deutliche Absenkung des Schutzniveaus für Atomkraftwerke...
    ...Dem Magazin liegen interne Regierungsdokumente vor, in denen die Verpflichtung der AKW-Betreiber zur Nachrüstung, insbesondere auch der sogenannten Altreaktoren, weitgehend abgeschafft werden soll. Hierfür soll auch das Atomgesetz geändert werden.
    (...)
    In dem bislang unveröffentlichten Papier einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe, das „sicherheitstechnische Anforderungen/Maßnahmen zur weiteren Vorsorge gegen Risiken“ regelt, werden wesentliche Nachrüstungserfordernisse jetzt als „mittel- bis langfristig“ eingestuft und damit für viele Jahre aufgeschoben. Dabei handelt es sich insbesondere um aufwendige und teure Modernisierungen, die vor allem die Sicherheit der älteren Anlagen betreffen. „Nach diesem Papier mit diesen Fristen fallen diese hohen Nachrüstungskosten praktisch für die alten Anlagen nicht an. Die alten Anlagen werden weiter betrieben so wie bisher, ohne dass die wesentlichen Nachrüstungen durchgeführt werden“ erklärte Renneberg gegenüber MONITOR.

    Um die weitgehende Abschaffung der Nachrüstungspflicht auch gesetzlich zu verankern, plant die Bundesregierung darüber hinaus auch das Atomgesetz zu ändern.

    Im bisher unveröffentlichten Gesetzesentwurf des Bundesumweltministeriums, der MONITOR ebenfalls vorliegt, ist hierfür ein neuer Paragraph 7d vorgesehen, der das bisher geltende Schutzniveau des Atomrechts deutlich absenkt. Für wesentliche sicherheitsrelevante Bereiche werden danach keine Nachrüstungen mehr gefordert, die dem Stand von Wissenschaft und Technik genügen. Stattdessen ist im Gesetzentwurf nur noch von einer Sorgepflicht die Rede.

    „Die Sorgepflicht begründet nur die Verpflichtung, sich zu bemühen. Sie verpflichtet nicht zu einem Erfolg. Das heißt, erste Aktivitäten reichen aus, um diese Pflicht zu erfüllen“, kritisiert der Atomrechtsexperte Prof. Alexander Roßnagel die geplante Atomrechtsnovelle gegenüber MONITOR. „Im Zweifel reicht ein Bauzaun, mit dem man die Aktivitäten beginnt.“

    Mit dem Gesetzesentwurf soll auch das Klagerecht für Bürger eingeschränkt werden. Dies gilt für sämtliche Bereiche, die künftig dem sogenannten „Restrisiko“ zugerechnet werden sollen, darunter der Schutz vor Flugzeugabstürzen. Die geplante Neuregelung bezeichnet Prof. Roßnagel als „verfassungswidrig“. „Wenn die Bürger in ihrem Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit betroffen sind, müssen sie auch die Möglichkeit haben, zu klagen“.
    Halleluja.




    Mehr fällt mir dazu echt nicht mehr ein.



  3. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Wenn wir denn Konsequenzen ziehen.

    Sind ja nun überall Wahlen dieses Jahr - vielleicht zeigt sich da doch der Unmut des Volkes?! Ich hoffe es sehr.

    Für den Notfall schon mal den Koffer bereitstellen?

    Wir in Bremen haben um uns rum genug Meiler stehen - ich glaube nicht, dass wir weg müßten. Nur raus auf die Strasse, damit wir schnell genug Strahlung abbekommen.

    Die Berichte der letzten Tage über das was damals in Tschnernobyl tatsächlich passiert ist, die Bergleute die vor Ort die Schächte frei gemacht haben etc. pp - damals kam davon ja nichts an die Öffentlichkeit - aber heute?

    Wir haben Japan ja nun direkt vor Augen - lernen wir was draus?

  4. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie gesagt: die Konzepte stehen und sie waren auch schon mal beschlossen. Man muss sie nur umsetzen wollen.
    Hat mal jemand gegengerechnet (vorzugsweise ein unparteiischer Mathematiker), ob die benötigten Energiemengen heute auf alternativem Wege zu beschaffen und zu bezahlen sind?
    Für den Normalbürger, wie gesagt, die Industrie hat daran eh kein Interesse.

    Die Sache ist, dass es hierzu keinen Problelauf und auch keinen Langzeitversuch gibt.

    Man muss kein Überlebenskünstler sein, um alternative Energien weiter zu fördern, die Energieeffizienz voranzutreiben sowie die alten Atommeiler wie geplant stufenweise vom Netz zu nehmen.
    Soweit der Plan. Gefördert wird ja auch.
    Aber noch ist es nicht soweit, dass mit alternativer Energie der Bedarf gedeckt werden kann.
    Bei alternativer Energie ist man zudem von einer Menge äußerer Faktoren abhängig.

    Solarenergie: bei unserer Anzahl an Sonnenstunden ...

    Windenergie: okay, in flachen Küstenregionen, aber die Bereiche, die z.B. durch Gebirge abgeschirmt sind ...

    Energie durch Verbrennung ... siehe Treibhauseffekt.

    Effektiv, emsissionsffrei und bezahlbar wäre das Ziel der richtigen Alternative.
    Die Naturwissenschaftler sind fleißig, aber das sind Aspekte, die sich bis dato nicht so ohne weiteres lösen lassen.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Japan ist schon jetzt höher verschuldet als die USA.



    Ich auch nicht.
    Und die japanische Regierung auch nicht.
    Sie sprach nämlich von der größten Belastung seit dem Zweiten Weltkrieg.
    .
    Der Verschuldungsgrad ist in der Tat höher, aber schon über Jahrzehnte.
    Das hängt maßgeblich mit den Bilanzierungsregeln der Japaner zusammen.
    Die Unternehmen sind unermesslich reich, die halten in Größenordnungen amerikanische Staatsanleihen in Dollar.

    Die nachlaufenden Schäden die durch die AKW verursacht werden, sind die große Unbekannte.
    In den Küstenregionen befanden sich nicht so große Industriebtriebe.
    Alle Schäden entstanden durch das Wasser, in Tokio ist gar nix.

    +++ Credit Suisse Japan: Schäden von bis zu 180 Milliarden Dollar +++
    [9.47 Uhr] Die japanische Niederlassung der Schweizer Großbank Credit Suisse schätzt die wirtschaftlichen Schäden der Katastrophe auf rund 170 bis 180 Milliarden Dollar. Der Chefvolkswirt von Credit Suisse Japan, Hiromichi Shirakawa, kam nach einem Vergleich mit dem schweren Erdbeben in der japanischen Stadt Kobe 1995 zu dem Schluss, dass die jüngste Katastrophe knapp 40 Prozent der wirtschaftlichen Schäden von damals verursacht haben dürfte. In Nordjapan habe es weniger Bürogebäude, Fabriken und Autobahnen gegeben als damals in Kobe.
    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,750629,00.html
    Geändert von frank60 (14.03.2011 um 11:27 Uhr)

  6. User Info Menu

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Provokante Frage: Wo wären wir heute ohne die Grünen? Verhältnisse wie in Frankreich?

    Immer dieses Totschlagargument man könne nicht rechnen! Warum hat eine Linke soviel Zulauf? Der Oskar ist ja auch ein Utopist. Sorry, wir brauchen Utopisten, wir brauchen Opposition! Und ich denke mal sie haben den Zulauf von Leuten, die rechnen MÜSSEN.

  7. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wobei die unangenehm gut aufgelegte Moderatorin noch bei weitem nicht das Unerträglichste an der Sendung war.

    Leute wie diesen Wolfgang Herles, der "bei einigen" durchgebrannte Kühlstäbe im Kopf diagnostiziert haben will, sollte man in eine Gummizelle stecken, und wenn das schon nicht geht ihnen jedenfalls nicht die Gelegenheit geben ihre unterirdischen Kommentare in einem "Qualitätssender" wie der ARD abzugeben.
    Auch unter den Kernkraftbefürwortern gibt es weniger frivole und intelligentere Leute, die man hätte einladen können.


    Oder vielleicht doch nicht?
    Herles hatte die Rolle des Trolls des Abends.
    Will mit ihrem Spott und schlechten Witzen machte auf "Alles ist gut" - ich nehme an, sie bekommt bald so eine Sendung wie "Leute heute".

    Röttgen kündigte einen Quantensprung des Denkens an und sprang nicht.
    Es ist ihm immer noch zu hoch, wo andere Zeitgenossen schon seit Jahrzehnten sind.

    An Yogeshwars Stelle käme ich mir recht verarscht vor.

    Für mich war das eine verschleppte Karnevalssitzung.

  8. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von krokodilo Beitrag anzeigen
    Immer dieses Totschlagargument man könne nicht rechnen!
    Die überzeugten Linken, die ich persönlich kenne, zeichnen sich nicht durch nennenswerte naturwissenschaftliche Kenntnisse aus, sondern dadurch, dass sie ein Dasein als Dauerstudent im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich pflegen oder arbeitslos sind (natürlich stets aufgrund höherer Gewalt).
    Klingt nach Klischée, ist aber so. Vielleicht habe ich auch nur einen unrepräsentativen Schnitt erwischt.

    Ist aber jetzt ein anderes Thema.

  9. User Info Menu

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Und der Normalo-Politiker ist Jurist. Ist das etwa besser

  10. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hat mal jemand gegengerechnet (vorzugsweise ein unparteiischer Mathematiker), ob die benötigten Energiemengen heute auf alternativem Wege zu beschaffen und zu bezahlen sind?
    Wie gesagt: es ist durchgerechnet. War sogar schon mal beschlossen.
    Was mich aber bei dieser Gelegenheit interessieren würde:
    hat mal jemand gegengerechnet (vorzugsweise ein unparteiischer Mathematiker), was ein GAU in Deutschland kosten würde?


    Die Sache ist, dass es hierzu keinen Problelauf und auch keinen Langzeitversuch gibt.
    Du meinst, man könne nicht umstellen, weil es noch keine Langzeitversuche mit Umstellungen gibt?
    Hmm. Und wie kommen wir aus solcher Logik wieder raus?



    Soweit der Plan. Gefördert wird ja auch.
    Aber noch ist es nicht soweit, dass mit alternativer Energie der Bedarf gedeckt werden kann.
    Bei alternativer Energie ist man zudem von einer Menge äußerer Faktoren abhängig.

    Solarenergie: bei unserer Anzahl an Sonnenstunden ...

    Windenergie: okay, in flachen Küstenregionen, aber die Bereiche, die z.B. durch Gebirge abgeschirmt sind ...

    Energie durch Verbrennung ... siehe Treibhauseffekt.

    Effektiv, emsissionsffrei und bezahlbar wäre das Ziel der richtigen Alternative.
    Die Naturwissenschaftler sind fleißig, aber das sind Aspekte, die sich bis dato nicht so ohne weiteres lösen lassen.
    Wie gesagt:
    Es wurde komplett durchgerechnet und durchgeplant, dass und wann und wie die alten Atommeiler vom Netz gehen können.
    Geändert von Inaktiver User (14.03.2011 um 11:50 Uhr)

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