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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Was mich wundert:
    TEPCO dürfte wohl pleite sein. Die Kosten haben wahrscheinlich Ausmaße erreicht, dass selbst große Konzerne zerbröseln würden. Daher wundert mich, dass Tepco-Manager gegen eine Verstaatlichung sind. Kann doch egal sein, die Firma hat ein solches Minus, dass sie sowieso insolvent ist (sofern es gedenkt, die Schäden etc. zu zahlen)
    Im ARD-Netz wird es so dargestellt, dass Japan erwägt, Tepco zu verstaatlichen, weil sie die Schadensersatzforderungen gar nicht zahlen können. Die Logik dahinter erschließt sich mir nicht.

    Wenn ich mit meinem Betrieb einen solchen Schaden anrichte, dass ihn meine Versicherung nicht mehr deckt, dann übernimmt mich der Staat? Geil.

    Wer sehenden Auges ist, erkennt, dass der billige Atomstrom eine extrem billige Lüge ist.
    Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Meatloaf Beitrag anzeigen
    Hier der Link zum ARD-Brennpunkt von gestern abend. *Klick*
    So ab Minute 7 kommen die Schautafeln zur Ortsdosisleistung Fukushima jetzt und Bayern 1986.
    Ah, danke.
    Wobei ich einen Unterschied sehe, denn in Tschernobyl flog ja alles mit einem mal in die Luft und erreichte eben auch 2000 km entfernt noch diese Werte. Heißt auch: da kam dann nichts mehr nach.
    Wie die Messungen in Japan in sagen wir mal einem halben Jahr aussehen, können wir noch gar nicht beurteilen.
    Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Was mich wundert:
    TEPCO dürfte wohl pleite sein. Die Kosten haben wahrscheinlich Ausmaße erreicht, dass selbst große Konzerne zerbröseln würden. Daher wundert mich, dass Tepco-Manager gegen eine Verstaatlichung sind.
    Das liegt irgendwie in der Natur der Sache, denk ich mir - Manager eines Großkonzerns, die es freudig begrüßen, wenn die Firma verstaatlicht werden soll? Unvorstellbar.

    Zitat Zitat von _Zitronenmond_ Beitrag anzeigen
    Im ARD-Netz wird es so dargestellt, dass Japan erwägt, Tepco zu verstaatlichen, weil sie die Schadensersatzforderungen gar nicht zahlen können. Die Logik dahinter erschließt sich mir nicht.

    Wenn ich mit meinem Betrieb einen solchen Schaden anrichte, dass ihn meine Versicherung nicht mehr deckt, dann übernimmt mich der Staat? Geil.
    Na - das kennen wir doch: Gewinne privatisieren und Verluste vergesellschaften ...
    Aber is ja auch egal - wer sonst, außer dem Staat soll denn das alles bezahlen, was aus der Katastrophe resultiert?

    VanDyck
    Geändert von VanDyck (29.03.2011 um 10:35 Uhr)
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

  4. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von _Zitronenmond_ Beitrag anzeigen
    Ist schon komisch, ich habe die Argumentation der FAZ bzgl. Atomkraft ganz anders in Erinnerung.
    Jetzt schreibt sie wie früher die TAZ.
    Ist was mit mir? Oder ist was mit der FAZ?
    80% der Deutschen sind für ein möglichst schnelles Abschalten unserer AKW, mindestens aber für eine Rücknahme der Laufzeitverlängerungen.

    Da ist wirklich was im Bewusstsein der Menschen passiert. Das würde ich sehr gerne auch der wissenschaftsgläubigen Physikerin Dr. Angela Merkel zugute halten - wenn sie es denn vor den Wahlen deutlich verbindlicher formuliert hätte als sie es getan hat.
    So aber vermuten manche Journalisten, dass sogar noch die ersten beiden Abschaltungen Schabowski-Fehlleistungen gewesen seien.

    Und auch wenn sie nach den Wahlen vom letzten Sonntag offensichtlich gewillt ist auch dauerhaft eine Wende der Wende der Energiewende vorzunehmen, müssen wir davon ausgehen, dass alles davon abhängt, wie dauerhaft dieses Umdenken in der Bevölkerung wirklich ist.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da ist wirklich was im Bewusstsein der Menschen passiert. Das würde ich sehr gerne auch der wissenschaftsgläubigen Physikerin Dr. Angela Merkel zugute halten ...
    Tja, die Wissenschaft ...

    Ich würde mal sagen: es spricht sehr viel dafür, dass Frau Merkels bisherige Zustimmung zur Atomkraft nicht einer wissenschaftlichen Erkenntnis entsprungen, sondern einer ideologischen Verblendung geschuldet ist.

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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    Daniel Kahneman

  6. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von _Zitronenmond_ Beitrag anzeigen
    Im ARD-Netz wird es so dargestellt, dass Japan erwägt, Tepco zu verstaatlichen, weil sie die Schadensersatzforderungen gar nicht zahlen können. Die Logik dahinter erschließt sich mir nicht.

    Wenn ich mit meinem Betrieb einen solchen Schaden anrichte, dass ihn meine Versicherung nicht mehr deckt, dann übernimmt mich der Staat? Geil.
    Exakt das Gleiche wäre im Fall eines Unfalls in Europa der Fall.
    Die Kraftwerksbetreiber sind nämlich minimal versichert.
    Warum fordert man nicht eine Haftpflichtversicherung durch gigantische internationale Versicherungskonsortien, die auch Milliardenschäden versichern? Das gibt es nämlich.
    Und warum lässt man die Kraftwerksbetreiber nicht einfach die Kraftwerke betreiben, ganz wie sie wollen? Nur mit den entsprechenden Sicherheitsauflagen plus Haftpflichtversicherung.
    Das wäre doch eine gute Lösung, und *winkewinke zur Splitterpartei FDP* auch so schön marktwirtschaftlich gedacht.

    Wer sehenden Auges ist, erkennt, dass der billige Atomstrom eine extrem billige Lüge ist.
    Ja! Auch hier haben wir wieder ein schönes Beispiel für das bewährte Prinzip "Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren".
    Bei einer Privatisierung des Risikos über Haftpflichtversicherungen würde Atomstrom ganz schnell sehr teuer werden.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Exakt das Gleiche wäre im Fall eines Unfalls in Europa der Fall.
    Die Kraftwerksbetreiber sind nämlich minimal versichert.
    Warum fordert man nicht eine Haftpflichtversicherung durch gigantische internationale Versicherungskonsortien, die auch Milliardenschäden versichern? Das gibt es nämlich.
    Ich wusste nicht, dass es Versicherungen gibt, die dieses Risiko versichern. Wenn man sich vorstellt, dass eine Großstadt (Nicht mal Tokio) auf Dauer evakuiert werden müsste, kämen Billionen an Kosten zusammen. Das könnte auch ein Versicherungskonsortium nicht packen. Zudem glaube ich nicht, dass es eine Versicherung gibt, die so ein Risiko versichern würde.
    Ich bin, also denke ich

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Es gibt auch keine.
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. Albert Einstein

  9. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    @ Blautanne2 und VanDyck

    Angela Merkel hat das dreimonatige Moratorium eingeleitet.
    Und bisher hat sich daran noch nichts geändert, soweit ich weiß.
    Ich kann daran immer noch nichts wirklich Tolles erkennen,
    auch keinen Willen zum Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg*.
    Geändert von Inaktiver User (29.03.2011 um 11:09 Uhr) Grund: * so muss es wohl heißen

  10. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von _Zitronenmond_ Beitrag anzeigen
    Ah, danke.
    Wobei ich einen Unterschied sehe, denn in Tschernobyl flog ja alles mit einem mal in die Luft und erreichte eben auch 2000 km entfernt noch diese Werte. Heißt auch: da kam dann nichts mehr nach.
    Wie die Messungen in Japan in sagen wir mal einem halben Jahr aussehen, können wir noch gar nicht beurteilen.
    Beurteilen nicht, aber ich als Laie denke mir halt: In Japan sind es im schlimmsten Fall (von dem man ausgehen sollte) 4 Meiler mit einer entsprechend hohen Menge freisetzbarer radioaktiver Masse. Warum muß ich mit weiterer Freisetzung rechnen? Weil die notwendige Kühlung aufrecht erhalten werden muß, sich es aber nicht mehr um geschlossene Kreisläufe handelt und und das auch nicht mehr herstellbar ist. Diese Sache mit dem verseuchten Wasser ist wohl auf die Dauer wesentlich gefährlicher, als diese Explosion in Tschernobyl, weil ständig Radioaktivität "ausgewaschen" wird und mit dem Meer- bzw. Grundwasser ein ideales Transportmittel hat - dauert halt etwas länger. Glaubt doch kein Mensch mehr, daß dieses Kühlwasser dekontaminiert oder so "entsorgt" werden kann, daß es den Namen Entsorgung verdienen würde. Die "Entsorgung" ist wohl nichts weiter, als laufen lassen wohin es mag. So oder so: Die "Menge der Radioaktivität" mit der während der nächsten Zeit zu rechnen ist, kann entweder relativ lokal auf die Gegend um Japan begrenzt bleiben, dann kriegen sie dafür höhere Dosen ab oder es wird tatsächlich "verdünnt" und jeder kriegt seinen Teil ab; Sozialisierung der Belastungen sozusagen. Schöne Scheiße.

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