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  1. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Während man sich das Maul über Japan zerreißt, läuft unterschwellig immer die Behauptung mit: also wir würden das ganz anders managen.
    Ja, toll. Und als die Wolke von Tschernobyl über Mitteleuropa zog, hat der zuständige Minister in Frankreich behauptet, sie wäre nicht über Frankreich gekommen. Erst jetzt, 25 Jahre später, erfahren die Franzosen, dass das eine Lüge war.
    "Selbst nach der Abschaltung von Kernkraftwerken besteht in Deutschland ein Risiko. Wie in Fukushima liegen auch in deutschen Meilern hoch radioaktive Brennelemente in Abklingbecken."

    Wie sicher sind die Brennelemente in Abklingbecken? report MÜNCHEN-Blog

    Der komplette Ausstieg aus der Kernenergie kann also nicht früh genug geschehen.

    Die Bochumer Linke fordert z. B.: Verzicht auf Atomstrom

    DIE LINKE. Fraktion Bochum: Verzicht auf Atomstrom bei Stadtwerken und RWE

    Und auch die Bochumer SPD will Atomstrom zu Vergangenheit machen:

    Nachrichten - Studio Essen - WDR.de
    Geändert von Inaktiver User (29.03.2011 um 10:15 Uhr)

  2. User Info Menu

    AW: Die Ereignisse in Japan

    @ little miss sun
    seh ich auch so, wahrscheinlich hängt es auch damit zusammen, an welchen Stellen wiederum regelrecht Partikel und Staub mit runterkommen und den Boden kontamieren und wo nicht.
    Wo können sich die Stoffe besonders gut einlagern und wo wieder nicht?

    Trotzdem dürtfe diese Katastrophe ganz Japan betreffen.

    punkix

  3. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von punkix Beitrag anzeigen
    und genau so wird es in Fukushima auch laufen. Es ist auch für Menschen nicht möglich, da hineinzugehen im Moment, weil sie sofort verstrahlt wären und sterben würden. Evtl. könnten Roboter eingesetzt werden, gibt aber evtl. Probleme mit der Hitze.
    Roboter sind eine feine Sache, und die Japaner in Robotertechnik führend. Deshalb hat man sich auch gewundert, weshalb bisher keine Roboter dafür verwendet werden.
    Können vor Lachen.
    Hast du gesehen, wie es da drinnen aussieht. Es gab doch Fotos von dem Chaos innerhalb des Reaktors - du erinnerst dich sicher an die Arbeiter mit Taschenlampen, die über vom Tsunami angeschwemmten oder verursachten Müll gestiegen sind.
    Wie soll man da Roboter einsetzen?
    Roboter sind im Grund ziemlich dumme Dinger. Sie können nicht alles, sie können nur das Bisschen, wofür sie gebaut werden. Ändere eine Kleinigkeit an der Situation, räume z.B. Müll in den Weg, und schon sind diese Dinger hilflos.


    Japan kann im Moment nur kühlen und hoffen, dass ihnen nicht noch alle Reaktorblöcke explodieren, obwohl dies kann die ganze Welt hoffen...
    Sie kämpfen und kämpfen, gegen eine fast aussichtslose Situation und ständig neue Probleme.
    Man kann nur hoffen, und falls man gläubig ist, beten.



    Und hinterher dem Tepco-Management den Kopf abreißen.
    Sobald man dafür Zeit und Nerven hat.
    Und nachdenken über Alternativen, über erneuerbare Energien, über Atomaufsicht und über Laufzeiten vorhandener Atomkraftwerke.

  4. User Info Menu

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Was mich wundert:
    TEPCO dürfte wohl pleite sein. Die Kosten haben wahrscheinlich Ausmaße erreicht, dass selbst große Konzerne zerbröseln würden. Daher wundert mich, dass Tepco-Manager gegen eine Verstaatlichung sind. Kann doch egal sein, die Firma hat ein solches Minus, dass sie sowieso insolvent ist (sofern es gedenkt, die Schäden etc. zu zahlen)
    Ich bin, also denke ich

  5. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und nachdenken über Alternativen, über erneuerbare Energien, über Atomaufsicht und über Laufzeiten vorhandener Atomkraftwerke.
    Der Verbraucher kann dazu beitragen, indem er Atomstrom eine klare Absage erteilt.

    Die Stadt Bochum zieht höchst wahrscheinlich mit.

    Diesem Beispiel sollten andere Städte folgen.

  6. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Blautanne, zur Info-Politik ein Beispiel, das schon mal hier genannt wurde. Z.B. amerikanische und französische Experten raten der japanischen Regierung, in weit höherem Radius zu evakuieren als bisher geschehen, weil die Strahlenwerte zu hoch seien.
    Wobei die Amis von einem 80-km-Radius, also von schlappen 2 Millionen Menschen sprechen, die zusätzlich zu den Hunderttausenden an Tsunami-Opfern evakuiert werden müssten ..
    .. während Greenpeace von einem 40-km-Radius spricht ..
    .. und während die japanische Regierung die bereits evakuierten Menschen davor warnt in diese Gebiete zurückzukehren, was sie aber trotzdem tun.


    Frage hierzu: Veröffentlicht die japanische Regierung die Strahlenwerte, oder lässt sie es lieber sein?
    Gegenfrage: woher hat Ranga Yogeshwar seine Messdaten?


    Man belässt es (so kommt es mir vor, vielleicht stimmt es auch nicht) bei einem Statement, ohne konkrete Zahlen zu nennen, und danach beruhigt man, indem man sagt, es sei alles nicht so dramatisch.
    Z.B. Plutonium in der Erde: kein Problem. Radioaktive Küsten: Kein Problem. Radioaktivität im Trinkwasser: Kein Problem, für Kleinkinder gibts eben Wasser aus Flaschen.....
    Ranga Yogeshwar hat nicht nur konkrete Messdaten genannt, sondern sie auch in Beziehung gesetzt zu Daten aus Bayern nach Tschernobyl.
    Demnach ist in einigen Gebieten die radioaktive Verstrahlung hochproblematisch, während sie in anderen Gebieten seiner Auffassung nach tatsächlich nicht allzu dramatisch ist.

    Im übrigen kann man nicht von "kein Problem" sprechen, wenn die Regierung ausdrücklich davor warnt Kindernahrung aus Leistungswasser zuzubereiten.


    Interessant ist übrigens noch etwas anderes in diesem Zusammenhang:

    Wenn ich mich nicht sehr täusche, sind die gesetzlich erlaubten Grenzwerte für Lebensmittel und Trinkwasser in Japan deutlich strenger als in der EU. Daraus ließe sich trefflich schließen, dass - wenn Brüssel zu bestimmen hätte - so manches für "völlig unbedenklich" erklärt werden würde, was für Tokio keineswegs "unbedenklich" ist.


    P.S.: Hat sich eigentlich von euch schon mal jemand gefragt, was dabei herauskommen wird, wenn man europäisch einheitliche Sicherheitsstandards für AKW einführen will?
    Das Ergebnis ist m.E. vorhersehbar. Und mich wundert auch überhaupt nicht, dass die Kraftwerksbetreiber für einen solchen europäischen Standard sind.
    Geändert von Inaktiver User (29.03.2011 um 11:22 Uhr)

  7. User Info Menu

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Roboter sind eine feine Sache, und die Japaner in Robotertechnik führend. Deshalb hat man sich auch gewundert, weshalb bisher keine Roboter dafür verwendet werden.
    Können vor Lachen.
    Hast du gesehen, wie es da drinnen aussieht. Es gab doch Fotos von dem Chaos innerhalb des Reaktors - du erinnerst dich sicher an die Arbeiter mit Taschenlampen, die über vom Tsunami angeschwemmten oder verursachten Müll gestiegen sind.
    Wie soll man da Roboter einsetzen?
    Roboter sind im Grund ziemlich dumme Dinger. Sie können nicht alles, sie können nur das Bisschen, wofür sie gebaut werden. Ändere eine Kleinigkeit an der Situation, räume z.B. Müll in den Weg, und schon sind diese Dinger hilflos.


    Sie kämpfen und kämpfen, gegen eine fast aussichtslose Situation und ständig neue Probleme.
    Man kann nur hoffen, und falls man gläubig ist, beten.



    Und hinterher dem Tepco-Management den Kopf abreißen.
    Sobald man dafür Zeit und Nerven hat.
    Und nachdenken über Alternativen, über erneuerbare Energien, über Atomaufsicht und über Laufzeiten vorhandener Atomkraftwerke.
    die neuen Roboter sind schon ziemlich intelligent. Und es gibt auch Räum-Roboter, die könnte man zuerst los schicken. ..

    Ich denke, dass es aus welchen Gründen auch immer, nicht geht. Ich wollte damit auch nur verdeutlichen, dass Menschen im Moment diese Reaktorkerne nicht betreten können. Evtl. kann man (auch in absehbarer Zeit) Roboter rein schicken, um sich eingenaueres Bild von der Lage zu machen. Wobei da schon die erste große Frage ist, wie bekommt man sie rein???

    punkix

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Niveaulimbo Beitrag anzeigen
    Über die Allgemeinplätze der deutschen Atomwirtschaft:
    Http://bit.ly/gDaEzF
    Ist schon komisch, ich habe die Argumentation der FAZ bzgl. Atomkraft ganz anders in Erinnerung.
    Jetzt schreibt sie wie früher die TAZ.
    Ist was mit mir? Oder ist was mit der FAZ?

    Aber mir ist es völlig wurscht, wer abschaltet.
    Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von _Zitronenmond_ Beitrag anzeigen
    Ist schon komisch, ich habe die Argumentation der FAZ bzgl. Atomkraft ganz anders in Erinnerung.
    Jetzt schreibt sie wie früher die TAZ.
    Ist was mit mir? Oder ist was mit der FAZ?

    Aber mir ist es völlig wurscht, wer abschaltet.
    Der Artikel stand im Feuilleton - da darf schon mal was närrisches stehen.....
    (geklaut von ... http://www.nachdenkseiten.de/?p=8872#h10)

  10. User Info Menu

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Hier der Link zum ARD-Brennpunkt von gestern abend. *Klick*
    So ab Minute 7 kommen die Schautafeln zur Ortsdosisleistung Fukushima jetzt und Bayern 1986.
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. Albert Einstein

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