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Thema: Die Ereignisse in Japan
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27.03.2011, 11:33
AW: Die Ereignisse in Japan
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27.03.2011, 11:38Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Jetzt wird es unfassbar. Millionenfach erhöhte Verstrahlung, die nicht gestoppt werden kann und überhaupt nicht mehr eingegrenzt. Alleine, was das Grundwasser betrifft. Unser Meer, unser, unser, unser Meer. Was wir uns antun und den Tieren. Was maßen wir Menschen uns in unserem Größenwahn immer wieder an. Wohin bringt uns unsere 'Intelligenz', unsere Wissenschaft?
Vor einem Monat noch sind alle belächelt worden, die vor einem solchen Szenarium gewarnt haben, und heute ist es da. Und möglicherweise noch schlimmer als vorgestellt.
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27.03.2011, 11:40
AW: Die Ereignisse in Japan
Pah.
Wenn wir die Atommanager nicht machen lassen würden, würden sie nicht können.
In der Reportage über die Sicherheitskräfte in franz. AKW`s brachten es die Arbeiter dort selbst auf den Punkt: sie fühlen sich natürlich für die Sicherheit verantwortlich.
Und selbst wenn wir alle AKW`s abgeschaltet hätten, stünden wir alle noch vor der Verantwortung, mit dem radioaktiven Dreck umzugehen, der übrig bleibt.
Nein. Sie kaufen sich die Expertenmeinung, die sie brauchen.Der Politiker schließlich vertraut in technischen Fragen mehr als weniger blind auf die "Experten".
Politik ist im Würgegriff der paar Energiemultis bei diesem Thema.
Und zu gekauften Expertenmeinungen: in Tschernobyl geht das seit 25 Jahren so. Die eine Seite sieht sich durch die jeweiligen Forschungsergebnisse bestätigt darin, dass Atomkraft gar nicht so schlimm ist und die andere Seite nimmt die gleichen Ergebnisse als Beleg für die fortdauernden Schäden.
Beispiel: Die Krebsrate ist erheblich gestiegen. Ob aber ein Darmkrebs nach 20 Jahren als Folgeschaden angesehen werden kann ist eine Interpretationsfrage.
Elite?Das Volk selbst vertraut seiner (vermeintlichen) Elite.
Siehe oben.Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.
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27.03.2011, 11:40
AW: Die Ereignisse in Japan
Wenn wir nach jedem Fehler oder Unfall aufgeben müssten, dann würden wir noch heute im Wald wohnen.
Aus Fehlern lernen, dass sollte die Prämisse sein, allerdings zum Wohle Aller und nicht für das Profitstreben einzelner Personen.
Wenn der Staat die Dinger betreibt zieht der Schlendrian ein, wenn der Unternehmer regiert, wird wirtschaftlich gearbeitet, je höher die Gewinnaussichten, desto mehr rückt sie Sicherheit in den Hintergrund. Das ist der Spagat, den es zu überwinden gilt.
Warum sollen wir abschalten, wenn hinter der Grenze der nächste Meiler wartet.
Irgendwann ist unsere Wirtschaftlichkeit derartig geschwächt, dass wir nix mehr zu melden haben.
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27.03.2011, 11:44
AW: Die Ereignisse in Japan
Da wären manche Meinungen auch tatsächlich besser aufgehoben: im Wald.
Da könnten sie nicht soviel Schaden anrichten, als wenn sie Technik in die Finger kriegen.
Du hast anscheinend nicht begriffen, dass es überhaupt keine wirtschaftliche Zukunftsperspektive gibt, wenn wir nicht endlich konsequent auf alternative Energieversorgung und Stopp der Ressourcenverschwendung setzen. Die einzigen, die langfristig überhaupt eine Perspektive haben (wenn überhaupt), sind Vorreiter in diesen Bereichen.Warum sollen wir abschalten, wenn hinter der Grenze der nächste Meiler wartet.
Irgendwann ist unsere Wirtschaftlichkeit derartig geschwächt, dass wir nix mehr zu melden haben.Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.
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27.03.2011, 11:45Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Du meinst also, im Zweifelsfalle lieber den schnellen Tod als ein langsames Siechtum unserer wirtschaftlichen Macht. Makaber.
Dann traust du uns (dem Menschen, dem tüchtigen Deutschen) zudem auch wenig zu.
Einer muss anfangen, muss Zeichen setzen. Und beweisen, dass es geht. Dazu gehört 'Ärmel hoch', Ideen finden. Wir setzen doch soviel auf Innovation, auf akademische Ausbildungen, auf einen Pool kreativer Köpfe, die Deutschland weiter vorne halten.
Dass der Mensch zu enormer Kreativität fähig ist, beweisen die vergangenen 50 Jahre. Und dass wir den Zenit unserer Hochkultur überschritten haben, beweist Japan. Wir müssen umdenken, wollen wir überleben.
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27.03.2011, 11:49
AW: Die Ereignisse in Japan
Auf die nächsten 50 Jahre projiziert magst du Recht haben, wir leben heute.
Mit sofortiger Abschaltung wirst du in kurzer Zeit keine monetären Mittel mehr zur Verfügung haben, um alternative Energien weiterzuentwickeln.
Meiner Meinung nach gehören die Gewinne beschlagnahmt und sinnvoll und massiv in die Entwicklung alternativer Energien eingesetzt.
Mit „hau – drauf“ Parolen ist man noch nie weiter gekommen.
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27.03.2011, 11:53
AW: Die Ereignisse in Japan
Mit dem Siechtum unserer wirtschaftlichen Macht, wie du es nennst, geht aber etwas Ungewolltes daher, die Nachbarn bauen Meiler und verkaufen uns überteuert den überlebenswichtigen Atomstrom.
Wenn du etwa verändern willst, und noch dazu gegen eine Übermacht, dann brauchst du Macht, Macht korreliert immer mit Geld, auch wenn es nicht gefällt.
Diese macht musst du auch gebrauchen.
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27.03.2011, 11:55Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Der Vorschlag klingt vernünftig
, wobei einer Beschlagnahmung in einem demokratischen System sicherlich jede Rechtsgrundlage fehlt.
Nachdem ich vor kurzem den sinngemäßen Sinnspruch las "Wer eine dumme Frage stellt, macht sich möglicherweise kurz zum Deppen, wer sie nicht stellt, bleibt es ein Leben doof", meine diesbezügliche. Waren in Deutschland Energieunternehmen zumindest in den 60er, 70er Jahren nicht staatliche Unternehmen und wurden dann (teil-)privatisiert?
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27.03.2011, 12:00Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Auch die Nachbarn schlafen nicht. Und dann pfeif' ich zudem wirklich auf die 'EU', wenn es nicht möglich sein wird, sich an _einen_Tisch zu setzen, und vernünftige Bedingungen zu erarbeiten, wie wir - Europa - uns weiterhin mit Energie versorgen zu können, ohne dass auch nur einer die Dreistigkeit besitzt, Gewinn daraus zu schlagen.



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