Ok also die Politik täuscht und wir fallen darauf herein. Die Folge ist ein wirtschaftlicher Absturz. Ich freu mich schon auf teuren Strom, sinkende Arbeitsplätze etc.So furchtbar das Erdbeben war; Fukushima war ein Geschenk für gewisse Politiker
So hat Renate Künast am 14. März in einem TV-Interview mit verächtlicher Miene bemerkt, daß nun gewiß das Argument kommt, in Deutschland könnte es ja nicht ein solches Erdbeben geben, wie in Japan. Sie machte den Eindruck, daß sie das für ein ziemlich lächerliches Argument hält. Ich möchte es aber trotzdem bringen:
Im Oberrheingraben, dem seismologisch aktivsten Gebiet in Deutschland, findet ein Versatz von Gesteinsschichten entlang von Verwerfungen, der eine Voraussetzung für Erdbeben wäre, nicht statt. Deshalb kommt es dort nur etwa alle 10 Jahre zu seismischen Erschütterungen der Stärke über 5 und unter 6. Das Erdbeben in Japan, wo vier Kontinentalplatten aufeinander krachen, hatte aber eine Stärke von 9 und war damit rund dreitausendfach stärker als alles, was hierzulande möglich ist. In Wikipedia nachzulesen; tut mir wirklich leid, Frau Künast.
QuelleDeutschland schafft sich als stabiles und wohlhabendes Industrieland ab, aber ganz anders und vermutlich viel schneller, als es Herr Sarrazin prophezeite.
Antworten
Ergebnis 1.521 bis 1.530 von 2350
Thema: Die Ereignisse in Japan
-
24.03.2011, 22:54Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Geändert von Inaktiver User (24.03.2011 um 22:58 Uhr)
-
24.03.2011, 23:02Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Oder um es aufs erste Zitat zu beziehen: GAU durch vergessene Notiz.Unglücke geschehen durch die Ursache, die am wenigsten bedacht wurde.
Wobei ich mitlerweile ausschließe, dass solche Kleinigkeiten im Ernstfall entscheiden, ob ein GAU kommt oder nicht.
Bei den bisherigen GAUs war sehr vieles vorher absehbar. Ob zu alte Meiler mit Vertuschungen wie Fukushima, Fehlkonstruktionen und menschliches Versagen in Tschernobyl, es gibt immer wieder Ursachen die sich vorher abzeichneten oder vertuscht wurden.
Die Stromversorgungsanlagen in Fukushima hatte etliche male vertuschte Mängel und der Betreiber ist höchst zwilichtig.
Das AKW war unter der Erdbebenstärke gesichert (da haben die Experten versagt) und nicht nur das, auch die Sicherung der Erbebenstärke 8, die eigentlich vorhanden sein sollte, wurde auf Stufe 7 in der Praxis heruntermanipuliert, Berichte gefälscht etc.
Klar kann eine vergessene Notiz ursächlich sein, die Wahrscheinlichkeit ist jedoch geringer als ein achter im Lotto.
In den alten Pannenmeilern hierzulande sieht man klar: Notstromversorgung springt viel zu oft an. Wurde was getan, um diese Probleme zu beseitigen? Nein eben nicht. Mit der Atomlobby wurden Laufzeitverlängerungen beschlossen und Sicherheitsmängel nicht beseitigt, welche Voraussetzung für Verlängerung sein sollten, aber nicht waren.
Dazu kommen etliche vertuschte Atomunglücke, weitere Manipulationen und Lobbyarbeit ohne Ende (weltweit, IAEA ist ein Produkt davon, das derzeit nutzlos ist bei der GAU-Bekämpfung).
Alles absehbar wo Probleme sind. Statt in der Politik die Probleme zu beseitigen, werden sie fleißig ignoriert oder voller Panik aus dem Verkehr gezogen- mit verheerenden wirtschaftlichen Einbußen, die auf uns zu kommen werden.
Fest steht: Tschernobyl, Fukushima und eine mögliche Katastrophe oder Abschaltung von alten deutschen AKWs hätte vermieden werden können.
Wegen einer vergessenen Randnotiz auf einem Zettel geht kein AKW zum GAU über. Da gehört schon mehr dazu und die Kombination aus etlichen Ursachen und Folgen, die zum allergrößten Teil vorher abzusehen waren (wenn auch nicht für alle da vertuscht).
Das Problem dabei ist, die Politik hat keinerlei Stabilität und schwankt zu sehr. Sicherheitsfragen können meiner Meinung nach keinen politischen Interessen unterliegen und wenn doch, wie derzeit, ist das echt traurig, da verantwortlich für viele Katastrophen (nein nicht GAU, sondern GAP, größte anzunehmende Panik-Ausnutzung zu Lasten vieler Bereiche).Geändert von Inaktiver User (24.03.2011 um 23:53 Uhr)
-
25.03.2011, 00:35
AW: Die Ereignisse in Japan
Was unterscheidet eigentlich die "alten" von den "neuen" AKW?
Jahrelange Weiterentwicklung? Technische Innovationen?
Mitnichten.
Bis 1980 sind sie alt, kurz nach 1980 sind sie neu!
Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. Albert Einstein
-
25.03.2011, 00:52Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Eine umfassende Unterbrechung der Leitungen ist keine Kleinigkeit.
Analoge Übertragung funktioniert nunmal nur über Hardware. Und wenn in einem Schreckens-Szenario vergessen wird, in die Überlegungen auch die vielfache Unterbrechung der Zuleitungen für die Notfallenergie einzubeziehen, dann ist das alles ... aber sicher keine Kleinigkeit, sondern gefährliche Fehlplanung.
-
25.03.2011, 02:54Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Dem stimme ich zu, wie zuvor auch. Dennoch gehört zum GAU noch weit mehr als eine Fehlplanung. Diese ist eine Ursache von vielen, die sich zu einem schlimmen ganzen ergänzen.
Die meisten Defizite, die zum GAU führten, sind schon vorher bekannt gewesen und hätten vermieden werden können. Fehlplanung ist der Funke der das atomare Fass zum explodieren bringen kann, wie bei Tschernobyl.
Vertuschung und nicht Sicherheitsstandards entsprechende AKWs mit technischen Mängeln, wie Fukushima, sind Hauptursachen die geradezu GAUs provozieren.
Jedes AKW hat eine Laufzeit, nach der wird es unsicher. Aus alt, mach neu um alte Meiler weiter laufen zu lassen, wird eine mögliche Katastrophe. Die Unterscheidung liegt darin, dass viele alte AKWs pannenanfällig sind und ihre Notstromversorgung so wie ihre Stabilität etc. gefährdet sind.
Fest steht dass die alten Kraftwerke eine Generalüberholung bräuchten in Sachen Sicherheit. Das kostet etwas, kommt aber günstiger als sie komplett abzustellen.
Die Laufzeitverlängerungen ohne Verbesserung der Sicherheitsdefizite von alten AKWs, die durchaus gegeben sind, war genauso politisch motiviert wie deren Abschaltung. Beide Extreme sind schlecht.
Warum lassen die das parteipolitische nicht mal sein und konzentrieren sich auf die langfristige wirtschaftliche Entwicklung und Absicherung überholungsbedürftiger AKWs?
Diese politische Halbwertszeit von Entscheidungen zerstört uns als Wirtschaftsland und im Ansehen in der Welt.
Die anderen EU Länder und Strahlenverantwortliche halten das für überflissige Panikmache.
Dazu kommt, dass durch die Angstmacherei und politisch motivierter Atomdiskussion andere Gefahren wie Gaddafi untergehen.
Deutschland weigert sich, einen Tyrann zu bekämpfen, verweigert sich und gefährdet die internationale Zusammenarbeit, die es einst mit Gesprächen voran getrieben hatte.
Politisch gesehen ist die Lage miserabler als im AKW Tschernobyl.Geändert von Inaktiver User (25.03.2011 um 03:16 Uhr)
-
25.03.2011, 09:15
AW: Die Ereignisse in Japan
Nun hört man von der Betreibergesellschaft, die drei schwer verstrahlten Arbeiter trügen eine Mitschuld an ihrer Verstrahlung!!!!! Weil sie die Warngeräte überhört hätten. Das ist doch unfassbar, sowas rauszuhauen! Jetzt wird diesen Männern eine Mitschuld an der Verstrahlung gegeben. Das is doch der absolute Ober-Wahnsinnshammer!!!!!! Echt Klasse dieser Zusammenhalt der Japaner ...
Ich befürchte: diese ganzen 'japanischen Tugenden' sind ein längst vergangener Mythos.
Im Übrigen: wer sagt eigentlich, dass diese "50 Arbeiter" immer die gleichen sind?
Aktuell höre ich nun von N24 und NTV, dass auch die japanische Atomenergiebehörde davon ausgeht, dass der Reaktorkern in Block 3 beschädigt ist ... 10.000-fach erhöhte Strahlung ... schleichender SuperGau - alles läuft immer noch weiter aus dem Ruder ------es wird eben doch ganz übel ausgehen ---- und ich denke: wir alle scheinen uns irgendwie in diesem Zuge schleichend dran 'gewöhnen' ... die wahren Horrormeldungen werden erst noch kommen und man wird sie gar nicht mehr so wahrnehmen wie noch am Anfang, als noch HOffnung war, aber evtl. täusche ich mich.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
-
25.03.2011, 09:25Inaktiver User
-
25.03.2011, 09:42Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Es erscheint mir übrigens sinnvoll, gesetztlich eine maximale Höchstlaufzeit von vielleicht 30 Jahren festzulegen, wenn man schon an AKW festhalten will. Denn dauerndes Nachrüsten erhöht die Sicherheit ja nur bedingt. Das wird evident bei einem Vergöleich von AKW der ersten Generation mit solchen der vierten Generation.
-
25.03.2011, 09:43
AW: Die Ereignisse in Japan
Es war einmal ...
Und wenn sie nicht gestorben sind ...... Es gibt kein Vertun: Auch in jedem der heute neu gebauten Kernkraftwerke kann es zur Kernschmelze kommen. Dass dieser Super-GAU eintritt, ist jedoch deutlich unwahrscheinlicher als bei den 1971 in Betrieb gegangenen Fukushima-Blöcken, ...
.... Daher hat man in den Folgejahren nach "sichereren" Konzepten gesucht und den European Pressurized Water Reaktor (EPR) entwickelt....
...Inhärent sichere Kernkraftwerke der vierten Generation kommen ohne ein aktives, auf Generatoren und Pumpen angewiesenes Notkühlsystem aus...
Tom, danke für die Märchenstunde, aber das hatten wir alles schon nach Tschernobyl: Schlamperei bei den Russen, unsesre AKWs sind sicher ....Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
-
25.03.2011, 09:44Inaktiver User
AW: Die Ereignisse in Japan
Damit ist für mich ein Punkt erreicht an dem ich denke, dass es keinen Sinn mehr macht, darüber zu diskutieren, welche Konsequenzen aufgrund der dort angeblich herrschenden Strahlung sich für ganz Japan oder der Rest der Welt ergeben.
Denn ich glaube gar nichts mehr von dem was die Nachrichtenlage, die von offizieller Seite dargelegt wird, her gibt.
Wer dermassen kaltschnäuzig Schuld abwälzt ... was soll man da noch glauben.Geändert von Inaktiver User (25.03.2011 um 10:48 Uhr) Grund: das Wort 'angeblich' nachgeliefert.


Zitieren
