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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist im Idealfall eine selbstlose Aufopferung, vor der man nur größten Respekt haben kann. Jeder Dank kann nur unvollkommen bleiben.
    Ich weiß nicht, ob das eine selbstlose Aufopferung ist. Es dringen ja zu wenige Nachrichten nach außen. Ein Bekannter (Japaner, der aber auch keine bessere Infos hat als ich) sagte mir, dass Japaner viel eher kuschen und Autoritäten vertrauten als Deutsche. (Ich kann selbst nicht viel dazu sagen, ich war noch nie in Japan und habe mich mit der japanischen Kultur nicht beschäftigt). Er mag Deutsche, gerade weil sie nicht so unterwürfig seien.

    Vielleicht ist es auch mit den Arbeitern im AKW so. Ihnen wird befohlen, etwas zu tun, und sie tun es automatisch. Es wirkt auf mich wie Zwang. Die Regierung hat auch die Betreibergesellschaft dazu verdonnert, die Arbeiter weiter zur Arbeit im AKW zu zwingen, und nicht herauszuholen, wie es beabsichtigt war. Ich finde das alles nur furchtbar und sehe (in meinem Denken, Lalunanubia) keine Vorteile darin, das Positive daran zu sehen. Das einzige positive ist, dass diese Menschen (wie Sklaven) dazu verdonnert werden, sich selbst zu töten, um andere zu retten. Das widerstrebt ganz ehrlich meinem Denken.
    Geändert von Wolfgang60 (19.03.2011 um 09:12 Uhr)
    Ich bin, also denke ich

  2. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob das eine selbstlose Aufopferung ist. ...
    Im Idealfall!

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im Idealfall!
    ja, im Idealfall
    Ich bin, also denke ich

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob das eine selbstlose Aufopferung ist.
    Irgend jemand muss da jetzt ran, um unter Einsatz des Lebens das Schlimmste zu verhindern.
    Mir persönlich wäre auch lieber, wenn die Tepco-Manager mit gutem Beispiel voran gehen würden und sich in die Feuerwehrfahrzeuge setzen würden. Irgendwie näherliegend. Aber sie verleihen wohl lieber Heldenorden an andere und halten sich für unersetzbar.

    Aber wer auch immer das tut, was getan werden muss: hat meinen Respekt.
    Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von _Zitronenmond_ Beitrag anzeigen
    Aber wer auch immer das tut, was getan werden muss: hat meinen Respekt.
    Wenn sie es aus freien Stücken machen: Respekt
    wenn sie es machen, weil sie gezwungen werden: Mitleid
    Ich bin, also denke ich

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    @Leda
    ich hatte vor Jahren mal für 1 Jahr einen japanischen Chef.
    Als er wieder nach Haus ging, war ich genauso ahnungslos über seine Gefühle wie am ersten Tag. Er war immer sehr höflich, sehr interressiert an der deutschen Kultur, aber was er wirklich dachte, wußten wir nicht.

    Eine Kollegin flog nach Tokyo, weil sie dort einen Vortrag halten sollte. Im Auditorium saßen ausnahmslos japanische Männer.
    Sie begann, ihren Vortrag auf englisch zu halten, aber niemand nahm sie auch nur wahr, geschweige denn, dass er zuhörte.
    Da hielt sie ihren Vortrag in fließendem Japanisch. Schlagartig war ihr jede Aufmerksamkeit zuteil.

    Es ist leicht, die Japaner zu mögen, weil sie uns nicht mit ihren wahren Gefühlen belästigen.

    Aber wir erfahren nichts von ihren Befindlichkeiten.

    Ich kann den Zorn über die (scheinbar) fehlende Hilfe verstehen, aber wenn sie abgelehnt wird, dann wird sie abgelehnt.
    Russische Atomexperten haben sich in Sibierien versammelt, doch Japan läßt sie nicht rein. z.B.

    Wobei ich die japanische Aussage, planlose Hilfe aus dem Ausland sei auch wegen der fehlenden Verständigungsmöglichkeit eher hinderlich, nachvollziehen kann.
    Schließlich sind sie sowohl in ihrem eigenen Land als auch in fremden Ländern erfahrene Helfer und wissen um die Konkurrenz der Hilfsorganisationen in solchen Situationen.

    Und es ist ja nicht so, dass sie keine Hilfe anfordern. Sie tun es halt sehr dezidiert nach den Erfordernissen, die sie sicher am besten beurteilen können.

    Ich denke, so hilflos wir uns fühlen angesichts dieser Katastrophen da, es ist durchaus eine mittelbare Hilfe, wenn wir uns hier in Deutschland um unsere eigenen Dreckschleudern Gedanken machen und darum, wie wir sie am wirkungsvollsten loswerden.

    Japan hat sich nach dem Krieg zur drittgrössten Wirtschaftsmacht aufgeschwungen. Das ging nur mithilfe der Atomkraftwerke, weil Japan ähnlich wie wir über keine Rohstoffe und nur wenig Platz verfügt.

    Ihre Mentalität, den "Oberen" zu vertrauen, mag sie daran gehindert haben, sich früher um Alternativen Gedanken zu machen. Hätten sie es getan, so wäre die den Leuten innewohnende Innovationskraft mit Sicherheit sehr viel weiter und konsequenter mit diesen Gedanken umgegangen als wir.
    Ich denke da z.B. an die Hybrid-Autos aus Japan und an das Gepfusche hier in Deutschland.

    Die Japaner sind mit Recht ein stolzes Volk.
    Vielleicht aber hat eben auch dieser Stolz dazu geführt, dass sie glaubten, den Dämon Atomkraft zu beherrschen.
    Und das Trauma Hiroshima und Nagasaki. Auch da mussten sie mit Ungeahntem fertigwerden und sie haben es geschafft.
    Wer weiß mehr über Wohl und Wehe dieser Energie?

    Ganz unabhängig davon, was Frau Merkel beabsichtigte, als sie sagte, wir müssen genau hinschauen, wie Japan es macht, der Inhalt ist richtig.
    Wenn Japan die Atomenergie nicht beherrschen kann, dann kann es Keiner, schon gar nicht die sorglosen Amerikaner.

    Ich glaube, die wirkliche Hilfe, die wir den Japanern zukommen lassen können, ist, dafür zu sorgen, dass bei uns weiter an erneuerbaren Energien geforscht und gearbeitet wird, denn da wissen wir sehr viel, dank der Anti-AKW-Bewegung.

    Wir müssen jetzt wahrhaftig laut schreien und uns intensiv wehren, dass die Atom-Lobby wieder die Oberhand gewinnt.
    So, wie wir uns hier schon viele sehr gute Gedanken gemacht haben, wie wir Strom sparen und umsteigen können,--- jeder--, so sollten wir weiter machen.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    @ Motivforscher
    Das ist eine Augenwischer-Diskussion.
    Die Liquidatoren in Weißrussland haben sich ihren Job auch nicht ausgesucht damals und sie haben ein Recht, stolz darauf zu sein. Ganz einfach. Ohne sie wäre alles noch schlimmer gekommen.
    Geändert von _Zitronenmond_ (19.03.2011 um 09:29 Uhr)
    Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von maia Beitrag anzeigen
    Wir müssen jetzt wahrhaftig laut schreien und uns intensiv wehren, dass die Atom-Lobby wieder die Oberhand gewinnt.
    Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Allerdings befürchte ich, dass die Halbwertszeit unserer Aufmerksamkeit in diesen Dingen nicht sehr hoch ist.

    Im Moment schüttelt uns alle das Entsetzen, aber was ist in 2 Wochen.

    3 Monate Moratorium sind von Frau Merkel geschickt gewählt.
    Solange braucht es sicher nicht, um uns in unsere altbewährte Trägheit zurück fallen zu lassen.

    Das ist meine Befürchtung.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Ich kenne 2 CDU-Wähler, die Merkel nicht vertrauen. Der eine wählt diesmal Grün, die andere geht diesmal nicht zur Wahl. Ich hoffe schwer, dass es (hier im Ländle) viele weitere gibt, die Merkel ebenso misstrauen.
    Ich bin, also denke ich

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