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    AW: Die Ereignisse in Japan

    ich habe erzählt, wie es flüchtlingen damals ging und was sie damals dachten.
    aber damals waren nur hundertausende geflohen.
    bei 35 millionen ist es unvorstellbar.
    lg
    legrain

  2. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von legrain Beitrag anzeigen
    aber damals waren nur hundertausende geflohen.
    bei 35 millionen ist es unvorstellbar.

    Aus rp-online:

    In der Frage, ob solch eine Megastadt im Ernstfall überhaupt evakuiert werden könnte, sind sich jedoch deutsche Experten einig: Tokio ist "nicht evakuierbar".

    Eine Evakuierung Tokios wäre "völlig verantwortungslos" und würde "im totalen Chaos" enden, sagte Martin Skutella vom DFG-Forschungszentrum Matheon in Berlin der Nachrichtenagentur AFP. Der Mathematiker beschäftigt sich seit Jahren mit der Optimierung von Evakuierungen und Fluchtströmen. Ein grundlegendes Problem ist die Unterbringung so vieler Menschen. Die Evakuierten benötigen nicht nur Unterkünfte, sondern auch Krankenhäuser, Schulen und Verpflegung. Die Evakuierung würde aber schon an den Verkehrwegen scheitern, die "gar nicht dafür ausgelegt sind, dass so viele Menschen auf einmal ein Ballungsgebiet verlassen", betont Skutella. Die Evakuierung einer Stadt wie Tokio würde aus seiner Sicht Wochen dauern und müsste in einer bestimmten Reihenfolge, etwa Stadtteil für Stadtteil, ablaufen.

    Auch Gerold Reichenbach, Bundesvorsitzender des Deutschen Komitees Katastrophenvorsorge, hält eine Evakuierung Tokios für unrealistisch. Die größte zivile Evakuierung habe es bislang 2005 in New Orleans nach dem Hurrikan Katrina gegeben, damals seien am Ende 1,2 Millionen Menschen aus der Stadt gebracht worden. Nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl seien über Monate hinweg aus der Großregion und einzelnen Dörfer rund 350.000 Menschen evakuiert worden, sagte Reichenbach im Fernsehsender n-tv. Im Großraum Tokio müssten hundert Mal soviele Menschen evakuiert werden.


    Quelle

  3. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von RomiaSophia Beitrag anzeigen
    Meine erste Frage war auch, was kann ich tun? Ich weiß es immer noch nicht. Ich habe gespendet, mich nach meinen japanischen Bekannten erkundigt, Unterstützung angeboten und versuche mich weiter auf dem laufenden zu halten. Das wars. Mehr fällt mir nicht ein. Das ist ein bisschen deprimierend, denn wenn man Mitgefühl empfindet und sich sorgt, ist es natürlich kein schönes Gefühl, eigentlich kaum etwas tun zu können.
    Auch wenn das für Viele hier esoterisch bewertet wird - hilfreich ist es sich auf einen glimpflichen Ausgang zu konzentrieren, um jene Wahrscheinlichkeit anzuziehen. Vereinfacht gesagt, stellt Euch vor sie schaffen die Kühlung und speist das Ganze nicht mit der Angst es kommt zum Gau.
    Insofern ist der japanische Zweckoptimismus, sofern er nicht aufgesetzt ist, gerade das Richtige in dieser Situation.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch wenn das für Viele hier esoterisch bewertet wird - hilfreich ist es sich auf einen glimpflichen Ausgang zu konzentrieren, um jene Wahrscheinlichkeit anzuziehen. Vereinfacht gesagt, stellt Euch vor sie schaffen die Kühlung und speist das Ganze nicht mit der Angst es kommt zum Gau.
    Insofern ist der japanische Zweckoptimismus, sofern er nicht aufgesetzt ist, gerade das Richtige in dieser Situation.
    lalunanubia, die einen beten, die anderen versuchen sich auf positives zu konzentrieren.

    Mal ein anderer Ansatz: Ich finde es gar nicht so falsch, sich das schlimmste Ereignis vorzustellen. Diese Vorgehensweise hat was für sich. Man trainiert so, mit solchen Ereignissen umzugehen. Das Wort GAU kommt aus dieser Denke: Der größte Unfall, den man sich vorstellen kann.
    Natürlich kann ich auch sagen: Alles wird gut. Aber verpasse ich so nicht die Möglichkeit, mir Strategien für schlechtere Ereignisse zu erarbeiten?
    Ich bin, also denke ich

  5. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zitat von Julifrau
    Die permanenten Bewertungen hier, die Ungläubigkeit und das (vermeintlich) 'bessere Wissen' wären ein Affront gegen jeden Japaner, der dies lesen würde.

    Darüber rege ich mich wirklich auf, mit welcher Beharrlichkeit wir unsere Lösungsansätze und unsere Sicht der Welt offenbar für die einzige Wahrheit halten.
    Auf entscheidende Weise ist Japan aber nicht alleine auf der Welt - hier besonders als Verursacher haben sie sogar eine gesteigerte Verantwortung. Wenn "Spezialisten" oder wer auch immer wochenlang an mehreren Meilern herumbasteln, ohne vielleicht wirklich etwas zu bewirken oder bestimmte nötige Dinge unterlassen, mag die Folge, nämlich u.a. Fallout etc für die Restwelt durchaus von Bedeutung sein. Ab dem Punkt geht es die gesamte Welt etwas an. Es ist doch dasselbe, als wenn sich Tepco "eine Einmischung" verbitten würde - Restjapan ist dennoch betroffen. Es sind lediglich verschiedene Dimensionen. Wenn eine "Einmischung" gegenüber den Menschen aus Rücksicht auf deren Mentalität? Autonomie? unerwünscht ist -okay, ist deren Entscheidung, aber das darf sich doch nicht auch auf alles andere erstrecken.
    Dem Grobi schließe ich mich an.
    Und meine anschließende Frage dazu ist:
    Ist die eine Bewertung besser als die andere, nur weil sie aus der "japanischen Verständnissecke" kommt?

    Ich habe das nicht erfunden mit dem 'Gesicht verlieren' und dem Stolz und niemandem zur Last fallen wollen. Und ich sehe es auch nicht ein - aus meiner Sicht hier - nichts darüber sagen sollen zu dürfen, nur um "die Japaner" nicht zu beschämen. Was wird da für ein Schutzwall gebaut?

    Zumal mein Anliegen ein ganz anderes ist.
    Ich habe das nie geglaubt, dass sie anders empfinden als andere.
    Sie verhalten sich nur anders, gehen mit Katastrophen anders um.
    Ihnen gehört aber genau so geholfen, wie anderen Menschen in Notlagen auch.
    Und zwar primär natürlich von intern. - Soweit das möglich ist.
    Und wenn es nicht mehr möglich ist weil die Katstrophe zu überfordernd ist (wie Herr Kan inzwischen zu gibt), dann hat jede verdammte Regierung auf dieser Welt die Pflicht, für ihre Leute um externe Hilfe in ausreichendem Maße zu bitten.
    Da ist es doch egal ob es sich um Japaner oder Isländer handelt.
    Die amerikanische Aufklärungsdrohne über der dem AKW war erst Donnerstag vor Ort ......

    Wenn sich natürlich ein Volk unter sich so einig ist, miteinander deshalb soviel Geduld zu haben, weil sie längere Zeit brauchen um das Ausmaß einer Katastrophe zu begreifen, alles erstmal durzudiskutieren und die Hemmschwellen zu überwinden bis sie sich nach außen wenden - gut.

    Dann will ich dazu aber wenigstens sagen dürfen: Das ist für mich keine wirkliche Geduld, das sind innere Konflikte, die ihre Zeit brauchen.


    Und dann habe ich noch eine Frage an die Japan-Kenner:
    Sind die Japaner gastfreundlich?
    Hilfsbereit?
    Wie ist das als Tourist in Japan?
    Oder als Austauschstudent?
    Oder Expat?
    Sind sie umgekehrt an Hilfsaktionen woanders beteiligt (gewesen)?
    In Sri Lanka z.B.?
    Geändert von Inaktiver User (18.03.2011 um 23:36 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    lalunanubia, die einen beten, die anderen versuchen sich auf positives zu konzentrieren.

    Mal ein anderer Ansatz: Ich finde es gar nicht so falsch, sich das schlimmste Ereignis vorzustellen. Diese Vorgehensweise hat was für sich. Man trainiert so, mit solchen Ereignissen umzugehen. Das Wort GAU kommt aus dieser Denke: Der größte Unfall, den man sich vorstellen kann.
    Natürlich kann ich auch sagen: Alles wird gut. Aber verpasse ich so nicht die Möglichkeit, mir Strategien für schlechtere Ereignisse zu erarbeiten?
    Ich meine positives Denken (Vertrauen) schließt Strategien für die Schublade nicht aus und die wird es auch in Japan geben. Es ist nicht möglich alles was eintreffen könnte vorher zu berechnen, wie man ja an dem momentanen Desaster sieht.
    Du hier in D kannst und brauchst keine Strategien für Japan erarbeiten. Energie folgt Aufmerksamkeit, deswegen halte ich diese Angst/Vorstellung für destruktiv, egal ob für Dich persönlich oder global betrachtet.
    Wobei ich auch gegen AKW's bin und möchte das wir aus der Atomenergie aussteigen. Die Sicherheitsprüfungen finde ich gut und nötig. Für die Restlaufzeiten, wünsche ich mir aber genauso das Vertrauen das nichts passieren wird.
    Geändert von Inaktiver User (19.03.2011 um 00:15 Uhr)

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Und dann habe ich noch eine Frage an die Japan-Kenner:
    Sind die Japaner gastfreundlich?
    Hilfsbereit?
    Wie ist das als Tourist in Japan?
    Oder als Austauschstudent?
    Oder Expat?
    Sind sie umgekehrt an Hilfsaktionen woanders beteiligt (gewesen)?
    In Sri Lanka z.B.?
    Wäre da nicht ein extra Thread angebracht.
    Für die ersten fünf Fragen

  8. Inaktiver User

    AW: Die Ereignisse in Japan

    Also ... ich denke auch, dass der japanischen Regierung sowie auch der japanischen Bevölkerung vermittelt werden muss, dass sie zumindest dort Hilfe annehmen MÜSSEN, wo aus Fehlern aus ihrer Nation heraus sich Konsequenzen für Menschen anderer Nationen ergeben.

    Dabei ist es völlig unmaßgeblich, dass andere Nationen höchstwahrscheinlich (oder vollkommen sicher) diese Fehler auch begangen haben ... aber derzeit ergeben sich eben nur aus den Fehlern die in Japan gemacht wurden, die entsprechenden Folgen ...

    Von jedem anderen Land würde man in Zukunft auch erwarten, dass dies jede Hilfe in Anspruch nimmt, die dazu dient, Schäden an der Weltbevölkerung (und der eigenen) zu minimieren.

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    AW: Die Ereignisse in Japan



    schließlich leben wir in einer globalen Welt.

    Und der Verweis auf unser "Vorbild" Frankreich, kotzt mich ehrlich gesagt ganz schön an.

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    AW: Die Ereignisse in Japan

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also ... ich denke auch, dass der japanischen Regierung sowie auch der japanischen Bevölkerung vermittelt werden muss, dass sie zumindest dort Hilfe annehmen MÜSSEN, wo aus Fehlern aus ihrer Nation heraus sich Konsequenzen für Menschen anderer Nationen ergeben.

    Dabei ist es völlig unmaßgeblich, dass andere Nationen höchstwahrscheinlich (oder vollkommen sicher) diese Fehler auch begangen haben ... aber derzeit ergeben sich eben nur aus den Fehlern die in Japan gemacht wurden, die entsprechenden Folgen ...

    Von jedem anderen Land würde man in Zukunft auch erwarten, dass dies jede Hilfe in Anspruch nimmt, die dazu dient, Schäden an der Weltbevölkerung (und der eigenen) zu minimieren.


    ja!



    wie kann man zusehen, dass ein reaktor vor augen der welt schmilzt? warum fliegt nicht die ganze welt mit wassercontainern über den reaktor, um ihn zu kühlen?

    vielleicht gibt gorbatschow darauf antwort. er berichtete, als das ausmass der katastrophe damals für ihn offenbar wurde, bat er zu einer internationalen konferenz der atomwissenschaftler, ,weil ihm klar geworden war, dass die krise allein nicht zu bewältigen sei. mit dem erfolg, dass man die russischen angaben als übertreibung hinstellte und die gefahr herunterstufte. (es galt diesen leuten, die form der energiegewinnung und profitmöglichkeit zu verteidigen, deshalb durfte die wahrheit nicht wahrgenommen werden).
    die offensive art des umganges der kremlführung mit dem unglück in kreisen der führenden wissenschaftler weltweit, sei der beginn der perestrojka gewesen, die zum zerfall der sowjetunion führte.
    lg
    legrain

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