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    AW: Hans-Peter Friedrich - der neue Innenminister

    "Die reinste Form des Wahnsinns ist es,
    alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert."

    - Albert Einstein -
    .

  2. Inaktiver User

    AW: Hans-Peter Friedrich - der neue Innenminister

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist der genaue Satz des Bundesinnenministers.

    Was ist denn daran falsch ? Er hat Recht. Historisch gesehen gehört der Islam nicht zu Deutschland.
    Er hat auch Recht wenn er sagt (und das tut er), daß Menschen islamischen Glaubens heute zu Deutschland gehören.
    "Historisch gesehen" gehört auch die Demokratie nicht zu Deutschland.

    Was wäre eigentlich im Lande los, wenn das genau so formuliert werden würde, und zwar am besten ebenfalls vom Hobby-Historiker Friedrich?


    Wo soll denn da bitteschön eine Entgleisung sein für die er um Entschuldigung bitten sollte ?
    Er hat nicht gesagt das Muslime heute hier nicht hingehören. Es wird einfach etwas hineininterpretiert was man hören will und nicht das was wirklich gesagt wird.
    Mit dieser Äußerung stellt sich Friedrich in eine kontinuierliche Linie mit Edmund Stoiber, der vor gar nicht allzu langer Zeit tönte: "Deutschland ist kein Einwanderungsland; Deutschland braucht kein Einwanderungsgesetz".
    Muss es eigentlich sein, dass der bayerische Teil der Unionsparteien sich immer wieder durch Realitätsverweigerung bemerkbar macht?

    Friedrich wird nach Schäuble und de Maizière demnächst der nächste Vorsitzende der Deutschen Islamkonferenz sein. Diese Islamkonferenz, ins Leben gerufen von einem Pragmatiker und nicht von einem (möglicherweise naiven) Multikulturalist, soll die Beziehungen zwischen dem deutschen Staat und der Minderheit der Muslime auf eine vernünftigere und konstruktivere Basis stellen.

    Mit seiner umstrittenen Bemerkung führt Friedrich sich als neuer Bundesinnenminister ein und erstickt die Illusion im Keim, dass seine Amtszeit etwas Konstruktives hervorbringen wird.
    Die vernünftige Politik der letzten 5 Jahre wird nun auf dem Altar des Populismus geopfert.
    .
    Geändert von Inaktiver User (10.03.2011 um 14:49 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Hans-Peter Friedrich - der neue Innenminister

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Muslime gehören heute zu Deutschland. Aber der Islam historisch gesehen nicht.
    Deutschland ist kein islamisches Land und war es nie.
    Ebenso ist es richtig das der Islam historisch gesehen Deutschland nicht geprägt hat, das Christentum aber schon.
    Wenn du den Begriff "Islam" gegen den Begriff "Arabien" bzw. "Araber" eintauschst, wird deutlich, dass diese Sichtweise nicht den Fakten entspricht:

    Ohne die arabisch-persische Kultur, die über 800 Jahre Europa geprägt hat, gäbe es nicht einmal die "typisch deutschen" Ritterburgen am Rhein denn der arabische Festungsbau ist von den Kreuzrittern nach Europa gebracht worden. Der deutsch-französische Minnesang stammt aus der persischen Kultur. Rechnen ohne arabische Ziffern und ohne das indisch-arabische Dezimalsystem? - Unvorstellbar.
    Nicht zu reden davon, dass die Wissenschaft und Philosophie der Antike im christlich-abendländischen Europa als "heidnisch" verachtet und schließlich vergessen wurden, bis die ideologisch unbelasteten, gebildeten und wissenschaftsorientierten Araber sie nach Europa zurückgebracht haben.

    Mathematik - Medizin - Pharmazie - Astronomie ... vieles, was wir für "abendländische" Errungenschaften halten, stammt aus Arabien/Persien oder ist mit den Arabern nach Europa gekommen.
    .
    Geändert von Inaktiver User (10.03.2011 um 14:45 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Hans-Peter Friedrich - der neue Innenminister

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Muslime gehören heute zu Deutschland. Aber der Islam historisch gesehen nicht.
    Deutschland ist kein islamisches Land und war es nie.
    Ebenso ist es richtig das der Islam historisch gesehen Deutschland nicht geprägt hat, das Christentum aber schon.
    Als der Bundespräsident Christian Wulff sagte "Der Islam gehört zu Deutschland" hat er damit nicht gemeint, dass Deutschland ein "islamisches Land" sei.
    Da es in Deutschland aber mehrere Millionen Muslime gibt, da diese Muslime heute zu Deutschland gehören und da in Deutschland Religionsfreiheit herrscht, folgt daraus, dass auch der Islam zu Deutschland gehört.
    Dies auszudrücken ist aber mehr als nur die Artikulierung eines logischen Zusammenhangs. Es ist vor allem eine Einladung an die in Deutschland lebenden Muslime sich als ein Teil dieses Landes zu verstehen und einzubringen.

    Friedrich reißt mit dem Hintern das fragile Gebäude ein, das Klügere als er (Schäuble, de Maizière, Wulff) aufgebaut haben.
    Da Friedrich durchaus politikerfahren ist und da in der Politik nichts absichtslos ist, stellt sich also die Frage, was der Zweck seiner Äußerung war.

    Was konkret wollte Friedrich damit ausdrücken? Welche Rückschlüsse erlaubt diese Äußerung auf seine politischen Ziele und auf sein Amtsverständnis als Bundesinnenminister?
    .
    Geändert von Inaktiver User (10.03.2011 um 16:35 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Hans-Peter Friedrich - der neue Innenminister

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Wenn wir uns ausschließlich um die Person, den Innenminister Hans-Peter Friedrich unterhalten 'dürfen', dann bleibt nur noch, sich über sein Aussehen, seinen Namen, seine privaten Angelegenheiten - eben nur noch über persönliche Dinge dieses Mannes zu unterhalten.

    Ich würde mich aber gerne über den Innenminister und somit seine Politik, und seine Meinungen die er vertritt, unterhalten.

    Soweit klar?
    Mir war das schon vorher klar.

    Der neue Innenminister führte sich ein.
    Dass er sich dafür nicht irgendein anderes Feld der Innenpolitik ausgesucht hat sondern es offenbar für unerlässlich hielt die Islamdiskussion zu befeuern, ist nicht die Schuld der Forumsuser.

  6. Inaktiver User

    AW: Hans-Peter Friedrich - der neue Innenminister

    Kein Interesse mehr am Thema?

    Dabei wird's jetzt erst interessant.
    Es sieht so aus, als stünde Friedrichs Polemik nicht isoliert da. Wahrscheinlich ist sie Teil einer größeren Kampagne:

    "Populismus-Offensive: Union macht auf Sarrazin", SPIEGEL
    .

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