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Thema: Islamismus, nein danke!
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13.09.2011, 20:18Inaktiver User
AW: Islamismus, nein danke!
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13.09.2011, 22:28
AW: Islamismus, nein danke!
Nein, das heisst: Ein bisschen Zins nehmen ist gestattet, wenn es unter der Flagge "Islamic Banking" läuft. Komisch, dass den Leuten bei der Scharia immer die doch eher seltenen Fälle krasser Körperstrafen einfällt, und nicht dieses kleine, aber gesellschaftlich nicht unbedeutende Detail: Zinsnahme ist gemäss der Scharia verboten.
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13.09.2011, 23:11
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14.09.2011, 00:28
AW: Islamismus, nein danke!
Göttlich. Israel kann tun und lassen, was es will. Stets hat es massenmordende, menschenrechtbeschneidende Gedanken im Hinterkopf. Ein souveräner Staat, in dessen Fernsehsendern aus dem Sahih Bukhari zitiert die Bedingung des jüngsten Tages verherrlicht wird, kauft Panzer, OHNE dass Israel was sagt, also ist Israel für Massenmorde IN diesem Land.
Hätten sie protestiert, weil es diese Drohungen an Juden gibt, hätten sie sich in die Belange anderer Staaten eingemischt und wollten ihr ach so fachistisches System schützen vor dem ach so gerechten Zorn...
Wer fährt da gerade tierisch auf Propaganda ab?
Genau, die ist da ganz neu, gabs vorher NIE. Nicht das Israel von der Gründung bis 1973 immer wieder von Ägypten angegriffen worden wäre, nicht das die ägyptischen Zeitungen auch unter Mubarak voll von Propaganda gegen Israel und antisemitischem Mist gewesen wären. Nicht das bereits zu Zeiten der Dreyfußäffare (lange vor der israelischen Staatsgründung) der Muslim (!) Rashid Rida heftig monierte, dass in ägyptischen Zeitungen der Antisemitismus stark geworden sei.Dass sich nun in Kairo eine antiisraelische Stimmung breit macht,
Braucht man alles nicht erwähnen, denn es geht nach wie vor nur darum, dass Israel der Böse und alle anderen die Guten sind...
Antisemitismus im Dienst des Mubarak-Regimes « Jörg Lau
...und darum stets betonen, dass der Abzug der Diplomaten aus Ägypten eine reine Sicherheitsmaßnahme und keine Absage an die Diplomatie mit Ägypten sei...liegt v.a. an der rechtsradikalen israelischen Regierung, mit einem faschistischen Außenminister und weiteren Hardlinern, die bewusst auf Konfrontation aus sind.
Sehr auf Krawall aus...
Ist ja auch völlig egal, dass Israel mehrfach angeboten hatte, 6000 Palästinenser, die 2007 in Ägypten wegen Schließung des ägyptischen (!) Grenzübergangs festsaßen auf Umwegen in ihre Heimat zurückzubringen und Hamas und Fatah das verhinderten. sowas von rassistisch.
Sicher, so kann man das auch sehen, genauso wie die kommunistischen Übergriffe auf orthodoxe Priester in der SU ein Zeichen für die Soldarisierung mit den zwangschristianisierten Indianern sind...Weit davon entfernt, sich von Israel Denkverbote auferlegen zu lassen und bestens versorgt mit Nachrichten aus Palästina, solidarisiert man sich dort mit den Palästinensern.
In der Realität sehen die Beziehungen zwischen Palästinensern und Ägyptern so aus:
Liberalisierung: Palästinenser fürchten ägyptische Zustände | Politik | ZEIT ONLINE
oder so
Palästinenser stürmen Grenze zu Ägypten - Nahost-Konflikt - derStandard.at ? International
Und das die Hamas von den Muslimbrüdern, die ja jetzt gute Chancen haben an die Macht zu kommen, gegründet wurden und daher gegenseitige Sympathien, völlig unabhängig von irgendwelchen Entwicklungen der israelischen Regierung hegen verschweigst du auch mal wieder dezent.
Genauso wie die Tatsache, dass die Gazaflotte von islamistischen Organisationen mitorganisiert und durchgeführt wurde und deren bereits bestehender Antisemitismus zur Gaza-Flotte führte und nicht umgekehrt.
Trkei - l ins Feuer des Antisemitismus - Politik - sueddeutsche.de
Wenn sich also die Türkei über die Gaza-Besetzung äußerte aber nicht über die Terroranschläge die dazu führten ist Israel schuld an der Beziehung?
Wenn in der Folge solcher Vorgänge ein völlig unnützes Blockadebrechen organisiert wird ist das keine Provokation Israels?
Kann ja nicht, denn das würde ja alles relativieren. Und das wiederum...naja wie gehabt, Gut und Böse.
Ach darum entstehen solche Dinger hier: Roots Club - YouTube (das ist übrigens keine israelische Werbung sondern eine palästinensische, und ja, hier sieht man mal wirklich die wohlhabenden Palästinenser, die, im Vergleich zu den Bildern vom normalen Bazar, auch als solche gut zu erkennen sind. Im Kommentar äußert auch ein Palästinenser, dass es keine "menschenunwürdigen Bedingungen" sind)Ja, die Aussichten sind schlecht. Denn auch der Druck der USA kann die rechtskonservative-rechtsradikale Regierungskoalition in Jerusalem nicht zum zivilisierten Umgang mit anderen Ländern sowie mit den Palästinensern bewegen.
Sehr unzivilisiert.
Sollen die Israelis doch einfach alle Waffen niederlegen.
Ich hoffe DU bist dann bereit für alle ermordeten Israelis die Gräber zu schaufeln...
So viel Hass wie du verbreitest, dafür bräuchte es eigentlich ein Ministerium.
Das Thema dieses Stranges, "Islamismus nein Danke" in seiner schärfsten Form, dem islamistischen Terror, spielst du mal eben Beiseite.
Für dich müßte es also heißen "Islamismus, ja bitte!" denn Gewalt ist bei dir legitimierbar.
P.S. Als angeblicher Loriot-Fan solltest du auch wissen, dass bei ihm nie ein Streit nur von einer Partei ausging und anhielt. Man erinnere sich an den Kossacken-Zipfel!Geändert von Talesdis (14.09.2011 um 00:55 Uhr)
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14.09.2011, 00:49
AW: Islamismus, nein danke!
Das Ammenmärchen von der toleranten Gesellschaft in Spanien wurde bereits vor Jahren durch spanische Historiker zerstört, die sich mal die Quellen angesehen haben.
Richtig heißt es: ja, es gab ein besseres Leben als unter den Goten, für Juden war es ein besseres Leben als während des Massakers in Mainz zu Zeiten der Kreuzzüge.
Nur mal ein paar Fakten zum nachlesen:
1. Spanien wurde erobert und auf diesem Wege, mit dem Schwert in der Hand, kam der Islam nicht nur ins Land sondern unmittelbar an die Macht.
2. Die Sondersteuer und Berufsbeschränkungen für Nicht-Muslime waren eine unmittelbare Folge.
3. bereits 719 kommt es in Nordostspanien zum Aufstand, der als Beginn der Reconquista gewertet wird.
4. Grundlage für das Zusammenleben der Religionen waren Gesetze ähnlich denen im sog. "Umars Vertrag". Daraus:Im "best of" heißt das also, KEINE Religionsfreiheit (Symbole verboten, Ortsbeschränkung, keine Riten in der Öffentlichkeit, Beerdigungsbehinderungen), Kennzeichnungspflicht (spezielle Kleidung), Baubehinderung, Grundrechte minimiert.Andersgläubige werden keine Klöster, Kirchen oder Mönchszellen mehr bauen bzw. in islamischen Vierteln instand setzen, Muslime für 3 Tage beherbergen, keine Spione unterbringen, Muslimen nichts verheimlichen, was ihnen schaden könnte, die nichtmuslimischen Kinder nicht den Koran lehren, Kulthandlungen nicht öffentlich praktizieren oder in Predigten empfehlen, Angehörige nicht am Übertritt zum Islam hindern, sich in Sprechweise, Kleidung, Frisur, Siegel und Namensgebung von den Muslimen unterschieden, keine Sättel gebrauchen, keine Waffen tragen oder besitzen, keine alkoholischen Getränke verkaufen, christliche Bücher und Kreuze nicht auf muslimischen Plätzen und Straßen öffentlich zeigen, die Gottesdienstgeräusche in Gegenwart der Muslime leise halten, die wichtigen öffentlichen Prozessionen nicht abhalten, nicht auf Straßen und Märkten von Muslimen laut beten, Tote nicht neben Muslimen begraben, die Häuser nicht höher als die von Muslimen bauen, Muslime nicht absichtlich schlagen, als Gegenleistung für die Sicherheitsgarantie der Muslime.
Zum Vergleich mal die "Priviligien der Wormser Juden" (also ebenfalls einer Gemeinde, die von Kreuzzüglern angegriffen wurde) unter Punkt 4.
historicum.net: Das Privileg Friedrich Barbarossas für die Wormser Juden (1157)
5. Die Toleranz der Muslime schwankte abhängig von Zeit und Ort. So wie es Zeiten großer Duldung und Kooperation gab (wie auch bspw. in Frankreich oder dem HRRDN), so gab es auch immer wieder schwere Verfolgungen. Etwa mit dem Massenmord an Juden von Granada im 11. Jh.
6. Ab dem 12. Jh. finden wir eine Auswanderungswelle von Nicht-Muslimen, und in vielen regionen kämpften die Juden er umstrittenen Gebiete auf Seiten der Christen wie der Muslime.
Kurzum: es war mit Sicherheit nicht immer und überall alles schlecht in Spanien, aber das oft beschworene Bild des harmonischen Zusammenlebens ist reines Wunschdenken.
Ruhig dazu mal direkt die Quellen lesen, es gibt einige wenige Übersetzungen auch ins Deutsche.
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14.09.2011, 00:52
AW: Islamismus, nein danke!
Das liegt vielleicht daran, dass man hier durchaus vorehelichen Sex praktiziert und seinen Partner vor der Ehe erstmal kennen lernen will, nicht jeder aber Kredite oder Zinsverleih als Bestandteil seines Lebens sieht.
Oder anders gesagt: ich finde (un)gerechte Zinsen weit weniger schlimm als Steinigung.
Und wer dir die Weisheit gegeben hat jetzt schon zu sagen, welche Elemente der Scharia ausgelassen werden sollen (falls überhaupt) würde ich wirklich gerne wissen.
Denn auch im Iran hieß es seinerzeit, es werde eine gerechte Form der scharia eingeführt werden.
Heute werden Männer wegen ihrer sexuellen Selbstbestimmung aufgehängt. Ganz nach dem recht der Scharia.
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14.09.2011, 02:02
AW: Islamismus, nein danke!
Die islamischen Herren Spaniens (seit der Schlacht von Las Navas de Tolosa nur noch Südspaniens) betrieben eine sehr unstete Duldungspolitik gegenüber Christen/Juden, übrigens genau wie ihre christlichen Gegenspieler.
Zu behaupten, sie seien durchwegs toleranter gewesen als diese christlichen Gegenspieler, ist eines der üblichen Ammenmärchen, die unter politisch Korrekten unausrottbar kursieren, ganz im Sinne der "White Guilt"-Propaganda, die in diesen Zirkeln grassiert, die die eigene europäische Tradition mehr hassen als alles andere auf der Welt.
Die islamischen Herren waren dann tolerant, wenn sie wohlhabend und überlegen waren. Leider verbreitete sich in solchen Phasen oft Korruption und nachlassende Kampfbereitschaft in ihrem Staat (Staaten) und aus Nordafrika (Nordafrika, der heutige Maghreb, gehörte ja damals zur islamischen Herrschaft in Spanien, wurde von Spanien aus regiert) machten sich fanatische muslimische Kämpfer auf den Weg, um die dekadent-verweichlichten Glaubensbrüder in Spanien wieder Mores zu lehren.
Zweimal waren solche Invasionen aus Nordafrika in's dekadent gewordene islamische Herrschaftsgebiet in Spanien hinein erfolgreich.
Sie begründeten die Dynastien der Almoraviden und der Almohaden die in ihren jeweiligen Anfangsphasen alles andere als tolerant waren, sondern den aus Nordafrika mitgebrachten Fanatismus ungemildert praktizierten.
Bis sie selbst wieder schlaff und lustlos wurden, weil man ja mit den christlichen Feudalherren auf der anderen ´Seite der jeweiligen Grenzflüsse irgendwie zurecht kommen musste, weil man sich in Kleinkriegen auch über Glaubensgrenzen hinweg verbündete, beistand, bekämpfte.
Christliche Ritter kämpften dann für islamische Fürsten und islamische Ritter für christliche unterhalb des großen Konfliktes zwischen christlicher und islamischer Herrschaft.
Auch auf christlicher Seite gab es tolerante und intolerante Phasen, tolerante Herrscher und intolerante.
Nicht weniger tolerant als die islamischen Herren in ihren besten Zeiten war z.B. (trotz seines Namens, der sich auf sein innerfamiliäes Agieren bezieht) Pedro der Grausame, König von Kastilien in der ersten Hälfte des 14. Jhdts.
Am Ende siegten auf christlicher Seite die Intoleranten, die eben oft kämpferischer sind als die laschen Liberalen, was für beide Seiten gilt. Hier waren es Ferdinand und Isabella, wobei Isabella die wesentlich härtere und intolerantere der Katholischen Majestäten war.
Der Lobgesang auf die ach so tolerante Herrschaft des Islam in Spanien ist entweder romantischer Kitsch für Ahnungslose oder Dummenfang mit politischer Absicht.
Der Islam ist nicht durchgehend toleranter/zivilisierter gewesen als die christliche Herrschaft auf der Gegenseite. Phasenweise war er es, manchmal auch nicht.
Muslime haben Chrsten nicht mehr vorzuwerfen/zu verzeihen als Christen Muslimen.
Den Opferstatus, den Muslime heute so gerne anstreben, weil wir im Westen in opferkultigen Zeiten leben, in denen es sich mehr lohnt, an der Spitze der Opferhierarchie ("Dann werden sie geholfen!") zu stehen als an der der Leistungshierarchie (dann setzt man sich eher dem Vorwurf aus, eigentlich ein mieses Arschloch zu sein, anders kann man oder besser gesagt meist frau, sich Erfolg gar nicht mehr erklären), ist historisch völlig unangemessen, entspricht nicht der Realität.
Waren Christen übelegen, fielen sie über Muslime und deren Territorien her, waren Muslime überlegen, waren die Christen Opfer ihrer Sklavenjagden (Razzia ist nicht zufällig ein Lehnwort aus dem Arabischen) und ihrer Angriffskriege.
So ging das hin und her im Pendelschlag der Jahrhunderte.
Nur weil die Christen seit 1683 die Stärkeren waren, danach auch die letzten rund 330 Jahre über, konnte der falsche Eindruck entstehen, dass christliche Wölfe über muslimische Schafe herfielen.
Unter Ausblendung der muslimischen Aggressionen vor 1683 und danach.Geändert von arouet58 (14.09.2011 um 02:26 Uhr)
Cum grano salis
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14.09.2011, 09:18
AW: Islamismus, nein danke!
WENN die Scharia Zinsen verbietet - bekommt dann jeder KOSTENLOSE Kredite?
NATÜRLICH nicht, es wird nur ein bisschen mit den Zahlen getrickst.
ALSO
Wird in "westlichen" Ländern für den Kauf einer Wohnung € 100.000 Kredit gewährt und der Schuldner zahlt bis zur Tilgung € 20.000 Zinsen ...
Wird in "islamischen" Ländern die Wohnung von der Bank für € 100.000 gekauft und an den Schuldner für € 120.000 weiterverkauft ...
UND zum Verbot von Spekulation ... JEDER Kauf einer Ware, eines Grundstückes, eines Konsumgutes, einer Firma etc. etc. - spekuliert mit Werterhalt, Wertsteigerung oder Wertverlust!
Übrigens interessieren mich zum Thema Islamismus keine Schönwetterreden, sondern FAKTEN:
ALSO die Türkei redet von der Trennung von Religion und Staat, Toleranz und Brüderlichkeit:
Nikosia – Was es bedeutet, wenn der Islam in einem Staat die Dominanz erlangt, zeigt eindrücklich das Beispiel des von der Türkei besetzten Nordzypern. Das Resultat: 500 orthodoxe Kirchen und Kapellen entweiht, geplündert, zerstört oder abgebrochen, 133 weitere Gotteshäuser im klösterlichen Bereich geschändet, 15000 historisch wertvolle Fresken und Bilder demoliert, 77 Kirchen in Moscheen umgewandelt, 28 Kirchen vom Militär als Krankenhäuser genutzt und 13 Gotteshäuser orthodoxer Christen in Lagerhallen umgewandelt. Zum Teil thronen als sichtbares Zeichen der Unterwerfung auf gotischen Kirchenfassaden Moscheetürme. Seit 1974 geht die türkische Regierung gegen zyprisch-orthodoxe Christen vor, aber ebenso betroffen sind Katholiken, Juden, orthodoxe Armenier und Maroniten.
Man stelle sich nur einmal ansatzweise vor, ein Land würde so mit Moscheen verfahren - wie DANN wohl die weltweite Presse berichten würde?
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14.09.2011, 09:26
AW: Islamismus, nein danke!
Es gibt Länder, in denen die Zeitehe praktiziert wird, also dem vorehelichen Verkehr nicht ganz unähnlich, aber irgendwie legitimiert. Ganz unschöne Sache, ohen jede Absicherung für die Frauen. Und nicht nur in Ländern, in denen sie Schiiten die Mehrheit haben, auch in Ägypten gibt es das immer häufiger.
Aber ich denke, dass man keinem Land unsere Grundsätze aufzwingen kann oder darf.
Wenn ein anderes Land sich entscheidet, als wirklich durch offene und faire Wahlen, dass dort ein anderes Lebensmodell gelebt werden soll, dann ist das deren Entscheidung. Auch das ist dann Demokratie.da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblogcarpe diem
Alles wird gut
Lieber groß gemustert, als keinkarriert
BVB 
Cuba oder Kuba
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14.09.2011, 13:48
AW: Islamismus, nein danke!
ja dass ausgerechnet DU das jetzt fragst...
Weil die Emanzen ein Problem damit hätten, wenn sie plötzlich eine Stufe unter den Männern stünden, die dann dafür für die Versorgung der Frauen verantwortlich wären!
Die Scharia besteht aus den religiösen Anweisungen, welche die Anbetung, die Bittgebete, das Fasten, die Hadsch und die Armenspende umfassen, aus Gesetzen, welche die Verhältnisse zwischen den Geschlechtern in Ehe und Scheidung, Begräbnis und Erbschaft, zwischen den Religionen, den Handel, die Kriegsführung, und das Strafrecht regeln. Letzeres ist ein sehr kleiner Teil, der grösste Teil befasst sich schlicht mit der Religionsausübung. Etliche Länder verwenden Teile der Scharia, ohne andere zu verwenden, das ist ohne weiteres möglich. Malaysia z.B. kennt das Familienrecht der Scharia, aber nicht das Strafrecht, und weicht auch auf anderen Gebieten davon ab. War in Marokko bis vor kurzer Zeit auch so. Und selbstverständlich befolgen Muslime weltweit die Teile, welche ihre Religionsausübung regeln.
Wenn Einer also von "gemässiger Scharia" spricht, meint er mit aller Wahrscheinlichkeit, dass die drastischen Körperstrafen eben nicht eingeführt werden sollen. Was keinen grossen Unterschied machen dürfte, falls die neuen Herren so weiterfoltern wie die Alten, leider.


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