Herr Schmidt irrt schon im Eingangssatz. Es gab nie eine Wahl zwischen Wehr-oder Zivildienst. Zivildienst war immer Ersatz-und kein Wahldienst.
Auch sonst verstehe ich seine Intention nicht ganz. Dienst an der Allgemeinheit schön und gut, dann aber bitte freiwillig. Und was soll in den 6 Monaten "gelernt" werden? Friedhöfe ausfegen oder Brötchen im Pflegeheim schmieren...ob da die Jugend gut aufs Leben vorbereitet wird, da habe ich meine Zweifel.
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04.02.2011, 09:37Inaktiver User
AW: Wehrersatzdienst für Frauen ab sofort Pflicht
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04.02.2011, 21:04Inaktiver User
AW: Wehrersatzdienst für Frauen ab sofort Pflicht
Herr Schmidt neigte schon immer zur Selbstüberschätzung und zum Irrtum.
Ich wundere mich sowieso immer darüber das man die Herren Schmidt und Scholl-Latour immer wieder in Talkshows einlädt und zu Zukunftsfragen als Experten befragt.
Fest steht, diese Herrschaften haben ihre Zukunft schon lange hinter sich und sollten sich ein Beispiel an Hans-Joachim Vogel nehmen der es ablehnt sich zu solchen Fragen noch zu äußern oder die heute agierenden zu belehren.
Man tut ihnen auch keinen Gefallen. Die meisten ihrer Auftritte sind peinlich ( ich denke da nur an das rumgestottere und verhaspeln des Hernn Scholl-Latour. Erst gestern wieder bei Illner), offenbaren eine Unkenntnis der Realität und einen starken Altersstarrsinn.
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04.02.2011, 23:18
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05.02.2011, 12:40Inaktiver User
AW: Wehrersatzdienst für Frauen ab sofort Pflicht
Es gab nie eine Wahl, hab ich doch geschrieben. Jeder Mann hatte Wehrdienst zu leisten. Punkt. Wer den Dienst an der Waffe aus moralischen Gründen ablehnte, musste dann eben Zivildienst machen. Der war an eine Verweigerung und an belastbare Gründe gebunden. Man konnte eben nicht sagen "ey ich mach Zivi, ist lässiger".
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05.02.2011, 20:52Inaktiver User
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12.02.2011, 21:32
AW: Wehrersatzdienst für Frauen ab sofort Pflicht
Also: das Briefle, das man da vor 20 Jahren für die Verweigerung schreiben musste, war genau das: Mitteilung eines begründeten Wahlentscheides.
Kommt mir albern vor, zu behaupten man habe nicht die Wahl gehabt. Denn mit der Verweigerung hatte man faktisch doch sehr wohl genau das: die Wahl. Und das auch schon zu Zeiten der Gewissensprüfung. Was denn sonst?
Welches Wort, wenn nicht "Wahl" beschreibt denn sonst den Vorgang "A" ablehnen zu können, wenn ich stattdessen "B" mache?
Oder geht es hier um Sophistereien?
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13.02.2011, 20:24Inaktiver User
AW: Wehrersatzdienst für Frauen ab sofort Pflicht
Ahab hat völlig Recht:
Seit vielen Jahren besteht in der Praxis ein Wahlrecht zwischen Wehr- und Zivildienst.
Es reichte die Mitteilung, dass man sich für den Zivildienst/Ersatzdienst entscheide.
Diese Praxis ist auch durch Urteile des Bundesverfassungsgerichts abgesichert - es besteht also keine Notwendigkeit mehr, seine Entscheidung vor irgendwelchen Kommittees zu begründen, wie es zu meiner Zeit noch üblich war.
Das hat sich jetzt zunächst einmal erledigt, solange die Wehrpflicht ausgesetzt ist.
Das wiederum ist die logische Folge der Tatsache, dass die Mehrheit der jungen Männer inzwischen - obwohl "tauglich" - gar nicht mehr einberufen wurde.
Und natürlich bestand bisher - und das gilt auch für die Zukunft - die Frage der Gleichberechtigung:
Gleiche Rechte, gleiche Pflichten.
Falls es also (zurück zum Strangthema) einen Ersatz für den bisherigen Wehr- oder Ersatzdienst allein im zivilen Bereich geben sollte, muss natürlich volle Gleichberechtigung herrschen.
Auch bisher war ja die Bevorzugung von Frauen bei der Wehrpflicht absurd, spätestens seit Frauen freiwillig dienen können. Die Logik, dass Frauen als das schwache Geschlecht von den Angehörigen des starken Geschlechts beschützt werden müssten, ist ja nun völlig verschwunden.
Gleichberechtigung bedeutet, wie gesagt, nicht nur gleiche Rechte sondern auch gleiche Pflichten.
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22.02.2011, 11:27Inaktiver User
AW: Wehrersatzdienst für Frauen ab sofort Pflicht
Jugendliche machen bis mindestens 18 einen Pflichtdienst, nämlich Schule. Da sollen sie unter anderem lernen, sich sozial zu verhalten, und sich darauf vorbereiten, später eigenes Geld zu verdienen. Sie verdienen Geld, indem sie irgendetwas Nützliches tun - sonst würden sie dafür nicht entlohnt.
Was steckt für eine sonderbare Auffassung hinter der Idee eines "Pflichtdienstes": Ist entgeltlose Arbeit in einem Altersheim oder Kindergarten die einzige Art Arbeit, die man "für die Gesellschaft" erledigen kann? Sind alle anderen, ob im öffentlichen Dienst oder in der freien Wirtschaft oder als Künstler oder Sportler Tätigen, miese Schmarotzer, eingeschlossen der Pförtner vom Krankenhaus, bloß weil sie dafür Geld erhalten? Warum soll eine angehende Erzieherin erst mal ein halbes Jahr ohne Ausbildung umsonst herumstümpern, statt es von Anfang an zu lernen?
Ach naja, so Vorschläge sind ja auch bloß Pausenfüller


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