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Thema: Gorch Fock

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    AW: Gorch Fock

    Coeur-de-Leon
    Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)

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    AW: Gorch Fock

    Zitat Zitat von setshu Beitrag anzeigen
    Coeur-de-Leon
    Ja der Beitrag von C-d-L macht deutlich, wo die eigentliche Gefahr herkommt.
    Sie kommt von den„Beschwichtigern“, den, „angeblichen Einzelfällen“, denen die es versuchen herunter – und klein zu reden.
    Die diejenigen zu diskreditieren versuchen, die mit dem Finger auf die nicht hinnehmbaren Missstände zeigen.
    Es sind diejenigen, die wenn es in die Hosen geht, so wie im letzten Jahrhundert mehrmals, als erstes die Hände heben und „nicht dabei gewesen sind“, angeblich „immer dagegen waren“, nichts gesehen und gehört haben.
    Diejenigen die letztlich dann aber auch nicht die Verantwortung dafür übernehmen wollen, obwohl sie es aktiv geduldet haben.
    Aussitzen, sich dumm stellen, verschleppen, das sind die Merkmale.

  3. Inaktiver User

    AW: Gorch Fock

    Aus einem Artikel der HAZ vom 25.01.2011:


    "Da lernt man fürs Leben"

    Das ist längst nicht mehr zeitgemäß, überholte Seefahrerromantik, menschenverachtende Schinderei – Meinungen wie diese sind in diesen Tagen vielfach über die "Gorch Fock" und die Ausbildung der deutschen Marineoffiziere an Bord dieses Segelschulschiffes zu hören.
    Die meisten kritischen Anmerkungen kommen von Laien, die sich nie auf der Dreimastbark umgesehen haben. **

    Fragt man hingegen Offiziere, die den Drill am eigenen Leib erfahren haben, fällt das Urteil anders aus. "Die Zeit an Bord hat uns geprägt, auch wenn die Arbeit noch so hart war. Da lernt man fürs Leben", sagt ein Korvettenkapitän und fügt hinzu, dass er für die aktuelle Kritik an der Ausbildung auf der "Gorch Fock" kein Verständnis habe, "niemand wird gezwungen, sich das anzutun."

    Der Auftrag der "Gorch Fock" hat sich seit der Indienststellung des Schiffes im August 1958 im Grunde nicht verändert.
    Alle Offizieranwärter der Deutschen Marine sollen das "seemännische Handwerk" erlernen, und zwar grundlegend.

    In der Praxis bedeutet dies, dass der Tagesablauf von einem ständigen Wechsel zwischen theoretischem Unterricht und körperlicher Arbeit geprägt ist.
    Die Phasen zur Erholung sind meist kurz, an mehr als vier Stunden Schlaf am Stück ist selten zu denken.
    Wind und Wetter bestimmen die Tagesabläufe. Fast alles an Bord muss mit menschlicher Muskelkraft erledigt werden.

    Vier Rudergänger sind nötig, um das Schiff auf Kurs zu halten; 90 Kadetten müssen zupacken, wenn die schweren Beiboote an Bord gehievt werden sollen.
    2037 Quadratmeter Segel werden von Hand gehisst und eingeholt. "Hier erfährt jeder, was Zusammenarbeit bedeutet, denn das Schiff kann nur im Team beherrscht werden", heißt es beim Flottenkommando der Marine in Glückburg.

    "Vieles ist für uns eine Premiere", berichtet die Offizieranwärterin Janine Pape im Internet der Deutschen Marine, "Denn wer näht heutzutage noch oder wer analysiert die Wolken am Himmel? Dadurch sind die Tage auf See spannend und lehrreich."

    Die Kadetten müssen während der Ausbildung ihren eigenen Seesack nähen, damit sie mit Nadel und Faden umgehen können, wenn ein Segel gerissen ist und repariert werden muss. Dies geschieht manchmal auch in einer Höhe von 35 Metern und verlangt von den jungen Leuten nicht nur Mut und Ausdauer, sondern auch Kraft, Geschicklichkeit und Kameradschaft.

    Auch das Wechseln der Segel ist eine große Herausforderung, zumal es manchmal auch in der Dunkelheit erforderlich werden kann.
    Auf dem Ausbildungsplan stehen seit jeher Themen wie Meteorologie, Umweltschutz, Schiffssicherheit und Geophysik.
    Die Offiziersanwärter müssen viele seemännische Knoten beherrschen, sich bei der Brand- und auch bei der Leckabwehr bewähren.
    Damit sie die Segel immer an der richtigen Stelle festmachen, ist es unverzichtbar, die Namen der Nägel kennenzulernen, die überall an Deck verteilt sind.

    In den vergangenen 52 Jahren sind rund 14.500 Kadetten auf der "Gorch Fock" ausgebildet worden.
    Seit 1989 sind auch Offizieranwärterinnen an Bord.
    Die "Gorch Fock" hat in ihrer langen Geschichte Freundschaft zu vielen anderen Segelschulschiffen geknüpft.
    Insbesondere in Südamerika hat die Kadettenausbildung auf einer Bark eine lange Tradition, aber auch die USA, Italien, Portugal, Australien und Japan sind stolz auf ihre Großsegler.


    ** Den Eindruck habe ich ebenfalls, dass sich am unsachlichsten Leute dazu äußern, die vom Segeln so viel Ahnung haben wie'ne Kuh vom Tanzen.

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    AW: Gorch Fock

    Trotzdem könnte man einen Helm tragen, wenn man auf Balken herumturnt, die höher sind als die Hausdächer in Köln oder Berlin.
    schlechte Technik > schlechte Laune


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    AW: Gorch Fock

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aus einem Artikel der HAZ vom 25.01.2011:


    "Da lernt man fürs Leben"



    ** Den Eindruck habe ich ebenfalls, dass sich am unsachlichsten Leute dazu äußern, die vom Segeln so viel Ahnung haben wie'ne Kuh vom Tanzen.
    Ich kritisiere nicht das Segeltalent und Untalant von Kadetten und anderen sondern den Umgang mit Verantwortung.
    Ob man zum erlernen von Näharbeit und anderen häuslichen Fertigkeiten unbedingt auf einer Forch Gock Seesäcke reparieren muss, wage ich allerdings zu bezweifeln.
    Die Argumentation dieses Herren ist absurd und hanebüchen.

    Wer sagte das doch gleich noch mal? Ahhh ein Militär, o.k..

    Da hast du gerade den Richtigen zur Beurteilung eines Todesfalles auf einem Militärschiff zitiert.

    Soviel zu deinen Beurteilungsvermögen, welches sich auf Zitate beschränkt.

  6. Inaktiver User

    AW: Gorch Fock

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Ob man zum erlernen von Näharbeit und anderen häuslichen Fertigkeiten unbedingt auf einer Forch Gock Seesäcke reparieren muss, wage ich allerdings zu bezweifeln.

    noch mal:

    Die Kadetten müssen während der Ausbildung ihren eigenen Seesack nähen, damit sie mit Nadel und Faden umgehen können, wenn ein Segel gerissen ist und repariert werden muss. Dies geschieht manchmal auch in einer Höhe von 35 Metern und verlangt von den jungen Leuten nicht nur Mut und Ausdauer, sondern auch Kraft, Geschicklichkeit und Kameradschaft.
    ... lesen und verstehen...

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    AW: Gorch Fock

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    noch mal:



    ... lesen und verstehen...
    Ich verstehe, dass es in unserem Land auch Menschen gibt, die der festen Überzeugung sind, dass man in 35 Meter Höhe ohne Netz und doppelten Boden sich frei bewegen muss, um wichtige Tugenden zu erlangen.
    Die das nicht mitmachen erscheinen in deren Augen ungeeignet für das Führen von Kriegsschiffen. Schon klar.
    Das Militär und deren Vertreter waren mir schon immer irgendwie suspekt.
    Nicht dass ich die Offiziere beim Militär für dumm halte, aber ich hatte irgendwie immer den Eindruck, in der Wirtschaft ist es ihnen zu anstrengend, der ständige Wettbewerbsduck, die Notwendigkeit von Militär zu erklären war denen einfacher und dort wird man zum „Chef“ ernannt.

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    AW: Gorch Fock

    Eine ganz andere Frage, die ich mir stelle. Ist es überhaupt noch sinnvoll, auf der Gorch Fock auszubilden? Oder ist das hinausgeworfenes Geld. Man bildet Lokführer schließlich auch nicht mehr auf Dampfloks aus.
    Warum nicht die Ausbildung sofort auf den "normalen" Kriegsschiffen beginnen? Diese Abermillionen könnte man sich wirklich sparen.
    Ich bin, also denke ich

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    AW: Gorch Fock

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Eine ganz andere Frage, die ich mir stelle. Ist es überhaupt noch sinnvoll, auf der Gorch Fock auszubilden? Oder ist das hinausgeworfenes Geld. Man bildet Lokführer schließlich auch nicht mehr auf Dampfloks aus.
    Warum nicht die Ausbildung sofort auf den "normalen" Kriegsschiffen beginnen? Diese Abermillionen könnte man sich wirklich sparen.
    ich denke, darüber denkt der Verteidungsminister jetzt ernsthaft nach. Aber nicht, weil er die seemännische Ausbildung bezweifelt, sondern weil der bisher tadellose Ruf des Schiffes ernsthaft beschädigt ist.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  10. Inaktiver User

    AW: Gorch Fock

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Ich verstehe, dass es in unserem Land auch Menschen gibt, die der festen Überzeugung sind, dass man in 35 Meter Höhe ohne Netz und doppelten Boden sich frei bewegen muss, um wichtige Tugenden zu erlangen.
    Ein gerissenes Segel zu flicken ist keine Tugend sondern eine Notwendigkeit.

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